Allgemeine Rechtsfragen
Von: Schnacker, 29.3.2012 15:21 Uhr
Eine Freundin meiner Tochter hat folgendes Problem:
Die Mutter Petra Maria Mustermann* bestellt bei Versandhäusern Waren auf den Namen Maria Mustermann* und gibt dabei das Geburtsdatum der Tochter Renate Maria Mustermann* an. Dabei erfolgt die Lieferung an die Adresse der Mutter. Die Tochter hatte von den Bestellungen keine Kenntnis.
Nachdem die Mutter die Rechnungen und Mahnungen nicht bezahlt, fordert nun ein Inkassobüro das Geld von der Tochter. Die beiden wohnen nicht zusammen, sogar in unterschiedlichen Orten. Die Rechnungen und Mahnungen wurden an die Adresse der Mutter (=Lieferanschrift) geschickt, das Inkassoschreiben jetzt direkt an die Tochter.

Was kann die Tochter unternehmen, dass Ihre Mutter solche Bestellungen unterlässt? Die Mutter 'weiss' immer von nichts. Dabei hat sie schon die ganze Familie 'betrogen'.

Wie kann die Tochter sich gegen die Forderung des Inkassobüros wehren?

* Namen anonymisiert



  1. Antwort von hans habenix 1
    Re: Mutter bestellt auf den Namen der Tochter, was tun
    Die daten bei dem besteller löschen bzw. sperren lassen.eventuell vei aöllen Versandhäusern sperren lassen.Strafanzeige gegen die eigene Mutter ???wenns denn gar nicht anders geht.
    • Antwort von paulroster 1
      Re: Mutter bestellt auf den Namen der Tochter, was tun
      Hallo,
      die Betroffene sollte sofort das Inkassobüro anschreiben und denen mitteilen, dass es sich um eine unberechtigte Forderung handelt. Die Waren wurden nicht von ihr bestellt und nicht an sie geliefert. Sie sollte das Büro auffordern die Forderung zu begründen und entsprechend Beweis anzutreten.
      Sobald ihr entsprechende Unterlagen vom Inkassobüro vorliegen unbedingt Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei stellen. Wenn die Polizei fragt ob sie einen Verdacht hat, " ich schliesse nicht aus, dass die Bestellungen von meiner Mutter gemacht wurden ".
      Es ist dann sehr schnell festzustellen an wen die Waren geliefert wurden.
      Ich bin gerne bereit notwendige Formschreiben aufzusetzen wenn notwendig.
      Grüße
      Paul
      • Antwort von florestino 1
        Re: Mutter bestellt auf den Namen der Tochter, was tun
        Die Tochter sollte dem Inkassounternehmen schriftlich (mit Einschreiben) mitteilen, dass sie die 'Waren nicht bestellt hat und an die Mutter verweisen.
        Die Schreiben von Inkassounternehmen sind meist einschüchternd, aber im Grunde noch nicht relevant. Ernst wird es erst, wenn ein Mahnbescheid kommt. Auf den muss man unbedingt innerhalb der angegebenen Frist reagieren und Widerspruch einlegen. Tut man das nicht, hat der Gläubiger - ohne, dass er den Anspruch nachweisen muss! - einen Titel auf die Forderung und kann vollstrecken lassen.
        Widerspricht man dem Mahnbescheid, muss der Gläubiger seinen Anspruch einklagen und damit auch vor Gericht beweisen.
        Zusätzlich könnte die Tochter eine Anzeige wegen Missbrauchs ihrer persönlichen Daten erstatten.