Werbung

Hallo,
wir sollen und wollen in der Schule eine „Antiwerbung“ machen. Das heißt, irgendein „dämliches“ oder „unmögliches“ Produkt mit einer Werbung versehen, sodass es zum Kaufen anregt. Dabei haben wir nun zwar schon einige Ideen, allerdings fehlt uns irgendwie noch der „zündende“ Einfall, wie man das am Besten umsetzen könnte…
Achja, wir haben uns für Fernsehwerbung entschieden, da ich da das Equipment habe.
Also, kennt jemand irgendwelche Webseiten oder ähnliches, bei denen man sich über das „Erstellen einer Werbung“ informieren könnte? Es geht mir dabei speziell um die Effekte, die man durch eine bestimmte Handlung beim Zuschauer erreicht…

Außerdem stellt sich mir die Frage, ob eine Werbung, die die Gefühle des Zuschauers anregt, gegenüber einer anderen, mit einer nüchternen Darstellung, zu bevorzugen ist?
Achja, bei Werbung darf doch übertrieben werden, oder?

Erstmal vielen Dank für eure Antworten,
Sebastian

PS: Ich habe schon in Google gesucht, aber nichts gefunden…
PPS: Ja, ich habe es gelesen: KEINE HAUSAUFGABEN… Dieser Port fällt aber meiner Meinung nach nicht unter „Hausaufgabenerledigung“, sondern unter „Informieren zum Thema“

Außerdem stellt sich mir die Frage, ob eine Werbung, die die
Gefühle des Zuschauers anregt, gegenüber einer anderen, mit
einer nüchternen Darstellung, zu bevorzugen ist?

also nach meiner Meinung wirkt Werbung am besten, wenn Sie lustig ist. Nicht umsonst werden im Fernsehen auch immer die „witzigsten Werbespotts“ gezeigt.

Gruß
Marian

Hallo,
wir sollen und wollen in der Schule eine „Antiwerbung“ machen.

Es ist schon bemerkenswert, was Lehrer sich alles so ausdenken :wink:
Wenn man Werbung versteht als zielgerichtete Maßnahmen zur Beeinflussung der
Einstellungen und Handlungen von Menschen, stellt sich immerhin die Frage, was
denn nun „Anti-Werbung“ ist… Aber um Mechanismen der Werbung kennenzulernen,
ist die Aufgabenstellung sicher gar nicht so verkehrt. Interessant wäre zu
wissen, für welches „Produkt“ Ihr denn nun werben wollt.

Achja, wir haben uns für Fernsehwerbung entschieden, da ich da
das Equipment habe.

Wofür hättet Ihr Euch denn entschieden, wenn Du kein TV-Equipment hättest? -
Welches Medium (Zeitung, Zeitschrift, TV, Radio, Plakat, Internet …) für den
Transport einer Werbebotschaft am geeignetsten sein könnte, hängt in der Praxis
stark davon ab, wem man die Botschaft übermitteln will (Zielgruppe, potentielle
Verwenderschaft…), und wieviel Geld man dafür ausgeben kann.

Also, kennt jemand irgendwelche Webseiten oder ähnliches, bei
denen man sich über das „Erstellen einer Werbung“ informieren
könnte? Es geht mir dabei speziell um die Effekte, die man
durch eine bestimmte Handlung beim Zuschauer erreicht…

Hier sind einige - es gibt sicher unendlich viele weitere.
Beispielsweise zur Wirkung von Farben ist interessant:
http://www.farbenundleben.de/werbung_einzelfarben.htm
Zum Themenbereich „Werbung und Kreativität“ findet sich hier eine Menge:
http://www.bjoerk.de/index.htm
http://castelligasse.at/Werbetechnik.htm
Und ein hilfreiches Marketinglexikon findest Du unter:
http://medialine.focus.de/PM1D/PM1DB/PM1DBK/pm1dbk.htm

Außerdem stellt sich mir die Frage, ob eine Werbung, die die
Gefühle des Zuschauers anregt, gegenüber einer anderen, mit
einer nüchternen Darstellung, zu bevorzugen ist?

Grundsätzlich regt alles, aber auch alles die Gefühle des Zuschauers, Lesers,
Internet-Users usw. an, auch die „nüchterne Darstellung“, sie wird nämlich als
nüchtern empfunden und löst individuell unterschiedliche Gefühle aus - von
„angenehm nüchtern-informativ“ bis zu „zum Gähnen langweilig“. Die Frage ist
halt, was willst Du beim Zuschauer bewirken, was soll er fühlen, denken und tun,
wenn er Deine Werbung gesehen, gehört, erlebt, gefühlt hat?

Achja, bei Werbung darf doch übertrieben werden, oder?

Ja. Und: Nein.
Ja, wenn Du zum Beispiel hohe Aufmerksamkeit auf irgendetwas lenken willst.
Nein, wenn Du glaubwürdig bleiben willst. Verbraucher lassen sich nicht
verarschen. (Übrigens lassen sie sich auch kaum manipulieren.) Außerdem gilt in
unserem Kulturkreis weitgehend noch immer das Achte Gebot. Ferner gibt das
„Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ (UWG), das in Deutschland u.a. dafür
maßgeblich ist, was man in der Werbung darf oder nicht darf. Und schließlich
wacht auch noch der Deutsche Werberat, das Kontrollorgan der deutschen
Werbewirtschaft…

PS: Ich habe schon in Google gesucht, aber nichts gefunden…

Na, na … da hatte Google wohl einen sehr schlechten Tag!?

PPS: Ja, ich habe es gelesen: KEINE HAUSAUFGABEN… Dieser
Port fällt aber meiner Meinung nach nicht unter
„Hausaufgabenerledigung“, sondern unter „Informieren zum
Thema“

Aber klar! Hony soit qui mal y pense.

Gruß aus Hamburg.

Hier wurde ja
bereits eine ganze
Menge über Sinn
und Unsinn der
Werbung
geschrieben. Dem
kann ich nicht
mehr viel
hinzufügen. Da ich
aber selbst in
einer
Werbeagentur
arbeite und schon
einige Filme
gedreht habe,
kann ich dir
bestimmt die ein
oder andere
konzeptionelle
Frage beantworten
oder Anregungen
geben. Schieß
einfach los, wenn
du Bedarf hast.
Am besten per
Mail.
Gruß,
Olli

Hallo,
wir sollen und wollen in der Schule eine „Antiwerbung“ machen.
Das heißt, irgendein „dämliches“ oder „unmögliches“ Produkt
mit einer Werbung versehen, sodass es zum Kaufen anregt. Dabei
haben wir nun zwar schon einige Ideen, allerdings fehlt uns
irgendwie noch der „zündende“ Einfall, wie man das am Besten
umsetzen könnte…

Hallo Sebastian,

machen könnt Ihr doch dabei alles. Hautsache es schreit: Kauf mich! Antiwerbung finde ich einen ganz blöden Begriff. Nur weil es sich um ein „dämliches“ Produkt handelt? Schau mal fünf Minuten Werbung im TV - sind darunter nicht viele dämliche Produkte, die keiner braucht??

Achja, wir haben uns für Fernsehwerbung entschieden, da ich da
das Equipment habe.

Hm. Aber das Drehen eines Fernseh-Werbespots ist viel aufwändiger als das Gestalten einer Zeitungsanzeige. Das solltet Ihr bedenken. Eine Anzeige ist schnell umgestaltet, aber ein Spot … naja

Also, kennt jemand irgendwelche Webseiten oder ähnliches, bei
denen man sich über das „Erstellen einer Werbung“ informieren
könnte? Es geht mir dabei speziell um die Effekte, die man
durch eine bestimmte Handlung beim Zuschauer erreicht…

Habt Ihr hier denn keine Hilfe von Eurem Lehrer?? Wir hatten damals in Wirtschaftskunde immerhin mal das AIDA-Schema besprochen … Attention, Interest, Desire, Action. Im Großen udn ganzen braucht Ihr kein Schema. Nur kreative Einfälle.

Außerdem stellt sich mir die Frage, ob eine Werbung, die die
Gefühle des Zuschauers anregt, gegenüber einer anderen, mit
einer nüchternen Darstellung, zu bevorzugen ist?

Kommt aufs Produkt an. Und auf die Zielgruppe. Wenn Du einem Geschäftskunden sagen willst, dass die Betreuung seiner Firma beim Börsengang bei der XYZ-Bank eine ganz tolle ist, sieht das sicher anders aus, als Werbung für Schokoriegel, die meist von Kindern gegessen werden.

Achja, bei Werbung darf doch übertrieben werden, oder?

Ja klar. Ausser bei Finanzprodukten, da muss man aufpassen. Aussagen wie „Machen Sie mit diesen Aktien Ihre Mega-Million in nur einer Woche“ sind verboten („Gewinnversprechen“ dürfen nicht gemacht werden). Ähnlich kritisch ist das bei Medikamenten und Kosmetik. „Faltenfrei in 3 Minuten“ darfst Du dort nur sagen, wenn es wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Beste Grüsse und gutes Gelingen
Anna

Hallo,
erstmal danke für deine Antwort :smile:

ist die Aufgabenstellung sicher gar nicht so verkehrt.

Eben, das denke ich, ist recht sinnvoll…

Interessant wäre zu
wissen, für welches „Produkt“ Ihr denn nun werben wollt.

Wir überlegen noch, vielleicht nehmen wir die Schere, die auseinandergeschnittenes wieder zusammenschneidet oder die „Tag-Nacht-Lampe“, die, wenn man sie einschaltet, dezente Dunkelheit verbreitet…

Hier sind einige - es gibt sicher unendlich viele weitere.
Beispielsweise zur Wirkung von Farben ist interessant:
http://www.farbenundleben.de/werbung_einzelfarben.htm
Zum Themenbereich „Werbung und Kreativität“ findet sich hier
eine Menge:
http://www.bjoerk.de/index.htm
http://castelligasse.at/Werbetechnik.htm
Und ein hilfreiches Marketinglexikon findest Du unter:
http://medialine.focus.de/PM1D/PM1DB/PM1DBK/pm1dbk.htm

Danke, vielen Dank für die Links

Na, na … da hatte Google wohl einen sehr schlechten Tag!?

Naja, ich wusste nicht, unter welchen Stichworten, ich habe probiert: „Werbung“ „Werbung erstellung“

Aber klar! Hony soit qui mal y pense.

Ist das Latein?

Grüße aus Dresden, Sebastian

Hallo,
vielen Dank für dein Angebot, vielleicht werde ich es wahrnehmen :wink:

Viele Grüße,
Sebastian

Hallo,
danke erstmal für deine ausführliche Antwort, hat mir sehr geholfen :smile:

Hm. Aber das Drehen eines Fernseh-Werbespots ist viel
aufwändiger als das Gestalten einer Zeitungsanzeige. Das
solltet Ihr bedenken. Eine Anzeige ist schnell umgestaltet,
aber ein Spot … naja

Ja, das ist uns schon klar, aber wir haben ja nächste Woche ferien, da müssen wir ja auch was zu tun haben :wink:

Habt Ihr hier denn keine Hilfe von Eurem Lehrer?? Wir hatten
damals in Wirtschaftskunde immerhin mal das AIDA-Schema
besprochen … Attention, Interest, Desire, Action. Im Großen
udn ganzen braucht Ihr kein Schema. Nur kreative Einfälle.

Gut, das beruhigt mich :wink:

Kommt aufs Produkt an. Und auf die Zielgruppe. Wenn Du einem
Geschäftskunden sagen willst, dass die Betreuung seiner Firma
beim Börsengang bei der XYZ-Bank eine ganz tolle ist, sieht
das sicher anders aus, als Werbung für Schokoriegel, die meist
von Kindern gegessen werden.

Ja, leuchtet mir ein, danke :wink:

Achja, bei Werbung darf doch übertrieben werden, oder?

Ja klar. Ausser bei Finanzprodukten, da muss man aufpassen.
Aussagen wie „Machen Sie mit diesen Aktien Ihre Mega-Million
in nur einer Woche“ sind verboten („Gewinnversprechen“ dürfen
nicht gemacht werden). Ähnlich kritisch ist das bei
Medikamenten und Kosmetik. „Faltenfrei in 3 Minuten“ darfst Du
dort nur sagen, wenn es wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Ja, gut, ich habe nicht vor, für ein Finanzprodukt zu werben :wink:

Auch dir vielen Dank,
Sebastian

Off-Topic
Hallo!

Naja, ich wusste nicht, unter welchen Stichworten, ich habe
probiert: „Werbung“ „Werbung erstellung“

Aber klar! Hony soit qui mal y pense.

Ist das Latein?

Nee, Französisch. Sollte wohl lustig sein und heißt übersetzt „Ein Schelm, der Böses dabei denkt.“

Allerdings empfiehlt es sich, solche Sprüche nur zu schreiben, wenn man auch weiß wie: „Hon(n) i soit qui mal y pense.“ (http://www.signetring.com/Jewelry/Renaissance_Jewelr…)

Sans rancune … äh, nichts für ungut!
Chris

Oh, das war Französisch… Peinlich… Ich habe Französisch in der Schule :wink: :wink:

Noch einen schönen Tag,
Sebastian