UDP - Ports auf der Firewall

Hallo!

Mir geht da eine Grundsatzfrage durch den Kopf:

Müssen für UDP auf der Firewall für eine Kommunikation grundsaätzlich beide Richtungen offen sein.

Beispiel:
Ich schicke eine TCP Anfrage raus (z.B: HTTP), dann mach ich auf der Firewall HTTP outgoing auf. Da es sich hier um eine „ECHTE“ Verbindung handelt, kommt das Antwortpacket durch die Firewall durch. Dazu brauche ich nich noch incomming aufmachen.

Nur UDP: Es gibt keine Verbindungen (verbindungslos), und ich erhalte doch eine Antwort auf meine Anfrage. Z.B: DNS oder SNTP.
Damit ich die Antwort durch die Firewall kriege, muß ich UDP grundsätzlich in beide Richtungen öffnen? Also auch incomming?

tks!
Herbert

Hi Herbert,

ist zwar schon lange her, daß ich mich näher damit beschäftigt habe, aber ich versuch´s mal:

Müssen für UDP auf der Firewall für eine Kommunikation
grundsaätzlich beide Richtungen offen sein.

UDP ist stateless (zustandsfrei) und daher auch unverlässlich. Etwas schickt eine UDP-Nachricht ab und das war´s auch schon wieder. Ob sie ankommt oder nicht wird nicht überprüft. Vielleicht antwortet jemand darauf, vielleicht auch nicht.

IIRC enthält der Header lediglich die IP-Adressen von Absender und Empfänger sowie deren Port-Nummern (irgendwas gibt´s noch, müßte ich nachlesen, auch google würde helfen).

Beispiel:
Ich schicke eine TCP Anfrage raus (z.B: HTTP), dann mach ich
auf der Firewall HTTP outgoing auf. Da es sich hier um eine
„ECHTE“ Verbindung handelt, kommt das Antwortpacket durch die
Firewall durch. Dazu brauche ich nich noch incomming
aufmachen.

Kommt darauf an. Wenn Du einen vernünftigen Filter sowie die entsprechende Grundsatzregel (alles verbieten, was nicht grundsätzlich erlaubt ist) hast, mußt Du beides freigeben. Es können ja auch Pakete gefälscht sein (z.B. SYN - ACK - Thematik). Solltest Du jedoch alles erlauben, was nicht explizit verboten ist, schaut die Sache anders aus.

BTW, was setzt Du als Firewall ein? Wie lautet Dein Konzept?

Nur UDP: Es gibt keine Verbindungen (verbindungslos), und ich
erhalte doch eine Antwort auf meine Anfrage. Z.B: DNS oder
SNTP.

So sollte es sein.

Damit ich die Antwort durch die Firewall kriege, muß ich UDP
grundsätzlich in beide Richtungen öffnen? Also auch incomming?

Um auf Deine Frage zurückzukommen: Siehe oben - grundsätzlich sollte es so sein.

Gruß,
Herbert

PS: Im Zweifelsfall hilft probieren und Logfileauswertung…

Hi Herbert,

IIRC enthält der Header lediglich die IP-Adressen von Absender
und Empfänger sowie deren Port-Nummern (irgendwas gibt´s noch,
müßte ich nachlesen, auch google würde helfen).

Die 3 wichtigsten Angaben im Header des Datagramms sind noch das TTL Feld, die Protokollnummer (müsste z.B. 6 für TCP und 17 für UDP sein) und die Paketkennung.
Die restlichen Felder sind mehr zum Handling des Datagramms selber.

Just for Info, damit keiner Nachschlagen muß :smile:

Chris

Müssen für UDP auf der Firewall für eine Kommunikation
grundsaätzlich beide Richtungen offen sein.

„Grundsätzlich für kommunikation?“? Nein.

Beispiel:
Ich schicke eine TCP Anfrage raus (z.B: HTTP), dann mach ich
auf der Firewall HTTP outgoing auf. Da es sich hier um eine
„ECHTE“ Verbindung handelt, kommt das Antwortpacket durch die
Firewall durch. Dazu brauche ich nich noch incomming
aufmachen.

Hm. Das hängt wohl von der Art der Firewall ab. Du könntest auch erfolgreich nach Ports filtern.

Nur UDP: Es gibt keine Verbindungen (verbindungslos), und ich
erhalte doch eine Antwort auf meine Anfrage. Z.B: DNS

ja, Teilweise ist DNS auf UDP…

oder
SNTP.

S M TP? nein, das ist TCP.

Damit ich die Antwort durch die Firewall kriege, muß ich UDP
grundsätzlich in beide Richtungen öffnen? Also auch incomming?

Was willst Du genau? Du könntest Anfragen von bestimmten Hosts oder Ports erlauben.

Sebastian

Hi Sebastian,

Nur UDP: Es gibt keine Verbindungen (verbindungslos), und ich
erhalte doch eine Antwort auf meine Anfrage. Z.B: DNS

ja, Teilweise ist DNS auf UDP…

kann man sagen, grundsätzlich ist DNS auf UDP, solange die Antworten 512 Byte nicht überschreiten - erst dann wird automatsich auf TCP umgeschaltet?

oder
SNTP.

S M TP? nein, das ist TCP.

Ich vermute Simple Network Time Protocol.

Gruß,
Herbert

ja, Teilweise ist DNS auf UDP…

kann man sagen, grundsätzlich ist DNS auf UDP, solange die
Antworten 512 Byte nicht überschreiten - erst dann wird
automatsich auf TCP umgeschaltet?

Das ist die übliche Implemantation.

oder
SNTP.

S M TP? nein, das ist TCP.

Ich vermute Simple Network Time Protocol.

*ARGL*

Ich bin mailverseucht.

Sebastian