Tränen aus Feuer und Eis
Von: , Frage gestellt am Mo, 27. Aug 2001
Das Wochenende ist vorbei. Ich fahre nach Hause, zur Arbeit wie in Trance. Der neue Tag beginnt - wie immer. Die Augen schmerzen, brennen wie Feuer voll von den vielen Tränen, die ich heute schon vergossen habe. Tränen der Sehnsucht, der Liebe, des Mitgefühls, der innerlichen Unbeholfenheit nichts ändern zu können und doch zu Wissen. Das Wochenende verging wie im Fluge, viel zu schnell - wie immer. All das was ich Dir eigentlich sagen wollte habe ich nicht gesagt, was mich jetzt natürlich - wie so oft - wütend macht. Wie gerne hätte ich Dich noch länger im Arm gehalten, hätte gesagt, was ich eigentlich hätte sagen wollen, gesagt was ich fühlte und noch fühle. Aber was hätte es "gebracht" wie man so schön sagt. Es hätte nichts geändert, die Erde dreht sich weiter wie Sie es auch zuvor getan hat. All das was ich Dir vermitteln wollte würdest Du nicht verstehen, weil der Blick in die andere Richtung geht, verklärt von anderen Gedanken. Ich komme mir vor wie einer der vielen Armen Ritter, die im Wald auf dem Weg zum Turm der Prinzessin umkommen, weil Sie narrenhaft beim durchkämmen der Dornenhecke den Drachen übersehen haben obwohl Sie genau wissen, das er da ist. Wie auch ich den Drachen nicht sehe, siehst Du Ihn auch nicht. Die Tränen werden kalt wie Eis.
Was bleibt ist die Hoffnung. Und trotzdem war es ein schönes Wochenende - wie immer...
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