Kafka: Das Urteil - Kommasetzung

Hallo ihr Lieben,

ich möchte die erste Seite von Kafkas „Das Urteil“ hinsichtlich der Kommasetzung analysieren.
Es geht vor allem darum, jedes einzelne Komma genauer zu betrachten. Es kommt ddarauf an, ob es sich um beispielsweise einen Einschub, Herausstellungen etc. handelt. Auch was für Teilsätze genutzt wurden.

Ich brauche dabei wirklich eure Hilfe und würde mich über Antworten freuen :smile:

Liebe Grüße

Caro

„Es war an einem Sonntagvormittag im schönsten Frühjahr. Georg Bendemann, ein junger Kaufmann, saß in seinem Privatzimmer im ersten Stock eines der niedrigen, leichtgebauten Häuser, die entlang des Flusses in einer langen Reihe, fast nur in der Höhe und Färbung unterschieden, sich hinzogen. Er hatte gerade einen Brief an einen sich im Ausland befindenden Jugendfreund beendet, verschloß ihn in spielerischer Langsamkeit und sah dann, den Ellbogen auf den Schreibtisch gestützt, aus dem Fenster auf den Fluß, die Brücke und die Anhöhen am anderen Ufer mit ihrem schwachen Grün. Er dachte darüber nach, wie dieser Freund, mit seinem Fortkommen zu Hause unzufrieden, vor Jahren schon nach Rußland sich förmlich geflüchtet hatte. Nun betrieb er ein Geschäft in Petersburg, das anfangs sich sehr gut angelassen hatte, seit langem aber schon zu stocken schien, wie der Freund bei seinen immer seltener werdenden Besuchen klagte. So arbeitete er sich in der Fremde nutzlos ab, der fremdartige Vollbart verdeckte nur schlecht das seit den Kinderjahren wohlbekannte Gesicht, dessen gelbe Hautfarbe auf eine sich entwickelnde Krankheit hinzudeuten schien. Wie er erzählte, hatte er keine rechte Verbindung mit der dortigen Kolonie seiner Landsleute, aber auch fast keinen gesellschaftlichen Verkehr mit einheimischen Familien und richtete sich so für ein endgültiges Junggesellentum ein. Was sollte man einem solchen Manne schreiben, der sich offenbar verrannt hatte, den man bedauern, dem man aber nicht helfen konnte. Sollte man ihm vielleicht raten, wieder nach Hause zu kommen, seine Existenz hierher zu verlegen, alle die alten freundschaftlichen Beziehungen wieder aufzunehmen- wofür ja kein Hindernis bestand - und im übrigen auf die Hilfe der Freunde zu vertrauen? Das bedeutete aber nichts anderes, als daß man ihm gleichzeitig, je schonender, desto kränkender, sagte, daß seine bisherigen Versuche mißlungen seien, daß er endlich von ihnen ablassen solle, daß er zurückkehren und sich als ein für immer Zurückgekehrter von allen mit großen Augen anstaunen lassen müsse, daß nur seine Freunde etwas verstünden und daß er ein altes Kind sei, das den erfolgreichen, zu Hause gebliebenen Freunden einfach zu folgen habe. Und war es dann noch sicher, daß alle die Plage, die man ihm antun müßte, einen Zweck hätte?“

Hallo ihr Lieben,

Hallo, Liebe,

ich möchte die erste Seite von Kafkas „Das Urteil“
hinsichtlich der Kommasetzung analysieren.

Das finde ich spannend, dass du das möchtest:smile:

Vielleicht gibst du uns mal einen ersten Überblick darüber, was du dir zu den diversen Kommata gedacht hast. Nicht, dass wir dir dann Sachen bieten, die du ohnehin schon herausklamüsert hast. Das wäre doch frustrierend…nicht wahr.

Also…wir sind gespannt auf deine Lösungsansätze:smile:
Gruß, Maresa