Physik
Von: R o b., 15.6.2003 04:27 Uhr
Hi Kenner, ich schon wieder...

ich habe mir überlegt, ob man im Winter, wenn man ohnehin heizt, seine sämtlichen elektrischen Verbraucher im Haushalt nicht mit effektiven 100% Wirukungsgrad betreibt, da die nicht primär genutzte Energie doch letztlich bei allen Geräten (Monitor, TV, Glühlampen, Kühlschrank etc.) als Abwärme im Raum verbleibt und dazu beiträgt, daß wir die Heizung weniger in Anspruch nehmen müssen.

Irre ich, oder nutzen wir unsere Energie im Winter damit zu 100% und sind also während der Heizperiode vollständig ökologisch?

Grüße
R o b.



  1. Antwort von Max. Eyth (abgemeldet) 0
    Re: Wirkungsgrad von Haushaltsgeräten im Winter
    Hallo !

    Sicher, die erzeugte Wärme in Haushaltsgeräten geht komplett in das Haus und wärmt dieses mit auf.

    Jede Hausfrau macht aber das Fenster auf und stellt den Küchenablüfter an, wenn ihr beim Kochen - vier Herdplatten glühen, der Backofen bruzzelt vor sich hin - zu warm wird. Der Ablüfter führt den größten Teil der Wärme wieder ab.

    Wird nur gefrühstückt und der Eierkocher und die Kaffeemaschine und der Toaster erwärmen, bleibt diese Wärme im Haus und unterstützt für Bruchteile von Minuten die Heizung.
    Auch wenn viel Wärme durch das Essen des heißen Eies und Toastbrot und Trinken des heißen Kaffees verloren gehen, so gibt doch der Körper der Frühstückenden diese Wärme wieder in der Raum ab.

    Das macht das Heizen aber nicht billiger. Diese Art von Heizung ist die Teuerste.

    Gruß max
    • Antwort von Niels (abgemeldet) 0
      Re: Wirkungsgrad von Haushaltsgeräten im Winter
      Hallo,

      du hast schon recht. Das sollte aber nicht dazu verleiten, die E-Geräte einzuschalten statt die Gasheizung aufzudrehen :-)). Schließlich ist der Strom selber nur mit einem Wirkungsgrad von ca 35 % (bei Kohle- u. AtomKW (ohne Fernwärme), bzw 50% bei Windanlagen) entstanden, während eine Gas-/Ölheizung über 80 % liegt.
      Elektrizität ist eine viel zu wertvolle Energieform um sie einfach zu verheizen.

      Gruss, Niels