Nachteil am Diesel?

Hi!

Was ist eigentlich der Technische Nachteil am Diesel? Laßt mal Steuern usw. weg.
Wieso fahren wir nicht alle Diesel? Er braucht weniger, Zieht aus dem Drehzahlkeller an, wie ein Porsche :wink: und schafft heute fast die selben Geschwindigkeiten, wie ein Benziner.

Wo sind die Vorteile des Benziners? Wieso fahren wir nicht wirklich alle Diesel?

Gruß

Benzinerfahrender Marcus

Was ist eigentlich der Technische Nachteil am Diesel? Laßt mal
Steuern usw. weg.

Hallo Marcus,

einen technischen Nachteil gibt es nicht. Im Gegenteil, ein Diesel ist im Vergleich zum Ottomotor zuverlässiger. Er hat eben keine anfällige Zündanlage. Ausreichend hohe Fahrleistung vorausgesetzt, ist es die preisgünstigste Art, ein Fahrzeug zu bewegen.

Weshalb nicht alle Diesel fahren? Die meisten Leute bringen die erforderliche Fahrleistung nicht zusammen und außerdem geht es beim Auto oft nicht nur um Vernunft, ordentliche Technik und Wirtschaftlichkeit. Wenn es nämlich danach ginge, dürfte es nur noch Autos mit Vorderradantrieb (oder Allrad), Automatikgetriebe und Dieselmotor geben.

Gruß
Wolfgang

Will gleich vorausschicken: ich bin selber Diesel-Fan. Aber so ein paar technische Nachteile fallen mir zum Diesel trotzdem ein:

  • Laufruhe: Ein Benziner ist wahrscheinlich mit weniger Aufwand „ruhigzustellen“ als ein Diesel.

  • Abgase: Der Diesel steht in dem Ruf, durch in den Abgasen enthaltene Russpartikel (waren es die Russpartikel, oder war es was anderes…?) Krebs zu erzeugen.

  • Starten des Motors bei Frost: Kann sein, dass es schon Dieselkraftstoff gibt, der durch Zusaetze auch bei sehr sehr tiefen Temperaturen nicht verdickt. Aber in sibirischen Verhaeltnissen macht sich ein Benzinmotor u.U. besser.

  • Wartungsintervalle: Ich hab die Entwicklung nicht weiter verfolgt, aber bisher waren die von den Herstellern vorgeschriebenen Wartungsintervalle fuer Dieselmodelle kuerzer als fuer Benzinmodelle. Die Gruende dafuer kenne ich aber auch nicht, vielleicht hoeherer Verschleiss beim Diesel wegen der hoeheren Kompression im Zylinder?

Tschuess, Jan

Hallo,

geht es beim Auto oft nicht nur um Vernunft, ordentliche
Technik und Wirtschaftlichkeit.

Stimm ich dir zu!

Wenn es nämlich danach ginge,
dürfte es nur noch Autos mit Vorderradantrieb (oder Allrad),

Wieso soll ich hier in Karlsruhe einen (unwirtschaftlicheren) Allrader fahren? Ich komme mit meinem Heckgetriebenen ueberall sehr gut hin.

Automatikgetriebe

Bisher habe ich noch mit jedem Automatikgetriebe mehr verbraucht als mit einem Schaltgetriebe.

Gruß, Niels

Hi!

Was ist eigentlich der Technische Nachteil am Diesel? Laßt mal
Steuern usw. weg.
Wieso fahren wir nicht alle Diesel? Er braucht weniger, Zieht
aus dem Drehzahlkeller an, wie ein Porsche :wink: und schafft
heute fast die selben Geschwindigkeiten, wie ein Benziner.

Wo sind die Vorteile des Benziners? Wieso fahren wir nicht
wirklich alle Diesel?

M.E. ist ein Diesel für eine Brot-und-Butter-Kiste wie Golf und Co. eine gute Wahl.
Er ist wirtschaftlich, zuverlässig und mittlerweile auch wartungsfreundlich.

Die Geister scheiden sich bei den Leuten, die wirklich viel fahren, denke ich.
Die modernen Diesel verfügen allesamt über einen Turbolader, der erstens selbst unter einem hohen Verschleiß leidet und zweitens den Verschleiß des Motors vehement beschleunigt.
Ohne Turbo geht´s aber nicht, das wird jeder bestätigen, der mal Golf SDI gefahren ist…
Das führt zu einer verkürzten Lebensdauer moderner Diesel im Vergleich zu altuellen Benzinmotoren.
Die alten 220D-Benze, die ohne Schwierigkeiten 400.000 km schafften und danach immer noch liefen, nur verrostet waren, sind Geschichte und die heutigen Diesel laufen schneller, aber eben auch nicht so lange.
Ein 525i wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit um einiges länger laufen, und das bei 2/3 der Betriebskosten, als ein 530d.

Wer also heute viel fährt, fährt Benziner, denn das ist günstiger und macht noch dazu mehr Spaß…
Klärend möchte ich noch anmerken, daß ich hier von Autos der Klasse Mercedes E oder BMW 5er spreche.
Im Falle eines Audi A4 z.B. verhält sich das mangels ordentlicher Benzinmotoren natürlich anders.

Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.
Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem Benziner.
Allerdings gibt es momentan eine Ausnahme, die auf bessere Zeiten für den Diesel hoffen läßt: der BMW 330d.
Der macht zwar noch viele Probleme, läuft aber unheimlich gut.
So muß ein Diesel sein.

Gruß,

Mathias

Hallo Matthias,

Ein 525i wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit um einiges
länger laufen, und das bei 2/3 der Betriebskosten, als ein
530d.

Diesel haben prinzipbedingt durch das Selbstentzünden des Dieselkraftstoffes eine höhere Kompression. Dafür werden diese Motoren wie früher auch ausgelegt. Das ein Beniziner länger läuft als ein Diesel halte ich nur für bedingt richtig. Solange der Diesel, wie es bei Fahrzeugen, die vornehmlich lange Strecken fahren, üblich ist, bei annäherend konstanter Drehzahl gefahren und nicht in der Kaltlaufphase wie blöd getreten wird, halten auch moderne Diesel sehr lange.

Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein
sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist
andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.

Diese Aussage ist m.E. so nicht richtig. Es verhält sich genau anders herum. Ein Diesel verfügt durch das höhere Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen im Gegenteil über ein größeres nutzbares Drehzahlband. Ein Benzinmotor braucht im Vergleich mehr Drehzahl, um die gleich Leistung abzugeben.

Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem
Benziner.

Doch, ein 8-Zylinder Diesel wie z.B. der 400 CDI !

Bis denn dann,

Felix

Wer also heute viel fährt, fährt Benziner, denn das ist
günstiger und macht noch dazu mehr Spaß…

Das ist eine Geschmacksfrage, denke ich. Diesel, die man hoert und spuert, machen mehr Spass als solche seidenweichen gummiartigen Benziner.

Klärend möchte ich noch anmerken, daß ich hier von Autos der
Klasse Mercedes E oder BMW 5er spreche.

Vielleicht sollten wir nur noch ueber Rolls Royce und Bentley sprechen.

Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein
sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist
andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.

Haeh?? Das mit dem schmalen Drehzahlband mag ja stimmen, aber das statt dessen beim Diesel hohe Drehmomente schon bei sehr tiefen Drehzahlen anliegen, verschweigst Du hier.

Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem
Benziner.

Wenn ich mal gross bin…

Jan

Was ist der Vorteil am Diesel?
Die Vorteile des Benziners ist, das er im Winter eine bessere Heizung hat wie ein Direkteinspritzer-Diesel, der stärker wie ein normaler Diesel ist und immer noch lahmer wie ein gleichstarker Benziner.
Die Nachteile des Diesel ist nach wie vor sein höheres Gewicht, seine schlechtere Heizung, bei höheren Geschwindigkeiten ein höherer Verbrauch wie ein Benziner und natürlich die Kostenfrage d.h. ein höherer Anschaffungspreis und höherer Kosten durch häufigere Wartungsintervalle und durch die hohen Steuern.
Laut den geläufigen Fachzeitschreiften wie ADAC oder Auto-Bild lohnen sich die meißten Diesel nicht im Verhältnis gegen einen Benziner gleichen Herstellers, egal wieviele Kilometer man fährt.

Ich fahre übrigens Diesel…ein Diesel-Motorrad !!

http://home.t-online.de/home/winni-the-pooh/enfield.htm

Wieso fahren wir nicht alle Diesel? Er braucht weniger

Wenn man in (für die heutige Zeit) unterdurchschnittlich fährt.
Wenn ich einen modernen Benziner so dezent fahre, wie man einen Diesel fahren muß damit er sparsam ist, braucht der Benziner auch nicht viel mehr. Nur wenn man beim Benziner Gas gibt, kommt auch was und er ist bei höheren Drehzahlen (Geschwindigkeiten) Sparsamer wie ein Diesel.

, Zieht

aus dem Drehzahlkeller an, wie ein Porsche :wink:

Naja, wenn man daran denkt, das ein Diesel Bauartbedingt deutlich schwerer baut wie ein Benziner…
Man nehme die gleichen Benziner-PS und hat dann weniger Gewicht, dadurch guten Durchzug, niedrigen Benzinverbrauch und und und

und schafft

heute fast die selben Geschwindigkeiten, wie ein Benziner.

Ja, und dann säuft er mehr wie ein Benziner.

Wo sind die Vorteile des Benziners?

Wo sind die Vorteile eines Diesel?

Wieso fahren wir nicht
wirklich alle Diesel?

Gruß

Benzinerfahrender Marcus

Kann ich Dir sagen :smile:
Hi Winfried,

Wo sind die Vorteile eines Diesel?

  • Besserer Wirkunsgrad
  • Mehr Entwicklungspotential
    Der Diesel ist heute deshalb noch nicht gleichwertig weil er
    lange Zeit von den Motorenbauern vernachlässigt wurde. Erst in
    den letzten 5 Jahren sind viele Hersteller (in erster Linie
    VW, Mercedes und die Franzosen) hingegangen und haben den
    Dieselmotor weiterentwickelt.
    Als Beispiel : TDI-Technik, Pumpe-Düse, HDI, Common-Rail.
    Jetzt stell dir noch eine Variable Nockenwellensteuerung in
    einem Diesel vor und was noch in den nächsten zehn Jahren
    kommen wird.
  • längere Lebensdauer
    Ich habe die Erfahrung gemacht das Diesel im Schnitt 100t km
    länger halten als Ottomotoren, bei gleicher Fahrweise.

Der Ottomotor ist deshalb nur so weit verbreitet, weil die Leute es eben noch nicht kapiert haben, das ein Diesel billiger sein kann. Und wie schon erwähnt weil der Diesel lange Zeit als Arbeitermotor verpöhnt war.

Ich denke (und ich hoffe) das sich das in den nächsten zehn Jahren ändern wird. Den ein Diesel fährt mit geringen Änderungen an der Elektronik auch mit Rapsöl oder veresterten Alkohol.

Macht das ein Benziner auch ?

Gruß Ingo (der noch einen Benziner fährt)

Hi Mathias,

Die Geister scheiden sich bei den Leuten, die wirklich viel
fahren, denke ich.
Die modernen Diesel verfügen allesamt über einen Turbolader,
der erstens selbst unter einem hohen Verschleiß leidet und
zweitens den Verschleiß des Motors vehement beschleunigt.

Das war einmal, die Turbolader sind mittlerweile sehr stark weiterentwickelt worden und sind nicht mehr das schwache Glied in der Kette.
Der Motor muß auch nicht unter einem Turbo leiden, es kommt darauf an, worauf der Motor konzipiert wurde. Beim 2er Golf war dies wirklich der Fall, da wurde dem Diesel einfach nur ein Turbo verpasst und als Heilbringende Weltlösung verkauft, aber genau da war es so das der Turbo mehr kaputt als ganz war und der Motor nicht auf den Ladedruck ausgelegt war.

Ohne Turbo geht´s aber nicht, das wird jeder bestätigen, der
mal Golf SDI gefahren ist…

Doch, mit Hubraum, Einspritztechnik oder variabler Nockenwelle.

Die alten 220D-Benze, die ohne Schwierigkeiten 400.000 km
schafften und danach immer noch liefen, nur verrostet waren,
sind Geschichte und die heutigen Diesel laufen schneller, aber
eben auch nicht so lange.

Ehm ?! Bist du dir da ganz sicher ? Also zunächst einmal hängt die Endgeschwindigkeit nicht nur vom Motor ab. Das Getriebe hat auch einen wesentlichen Anteil.
Der Audi 80 TDI, 90 PS, BJ 94, meines Vaters hat mittlerweile 330t km runter. Meinst du das das ein 1.8 Benziner auch schaffen würde ?
Die 1,7l Diesel Astras in meiner ehem. Firma sind alle im Schnitt 320t Km gelaufen, und das im Kurierdienst !(also nix schonen). Unsere Mercedes Busse sind auch um die 300t Km gelaufen.
Die Mietbenziner die wir lange Zeit hatten, waren schon nach 170t-200t Km reif für den Wiederverkauf nach Togo.

Ein 525i wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit um einiges
länger laufen, und das bei 2/3 der Betriebskosten, als ein
530d.

Thema Betriebskosten. Der finanzielle Vorteil des Diesels sind die Spritkosten (und das werden sie auch bleiben), die Nachteile Anschaffung und Steuer. Es gibt eine Grenze die eigentlich für jeden Diesel gilt : Wer mehr als 30t Km im Jahr fährt spart mit einem Diesel. Unterhalb ist noch ein Benziner billiger.

Wer also heute viel fährt, fährt Benziner, denn das ist
günstiger und macht noch dazu mehr Spaß…

Ich glaube du hast da was verdreht :smile: (Diesel fahren macht auch Spaß, man muß nur wissen wie)

Klärend möchte ich noch anmerken, daß ich hier von Autos der
Klasse Mercedes E oder BMW 5er spreche.
Im Falle eines Audi A4 z.B. verhält sich das mangels
ordentlicher Benzinmotoren natürlich anders.

Och, der 1.8T oder 2.0 von Audi sind mittlerweile recht gute Motoren geworden.

Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein
sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist
andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.

Und Ottomotoren ein max. Drehmoment erst bei Drehzahlen die die Nachbarn wecken !
Es stimmt das Dieselmotoren ein engeres Drehzahlband haben, dafür aber ein gleichmäßiges Drehmomentverhalten und eine niedrige Drehzahl für max. Drehmoment, was einem verbrauchsgünstigeren und entspannteren Fahrstil ermöglicht.
Und wem das Schalten zuviel ist, dem kann ich nur ein Automatikgetrieb empfehlen. Spart nochmal Sprit.

Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem
Benziner.

Ich möchte dich ja nicht beleidigen, aber scheinbar hast du einen Goldesel im Garten stehen, kann ich mir den mal ausleihen ?
6 Zylinder bedeutet min. 2,2 L Hubraum und einen Verbrauch von nicht unter 8L/100km, bei zurückhaltender Fahrweise !

Allerdings gibt es momentan eine Ausnahme, die auf bessere
Zeiten für den Diesel hoffen läßt: der BMW 330d.
Der macht zwar noch viele Probleme, läuft aber unheimlich gut.
So muß ein Diesel sein.

Oder 2.5 TDI von Audi/VW

Unn wech, Ingo

  • Laufruhe: Ein Benziner ist wahrscheinlich mit weniger
    Aufwand „ruhigzustellen“ als ein Diesel.

Alles eine Frage der techn. Auslegung.

  • Abgase: Der Diesel steht in dem Ruf, durch in den Abgasen
    enthaltene Russpartikel (waren es die Russpartikel, oder war
    es was anderes…?) Krebs zu erzeugen.

In LKWs sind schon lange Rußfilter Pflicht, und in PKWs werden in Zukunft aktive oder passive Rußfilter zum Einsatz kommen. Siehe Peugeot mit ihrer HDI-Technologie.

  • Starten des Motors bei Frost: Kann sein, dass es schon
    Dieselkraftstoff gibt, der durch Zusaetze auch bei sehr sehr
    tiefen Temperaturen nicht verdickt. Aber in sibirischen
    Verhaeltnissen macht sich ein Benzinmotor u.U. besser.

Ich dachte immer, das wäre genau anders rum ?!

  • Wartungsintervalle: Ich hab die Entwicklung nicht weiter
    verfolgt, aber bisher waren die von den Herstellern
    vorgeschriebenen Wartungsintervalle fuer Dieselmodelle kuerzer
    als fuer Benzinmodelle. Die Gruende dafuer kenne ich aber auch
    nicht, vielleicht hoeherer Verschleiss beim Diesel wegen der
    hoeheren Kompression im Zylinder?

So genau hab ich da auch nicht den Durchblick, aber die Entwicklung der Materialien und Komponenten geht immer weiter. Ich weiß nur das es bei Audi 60t km für die Steuerkette sind beim 1.8 TDI.

Gruß Ingo

Die alten 220D-Benze, die ohne Schwierigkeiten 400.000 km
schafften und danach immer noch liefen, nur verrostet waren,
sind Geschichte und die heutigen Diesel laufen schneller, aber
eben auch nicht so lange.

Ehm ?! Bist du dir da ganz sicher ? Also zunächst einmal hängt
die Endgeschwindigkeit nicht nur vom Motor ab. Das Getriebe
hat auch einen wesentlichen Anteil.
Der Audi 80 TDI, 90 PS, BJ 94, meines Vaters hat mittlerweile
330t km runter. Meinst du das das ein 1.8 Benziner auch
schaffen würde ?
Die 1,7l Diesel Astras in meiner ehem. Firma sind alle im
Schnitt 320t Km gelaufen, und das im Kurierdienst !(also nix
schonen). Unsere Mercedes Busse sind auch um die 300t Km
gelaufen.
Die Mietbenziner die wir lange Zeit hatten, waren schon nach
170t-200t Km reif für den Wiederverkauf nach Togo.

Aber das ist die Außnahme. Kaum jemand reisst auf seinem Auto so viele KM runter.
Und die, die Ihn dann bis zum zusammenfallen fahren, haben mit Sicherheit nicht die neueste Technik im Auto.
Ich denke nicht, daß die Gesamt-Laufleistung eine große Rolle beim Neuwagenkauf, ja Autokauf überhaupt spielt.

Ein 525i wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit um einiges
länger laufen, und das bei 2/3 der Betriebskosten, als ein
530d.

Thema Betriebskosten. Der finanzielle Vorteil des Diesels sind
die Spritkosten (und das werden sie auch bleiben), die
Nachteile Anschaffung und Steuer. Es gibt eine Grenze die
eigentlich für jeden Diesel gilt : Wer mehr als 30t Km im Jahr
fährt spart mit einem Diesel. Unterhalb ist noch ein Benziner
billiger.

Dies gilt nicht für jedes Fahrzeug. Bei wenigen rechnet es sich früher, bei sehr vielen erst viel später.

Wer also heute viel fährt, fährt Benziner, denn das ist
günstiger und macht noch dazu mehr Spaß…

Ich glaube du hast da was verdreht :smile: (Diesel fahren macht
auch Spaß, man muß nur wissen wie)

Klar, von unten raus schon… aber hohe Drehzahlen?

Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein
sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist
andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.

Und Ottomotoren ein max. Drehmoment erst bei Drehzahlen die
die Nachbarn wecken !
Es stimmt das Dieselmotoren ein engeres Drehzahlband haben,
dafür aber ein gleichmäßiges Drehmomentverhalten und eine
niedrige Drehzahl für max. Drehmoment, was einem
verbrauchsgünstigeren und entspannteren Fahrstil ermöglicht.
Und wem das Schalten zuviel ist, dem kann ich nur ein
Automatikgetrieb empfehlen. Spart nochmal Sprit.

Wenn wir mal schnelle Autos zum vergleich nehmen, da liegt das max. Drehmoment fast schon im Dieselbereich… und geht nach oben fast konstant durch.
Ok, Spritsparend ist das nicht…

Aber seit wann spart eine Automatik Sprit? Diese verursacht i.d.R. einen Mehrverbrauch.

Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem
Benziner.

Ich möchte dich ja nicht beleidigen, aber scheinbar hast du
einen Goldesel im Garten stehen, kann ich mir den mal
ausleihen ?
6 Zylinder bedeutet min. 2,2 L Hubraum und einen Verbrauch von
nicht unter 8L/100km, bei zurückhaltender Fahrweise !

Da geb ich dir recht. Der Spritverbrauch ist dann schon eher bei 9-10l.
Dazu braucht es nicht mal nen schweren 5er, sondern selbst mein 323ti (6 Zylinder, 2,5 L Hubraum, 170 PS) mit vergleichsweise leichten 1330 KG.

Allerdings gibt es momentan eine Ausnahme, die auf bessere
Zeiten für den Diesel hoffen läßt: der BMW 330d.
Der macht zwar noch viele Probleme, läuft aber unheimlich gut.
So muß ein Diesel sein.

Oder 2.5 TDI von Audi/VW

Hab beide mal probegefahren. Das ist kein Vergleich. Der BMW fährt sich um längen besser…

Gruß ivo

Hi !

Die Geister scheiden sich bei den Leuten, die wirklich viel
fahren, denke ich.
Die modernen Diesel verfügen allesamt über einen Turbolader,
der erstens selbst unter einem hohen Verschleiß leidet und
zweitens den Verschleiß des Motors vehement beschleunigt.

Das war einmal, die Turbolader sind mittlerweile sehr stark
weiterentwickelt worden und sind nicht mehr das schwache Glied
in der Kette.
Der Motor muß auch nicht unter einem Turbo leiden, es kommt
darauf an, worauf der Motor konzipiert wurde. Beim 2er Golf
war dies wirklich der Fall, da wurde dem Diesel einfach nur
ein Turbo verpasst und als Heilbringende Weltlösung verkauft,
aber genau da war es so das der Turbo mehr kaputt als ganz war
und der Motor nicht auf den Ladedruck ausgelegt war.

Man hat die Sache heute sicherlich besser im Griff.
Aber daß ein Turbolader im Vergleich zu einer Maschine ohne Turbo ein Verschleißtreiber ist, kann man nicht wegdiskutieren.

Ohne Turbo geht´s aber nicht, das wird jeder bestätigen, der
mal Golf SDI gefahren ist…

Doch, mit Hubraum, Einspritztechnik oder variabler
Nockenwelle.

Beispiel?

Die alten 220D-Benze, die ohne Schwierigkeiten 400.000 km
schafften und danach immer noch liefen, nur verrostet waren,
sind Geschichte und die heutigen Diesel laufen schneller, aber
eben auch nicht so lange.

Ehm ?! Bist du dir da ganz sicher ? Also zunächst einmal hängt
die Endgeschwindigkeit nicht nur vom Motor ab. Das Getriebe
hat auch einen wesentlichen Anteil.
Der Audi 80 TDI, 90 PS, BJ 94, meines Vaters hat mittlerweile
330t km runter. Meinst du das das ein 1.8 Benziner auch
schaffen würde ?

Kommt auf den Fahrer an.
Mir war klar, daß es nun Gegenbeispiele hageln würde.
Natürlich gibt es auch solche Einzelfälle.
Aber die Regel ist, daß gerade die VW TDIs bei noprmaler Fahrweise von Vielfahrern (Vollgas) nach 120.000 km tot sind. Ich kenne hier genug Beispiele.
Bei Saug-Benzinern hat man das Problem in geringerem Maße.

Die 1,7l Diesel Astras in meiner ehem. Firma sind alle im
Schnitt 320t Km gelaufen, und das im Kurierdienst !(also nix
schonen). Unsere Mercedes Busse sind auch um die 300t Km
gelaufen.
Die Mietbenziner die wir lange Zeit hatten, waren schon nach
170t-200t Km reif für den Wiederverkauf nach Togo.

S.o., Gegenbeispiele.
Hier hat eben jeder seine Philosophie.
Und gerade bei Opel ist es klar, daß die bis vor 3 Jahren verbauten Benziner Müll waren und Isuzu-Diesel recht haltbar aber auch dementsprechend lahm sind.

Ein 525i wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit um einiges
länger laufen, und das bei 2/3 der Betriebskosten, als ein
530d.

Thema Betriebskosten. Der finanzielle Vorteil des Diesels sind
die Spritkosten (und das werden sie auch bleiben), die
Nachteile Anschaffung und Steuer. Es gibt eine Grenze die
eigentlich für jeden Diesel gilt : Wer mehr als 30t Km im Jahr
fährt spart mit einem Diesel. Unterhalb ist noch ein Benziner
billiger.

Gegenbeispiele:

VW Polo Benziner und Diesel, 50 PS-Klasse: 55.000 km
BMW 530d und 525i: 45.000 km.

Wer also heute viel fährt, fährt Benziner, denn das ist
günstiger und macht noch dazu mehr Spaß…

Ich glaube du hast da was verdreht :smile: (Diesel fahren macht
auch Spaß, man muß nur wissen wie)

Ich hatte selbst einige TDs am Wickel und kann nur sagen, daß es mich einfach ärgern würde, in einem 70.000 Mark-Audi von einem Opel Vectra 1.6 locker überholt zu werden.

Was mit wirklich Spaß gemacht hat, war eine Probefahrt mit dem Alfa 156 2.4 JTD.
Aber der nur marginal teurere 2.5 V6 macht dann doch mehr Freude.

Klärend möchte ich noch anmerken, daß ich hier von Autos der
Klasse Mercedes E oder BMW 5er spreche.
Im Falle eines Audi A4 z.B. verhält sich das mangels
ordentlicher Benzinmotoren natürlich anders.

Och, der 1.8T oder 2.0 von Audi sind mittlerweile recht gute
Motoren geworden.

Der neue 2.0 ist o.k.
Der 1.8T ist Müll.

Außerdem ist noch zu erwähnen, daß Dieselmotoren nur über ein
sehr geringes nutzbares Drehzahlband verfügen. Man ist
andauernd am Schalten und Spaß macht das auch nicht wirklich.

Und Ottomotoren ein max. Drehmoment erst bei Drehzahlen die
die Nachbarn wecken !

Ich fahre 90% Autobahn. Da zählt das nicht.
Wenn ich in der Stadt heizen will, fahre ich lieber Motorrad. Oder einen Honda S2000. Mal probiert? Habe leider bisher den Mut nicht gehabt, einen zu kaufen. Aber sicher ist, daß man danach nciht wirklich gerne wieder in einen Diesel steigt…

Es stimmt das Dieselmotoren ein engeres Drehzahlband haben,
dafür aber ein gleichmäßiges Drehmomentverhalten und eine
niedrige Drehzahl für max. Drehmoment, was einem
verbrauchsgünstigeren und entspannteren Fahrstil ermöglicht.
Und wem das Schalten zuviel ist, dem kann ich nur ein
Automatikgetrieb empfehlen. Spart nochmal Sprit.

…und killt Leistung.
Das relaxede Fahren stellt sich bei Dieseln auf der AB wohlö kaum ein. Die Dinger dröhnen bei Vollast, daß einem Angst und Bange wird.

Es geht nach wie vor nichts über 6 oder 8 Zylinder in einem
Benziner.

Ich möchte dich ja nicht beleidigen, aber scheinbar hast du
einen Goldesel im Garten stehen, kann ich mir den mal
ausleihen ?

Du kannst einen ordentlichen BMW 730i 8 Zylinder auch für DM 10.000 bis 15.000 kaufen. Bis Du die Kosten für einen neuen TDI durch die Mehrkosten an Sprit aufgwogen hast, sind wohl 5 HJahre vergangen.

6 Zylinder bedeutet min. 2,2 L Hubraum und einen Verbrauch von
nicht unter 8L/100km, bei zurückhaltender Fahrweise !

Einen BMW 525i von 1992 (Kosten ca. 15.000 in sehr gutem Zustand) benötigt bei zügigen Autobahntempi jenseits der TDI-Grenze 10-11 Liter Normalbenzin. Und läuft dann entspannt im mittleren Drehzahlbereich.
Weniger Verschleiß, weniger Lärm.

Allerdings gibt es momentan eine Ausnahme, die auf bessere
Zeiten für den Diesel hoffen läßt: der BMW 330d.
Der macht zwar noch viele Probleme, läuft aber unheimlich gut.
So muß ein Diesel sein.

Oder 2.5 TDI von Audi/VW

Sorry, das ist nicht das gelbe vom Ei. Wir hatten einen A4 TDI Avant in der Firma.
3 Motoren für 150.000 Km. Allerdings bei schonender Fahrweise in Damenhand.

Ist eben alles eine Philosophiefrage.

Grüße,

Mathias

Gute Frage …
Hab mal einen Vergleich rausgesucht:

Renault Espace 2.0 16V Benziner:
140 PS, 188 Nm, Beschleunigung 11,6 sec, Spitze 185, Gesamtverbrauch 8,9 Liter, Leergewicht 1565 kg, Preis 26.770 DM

Renault Espace 2.2 Diesel:
130 PS, 290 Nm, Beschleunigung 12,4 sec, Spitze 183, Gesamtverbrauch 7,1 Liter, Leergewicht 1737 kg, Preis 29.370 DM

Zusammengefaßt: Trotz höherem Gesamtgewicht und etwas geringerer Leistung geht der Diesel praktisch gleich gut, verbraucht aber deutlich weniger.

In Zahlen: Mehrkosten der Anschaffung 2.600 DM, Verbrauchsdifferenz 1,8 l/100 km. Bei einem Dieselpreis von etwa 1,5 DM spart man pro 100 km etwa 2,7 DM, also hat man die Mehrkosten nach lumpigen 100.000 km herinnen …

Noch Fragen ?

°wink°

Tiger

Zahlenspiele

Renault Espace 2.0 16V Benziner:
140 PS, 188 Nm, Beschleunigung 11,6 sec, Spitze 185,
Gesamtverbrauch 8,9 Liter, Leergewicht 1565 kg, Preis 26.770
DM

Renault Espace 2.2 Diesel:
130 PS, 290 Nm, Beschleunigung 12,4 sec, Spitze 183,
Gesamtverbrauch 7,1 Liter, Leergewicht 1737 kg, Preis 29.370
DM

In Zahlen: Mehrkosten der Anschaffung 2.600 DM,
Verbrauchsdifferenz 1,8 l/100 km. Bei einem Dieselpreis von
etwa 1,5 DM spart man pro 100 km etwa 2,7 DM, also hat man die
Mehrkosten nach lumpigen 100.000 km herinnen …

Noch Fragen ?

Ja: Wie hast Du gerechnet?

Benziner: 8,9 l x 2 DM = 17,8 DM/hkm
Diesel: 7,1 l x 1,6 DM = 11,36 DM/hkm

Macht eine Differenz von 6,44 DM/hkm

2600 DM/6,44 DM/hkm = ca. 400 hkm = 40.000 km

Gruß Kubi

Und Steuer und Versicherung? (oT)
oT

Der Diesel ist heute deshalb noch nicht gleichwertig weil er
lange Zeit von den Motorenbauern vernachlässigt wurde. Erst
in
den letzten 5 Jahren sind viele Hersteller (in erster Linie
VW, Mercedes und die Franzosen) hingegangen und haben den
Dieselmotor weiterentwickelt.
Als Beispiel : TDI-Technik, Pumpe-Düse, HDI, Common-Rail.

Hi,

ich glaube hier veteilst Du die Komplimente an die falschen. Common-Rail ist soweit ich weiss bei Schiffsdieseln schon seit 70 Jahren bekannt. Die Entwicklung für PKW Motoren wurde zunächst von FIAT begonnen und dann in Zusammenarbeit mit Bosch zur Serienreife gebracht. Mercedes hat fertig gekauft.

Max

Ergebnis ???
Und was kommt jetzt dabei heraus ??

dennis

Hallo,
also ich denke, dass das Thema hier schon oft ausgereizt wurde…
Diesel oder nicht Diesel ist einfach mal Geschmacksache und natürlich sollte man nicht einen Porsche-Benziner mit einem MAN-Diesel vergleichen.
Wenn man schon immer die Anschaffungskosten einrechnet, sollte man auch den Mehrpreis beim Wiederverkauf berücksichtigen. Naturlich hat jeder eine andere Fahrweise, aber ich finde am Diesel gerade den unten beschriebene „kleinen Drehzahlbereich“ mit rel. konst. Drehmoment angenehm zu fahren (selbst bei hohem Gang gehts noch vorran).
Auch der Verschleiß ist wohl beim Diesel etwas geringer (bei normaler Fahrweise)…
Uli

erwischt …
Hi Kubi :o)

An sich hat mir der neue 2.2 Diesel schwer imponiert, als ich meinen Espace kaufte gab´s nur den kleinen 1.9 mit knapp 100 PS (was bei fast 1800 kg leer schon ein bißchen schwach ist). Der stärkste Benziner hat einen V6 mit dem gleichen Drehmoment wie der 2.2 Diesel, allerdings mit deutlich besseren Fahrleistungen (Spitze über 200, 10,6 auf Hundert)

Ursprünglich war mein posting auch pro Diesel gemeint, aber als ich auf fast 100.000 km für die Amortisierung des höheren Anschaffungspreises kam … dann zahlt es sich ja wirklich nicht aus.

Mein Fehler waren die unterschiedlichen Preise für Benzin und Diesel …

Trotzdem, bei uns ist die Differenz viel geringer (umgerechnet so zwischen 22 und 30 Pfennig, je nachdem wo du tankst) und ich komm im zugegeben ungünstigsten Fall auf knapp 57.000 km bis du den Unterschied herinnen hast.

Es ist halt eine Glaubensfrage ob Benzin oder Diesel …

°wink°

Tiger