Medizin
Von: Agnes Daiber (abgemeldet), 24.4.2003 15:26 Uhr
Seit ca. drei Monaten leidet mein Schwiegervater (64) an Gürtelrose. Er hat permanent starke Schmerzen, davon betroffen sind die rechte Schulter, Arm und Hand. Er kann die Hand kaum bewegen und überhaupt nichts damit anfassen. Nachts schläft er nur wenige Stunden, wenn er ein starkes Schmerzmittel nimmt.
Die Ärzte können ihm nicht helfen, es heisst er muß einfach abwarten. Aber bisher ist überhaupt keine Besserung eingetreten, die Schmerzen sind so schlimm wie am ersten Tag.
Nun hat ihm jemand empfohlen, In den Schieferstollen in Nordenau (Sauerland) zu gehen, die Luft darin soll helfen.
Hat jemand dazu Erfahrungen? Oder noch andere hilfreiche Tipps?
Wir sind dankbar für jeden Hinweis!
Agnes



  1. Antwort von Tessa 2
    Re: Gürtelrose - was hilft???
    Hallo Agnes,

    drei Monate schon? Die Gürtelrose an sich - also die sichtbaren Symptome - ist schon abgeheilt? Dann tippe ich eher auf eine sog. postzosterische Neuralgie, die einen großen Teil (ca. 50 %) der über 60jährigen heimsucht.

    Abwarten wird da wenig bringen, aber es gibt gute Anlaufadressen. Auf Anhieb fällt mir da z. B. die Schmerzklinik in Bad Mergentheim ein: http://www.schmerzklinik.com/. In der Datenbank von http://www.schmerztherapeuten.de/ kannst Du auch nach einem Therapeuten in Deiner Nähe suchen.

    Beste Grüße

    Tessa
    2 Kommentare
    • von Agnes Daiber (abgemeldet) 0
      Re^2: Gürtelrose - was hilft???
      Hallo Tessa,
      Danke für den Tipp.
      Komisch, wieso erwähnte denn keiner der behandelnden Ärzte die Postzosterische Neuralgie, wenn es doch so oft vorkommt?
      Die geben immer nur ne Spritze oder schreiben starke Schmerzmittel auf. Manchmal fühlt man sich da echt nicht richtig ernst genommen!
      Na, das mit einem Schmerztherapeuten werde ich meinem Schwiegervater mal ans Herz legen.
      Gruß,
      Agnes



      Hallo Agnes,
      drei Monate schon? Die Gürtelrose an sich - also die
      sichtbaren Symptome - ist schon abgeheilt? Dann tippe ich eher
      auf eine sog. postzosterische Neuralgie, die einen großen Teil
      (ca. 50 %) der über 60jährigen heimsucht.

      Abwarten wird da wenig bringen, aber es gibt gute
      Anlaufadressen. Auf Anhieb fällt mir da z. B. die
      Schmerzklinik in Bad Mergentheim ein:
      http://www.schmerzklinik.com/. In der Datenbank von
      http://www.schmerztherapeuten.de/ kannst Du auch nach einem
      Therapeuten in Deiner Nähe suchen.

      Beste Grüße

      Tessa
    • von Tessa 0
      Re^3: Gürtelrose - was hilft???
      Komisch, wieso erwähnte denn keiner der behandelnden Ärzte die
      Postzosterische Neuralgie, wenn es doch so oft vorkommt?
      Nun, Teuerste... Weil es wesentlich einfacher ist einen - den Ausdruck mögest Du mir bitte verzeihen - alten Sack mit Schmerzmitteln vollzupumpen und ihm einzutrichtern, daß er sich alles nur einbildet und sich gefälligst nicht so anstellen soll. Außerdem gibt es bedauerlicherweise auch Ärzte, die 'postzosterische Neuralgie' nicht einmal buchstabieren können und dieselbige für ausgemachten Dummfug - ähnlich den Phantomschmerzen nach einer Amputation - und pures Geltungsbedürfnis seitens des Patienten halten. Klar, sie müssen sich ja auch nicht mit den Schmerzen herumplagen, gelle? Na, das mit einem Schmerztherapeuten werde ich meinem
      Schwiegervater mal ans Herz legen.
      Das solltest Du in der Tat, denn um eine gescheite - speziell auf ihn zugeschnittene - Schmerztherapie, wird Dein Schwiegerdaddy auf lange Sicht nicht herumkommen.

      Beste Grüße

      Tessa
  2. Antwort von Barbarella 0
    Re: Gürtelrose - was hilft???
    Hallo,

    mag jetzt albern klingen, aber ich habe gerade die Tage eine spannende Reportage auf einem der Dritten Programme gesehen, in der es darum ging, daß die größten & komplettesten Erfolge bei Gürtelrose (und nur da) durch besprechen gemacht wurden. Ich glaube selbst nicht recht an sowas, aber schaden kann es schließlich nichts.
    Vielleicht kann dir ein Bekannter zu einem 'Besprecher' in der Nähe raten.


    Gruß, Barbarella