Medizin
Von: n.h., 8.1.2006 15:33 Uhr
Hallo liebe Experten!

Der Geburtstermin für meinen Sohn war der 04.01.2006. Nun ist er immer noch nicht da und ich warte ;-)

Vor 2 Tagen war ich bei meiner Ärztin, die nochmal ein CTG gemacht hat etc. Demnach ist alles okay, das Gewicht des Kleinen liegt bei 3600 g.

Nun war ich gestern nochmal zum CTG in der Klinik. Dort sagte mir die Ärztin allerdings, das Gewicht des Kindes läge bei 4000 g. Das ist natürlich eine Menge. Allerdings betonte sie auch, dass er sehr lange Beine hat (läßt sich ja messen), demnach wahrscheinlich auch sehr lange Arme und das daran liegen könnte. Nun gut, das wäre ja nicht weiter schlimm für die Geburt. Außerdem sei mein Bauch "klinisch nicht groß" und da ich selbst mit meinen 1,75 m relativ groß bin und aber auch eigentlich sehr schlank meinte sie halt, dass er vielleicht eher in die Höhe geht als in die Breite ;-)

So weit so gut - trotzdem möchte sie am Dienstag die Geburt einleiten. Fand ich ja nicht schlecht - man kann alles planen etc und ich hab mich dann auch schon darauf gefreut.
Jetzt bin ich allerdings ein bißchen am Recherchieren. Und so angenehm scheint das ja mit der Geburtseinleitung nicht zu sein. Stärkere Wehen und dafür länger. Und recht viele negative Erfahrungsberichte.

Jetzt ist halt die Frage: Sollte ich das wirklich machen? Nähme der Kleine denn noch so an Gewicht zu? Ansonsten ist auch alles unauffällig - Plazenta, Fruchtwasser, CTG etc... Muttermund ist schon ein wenig geöffnet.

Und wie kann es sein, dass die Werte des Gewichts bei beiden Ärzten so unterschiedlich sind? Denn 3600 wär ja relativ unproblematisch - 4000 g ist da natürlich schon was anderes...

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp oder Erfahrungen gemacht.

Danke schon mal und einen lieben Sonntagsgruß!

M.



  1. Antwort von Anja (abgemeldet) 2
    Re: Einleitung der Geburt
    Hallo!
    Wenn die Ärztin einleiten will, sollte sie das begründen können.Ansonsten gilt doch immer noch die Regel 2 Wochen drüber maximal ist tolerierbar. Sehen jedenfalls viele Ärzte so.
    Eingeleitete Geburt, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ist nichts, was ohne Grund weiterzuempfehlen wäre, ist intensiv und der Schmerz kann sehr heftig werden.
    Gibt es einen triftigen Grund- keine Frage, dann muss es wohl manchmal sein.
    Ich möchte Dir raten, unbedingt noch eine weitere Meinung, vielleicht in einer anderen Klinik einzuholen.
    Es ist doch sehr wichtig, und niemals sind wir so ausgeliefert und beeinflussbar, wie bei den Geburten.Selten kommt mal einere auf die Idee, dass es die Frau ist, die die Hauptrolle spielt und die die Gangart und die Richting angibt.Und nicht der Arzt.Darum sollte sich Diene Ärztin auch die nötige Zeit nehmen, um Dir Für und Wider zu erklären, und dann Dich entscheiden zu lassen.
    Vielleicht brauchst Du einen guten Arzt, der Dir Mut macht und mit Dir (!) eine Entscheidung in Deinem Sinne trifft.

    Alles Gute Dir!
    Anja
    • Antwort von Wiz 1
      Re: Einleitung der Geburt
      Hallo,

      die Sache mit dem unterschiedlichen Gewicht kann ich mir schon denken. Das Kind wird ja nicht direkt gewogen, sondern man misst nur im nicht so wahnsinnig genauen und detaillierten Ultraschallbild einige Strecken und berechnet hiernach anhand von verschiedenen Verfahren mit unterschiedlichen Tabellenwerten dann das potentielle Gewicht. Und liegt man den ein oder anderen Pixel beim Messen der Strecken daneben, nutzt andere Verfahren oder Tabellen, ... und schon kommt man auf ein anderes mögliches Gewicht.

      Zu den weiteren Fragen kann ich nichts sagen. Bei uns soll es noch acht Wochen dauern.

      Gruß vom Wiz [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
      • Antwort von susu (abgemeldet) 0
        Re: Einleitung der Geburt
        Hi,

        bei mir hatte ich damals 3 Komponenten, welche die Geburt dann letztendlich eingeleitet haben:

        Ich hatte mit meinem Männchen geschlafen - die Spermien wirken in dem Fall wehenauslösend,
        ich hatte in meiner Gier nach Spagetthi einen Riesenteller gegessen - und irgendwohin drückt es eben...,
        zu guter letzt bin ich von einem kleinen Podest ob meiner Unförmigkeit auf den Po gefallen - Stöße mögen sie auch garnicht.

        Vielleicht mußt Du ja nicht gleich vom Stuhl kippen, aber ein klein wenig hüpfen.....;-)))

        Daumendrückalleswirdgutzwinker

        Susu
        • Antwort von Sue 0
          Re: Einleitung der Geburt
          Guten Morgen ~s~

          Vielleicht ist das Baby ja noch nicht da ....

          Bei mir hat Akupunktur bei einer Hebamme geholfen.
          Eine Hebamme wäre eh die richtige Ansprechpartnerin für Dich!
          Ich weiss ja nicht wo Du wohnst aber es gibt jetzt eigentlich überall "freie" Hebammen. Ich weiss es ist leicht gesagt - aber versuche Dich nicht zu verkopfen. Durch Deine anderen Postings hier habe ich mitbekommen dass Du während der Schwangerschaft etwas Stress hattest...versuch jetzt nur an den nächsten Schritt zu denken...die Geburt Deines Kindes.
          Das erste Kind kommt häufig später als der errechnete Geburtstermin, soweit ich weiss kommen eh nur 2 oder 3 % aller Kinder am Termintag zur Welt
          (:-))
          Ansonsten...entspannen....warm baden....vielleicht mal die Treppe rauf und runter hoppeln (;-))...

          Noch etwas zu eingeleiteten Geburten. Bei meinem ersten Kind wurde die Geburt auch vorzeitig eingeleitet. Ich war 14 Tage vor dem Termin, dass Kind musste raus und ich hatte natürlich nullkommanull Wehen.
          Ich hatte die Wahl zwischen Kaiserschnitt oder vaginaler Geburt mit Wehentropf.
          Die Entscheidung fiel dann zugunsten der vaginalen Geburt aber mit kontinuierlicher Periduralanästhesie gegen die Schmerzen!! Ich war entspannt...habe die Wehen leicht gespürt und konnte bein "Endspurt" auch mitpressen.
          DIESE Art der Einleitung kann ich also empfehlen - aber es bleibt natürlich immer subjektiv...
          Wenn Du mehr Infos zur PDK möchtest...mail mich an und ich schreib Dir was dazu...ich kenne das Verfahren sowohl als Anästhesieschwester als auch aus Patientensicht.

          Ich wünsche Dir und Deinem Buzzel alles Gute..

          Sue
          • Antwort von Rosa Rot 0
            Re: Einleitung der Geburt
            Hallo,
            auch ich war bei meinen Kindern über die Zeit. Bei einem Sohn sogar 10 Tage. Du hast dann allerdings viel Lauferei, da eine Überwachung für das Kind sehr notwendig wird.
            Jeder Tag tut dem Kind nur gut. Jungen brauchen sowieso ein bißchen länger, denn da ist ein "Stück" mehr dran. Natürlich kannst Du noch minimal zunehmen. Wenn es reif ist, kommt es schon.

            Ich habe auch den Unterschied zwischen normalen Wehen und eingeleiteten kennen gelernt. Bei den normalen Wehen hast Du Verschnaufpausen, bei den künstlich herbei geführten nicht. Sie kommen Schlag auf Schlag. Man hält es nicht mehr aus. Sie sind viel brutaler, schlimmer als heftige Regelschmerzen.

            Ich wünsche Dir alles Gute und drücke Dir die Daumen, daß alles prima wird. Du schaffst das schon. Schließlich kommt etwas für Dich dabei herum. Nichts vergißt man schneller, als die Geburtsschmerzen.

            Gib uns allen doch auch mal über das Formum Erfolgsmeldung, wenn Dein Kind das Licht der Welt erblickt hat.

            Liebe Grüße
            Rosa [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
            • Antwort von Vroni*22* (abgemeldet) 0
              Re: Einleitung der Geburt
              Liebe M.


              mach dir keine Sorgen wegen euerm Krümel denn nur etwa vier Prozent aller Babys kommen "pünktlich". In den letzten Jahren hat sich die biologische Tragzeit sogar um einige Tage verlängert. Es gilt inzwischen als ganz normal, wenn das Baby den errechneten Termin um 10 bis 14 Tage überschreitet.

              Genieße noch die ruhigen Tage, denn danach weht ein anderer Wind :0) !!!

              Viele Grüße Vroni und alles gute für die Geburt
              • Antwort von Gandalf 0
                Re: Einleitung der Geburt
                Hallo liebe M.

                eines vorweg, eine Geburteinleitung ist kein kleiner Eingriff in die Geburt, sondern ein recht massiver und die Geburt ist für die Frau meist wesentlich unangenehmer.
                Das ist die Erfahrung meiner Frau und auch einiger Freundinnen von uns.

                Unser erster wurde per eingeleiteter Geburt auf die Welt gebracht, weil die Fruchtblase geplatzt war. Aber selbst das ist mittlerweile keine zwingende Indikation mehr.
                Der zweite kam völlig selbständig.

                Die erste Geburt war für meine Frau fast schon traumatisch, die Wehen waren fast erschlagend und irgendwann mußte eine PDA (Rückenmarknarkose) gelegt werden, weil sie nicht mehr konnte (Unterzuckerung) und die Schmerzen sie fast betäubten.
                Die Geburt dauerte alles in allem fast 20 h.
                Der zweite war ohne irgendwelche ANstöße nach knapp 5 h da.

                Einige Ärtze hängen wohl immer noch dem Ideal der gelenkten Geburt hinterher und wenn auch nur wenige Tag der berechnete Termin überschritten ist wird eingeleitet. Das sollte aber nicht mehr so sein, denn bis zu zwei Wochen sind völlig OK.
                Andere Indikationen wie Qualität und Menge des Fruchtwassers sind wesentlich wichtiger.

                Die Ärztin sollte die Einleitung sehr gut begründen können und Du tust Dir keinen Gefallen das einfach mal so mit Dir machen zu lassen.
                Bei begründeter Indikation ist es OK, sogar ein Segen, aber nur um irgendwelche Normen zu erfüllen ist eine Einleitung völlig blödsinnig.

                Gandalf
                • Antwort von n.h. 0
                  Meine Entscheidung....
                  ...könnt Ihr Euch denken, denn schließlich kann ich was schreiben ;-)

                  Erstmal vielen Dank für Eure Antworten, und:

                  Ich habe mich gegen die Einleitung entschieden. Nachdem mir wirklich JEDER davon abgeraten hat und auch meine Ärztin meinte, dass das absolut nicht nötig sei, habe ich den Termin abgesagt. Und nur wegen des "angeblichen" Gewichts - das war mir nicht Grund genug. Zumal das ja wirklich alles so ungenau ist.

                  Mich wundert nur, dass die Ärztin an der Charité das so unbedingt wollte - bisher hab ich mich bei denen immer so gut aufgehoben gefühlt. Bringt die Einleitung vielleicht mehr Geld ein? ;-)

                  Und Fruchtwasser etc ist ja auch alles in Ordnung. Dann braucht der halt noch ein bißchen und ich warte weiter...

                  Jeden Tag schaffe ich ein Buch - mal sehen, wie viele ich da noch lese, bis der sich endlich aus mir raus bequemt ;-)

                  Also danke an alle und liebe Grüße,

                  M. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]