Hi!
um sich einen Ami zuzulegen bedarf es doch wohl einer etwas
legereren Einstellung. Da beisst die Maus keinen Faden ab -
Amerikanische Autos sind mit Europäischen Wagen nur bedingt
vergleichbar (Stand der Technik, Qualität der Teile, Anmutung
der Verarbeitung).
Das ist klar.
Mein Vergleich bezog sich ja auf den US-Mustang und den, ebenfalls in den USA hergestellten, GT 40.
Nach einigen Erfahrungedn mit neuen Mercedes-Fahrzeugen und auch neuen US-Modellen von deutschen herstellern und einigen aktuellen US-Fahrzeugen als Leihwagen komme ich zu dem Schluß, dass die Unterschiede nicht mehr so riesig sind.
Natürlich sieht ein Mercedes CLK innen besser aus, als ein Mustang. Natürlich ist die Haptik bei Benz edler.
Aber: die US-Modelle deutscher Hersteller sind oft billiger ausgerüstet, z.B. Sitzbezüge und Entertainment-Elektronik.
Und die Zuverlässigkeit der deutschen Autos ist auch nicht mehr das Gelbe vom Ei.
daher ist es durchaus legitim, sich mal einen aktuellen Ami wie z.B. den neuen großen Chrysler Kombi (habe den Modellnamen vergessen) genauer anzusehen. alte E-Klsse-technik, die solider war, als die der neuen, schöne 8 Zylinder und das alles für 45000 Eur mit Vollaustattung. Ein vergleichbarer E-Benz kostet locker 70 TEUR.
Weshalb also nicht einen „richtigen“ Europäischen Sportwagen
kaufen?
Klar, für das „wenige“ Geld, für welches ich einen
ausgewachsenen Mustang oder GT oder Corvette bekomme - da gibt
es nichts Europäisches. ABER - es darf vielleicht auch ein
Gebrauchter sein…
Gebrauchte Ferrari gibt es wie Sand am Meer und sie kosten
nicht viel (z.B. 25.000 CHF - das sind unter 20.000 EURO - für
einen Ferari 308 GT4, oder Mondial und die sind dann in
Superzustand - eben mit ein paar Kilometer drauf aber das ist
nicht das Verkehrteste).
Diese Autos sind nicht alltagstauglich.
Ich hatte mal einen Maserati Merak 3000 SS im Topzustand. Das Auto war bei 10.000 Km p.a. 3 mal in der Werkstatt.
Ferrari aus dieser Zeit sind keineswegs besser, ich wage zu behaupten, dass die italienischen Sportwagenhersteller erst ab ca. 1990/1992 Autos angeboten haben, die man ansatzweise als alltagstauglich bezeichnen konnte.
Selbst gebrauchte Jaguar, Lamborghini oder sogar Aston Martin
sind in dieser Preisklasse (unter 25.000 EURO) zu haben, wobei
allerdings die zum Teil ganz erheblichen Unterhaltskosten zu
berücksichtigen sind.
Das kommt noch hinzu.
Ein neuer Mustang kostet im Unterhalt verm,utlich ungefähr soviel wie ein VW Golf.
Ein etwas höherer Benzinnverbrauch, beim 6 Zylinder aber auch nicht signifikant mehr als bei einem vergleichbar motorisierten Golf, ist angesichts der Zuverlässigkeit und geringen Wartungskosten der einfachen technikl zu verschmerzen.
Wer 100.000 Km p.a. fährt, wird hier zwarf draufzahlen, aber solche Leute werden ohnehin einen Audi oder VW Firmenwagen vor die Tür gestellt bekommen, ohne ein Mitentscheidungsrecht zu haben.
PS: Hier in der Nähe hat einer einen echten FORD GT40 (in der
blau/orangen Gulf Lackierung) aus den 60-er Jahren. Anfang des
Jahres war er an einer Orteinfahrt ein klein wenig zu schnell
- er bügelte einen Gartenzaun nieder und setzte die Karre
akkurat gegen ein Hauseck - Totalschaden. Bedauerlich,
wirklich bedauerlich. Es ging hier durch die Zeitungen und die
Leute standen beim Karrosseriebauer auf dem Hof Schlange um
sich das Teil, bzw. was übrig geblieben war, anzuschauen. Beim
Wiederaufbau zeigt sich nicht der demolierte Motor als Problem
(7,5 Liter) sondern die Alukarrosserie. Na ja, die arbeiten
noch dran - mal seh`n was draus wird.
Der Wagen wird sicherlich wiederhergestellt werden. Die meisten GT 40 waren im Renneinsatz und haben so etwas schon öfter hinter sich.
Grüße,
Mathias