Medizin
Von: Dаеmіоn, 24.8.2009 22:42 Uhr
Guten Tag,

ich bin mittlerweile 25 Jahre alt, weiblich, habe seit ich mich zurück erinnern kann einen erhöhten Puls (z.Z. 90-113 bpm im Ruhezustand), leichten Bluthochdruck (130 mmHg) und seit einigen Jahren (ca. 2004) auch Ödeme.


Ich bin wetterfühlig und habe ein Problem mit der körpereigenen Temperaturregelung bei Hitze.
Da neige ich schnell zum Hitzeschlag, zur Überhitzung.
Ich bekomme bei starker Wärme sehr schnell Probleme mit dem Kreislauf- Herzrasen und -rythmusstörungen, Übelkeit, Benommenheit bis hin zur fast Ohnmacht. Weil das in den letzten Jahren schlimmer wurde, suchte ich mir einen Kardiologen.


Zu meinen Ödemen:
Zunächst fingen sie mit dem linken Fuß an, dann kam der rechte Fuß dazu, beide Beine, mittlerweile ist manchmal mein linker Arm, inkl. Hand, teilweise sogar mein Gesicht betroffen.

Diese Ödeme verhalten sich atypisch, sie sind mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt. Ich sehe kaum Zusammenhang mit dem Wetter(wechsel), wobei bei Hitze die Beine schon mal schneller anschwellen können, als bei kühlem Wetter. Natürlich sind sie abends dicker als morgens, aber das ist das einzige, was an ihnen "normal" ist.
Der linke Arm ist öfter betroffen als mein Gesicht, aber beides ist verhältnismäßig selten "dran".
Unterm Strich sind es meistens die Füße und die Beine, die anschwellen und bei denen man ohne viel Kraftanstrengung Dellen in die Haut eindrücken kann.

Zunächst vermutete ich einen Zusammenhang mit Stress und Hormonen (da bei mir ohnehin die Periode unregelmäßig ist und ich unter Stress stehe), dennoch bleibt meine Angst vor einer möglichen Ursache das Herz betreffend.
Nicht ganz ohne Grund, wenn man die oben genannten Symptome beachtet.


Meine Kardiologin hat bereits eine Echokardiographie gemacht (unauffällig), auch 24-Stunden-EKGs- die waren nicht gut, allerdings auch noch nicht sehr bedenklich, sagt meine Ärztin. Ich bekam Meprolol, nahm jedoch innerhalb kürzester Zeit sehr viel zu, weswegen sie (leider) abgesetzt worden sind. Jetzt bekomme ich Procoralan, aber die helfen fast gar nicht. Meine Kardiologin meinte dazu: "Dann nehmen Sie eben gar nichts."

Eine leichte Besserung der Herzrythmusstörungen empfand ich bei vermehrter Aufnahme von Magnesium, Kalium und Calcium. Das bemerkte ich, als ich in der Notaufnahme und während meiner letzten OP (an der Nasenscheidewand) Electrolyse, einen Tropf bekommen hatte.


Fakt ist:
Ich habe neben den bisher nicht vollständig abgeklärten Ödemen, Herzrythmusstörungen, Tachekardien, und wie gesagt eine leichte Hypertonie. Bei Bewegung (auch bei leichter) steigen Puls und Blutdruck rasch sehr an.

Wirklich fähig waren die Ärzte, bei denen ich wegen meiner Beinödeme war, bisher noch nicht.
Sie nahmen sich keine Zeit, mir zuzuhören und auch so hatte ich nicht das Gefühl, ernst genommen zu werden. Schnell hieß es ohne ein genaues Auge darauf zu werfen: "Angeborenes Lymphödem" und fertig.
Zufrieden bin ich mit meiner Kardiologin auch nicht gerade, niemand scheint wirklich Interesse daran zu haben, herauszufinden, was los ist (meistens erst nach mehrfachem "Drängeln").

Meine Kardiologin schließt eine Ursache beim Herzen aus (Blut abgenommen hat sie während der ganzen 2 Jahre, in denen ich bei ihr in Behandlung bin allerdings auch nicht. Gott sei Dank hat das meine ehemalige Hausärztin gemacht: Blutwerte soweit unauffällig, leicht erhöhter Entzündungswerte).


Jetzt ist es aber so, dass ich mit der Zeit immer konditionsloser werde (teilweise das Gefühl habe, fast zu ersticken), obwohl ich in Bewegung bin. Direkt Sport mache ich keinen, das liegt aber daran, dass ich das nervlich zur Zeit einfach nicht packe. Ja, Zeit dafür ist ebenfalls gerade kaum da, wie gesagt bin ich stark gestresst. Ich schaffe gerade so das Nötigste, von dem, was gemacht werden muss (Haushalt, etc.). Hinzu kommt, dass die Pulswerte und mein Blutdruck derart drastisch ansteigen und ich kaum einige Schritte gehen kann, ohne anschließend nach Luft zu japsen- das macht Sport sehr schwierig.


Gerade die sich steigernde, mangelnde Kondition finde ich in der Kombination mit der erhöhten Pulsfrequenz, dem erhöhten Blutdruck und den Beinödemen bedenklich.


Langsam weiß ich nicht mehr, was ich machen soll.
Ich würde mich über Hilfe sehr freuen!


Liebe Grüße!



  1. Antwort von ~Κаtі~ 1
    Re: Hoher Ruhepuls, konditionslos, Ödeme m. 25 Jah
    Hallo,

    wechsle den Arzt, wenn notwendig noch 5mal.

    Zum einen ist es wichtig, daß du einen Doc findest der dich ernstnimmt, dir zuhört, zum anderen einen dem du vertraust.

    Dein Problem ist sicher nicht einfach, notfalls musst du einige km fahren um einen guten doc zu finden. Hör dich bei Bekannten Nachbarn etc um, vielleicht hat jemand gute Erfahrungen mit einem doc gemacht.

    Alles Gute für dich

    Gruß

    Kati