Medizin
Von: Julia (abgemeldet), 27.4.2008 14:19 Uhr
Hallo zusammen, ich hoffe ich bin hier richtig.
Ich soll morgen mein erstes mrt bekommen und habe panische angst davor. meine frage ist nun ob diese betäubungsspritze mich quasi schlafen lässt. Denn ich denke das ich es nur so aushalte.
Bitte um schnelle antwort. Danke im vorraus an alle die einer verängstigen 22 helfen können



  1. Antwort von Susanne Mehs (abgemeldet) 4
    Re: MRT Betäubung
    Hallo wieso denn BEtäubung im MRT (wir sprechen hier vom Magnetresonanztomographen, oder?)?
    DAs Ding tut nicht weh!
    Allenfalls wenn du Klaustrophob bist (so wegen der Röhre und du kriegst evtl noch so ein Zielgestell über den Kopf gestellt), dann könnte es ein Problem für dich sein, weshalb sie dich dann evtl betäuben, damit du eben nicht in Panik verfällst, aber ob die das mit Spritze machen oder mit so netten "Scheiß-Egal"-Pillen ist vermutlich gar nicht sicher.

    Aber wenn sie dir sowas verabreichen, dann wirst du schlafen oder zumindest weggedröhnt sein. Jedenfalls so dass du dich nicht rührst, soll ja ein vernünftiges Bild bei rumkommen.
    Also BITTE fahr nicht selbst mit dem Auto hin und erst recht nicht anschließend nach Haus.

    Gruß Susanne
    • Antwort von miezekatze 2
      Re: MRT Betäubung
      Hi,

      vor dem MRT brauchst Du keine Angst haben, wirklich nciht. Narkose / Betäubung bekommst du da garantiert nicht. Maximal kann ich mir ein Beruhigungsmittel vorstellen. Du musst vorher alle Metallteile vom Körper entfernen (Schmuck, Gürtelschnalle), dann geht es in den Raum mit dem Gerät, da wirst du auf die Liege gelegt, auf der du dann auch in die Röhre gefahren wirst. Dann bekommst du zuerst einen Zugang gelegt, über den man Dir dann in der Röhre ein Kontrastmittel verabreicht, damit man auf den Aufnahmen bestimmte Sachen sehen kann (wie das genau funktioniert, weiß ich nicht, man kriegt halt eine Infusion). Das Mittel merkt man nicht, also ich jedenfalls nicht.
      Dann bekommt man Kopfhörer aufgesetzt mit Musik, denn das Gerät ist recht laut, das klopft, als würden Bauarbeiter die Nachbarwohnung abreissen. Dann wird man ermahnt, still zu liegen, und wird in die Röhre geschoben.
      Naja, und dann liegt man da, und liegt, und dann liegt man noch n bissl. Je nachdem, wovon die Aufnahmen gemacht werden, dauert es etwas länger, und man liegt eben noch ein bisl. und dabei klopft es, und man hört Musik. dann melden sich die Schwestern über Kopfhörer und sagen dir, dass jetzt das Kontrastmitel gegeben wird, und dass das etwas kalt sein kann. Ich merke davon immer null, also lausche ich wieder der Musik, während die Aufnahmen mit Kontrastmittel gemacht werden. und dann wartet man wieder, und wartet ... Ich habe bisher 2 MRT vom Schaedel gemacht bekommen, das dauert jedesmal so 15-20 minuten ungefähr (ich hatte beim letzten Mal die Revolutionsetüde von Chopin in Endlosschleife drauf, die lief so 6-7 Mal durch). Ich hab versucht nicht einzuschlafen, damit ja der Kopf nicht wegkippt (Bilder im Eimer).
      Dann wird man rausgeholt, ist ein bisschen benommen, weil man so lang im Halbschlaf verbracht hat, der Zugang wird entfernt, und man wird ins Wartezimmer geschickt. Dann bekommt man von einem Arzt die Aufnahmen erklärt, und die darf man dann auch mitnehmen, um sie dem eigenen Arzt zu geben.
      Da ist also nichts wildes dabei, außer man hat Klaustrophobie oder Angst vor der Nadel. Gegen ersteres kannst du sicher ein Beruhigungsmittel bekommen, letzteres ist auc hnciht schlimmer als eine Blutentnahme.

      Ich drück dir die daumen für morgen,

      Die Franzi
      • Antwort von MecFleih 3
        Re: MRT Betäubung
        Hi,

        ich schreibe das jetzt nur nochmal damit ein Dritter dich beruhigt. ;-)

        Ein MRT tut absolut nicht weh und es ist nicht mal strahlen-gefährlich wie ein Röntgen- oder CT-Gerät.

        Die einzigen Unannehmlichkeiten sind dass die Geräte laut sind und dass du womöglich in eine Röhre geschoben wirst. Gegen die erste Sache helfen Kopfhörer, gegen die zweite Sache entweder dass du dir klar machst dass es nicht schlimm ist, du bist ja nicht wirklich eingesperrt, oder du bekommst eine beruhigende Tablette.

        Vielleicht gibt es ein Kontrastmittel und einen Pieckser weil irgendwie muß selbiges ja in den Körper gespritzt werden. Den Tropf wirst du aber überleben, wie auch die ganze Untersuchung. Ist wirklich absolut nicht schlimm und schmerzfrei.

        Anekdote zum Thema: man muß wegen des starken Magnetfeldes ALLE Metallteile ablegen. Als Rettungsdienstler fuhr ich seinerzeit einen alten Mann zum MRT, der auch brav alle Metallteile entfernte (Uhr, Hosenträger, Brille.....) aber auf mehrere Fragen nach einem Schrittmacher mit "nein" antwortete.
        Also wurde er ins Zimmer geschoben und die Un tersuchung sollte beginnen.
        In dem Augenblick kommt mein Kollege - zufällig Nachbar des Patienten - um die Ecke und meint: "Herr Müller, sie haben doch einen Schrittmacher, oder?????" Ergebnis war dann dass wir den alten Mann postwendend ohne MRT wieder aufgeladen und ins Herzzentrum gebracht haben. Der Schrittmacher war hinnüber.

        Alles Gute für morgen und mach' dich nicht verrückt, es gibt keinen Grund Angst zu haben. Ist wirklich absolut harmlos!

        MecFleih
        • Antwort von Julia (abgemeldet) 0
          Re: MRT Betäubung
          Erst einmal vielen dank für die Antworten ich glaube aber ich habe etwas falsch beschrieben. ich meinte Beruhigungsspritze und nicht betäubungsspritze. Sorry!
          Wirkt die spritze denn auch wirklich?
          2 Kommentare
          • von MecFleih 0
            Re^2: MRT Betäubung
            Erst einmal vielen dank für die Antworten ich glaube aber ich
            habe etwas falsch beschrieben. ich meinte Beruhigungsspritze
            und nicht betäubungsspritze. Sorry!
            Wirkt die spritze denn auch wirklich?
            Klar! Sonst hätte sie ja keinen Sinn... Manche dieser Mittel sind so gut dass du überhaupt nichts mehr mitbekommst. Aber man muß auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Hey, es ist nur ein MRT, keine Magen- oder Darmspiegelung...

            Du läßt dich ja auch nicht narkotisieren wenn ein Röntgenbild gemacht werden soll, oder?

            Gruß,

            MecFleih
          • von Julia (abgemeldet) 1
            Re^2: MRT Betäubung
            Also für mich ist das MRT jetzt gelaufen und ich muss ja fast sagen das es lachhaft war.
            Ich kam als mit dem halben Herzklabaster in der klinik an und wurde zum umziehen geschickt. Als ich dann die röhre sah hab ich wirklich gelacht. Meine war total hell und überhaupt nicht lang. Ich durfte mich auf den bauch legen und chon gings los. Habe mir keine beruhigungsspritze geben lassen. Ja klar die Geräusche sind laut aber irgendwie sehr entspannend. ich konnte mich nach knapp 5 min eh nicht mehr bewegen. keine ahnung wieso vielleicht wegen der magnet resonanz. Ich hatte die ganze zeit schön die äuglein zu. Schlucken und räuspern ist etwas schwierig aber das ist echt auszuhalten und dann wars auch schon vorbei. Also danke an alle die mir mut gemacht haben!
        • Antwort von julitemp 1
          LMAA-Spritze :-)
          Hallo,

          ich hatte zweimal schon ein MRT vom Schädel und der Halswirbelsäule bekommen. Beim Schädel ist es richtig unangenehm, zumindest für mich, weil man über den Kopf so eine Art Gitterhelm bekommt.

          MRT ist nicht wirklich was für Leute mit Platzangst wie mich ;-)

          Die Klopfgeräusche sind eigentlich ganz o.k, nur eben die Enge.

          Ich hatte beim ersten Mal Dormicum gespritzt bekommen, beim zweiten Mal Valium.

          In beiden Fällen aber so wenig, dass ich nicht wie bei einer Magen-Darm-Spiegelung mich an absolut nichts mehr erinnern kann, sondern nur soviel, dass ich zwar alles mitbekommen und auch die Röhre gesehen habe, aber mir war das alles piepegal :-)
          So ein LMAA-Gefühl bräuchte man öfter ;-)

          Nachteil: man darf hinterher nicht mehr Auto fahren. Ansonsten ... warum sollst du dir die Angst antun? Diese LMAA-Spritzen sind wirklich nicht die Welt und beruhigen ungemein.

          Christina
          • Antwort von Sarah (abgemeldet) 0
            mrt ist nicht so schlimm, wie man erzählt bekommt
            Hallo,

            für Dich ist das Ding ja wohl schon gelaufen, aber für andere möchte ich berichten, dass das schlimmste ist, was man im Vorfeld zu hören bekommt.

            Ich durfte nun schon einige mrts genießen und vor der ersten war ich im Vorfeld so Meschugge, dass mich sogar der Arzt fragte, ob ich i.O. wäre. Aber ich hatte eigentlich nur Angst.

            Noch mehr Angst, als vor der mrt, habe ich allerdings vor Spritzen und Medikamenten, die mich ggf. außer Gefecht setzen. Ich wollte absolut bei klarem Verstand sein und ggf. intervenieren können. Was natürlich Blödsinn ist, aber ich brauche das halt.

            Von daher habe ich mich bei KEINER meiner 3 mrts in irgendeiner Art betäuben lassen. Das klappt sogar ganz gut.

            Das schlimmste ist eigentlich das Gefühl der Enge und das vermeintliche Gefühl, keinen Sauerstoff zu bekommen bzw. tief durchatmen zu können. Das lag bei mir aber auch daran, dass ich nur flach atmen sollte, nicht in den Bauch, da dort die gewünschten Bilder zu machen waren und mit tiefem ein- und ausatmen natürlich nicht so gut klappt.

            Ich hab mich eigentlich selber "betuppt". Ich hab mir schöne Bilder vorgestellt (grüne Wiese, Meer, segeln etc) und mir immer wieder gesagt, dass 30 Minuten, die man unbeweglich liegen muss, einfach verdammt lange sind. Diese Selbstsuggestion hat so gut gewirkt, dass ich dachte, als sie mich wieder rauszogen, dass ich alles vermasselt habe, dabei war die Zeit tatsächlich schon um.

            Das, was man von anderen erzählt bekommt, ist wirklich schlimmer, als die mrt wirklich ist. Für die lauten Geräusche hatte ich einen Kopfhörer an, der die Geräusche dimmt. In der Hand hatte ich einen "Ball", wenn ich den gedrückt hätte, wäre sofort abgebrochen worden. Und wenn das Gerät ruhig ist, durfte ich auch richtig hüsteln und räuspern. Ist schon unglaublich, wie sehr man das möchte, wenn man nicht darf. Die Untersuchung an und für sich ist aber wirklich nicht schlimm und ich habe nun keine Angst mehr davor. Sie tut nicht weh und man kann jederzeit abbrechen, wenn man es nicht mehr aushält.

            Dies nur für die zukünftig Betroffenen, es gibt wirklich schlimmere Untersuchungen.

            LG

            Sarah