Medizin
Von: Anonym (abgemeldet), 15.11.2002 16:34 Uhr
Hallo Ihr wissenden,

ich hab seit ca. 1er Woche das unangenehme problem das ich Nachts davon aufwache das meine Arme und Hände eingeschlafen sind. Sicher schmerzhaft ist es nicht....( meine schmerzgrenze ist eh ziemlich hoch) aber es dauert mindestens ne stunde eh ich wieder voll *funktioniere*
Ist das Stress bedingt oder *nur* ein eingeklemmter Nerv?
Irgendwelche Tips für mich?
danke schonmal
ANGELA



  1. Antwort von Renate Simons 12
    Nervenkompressionssyndrom
    Hallo Angela,

    eingeschlafene Arme und Hände kommen meistens durch Druckschädigungen eines oder mehrerer Nerven.

    Taubheitsgefühl, Kribbeln oder pelziges Gefühl sind die Anzeichen. Der Druck kann das eigene Körpergewicht hervorgerufen sein (der Kopf in der Ellenbeuge oder ein auswärts gedrehter Arm im Schlaf) oder bestimmte Engstellen im der Einbettung des Nerven, was besonders bei Frauen und besonders bei älteren Menschen zunehmend auftreten kann, zu Beginn vor allem nachts.

    Manche Nerven verlaufen durch natürliche Engstellen (Tunnel). Schon geringe Eingengungen an diesen Stellen können deren Funktion beeinträchtigen. Der Medianusnerv (Handgelenk) versorgt die Daumenballenmuskulatur. Die "Engstelle" hier ist der Karpaltunnel. Das so genannte "Karpaltunnelsyndrom" (CTS) befällt vor allem Frauen zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

    Es gilt aber, die eigentliche Ursache zu suchen:
    Manchmal sind Wirbelsäulenbeschwerden die Ursache, die sich erst durch eine langbestehende, ungünstige Körperhaltung wie im Schlaf bemerkbar machen, manchmal sind es Stoffwechselstörungen wie bei Diabetes, oder eine Funktionsstörung der Schilddrüse, auch eine Schwangerschaft kann diese Symptome vorrübergehend begünstigen.

    Bei anhaltender Beschwerdesymptomatik sollte die auslösende Ursache unbedingt durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden (Orthopäde, Neurologe).

    Hier ist noch ein Link über Nervenkompressionssyndrome:
    http://www.prass.de/praxis/Info_KTS.htm

    Gute Besserung wünscht Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    • Antwort von J. Gehre (abgemeldet) 10
      Re: eingeschlafene Arme und hände
      Hallo,

      eine Ferndiagnose hier gliche einem Lotteriespiel!

      Die Ursache kann im Nervensystem oder z.b. auch in Durchblutungsstörungen liegen. Deshalb ist die Konsultation eines guten Arztes oder Heilpraktikers hier ratsam, besonders wenn der Grund in Durchblutungsstörungen zu suchen ist.

      Auf alle Fälle gute Besserung und einen guten Schlaf.

      5jundr
      • Antwort von Gerd Vergin 1
        Re: eingeschlafene Arme und hände
        Hallo,

        hatte ich auch vor 3 Jahren...jetzt habe ich drei Bypässe...also nehm es nicht auf die leichte Schulter. Ab zum Arzt, nur der kann das Problem lösen!!!

        Gruss

        Gerd [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
        • Antwort von Joachim Kloft (abgemeldet) 1
          Re: eingeschlafene Arme und hände
          Hallo,

          so absonderlich erscheint das mir nicht. Diesen Effekt kenne ich seit meinem 8. Lebensjahr, dass mir alles Mögliche (auch das) einschläft. Unangenehm ist das Wachwerden, aber schlimm ist das nicht.

          Hatte immer niedrigeen Öldruck, nehme an, dass vorgenannter Effekt mit Durchblutungsstörungenm zu tun hat. Neurologisch sehe ich keinen Zusammenhang.

          mfg

          Kloft
          1 Kommentare
          • Re^2: eingeschlafene Arme und hände
            Hallo,

            landläufig glauben viele Menschen, dass derartige Beschwerden von "Durchblutungsstörungen" herrühren - auch ich hatte das früher mal geglaubt :-)

            Aber Taubheitsgefühle und Kribbeln ("eingeschlafene" Körperteile) treten bei Störungen der Nervenfunktion auf, verursacht durch Druck benachbarter Strukturen.

            In der Kindheit verschwand dieses Kribbeln oft in Sekundenschnelle. Als Erwachsener gibt es aber bestimmte Formen von Dauerkribbeln. Wenn die eingeschlafene Hand immer öfter vorkommt und das taube Gefühl nicht recht weggeht, ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen, denn sonst riskiert man eine Dauerschädigung des Nerven, sodass irreversible Lähmungen zurückbleiben können. Je nachdem welche Teile der Hand primär betroffen sind, kann der Auslöser die Halswirbelsäule sein, oder der Ellenbogen, usw.

            interessante Links zum Thema:
            http://www.oekotest.de/cgi/vb/vbgs.cgi?frage=28449
            http://www.dgnc.de/htm/08/text08_5.html

            Gruß, Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]