Steuern
Von: VоlkеrΑlоіѕ, 24.8.2010 19:24 Uhr
Hallo,
Zunächst der Sachverhalt:
- im Rahmen einer Änderungskündigung gab es 2007-2009 eine rechtliche Auseinandersetzung mit meinem ehemaligen Arbeitgeber
- die Rechnungen des Anwalts erhielt ich 2009 und habe sie in 2009 bezahlt
- ich bin seit 2009 arbeitslos ohne Einkommen aus Nichtselbständiger Arbeit. Ich erziele Einkommen aus Kapitalerträgen. Meine Ehefrau ist Angestellt und erzielt ein eigenes Einkommen.
- Wir machen eine gemeinsame Veranlagung für 2010

Meine Frage:
Kann ich die Anwaltskosten als Werbungskosten für mich erfassen, auch wenn ich kein Einkommen aus nichtselbst. Arbeit erziele?

Wie kann ich die Anwaltskosten steuerlich geltend machen?

Mein Steuerprogramm WISO akzeptiert die Anwaltskosten und errechnet negative Einkünft für mich, die dann mit den positven Einkommen meiner Frau verrechnet werden.


Vielen Dank im voraus an alle!

Volker



  1. Antwort von Ηеlmut Wеѕtһоff 1
    Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,

    HALLO, ES GEHT HIER NUR UM 2009. WENN DU IN 2009 MIT DEINER FRAU EINE GEMEINSAME STEUERERKLÄRUNG ABGEGEBEN HAST ----... UND DER BESCHEID VORLIEGT, ABER N'OCH NICHT RECHTSKRÄFTIG IST (nach 1 Monat bereits) ODER FÜR 2009 NOCH ABGIBST DANN MACHE DIESE KOSTEN IM STEUERFORMULAR GELTEND.

    WARTE AB WIE DAS FA REAGIERT-hängt auch wieder vom sachbearbeienden Mitarbeiter ab--und melde dich ggf. danach noch mal bei mir. Ich antworte dann auf die
    Beurteilung des Finanzamtes. ALSO zweierlei müssen vorhanden sein: Der Steuerbescheid für 2009 liegt noch nicht vor und ist noch nicht rechtskräftig und.. du musst die Kosten nachreichen oder in der Steurerklärung die noch zu erstellen ist, angeben.

    VIEL ERFOLG.
    Gruss Helmut
    3 Kommentare
    • Re^2: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
      Hallo Helmut,
      zunächst Vielen Dank für die schnelle Antwort. Auf Dein Angebot komme ich gerne zurück.

      Ich habe die Steuererklärung noch nicht abgegeben.

      Ist es richtig, daß ich die Anwaltskosten dann in der Rubrik Werbungskosten erfasse? Oder gebe ich Sie besser als Sonderausgaben an?

      Viele Grüße aus München
      Volker
      HALLO, ES GEHT HIER NUR UM 2009. WENN DU IN 2009 MIT DEINER
      FRAU EINE GEMEINSAME STEUERERKLÄRUNG ABGEGEBEN HAST ----...
      UND DER BESCHEID VORLIEGT, ABER N'OCH NICHT RECHTSKRÄFTIG IST
      (nach 1 Monat bereits) ODER FÜR 2009 NOCH ABGIBST DANN MACHE
      DIESE KOSTEN IM STEUERFORMULAR GELTEND.

      WARTE AB WIE DAS FA REAGIERT-hängt auch wieder vom
      sachbearbeienden Mitarbeiter ab--und melde dich ggf. danach
      noch mal bei mir. Ich antworte dann auf die
      Beurteilung des Finanzamtes. ALSO zweierlei müssen vorhanden
      sein: Der Steuerbescheid für 2009 liegt noch nicht vor und ist
      noch nicht rechtskräftig und.. du musst die Kosten nachreichen
      oder in der Steurerklärung die noch zu erstellen ist,
      angeben.

      VIEL ERFOLG.
      Gruss Helmut
    • Re^3: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
      Da es Kosten sind um die Erhaltung und Sicherung deines Arbeitsplatzes so sehe ich das als WERBUNGSKOSTEN.
      Sollte im Bescheid eine Ablehnung als WK kommen, so kann man im Widerspruch, je nach dem wie das FA verfährt, auf Sonderausgaben bzw. ABelastung umsteigen.#

      Ich sehe in diesem Fall aber nur WERBUNGSKOSTEN die aus genanntem Grund infrage kommen.

      Wichtig ist, du gibt die gesamten kosten an, kannst die Kosten und den Sachverhalt belegen.

      Alles weitere erst mal abwarten. Denn mehr kannst du in diesem Moment nicht tun.

      Viel Erfolg.

      Sollte der Bescheid oder die Antwort innerhalb des Septembers erfolgen und nicht zu deiner Zufriedenheit sein, so erhebe Wideerspruch mit dem Hinweis, dass die
      Begründung folgt.(Bin da n#mlich im September nicht
      anwesend. Erst ab 27.9 wieder um hier evtl. weiterzuhelfen.

      Gruss Helmut




      Hallo Helmut,
      zunächst Vielen Dank für die schnelle Antwort. Auf Dein
      Angebot komme ich gerne zurück.

      Ich habe die Steuererklärung noch nicht abgegeben.

      Ist es richtig, daß ich die Anwaltskosten dann in der Rubrik
      Werbungskosten erfasse? Oder gebe ich Sie besser als
      Sonderausgaben an?

      Viele Grüße aus München
      Volker
      HALLO, ES GEHT HIER NUR UM 2009. WENN DU IN 2009 MIT DEINER
      FRAU EINE GEMEINSAME STEUERERKLÄRUNG ABGEGEBEN HAST ----...
      UND DER BESCHEID VORLIEGT, ABER N'OCH NICHT RECHTSKRÄFTIG IST
      (nach 1 Monat bereits) ODER FÜR 2009 NOCH ABGIBST DANN MACHE
      DIESE KOSTEN IM STEUERFORMULAR GELTEND.

      WARTE AB WIE DAS FA REAGIERT-hängt auch wieder vom
      sachbearbeienden Mitarbeiter ab--und melde dich ggf. danach
      noch mal bei mir. Ich antworte dann auf die
      Beurteilung des Finanzamtes. ALSO zweierlei müssen vorhanden
      sein: Der Steuerbescheid für 2009 liegt noch nicht vor und ist
      noch nicht rechtskräftig und.. du musst die Kosten nachreichen
      oder in der Steurerklärung die noch zu erstellen ist,
      angeben.

      VIEL ERFOLG.
      Gruss Helmut
    • Re^2: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
      Hallo Helmut,
      es hat geklappt ;-)
      Danke nochmals...
      Volker
  2. Antwort von Μаү Μаrіа (abgemeldet) 0
    Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
    Hallo,
    ich denke Du kannst Deine Anwaltskosten als Sonderausgaben, das sie im Zusammenhang mit der nichtselbstständigen Tätigkeit stehen. Deine negativen Einkünfte werden mit den positiven deiner Frau verrechnet.

    viele Grüße

    Maria
    • Antwort von dіеtеr-wоlf 1
      Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
      So wie Ihr Steuerprogramm dies errechnet ist es auch korrekt.
      Gruß
      Wolf
      • Antwort von Саtrаіn (abgemeldet) 1
        Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
        Hallo,

        da die Anwaltskosten in 2009 angefallen sind müssen diese auch in die Veranlagung 2009 auch wenn keine Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit da sind. Der Verlust aus dieser Einkunftsart wird mit den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit Ihrer Frau verrechnet. Evtl. wäre eine getrennte Veranlagung an zu raten, das müsste man mal prüfen. Gerade wenn Ihre Frau auf Steuerklasse 5 arbeitet. Bei Ihrer Software ist es ganz einfach zu testen. Über Steuersparhilfe auf der rechten Seite im Screan.

        Viel Erfolg
        Catrain
        • Antwort von ѕtеuеr49 0
          Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
          Hallo, als Arbeitnehmer solltes du die Anwaltskosten, Fahrtkosten, Porto, Telefon usw. in die Anlage N 2010 als Werbungskosten eintragen, Man muss immer das Kj. nehmen wo das bezahlt wurde.
          Das kannst du noch ergänzen mit Bewerbungskosten, Fahrten zum Arbeitsamt, Passfotos, usw.
          Gruß
          M.B.
          • Antwort von Αlfrеd Grоbаuеr (abgemeldet) 1
            Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
            Hi Volker,

            ja, die Anwaltskosten sind Werbungskosten in 2009 (Jahr der Zahlung) bei Deinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit!

            Gruß Fred
            • Antwort von Ηеndrіk Wеrnеr (abgemeldet) 0
              Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
              Probiere es einfach.
              • Antwort von Νеоn77 (abgemeldet) 1
                Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
                Sie erzielen Einkünfte aus Nichtselbsständiger Arbeit im Sinne des § 19 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Diese werden ermittelt gem. § 2 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 EStG durch die Formel: Einnahmen i.S.d. § 8 EStG minus Werbungskosten i.S.d. §§ 9, 9a EStG.

                Bei den Einnahmen gilt, dass regelmäßiger Arbeitslohn in dem Jahr anzusetzen ist für den er gezahlt wurde. Bei den Werbungskosten gilt das Zufluss-/Abfluss-Prinzip, d.h. Werbungskosten sind anzusetzen in dem Jahr in dem sie bezahlt wurden (§ 11 EStG).

                Sind die Anwaltskosten Werbungskosten gem § 9 EStG?

                Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (§ 9 Absatz 1 Satz 1 EStG). Durch die rechtliche Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber ist ein hinreichender Zusammenhang mit den Einkünften aus Nichtselbstständiger Arbeit entstanden. Die Rechtsanwaltskosten ist somit Werbungskosten. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind (§ 9 Absatz 1 Satz 2 EStG).

                Für das Jahr 2009 errechnen sich die Einkünfte aus Nichtselbstständiger Arbeit für den Ehemann:
                Einnahmen (0 Euro)
                ./. Rechtsanwaltskosten (... Euro)
                = Einkünfte aus Nichtselbstständiger Arbeit

                Die Einkünfte aus Nichtselbstständiger Arbeit sind hier negativ. Dies ist für die steuerliche Anerkennung schon allein deshalb unschädlich, weil bereits Arbeitslohn (in früheren Jahren) bezogen wurde.

                Im Jahr 2010 dürfen die Rechtsanwaltskosten nicht mehr als Werbungskosten angesetzt werden.

                Soweit der Verlust in 2009 nicht mit positiven Einkünften aus Nichtselbstständiger Arbeit der Ehefrau verrechnet werden kann (horrizontaler Verlustausgleich) und auch sonstige Verrechnungsmöglichkeiten mit anderen Einkünften (z.B. aus Kapitalvermögen) in 2009 nicht ausreichen um den Verlust vollständig zu verrechnen (vertikaler Verlustausgleich), kann der verbleibende Verlust aus 2009 nach 2010 vorgetragen werden und in 2010 horrizontal und vertikal verrechnet werden.
                • Antwort von Νеоn77 (abgemeldet) 0
                  Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
                  Noch eine Anmerkung zur Praxis: Die Rechtsanwaltskosten sind in der Anlage N des Ehemannes für 2009 einzutragen. Der horrizontale und vertikale Verlustausgleich im Jahr 2009 wird vom Finanzamt von Amts wegen und automatisch durchgeführt. Für einen eventuellen Verlustvortrag nach 2010 oder falls gewünscht ein Verlustrücktrag nach 2008 ist evtl. ein Antrag beim Finanzamt zu stellen.
                  • Antwort von tіlgbа 0
                    Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
                    Hallo Volker,
                    es ist natürlich das Einfachste, die Kosten wie WISO vorgeschlagen, mit den positiven Erträgen der Ehefrau
                    zu verrechnen. Dies lohnt sich, wenn beide über dem
                    Grundfreibetrag von 16.008 € verdienen. Die Anwaltskosten
                    für einen Arbeitsstreit sind also immer Werbungskosten.
                    Du kannst auch die Werbungskosten des Anwalts für Dich
                    als negativen Ertrag vortragen lassen, als Verlust-vortrag.Dies geht aber nur für höchstens zwei Jahre, bis dahin musst Du positive Einkünfte vorweisen, wieder
                    einen Job haben.

                    Mit freundlichen Grüßen
                    tilgba
                    • Antwort von Βrіgіttе 0
                      Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
                      Hallo Volker,

                      als negative einnahme bei Anlage N würde ich es auch ersteinmal erfassen (in 2009). Ob eine Verrechnung mit deiner Frau tatsächlich geht, kann ich dir z.Zt. leider nicht sagen.

                      Gruß Brigitte
                      • Antwort von Wіlһеlm (abgemeldet) 0
                        Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
                        Ebenfalls hallo,
                        ich bin kein Steuerberater, sondern nur lebenslänglicher Steuerzahler. Daher begrenzen sich meine Kenntnisse auf über 50-jährige Erfahrungen mit dem Finanzamt und auf die Fachliteratur. Danach bleibt
                        eigentlich nur ein Vorgehen, wie von WISO vorgeschlagen. Jedenfalls finde keine
                        öglichkeit einer anderweitigen Geltendmachung in der Steuererklärung. Tut mir leid, ich hoffe Du erträgst es.

                        Herzliche Grüsse und alles Gute

                        Wilhelm
                        • Antwort von Ιnа-w 0
                          Re: Anwaltskosten als Werbungskosten absetzen,
                          Zu diesem Fall kann ich Dir keine Antwort geben. Geh doch mal zum Finanzamt und frage dort nach. Die geben auch Auskunft.

                          Gruß Ina