Hi !
Die Geister scheiden sich bei den Leuten, die wirklich viel
fahren, denke ich.
Die modernen Diesel verfügen allesamt über einen Turbolader,
der erstens selbst unter einem hohen Verschleiß leidet und
zweitens den Verschleiß des Motors vehement beschleunigt.
Das war einmal, die Turbolader sind mittlerweile sehr stark
weiterentwickelt worden und sind nicht mehr das schwache Glied
in der Kette.
Der Motor muß auch nicht unter einem Turbo leiden, es kommt
darauf an, worauf der Motor konzipiert wurde. Beim 2er Golf
war dies wirklich der Fall, da wurde dem Diesel einfach nur
ein Turbo verpasst und als Heilbringende Weltlösung verkauft,
aber genau da war es so das der Turbo mehr kaputt als ganz war
und der Motor nicht auf den Ladedruck ausgelegt war.
Man hat die Sache heute sicherlich besser im Griff.
Aber daß ein Turbolader im Vergleich zu einer Maschine ohne Turbo ein Verschleißtreiber ist, kann man nicht wegdiskutieren.
Ohne Turbo geht´s aber nicht, das wird jeder bestätigen, der
mal Golf SDI gefahren ist…
Doch, mit Hubraum, Einspritztechnik oder variabler
Nockenwelle.
Beispiel?
Die alten 220D-Benze, die ohne Schwierigkeiten 400.000 km
schafften und danach immer noch liefen, nur verrostet waren,
sind Geschichte und die heutigen Diesel laufen schneller, aber
eben auch nicht so lange.
Ehm ?! Bist du dir da ganz sicher ? Also zunächst einmal hängt
die Endgeschwindigkeit nicht nur vom Motor ab. Das Getriebe
hat auch einen wesentlichen Anteil.
Der Audi 80 TDI, 90 PS, BJ 94, meines Vaters hat mittlerweile
330t km runter. Meinst du das das ein 1.8 Benziner auch
schaffen würde ?
Kommt auf den Fahrer an.
Mir war klar, daß es nun Gegenbeispiele hageln würde.
Natürlich gibt es auch solche Einzelfälle.
Aber die Regel ist, daß gerade die VW TDIs bei noprmaler Fahrweise von Vielfahrern (Vollgas) nach 120.000 km tot sind. Ich kenne hier genug Beispiele.
Bei Saug-Benzinern hat man das Problem in geringerem Maße.
Die 1,7l Diesel Astras in meiner ehem. Firma sind alle im
Schnitt 320t Km gelaufen, und das im Kurierdienst !(also nix
schonen). Unsere Mercedes Busse sind auch um die 300t Km
gelaufen.
Die Mietbenziner die wir lange Zeit hatten, waren schon nach
170t-200t Km reif für den Wiederverkauf nach Togo.
S.o., Gegenbeispiele.
Hier hat eben jeder seine Philosophie.
Und gerade bei Opel ist es klar, daß die bis vor 3 Jahren verbauten Benziner Müll waren und Isuzu-Diesel recht haltbar aber auch dementsprechend lahm sind.
Ein 525i wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit um einiges
länger laufen, und das bei 2/3 der Betriebskosten, als ein
530d.
Thema Betriebskosten. Der finanzielle Vorteil des Diesels sind
die Spritkosten (und das werden sie auch bleiben), die
Nachteile Anschaffung und Steuer. Es gibt eine Grenze die
eigentlich für jeden Diesel gilt : Wer mehr als 30t Km im Jahr
fährt spart mit einem Diesel. Unterhalb ist noch ein Benziner
billiger.
Gegenbeispiele:
VW Polo Benziner und Diesel, 50 PS-Klasse: 55.000 km
BMW 530d und 525i: 45.000 km.
Wer also heute viel fährt, fährt Benziner, denn das ist
günstiger und macht noch dazu mehr Spaß…
Ich glaube du hast da was verdreht
(Diesel fahren macht
auch Spaß, man muß nur wissen wie)
Ich hatte selbst einige TDs am Wickel und kann nur sagen, daß es mich einfach ärgern würde, in einem 70.000 Mark-Audi von einem Opel Vectra 1.6 locker überholt zu werden.
Was mit wirklich Spaß gemacht hat, war eine Probefahrt mit dem Alfa 156 2.4 JTD.
Aber der nur marginal teurere 2.5 V6 macht dann doch mehr Freude.
Klärend möchte ich noch anmerken, daß ich hier von Autos der
Klasse Mercedes E oder BMW 5er spreche.
Im Falle eines Audi A4 z.B. verhält sich das mangels
ordentlicher Benzinmotoren natürlich anders.
Och, der 1.8T oder 2.0 von Audi sind mittlerweile recht gute
Motoren geworden.
Der neue 2.0 ist o.k.
Der 1.8T ist Müll.
Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein
sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist
andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.
Und Ottomotoren ein max. Drehmoment erst bei Drehzahlen die
die Nachbarn wecken !
Ich fahre 90% Autobahn. Da zählt das nicht.
Wenn ich in der Stadt heizen will, fahre ich lieber Motorrad. Oder einen Honda S2000. Mal probiert? Habe leider bisher den Mut nicht gehabt, einen zu kaufen. Aber sicher ist, daß man danach nciht wirklich gerne wieder in einen Diesel steigt…
Es stimmt das Dieselmotoren ein engeres Drehzahlband haben,
dafür aber ein gleichmäßiges Drehmomentverhalten und eine
niedrige Drehzahl für max. Drehmoment, was einem
verbrauchsgünstigeren und entspannteren Fahrstil ermöglicht.
Und wem das Schalten zuviel ist, dem kann ich nur ein
Automatikgetrieb empfehlen. Spart nochmal Sprit.
…und killt Leistung.
Das relaxede Fahren stellt sich bei Dieseln auf der AB wohlö kaum ein. Die Dinger dröhnen bei Vollast, daß einem Angst und Bange wird.
Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem
Benziner.
Ich möchte dich ja nicht beleidigen, aber scheinbar hast du
einen Goldesel im Garten stehen, kann ich mir den mal
ausleihen ?
Du kannst einen ordentlichen BMW 730i 8 Zylinder auch für DM 10.000 bis 15.000 kaufen. Bis Du die Kosten für einen neuen TDI durch die Mehrkosten an Sprit aufgwogen hast, sind wohl 5 HJahre vergangen.
6 Zylinder bedeutet min. 2,2 L Hubraum und einen Verbrauch von
nicht unter 8L/100km, bei zurückhaltender Fahrweise !
Einen BMW 525i von 1992 (Kosten ca. 15.000 in sehr gutem Zustand) benötigt bei zügigen Autobahntempi jenseits der TDI-Grenze 10-11 Liter Normalbenzin. Und läuft dann entspannt im mittleren Drehzahlbereich.
Weniger Verschleiß, weniger Lärm.
Allerdings gibt es momentan eine Ausnahme, die auf bessere
Zeiten für den Diesel hoffen läßt: der BMW 330d.
Der macht zwar noch viele Probleme, läuft aber unheimlich gut.
So muß ein Diesel sein.
Oder 2.5 TDI von Audi/VW
Sorry, das ist nicht das gelbe vom Ei. Wir hatten einen A4 TDI Avant in der Firma.
3 Motoren für 150.000 Km. Allerdings bei schonender Fahrweise in Damenhand.
Ist eben alles eine Philosophiefrage.
Grüße,
Mathias