Für M & A
Von: , Frage gestellt am So, 1. Jun 2008
Für M & A ich werden Euch nie vergessen!
Kapitel 1
Der fallende Stern
Es war ein warmer Sommertag und die letzten Sonnenstrahlen des sich dem Ende zuneigenden Tages versuchten sich einen Weg durch das dichte Geäst der Bäume zu bahnen. Doch es gelang ihnen nicht, da das Licht schon zu schwach geworden war und es sollte noch schwächer werden. Doch das Licht, dass es schaffte durchzubrechen, belegte die Umgebung mit einem schwachen Schimmer, dem es gelang wenigsten für eine Weile die Dunkelheit zu bekämpfen.
Der Wind spielte sanft mit den Blättern und Zweigen der Bäume.
Dort wo das Licht keine Chance hatte die stärker werdende Dunkelheit zu bekämpfen verlief eine schmale, kurvenreiche Straße. Sie hatte viele Schlaglöcher und war hier und da nicht richtig geteert worden, dadurch konnten sich die hiesigen Pflanzen der Gegend nicht nur neben der Straße, sondern auch auf ihr ungehindert ausbreiten.
Außer dem Plätschern eines Baches und dem Zwitschern der Vögel wurde der Wald von einer seltsamen Stille erfüllt. Doch in einiger Entfernung, dort wo die Straße in den Wald überging konnte man, wenn man sein Gehör gut anstrengte, das gleichmäßige, periodische Schnurren eines Motors hören. Der Motor gehörte zu einem roten Kleinwagen, der genau am Übergang des Waldes stand. Der Wagen war exakt bis zur Hälfte mit dem schützenden Sonnenlicht des Tages bedeckt und auf der anderen Hälfte lag die schwere Dunkelheit, die jetzt immer bedrohlicher wirkte.
Der Lack des Autos war stumpf und ebenso wie das gesamte Äußere total verdreckt. Im Innenraum sah man einen Mann mit dunklem, fettigen Haar sitzen der verkrampft das Lenkrad festhielt und zitterte. Er schien zu schwitzen, die Luft hatte sich aber schon ordentlich abgekühlt und wenn man genauer hinschaute sah man das es keine Schweißperlen waren die an seinen Wangen entlangliefen, sondern Tränen. Erst war es ein kleines Bächlein gewesen, doch jetzt schien es ein Sturzbach geworden zu sein. Er konnte nichts gagegen tun. Die heißen Tränen ließen sich nicht aufhalten. Eine der Tränen verfing sich im Stoppelbart des Mannes und das Licht wurde auf wunderschöne und vielfältige Weise in dem Tropfen gebrochen. In diesem Moment hätte der reinste Diamant nicht schöner sein können. Das Schluchzen des Mannes harmonierte perfekt mit dem Tuckern des Motors. Es schien fast so als würden sich diese zwei Geräusche zu einem großen Ganzen ergänzen, um so noch voller und beständiger zu klingen.
Plötzlich setzte sich das Auto rasch in Bewegung die Straße mit dem starken Gefälle hinab. Der Motor keuchte in den hohen Drehzahlen mit dem er betrieben wurde auf. Die Schaltung der Gänge wurde betätigt, obwohl dabei das Kupplungspedal offenbar nicht richtig durchgedrückt wurde, da das Getriebe bei jedem Gangwechsel einen höllischen Lärm verursachte. Etwa fünfzig Meter vor einer scharfen Kurve legte das Fahrzeug nochmal an Tempo zu. Das Gesicht des Mannes drückte jetzt eine noch stärkere Verkrampftheit aus und sein Kopf neigte sich nach vorne. Es sah fast so aus als wollte er einen 100-Meter-Lauf in dem Auto machen. Die Bremsen heulten auf . Das Auto war knapp dreißig Zentimeter vor einer starken, alten Buche zum Stillstand gekommen. So das die Reifen durchdrehten fuhr das Auto zurück aus der Richtung aus der es gekommen war. Oben angekommen drehte der Fahrer in einer unglaublichen Geschwindigkeit, trat das Gaspedal bis an den Anschlag durch und ließ die Reifen erneut aufheulen. Auf der kurvigen Straße schleuderte das Fahrzeug, jedesmal wenn es mit irrsinniger Geschwindigkeit in eine Kurve bog , hin und her.
Der Baum, in der sehr steilen Kurve, war noch 100 Meter entfernt. Der Fahrer trieb das Auto nun an seine Balastungsgrenze . Noch 50, 40, 30, ... . Er sah sein vergangenes Leben nicht vor seinem inneren Auge vorbeiziehen.
Wird fortgesetzt ...
