Ventile und Zündung einstellen???

Von: , Frage gestellt am Mo, 16. Apr 2001

Meine Frage bezieht sich auf meinen Mazda 121, 16V, Bj. 92, 72 PS.
Ist es bei diesem Fahrzeug, aufgrund der hohen Kilometerleistung von 138 000 Km, notwendig die Ventile und / oder die Zündung nachstellen zu lassen???

Danke im voraus, Oliver

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
    Unnötig wahrscheinlich...

    Hallo Oli,

    es ist gut möglich, daß der Motor entweder Hydrostößel (Hydraulischer Ventilspielausgleich) hat, oder die Nockenwelle geht direkt auf den Ventilrücken und das Spiel wird werksseitig mit Unterlegscheiben klein gehalten und ist wartungsfrei, bis die Nockenwelle rundgenudelt ist, was ich allerdings bei japanischen Fahrzeugen noch nie erlebt habe. MEine alter Toyota hat 229 000km und immer noch eine tadellose Nockenwelle.

    Was die Zündung angeht, brauchst Du Dir kein Kopfweh zu machen, bei allen Fahrzeugen mit Kat ist eine elektronische Zündanlage drin. Kat-Anlagen verlange einen stabilen Zündzeitpunkt.

    dennis [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ventile und Zündung einstellen???

    Hallo Oliver,
    solange der Wagen gut läuft......
    Die modernen japanischen Motoren haben meist Hydrostößel incl.
    Rotocaps,was ein einstellen überflüssig macht.Und solange kein Unwissender an der Zündung dreht....
    138.000km ist doch kein Alter für einen Japaner.
    Sieh mal ins Inspektionsheft,welche Service-Intervalle vorgesehen sind.Lediglich beim Steuerriemen wechsle ich eher zu früh.Auf diesen Wartungspunkt sollte man achten,da hier ein vernachlässigen üble Folgen haben könnte.
    Gruss Sebastian

  3. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Ventile und Zündung einstellen???

    Hi!
    der 121 hat noch Ventile zum einstellen
    wenn im Wartungsheft steht alle 15000 oder einmal im Jahr
    Ventilspiel einstellen
    dann braucht man auch nicht in Panik zu verfallen
    man sollte aber bei aufdringlichen Tickergeräuschen
    nicht zu lange warten

    wegen der Zündung schließe ich mich meinen Vor-Postern an

    Gruß Frank [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Keine Panik beim tickern...

      man sollte aber bei aufdringlichen Tickergeräuschen
      nicht zu lange warten
      Wenns tickert ist das Ventilspiel zu groß, was absolut unschädlich ist. Ist das Ventilspiel zu stramm, kann es passieren, daß die Auslaßventile einen hauchdünnen Spalt offen sind und bei der Verbrennung das heiße Abgas durch den Explosionsdruck am Ventil vorbei zischt und dieses an einer Seite abbrennt. Dann wird es teuer...

      Also: Ventilspiel richtig mit der notwendigen Sorgfalt und Genauigkeit einstellen. Ist wirklich kein Hexenwerk, habe es selbst oft genug gemacht. Fühlerblattlehre sollte vorhanden sein.

      dennis

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re: Keine Panik beim tickern...

        man sollte aber bei aufdringlichen Tickergeräuschen
        nicht zu lange warten
        Wenns tickert ist das Ventilspiel zu groß, was absolut
        unschädlich ist. Ist das Ventilspiel zu stramm, kann es
        passieren, daß die Auslaßventile einen hauchdünnen Spalt offen
        sind und bei der Verbrennung das heiße Abgas durch den
        Explosionsdruck am Ventil vorbei zischt und dieses an einer
        Seite abbrennt. Dann wird es teuer...
        Hi Dennis
        Ja aber warum veringert sich das Spiel bei den modernen Motoren
        (mit Einstellmöglichkeit)überhaupt.
        Die motoren für Bleifrei haben gepanzerte Ventilsitzringe wodurch das einschlagen doch unmöglich wird.
        Sich setzende kopfdichtungen spielen bei obenliegenden Nockenwellen auch keine Rolle mehr.

        Und sollte dennoch irgentwo negatives Spiel entstehen, so müßte dieses doch
        durch den Abrieb an Nockenwelle und Kipphebel mehr als ausgeglichen werden
        Gruß Frank
        (der sich auch gern vom Gegenteil überzeugen lässt)

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Keine Panik beim tickern...

          Hi Frank,
          modern hin oder her.Metall dehnt sich nun mal bei Erwärmung aus.
          Das heisst,bei korrekt eingestelltem Spiel,geht bei extrem heißem Motor das Spiel bestenfalls gen Null.Dennis hat vollkommen Recht.Zu kleines Spiel(oder besser gesagt,zu wenig)
          ist deutlich gefährlicher als zu viel.Denn erstens hört man es,wenn das Spiel zu groß ist,und zweitens läuft der Motor bestenfalls mit Leistungsverlust etwas unruhiger.Wer jedoch mal ein verbranntes Ventil gesehen hat (Ich habe ne Menge davon gesehen)bekommt urplötzlich eine ganz neue Auffassung von dem Thema.
          Aber so einfach von Hand lässt sich das Ventilspiel bei den moderneren Autos (und das fängt beim Golf 1 an)sowieso nicht mehr einstellen.Du brauchst dann schon einen ganzen Koffer voller Shims und den Niederhalter und die Zange für die Shims.
          Da war das bei den alten Motoren mit Nylstopmutter oder Kontermutter deutlich einfacher.Und wenn irgendsoein Torfkopp die Shims mal verkehrtherum eingesetzt hat (Stempel zur Nockenwelle)kann man nichtmal mehr lesen wie stark der Shim ist,also ist dann testen mit verschieden starken Shims angesagt.
          Der Verschleiß an der Nockenwelle darf ruhig vernachlässigt werden (es sei denn,es ist ein Kadett-D).
          Gruß Sebastian

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: Keine Panik beim tickern...

            Hi, Der Verschleiß an der Nockenwelle darf ruhig vernachlässigt
            werden
            Bei Japanern kannste von "nahezu Null" Verschleiß ausgehen. haben sehr gut gehärtete Nocken,- und Kurbelwellen. (es sei denn,es ist ein Kadett-D).
            Da habe Ich auch schon so Dinger von alten Hasen gehört, daß kurz nach der Modelleinführung die Nockenwellen nach 25000km 1mm Einlauf hatten und nach 40000km rund waren...

            dennis

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^4: Keine Panik beim tickern...

              Hi !
              Alles richtig was Sebastian und Dennis gesagt haben
              aber woher kommt das negative Ventilspiel bei gepanzerten Ventilsitzringen und obenliegender Nockenwelle ?

              Ein Ventil mit der Länge X wird sich bei erwärmung um Vielleicht
              0,2mm ausdehnen ,daran ändert sich aber auch nach 10 Jahren oder 100Tkm nichts.
              Gruß Frank

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Reden wir von der selben Sache ??

              Hi !
              Alles richtig was Sebastian und Dennis gesagt haben
              aber woher kommt das negative Ventilspiel bei gepanzerten
              Ventilsitzringen und obenliegender Nockenwelle ?
              Du meinst also, wenn Ich Dich richtig verstanden habe, daß sich mit der Zeit das Ventilspiel verkleinert ??


              Es ist eher umgekehrt der Fall... Ich hatte mal einen total ungepflegten Toyota 1000 Bj77 (vorgänger vom Starlet) gekauft. Bei dem war es so, daß das Ventilspiel mangels Pflege zu groß wurde. Und bei den alten "K"-Motoren von Toyota kann man herrlich mit 12er Ringschlüssel und Schlitzschraubendreher das Ventilspiel korrigieren...

              dennis



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