Drucker im Netzwerk zu langsam

Hi,

wir haben manchmal ziemlich große Druckaufträge (viele, viele Seiten, eben Dokumentationen, keine Grafik), dazu wird natürlich der Laserdrucker des Netzwerkes benutzt. Nun ist es ein simples WIN98-Netzwerk. Drucken nun zwei oder drei Leutchen auf diesen Drucker, ist erst mal der den Drucker steuernde Rechner arg belastet, zum anderen platzt das Netzwerk (DSL, Datentransfer…). So kam ich auf den Gedanken, einen einfachen Rechner aus dem Schrott im Keller zu holen und als Printserver einzustellen (wobei ich noch keinen Plan habe, wie ich das machen soll). Aber, welche Mindestanforderungen sollte das Teil besitzen? Ich frage lieber hier erst mal nach, ehe ich zu basteln anfange. Ausgesucht habe ich mir einen 486er, 32 MB RAM, WIN95, Platte 512 MB. Klappt das?

Danke
André

WIN95, Platte 512 MB. Klappt das?

Keine Ahnung. Ich würde das mit Linux machen. Das geht dann.

Eventuell wären µLinux und fl4i ein brauchbares Stichwort…

Gruß,

Sebastian

da würde ich mich anschließen…

Ich bin zwar ein ausgesprochener Microsoft-Freund und meide Linux, wo es nur geht, aber in dem Fall würde ich auch dahin tendieren, weil Win95 net umbedingt Netzwerktauglich is und davon abgesehen mit den knappen Resourcen besser umgeht, d.h. net zuviel für das System selbst verbraucht. Nen Printserver kriegst du mit Linux auch relativ leicht hin, Beschreibungen findest du im Netz und die Einlesezeit is auch gering… Die Hardware is ansonsten absolut ok, nur halt bei dem Betriebssystem mußt du noch mal überlegen…

JENS

Hallo André,

wir haben manchmal ziemlich große Druckaufträge (viele, viele
Seiten, eben Dokumentationen, keine Grafik), dazu wird
natürlich der Laserdrucker des Netzwerkes benutzt. Nun ist es
ein simples WIN98-Netzwerk. …
Ich frage lieber hier erst mal nach,
ehe ich zu basteln anfange. Ausgesucht habe ich mir einen
486er, 32 MB RAM, WIN95, Platte 512 MB. Klappt das?

Das ist die entscheidende Frage. Aus der Erfahrung heraus weiss ich, dass Laserdrucker aufgrund der eigenen Rechenkapazität geringere Anforderungen haben als Tintenspritzer. So ein Tintenspritzer kann bei großen Farbdokumenten einen alten Server (Proliant 850, Pentium Pro, 200Mhz) durchaus 40 - 60 Sekunden auf 100 Prozent Prozessorlast bringen.
Es könnte klappen, wenn folgendes beachtet wird.

  • Der Treiber wird auf den Clients installiert.
  • Gespoolt wird auf den Clients.
    Man muss es halt ausprobieren.

Die Alternative dazu ist ein Hardware-Printserver. Eine kleine Box, wie sie von HP, Axis oder Compu-Shack verhökert wird.

Gruß
Carlos

Das ist die entscheidende Frage. Aus der Erfahrung heraus
weiss ich, dass Laserdrucker aufgrund der eigenen
Rechenkapazität geringere Anforderungen haben als
Tintenspritzer.

Dabei isses Wurscht welche Art Drucker es is, die Speicherkapazität ist entscheident. Es gibt genau so gut auch Tintenstrahler die mehr Speicher als ein Laserprinter haben können…

So ein Tintenspritzer kann bei großen
Farbdokumenten einen alten Server (Proliant 850, Pentium Pro,
200Mhz) durchaus 40 - 60 Sekunden auf 100 Prozent
Prozessorlast bringen.

Wie gesagt, abhängig vom Speicher, das bringt ein Laserdrucker auch fertig…

Es könnte klappen, wenn folgendes beachtet wird.

  • Der Treiber wird auf den Clients installiert.

Installiert man einen Netzwerkdrucker, so holt sich das Betriebssystem eine Kopie des Treibers und installiert diesen lokal --> d.h. der Treiber wird IMMER auf dem Client gespeichert, was anderes is net möglich…

Die Alternative dazu ist ein Hardware-Printserver. Eine kleine
Box, wie sie von HP, Axis oder Compu-Shack verhökert wird.

Aufgrund des Aufwands und der Kosten wär das net wirklich eine Alternative. Sinnvoller wäre es, die vorhanden Technik zu nutzen (eben den alten PC) und wenn’s sein muß den Druckerspeicher zu erweitern. Das is einfacher und wahrscheinlich billiger…

Mfg - JENS

Zusatz:
hätte mir dein Profil wohl mal vorher durchlesen sollen :smile: Es is anzunehmen, dass du auf dem Gebiet a bissel mehr Ahnung hast als ich, deswegen berichtige mich einfach, wenn ich mit meinem vorigen Posting net in allen Punkten richtig lag…

DANKE - JENS

Hallo Jens,

Dabei isses Wurscht welche Art Drucker es is, die
Speicherkapazität ist entscheidend. Es gibt genau so gut auch
Tintenstrahler die mehr Speicher als ein Laserprinter haben
können…

Die Speicherkapazität ist wichtig, aber nicht allein. Die Druckdaten sind mehr oder weniger kodiert, ja nach Druckersprache und Treibertyp. Je höher die Kodierung, desto weniger Speicher wird gebraucht und desto geringer die Netzwerklast. Dafür muss dann der Prozessor arbeiten.

Wie gesagt, abhängig vom Speicher, das bringt ein Laserdrucker
auch fertig…

Kann schon sein. Wir habe alte Laserdrucker im Einsatz die 2 oder 4 MB Speicher haben. Aber wirklich reinhauen tun die Tintenspritzer, und zwar gerade die modernen,

Es könnte klappen, wenn folgendes beachtet wird.

  • Der Treiber wird auf den Clients installiert.

Installiert man einen Netzwerkdrucker, so holt sich das
Betriebssystem eine Kopie des Treibers und installiert diesen
lokal --> d.h. der Treiber wird IMMER auf dem Client
gespeichert, was anderes is net möglich…

Es wird nur ein Teil des Treibers gespeichert. Dies merkt man daran, wenn man einen Drucker lokal installieren möchten, bei dem man sich den gleichen Typ schon gemappt hat. Es wird dennoch der Treiber benötigt.

Die Alternative dazu ist ein Hardware-Printserver. Eine kleine
Box, wie sie von HP, Axis oder Compu-Shack verhökert wird.

Aufgrund des Aufwands und der Kosten wär das net wirklich eine
Alternative. Sinnvoller wäre es, die vorhanden Technik zu
nutzen (eben den alten PC) und wenn’s sein muß den
Druckerspeicher zu erweitern. Das is einfacher und
wahrscheinlich billiger…

Es hängt davon ab, was man überhaupt machen will. Die Anbindung des Druckers ans Netzwerk erfolgt über:
a) interne Netzwerkarte (= interner Printserver)
b) externe Printserver-Box
c) Anschluß an einem Win-Rechner, der ihn im Netzwerk freigibt.
d) Rechner mit Linux -> externe Printserver-Box.

In einem großen Netzwerk gibt es dann noch NT-/W2k-Printserver, die die Druckqueues verwalten und die Treiber über Point&Click zur Verfügung stellen. Dies entspricht dann der Version c). Der Anschluß der Drucker erfolgt dann über a) oder b).
Hier liegt die Queue auf dem Printserver und dann muss er einen Teil der Verarbeitung durchführen. Dafür dürfte ein 486er zu schwach sein.
Wenn man den Rechner nun mit Linux als Printserver installiert d), dann hat man wieder so etwas wie eine externe Printserverbox. Der Treiber muss dann dediziert auf den Clients installiert werden.

Was nun Aufwand und Kosten betrifft. Wie lange dauert es für einen ungeübten eine Linux-Rechner als Printserver zu installieren und wie lange dauert es eine fertige Printserver-Box zu installieren. Nimm einen Stundensatz von 50 Euro/Stunde (interner Mitarbeiter ist billig). Günstige Printserver-Boxen starten bei 100 Euro. Wenn das Schrauben an der Linux-Kiste länger als 2,5 Stunden dauert, wirds unrentabel.

Die externe Printserverbox ist späterhin einfacher zu konfigurieren, nimmt weniger Platz weg und ist weniger Störanfällig als eine Rechner (Nicht vergessen - Jede Störung kostet Geld).

Gruß
Carlos