Datei nach kopieren über VPN-Netzwerk leer

Hallo zusammen,

ich habe hier zwei Netzwerke via VPN über’s Internet verbunden. Das ‚Hauptnetzwerk‘ hat eine Standleitung in’s Internet, das ‚Filialnetzwerk‘ ist über einen VPN-Router und einer DSL-Verbindung im ‚Hauptnetzwerk‘ eingewählt.
Jetzt habe ich das Problem, das ich zwar problemlos Dateien vom ‚Hauptnetzwerk‘ ins ‚Filialnetzwerk‘ kopieren kann, jedoch der umgekehrte weg nicht funktioniert. Meißt kommt die Fehlermeldung „Fehler beim Kopieren der Datei. [Dateíname] konnte nicht erstellt oder ersetzt werden. Die angegebene Netzwerkressource oder das Gerät ist nicht mehr verfügbar“.
In die Verzeichnisse komme ich jedoch trotzdem noch rein und i.d.R. sind die angeblich nicht kopierbaren Dateien dort auch aufgelistet - nur eben sind sie leer. Die Größenangabe ist korrekt (5k), aber der Inhalt fehlt trotzdem.
Bei Dateien kleiner 5k erscheint die Fehlermeldung nicht, das Ergebnis ist jedoch das gleiche. Datei vorhanden, Größenangabe stimmt, Inhalt fehlt.
Bin ein wenig ratlos, woran das liegen könnte…
Noch als Info - das Hauptnetzwerk ist eine Win NT Domäne, das ‚Filialnetzwerk‘ ist Windows Arbeitsgruppe. Das Verbinden der Netzlaufwerke klappt ohne Probleme, das holen von Dateien aus dem Hauptnetzwerk ins Filialnetzwerk ebenso. Nur der umgekehrte Weg hängt…
Weiß jemand von euch einen Rat, wo ich nach der Ursache suchen könne?

Grüßle
Frank K.

Hallo Frank,

ich selber hatte das Problem bisher noch nicht. Ich habe aber vor kurzem einen Testaufbau zu einem Mobilfunkanbieter per VPN aufgebaut und da hatten wir ein ähnliches Problem. Die Router (Cisco) wurden damals leider vom Mobilfunkanbieter gestellt und eingerichtet, so das ich keinen Einblick hatte. Letzten Endes konnten die Kollegen damals das Problem nur durch Verringerung der MTU-Size auf dem System beheben, welches die Daten empfängt.

Wurden die Daten mit einer max. MTU von 1518 Bytes ohne Tunnel gesendet, war alles okay, über den Tunnel traten Fehler auf wie von Dir beschrieben. Ich weiß leider auch nicht auf wieviel sie die MTU-Size eingestellt haben. Benutzt wurde IPsec und ich denke die haben nur die Größe des zusätzlichen Headers abgezogen.

Aber wo ich gerade hier bin, hier gibt es doch ein paar Cisco-Spezis like Doc.

Einer ne Ahnung woran das bei den Ciscos liegen kann ? VPN-mäßig kenn ich die Teile leider überhaupt nicht.

Bye,
Chris

Hallo Frank.

zwei Möglichkeiten sehe ich hier:

a) VPN-Verbindungen über Internet sind normalerweise Dial-In Verbindungen. D. h. die Außenstelle kann sich einloggen und Verbindung in die Zentrale aufbauen. Dann ist auch Verkehr in beide Richtungen möglich. Wenn aber einige Zeit kein Traffic mehr läuft, wird die Verbindung der Filiale gekappt. Kann sein, dass Du zentral dann noch die Verzeichnisse sehen kannst, weil auf Server bekannt. Aber die Dateien kannst Du nicht mehr sehen, weil Du eine Verbindung ins Internet bräuchtest. Dial-Out ist in der Regel bei Internett-VPNs nicht möglich.

b) MTU-Size ist auch eine Möglichkeit, wie schon angesprochen. Am Besten die MTU-Size auf den Geräten fest auf 1480 einstellen. Ein MTU Discovery funktioniert über Internet VPN in der Regel nicht. Also fest einstellen, da immer noch der IPSec-Header dazu kommt (irgendwas > 20 Byte).

Grüße
Stefan