Allgemeine Rechtsfragen
Von: Anne, 28.10.2005 23:30 Uhr
Liebe ExpertInnen,

nachstehend ein rein hypothetischer Fall.

Angenommen, jemand hat sich verkalkuliert und eine Wohnung gekauft, die ihm unterm Strich aufgrund schlechter Mietentwicklung, Leerstand, Darlehenstilgung, etc. regelmäßig nur Miese einbringt. Da er seine gesetzlichen Erben damit nicht belasten möchte, legt er in seinem Testament fest, dass ein Dritter diese Wohnung erben soll.

- Was passiert, wenn der Dritte dieses schlechte Erbe ausschlägt?
- Fällt es damit automatisch in die restliche Erbmasse zurück?
- Falls ja und es mehrere Erben gibt: nach welchem Grundsatz erben sie dieses schlechte Erbe mit?
- Ergänzungsfrage: kann nur ein komplettes Erbe unter Nachlassverwaltung fallen, oder auch Teile davon?

Besten Dank für Eure Unterstützung sagt
Anne

N.B.: Falls die Frage schon mal gestellt und beantwortet wurde, bitte ich um Nachsicht. Ich hänge zzt. leider an einer analogen = für meine privaten DSL-Verhältnisse extrem langsamen Internetverbindung. Über eine solche im Archiv zu recherchieren ist, wie ich gerade festgestellt habe, mehr als nur mühsam --- es nervt. Ich leiste hiermit all denen Abbitte, über deren bereits irgendwo im Archiv beantwortete Fragen ich mich in der Vergangenheit geärgert habe.



  1. Antwort von drambeldier 1
    Re: Wer erbt, wenn ein Miterbe sein Erbe ausgeschl
    Hi Anne,

    ein Erbe kann nur angenommen oder ausgeschlagen werden, Rosinenpickerei gibt es dabei nicht. Wenn jemand ein Erbe ausschlägt, fällt dessen Anteil in die Erbmasse zurück - dann geht das Verteilen von vorne los.

    Zur gesetzlichen Erbfolge guckst Du hier: http://www.rechtbekommen.de/erben/geserb.html

    Zur Nachlassverwaltung kann ich nichts sagen.

    Gruß Ralf
    1 Kommentare
    • von Anne 0
      Danke ...
      Servus Ralf,

      Danke für die Antwort - und vor allem für den Auffrischungslink.

      Gruß, Anne