Atemberaubend SE
Von: , Frage gestellt am Do, 1. Mär 2007
Außergewöhnliche Erlebnisse, aber auch Erlebnisse, denen ich eine außergewöhnliche Beachtung schenke, notiere ich hin und wieder in Stichworten. Einfach, weil's zu schön ist, um es nicht weiter zu erzählen... Und manches Mal kommt ‹so etwas› dabei heraus:
Atemberaubend SE
Als Sabine den Raum betrat, wurde es merklich ruhig. Unser Gespräch erstarb unter knappen Worten. Doch ein Räuspern blieb aus. Jeder von uns beiden musste Luft holen. Leise, unauffällig. (Wir sind ja trainiert, konditioniert.)
Diese Frau war ist einfach atemberaubend.
Was hatte der Kollege doch eben noch gesagt? Und was war unmittelbar vorher passiert?
Ach, ja! Der Plotter war abgestürzt, so dass der Kollege ihn hatte neu starten müssen. Das Gerät hatte daraufhin gepiepst, wir ein paar Worte darüber gewechselt. Und wir waren im Begriff gewesen, ein längeres Gespräch anzufangen.
Doch da hatte Sabine den Raum betreten und an der Schneidemaschine herumhantiert. Und Lang hatte gesagt: «Ah! Jetzt kommt er wieder!»
Das waren seine Worte gewesen. In der Tat!
Dabei bemerkte ich, wie ich seine Aufmerksamkeit verlor und sein Blick gerne auf denselben Stellen ruhte, wie dann auch der meine über die Schulter: auf Sabines knackigem Po im engen Rock.
«Na ja, gut!» hatte ich dabei in seine Richtung verlauten lassen - oder so etwas ähnlich Unwichtiges. Etwas, das wohl die Antwort auf Langs Aussage war, aber dessen Informationsgehalt unter Anbetracht der Lage interpretierbar war. - Na ja, gut! - Das Gespräch war erstorben. Erstorben, beendet, tot. Ein Ende für einen anderen, neuen Anfang. Ein Anfang, der mit dieser einen Person zu Fuß hereingekommen war. Ein Anfang, der von magnetischer Strahlung der anderen Art ausging. Der weiblichen Art.
Sicher, ich folgte mit meinem Blick der Attraktion. Und sicher: der Rock hatte ein scheußliches Karomuster, und das in hässlichen Beige- und Brauntönen. Aber der wohlgeformte Popo kam darin erst richtig zur Geltung. Denn der nicht sehenswerte Stoff war nicht im Stande, die Schönheit zu überdecken. Vielmehr noch hob er sie hervor.
Tja. Und ganz (un)passend dazu diese blöde Bemerkung von Lang, die man(n) zweideutig verstehen konnte. Ganz besonders unter einem fast triefenden Seitenblick: Jetzt kommt er wieder!
Wer? Der Plotter? Der, der viele tausend Mal in der Minute knallhart runter hämmert und seine Tinte verspritzt?
Haha!
ER war gemeint! Der Universelle ER!
Ja. ER kam wieder! So, wie sich eine Kompassnadel auf das Magnetfeld ausrichtet.
Ich wandte mich wieder meiner Arbeit zu. Doch dieses Mal mit Nebengedanken...
Sabine ist schon eine klasse Frau! Dass sie Familie hat, kann ich gut verstehen!
Übrigens: Sie ist mir schon vor ein paar Jahren aufgefallen, noch bevor ich in der jetzigen Firma zu arbeiten begann. Irgendwo in der Stadt, vielleicht auf dem Weinfest. Nun, sie ist einfach unübersehbar!
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Raum: Druckerraum (Drucker, Plotter und Schneidegeräte)
Zeit: Freitag, 23. Februar, etwa 10.30 Uhr
Dauer: keine 3 Minuten meiner direkten Aufmerksamkeit, aber mindestens eine gute Stunde in Gedanken
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CAST:
Ich
Lang
Sabine
