Netgear-Router als Client für Linux-Router

Hallo Wissender,

Bis vor kurzem hatte ich ein Netzwerk mit drei
Windows-Rechnern, die über einen Router mit eingebautem
Switch (Netgear MR814) miteinander und mit dem Internet
kommunizierten.

Nun habe ich aus verschiedenen Gründen einen Suse-Linux 8.1
Rechner als Server mit zwei Netzwerkkarten vor den Netgear
Router geschaltet, so daß dieser nun das Routen übernehmen
soll.

Und da ist mein Problem. Wenn ich den Netgear-Router weglasse
und einen der Windows-Clients direkt mit dem Linux-Server
verbinde funktioniert alles bestens. Der Client hat
Internetzugang. Habe im Linux mit yast eine Firewall
eingerichtet, IP-Forwarding aktiviert und die Clients in die
etc/hosts eingetragen. Wie gesagt, so klappt alles.

Wenn ich nun aber den Netgear-Router dazwischenschalte, wobei
er ja nur als Switch dienen soll, bekomme ich keine
Verbindung (ping) zwischen Linux-Server und Netgear-Router.
In der Netgear-Router-Konfiguration sind meiner Meinung nach
alle Eintragungen richtig gemacht (Der Linux Rechner als
Gateway und eine feste IP die auch in der etc/host
eingetragen ist).

Vielleicht kannst Du mir einen Denkanstoss geben, warum es
mit den Windows-Clients funktioniert und mit
dazwischengeschaltetem Netgear-Router nicht. Bin
Linux-Neuling, vielleicht muss ich da ja dort noch etwas
umstellen.

Danke im Voraus,

Flachs

P.S. Bevor Fragen kommen, ich möchte nicht auf das
Netgear-Gerät verzichten, da es Wireless-LAN beherrscht und
ich ein Laptop mit WLAN-Karte besitze.

Hi,

ganz einfach:

Ignoriere den Netgear als Router.

Deinen Clients gibst Du als Gateway die Linux-PC-IP Adresse (die aus demselben Netz sein sollte) und fertig.

Gruß,

-doc.

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort.

So einfach ist es leider nicht, denn so sind die Clients
eingestellt. Der Netgear läßt sich nicht so einfach
ignorieren. Sobald ich ihn dazwischenhänge ist es mit der
Verbindung zwischen Clients und Linux vorbei.

Der Netgear verlangt im Setup (kann ich im Moment nur über
die Clients steuern) die Angabe einer eigenen IP. Als Gateway
habe ich ihm den Linux eingetragen, die interne Firewall ist
abgestellt, aber nichts geht. Im Linux ist er auch in
etc/hosts eingetragen.

Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das Problem nur im
Netgear liegt, oder ob ich im Linux noch etwas anders machen
muss.

Gruss,

Flachs

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort.

So einfach ist es leider nicht, denn so sind die Clients
eingestellt.

Dann änder die Einstellung! Das ist ganz einfach.

Der Netgear läßt sich nicht so einfach ignorieren.

Doch, wenn Du den Clients ein anderes Gateway gibst: Den Linux-PC.

Sobald ich ihn dazwischenhänge ist es mit der
Verbindung zwischen Clients und Linux vorbei.

Ja. Weil der Netgear Router vermutlich nur zu seinem Outside Interface routet und dort nur PPPoE zulässt und kein Ethernet. Du könntest da zwar was basteln, aber offen gesagt: Das ist Murks.

Der Netgear verlangt im Setup (kann ich im Moment nur über
die Clients steuern) die Angabe einer eigenen IP.

Ja. Und wenn Du ihm die gibst, aber nirgends als Gateway einträgst, ist alles gut.

Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das Problem nur im
Netgear liegt, oder ob ich im Linux noch etwas anders machen
muss.

Das Problem liegt in Deinem „Netzwerkdesign“ - das ist nämlich äußerst unpraktikabel.

Nochmal:

  • Hänge alle ins selbe Netz - Clients, Router, Linux-PC.
  • Gib allen Rechnern (auch dem Router) den Linux-PC als default gateway.
  • Fertig.

Gruß,

-doc.

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort.

So einfach ist es leider nicht, denn so sind die Clients
eingestellt.

Dann änder die Einstellung! Das ist ganz einfach.

Der Netgear läßt sich nicht so einfach ignorieren.

Doch, wenn Du den Clients ein anderes Gateway gibst: Den
Linux-PC.

Sorry, anscheinend drücke ich mich unklar aus.
Die Clients haben den Linux PC als Gateway!
Und das geht nicht.

Sobald ich ihn dazwischenhänge ist es mit der
Verbindung zwischen Clients und Linux vorbei.

Ja. Weil der Netgear Router vermutlich nur zu seinem Outside
Interface routet und dort nur PPPoE zulässt und kein
Ethernet.
Du könntest da zwar was basteln, aber offen gesagt: Das ist
Murks.

Der Netgear verlangt im Setup (kann ich im Moment nur über
die Clients steuern) die Angabe einer eigenen IP.

Ja. Und wenn Du ihm die gibst, aber nirgends als Gateway
einträgst, ist alles gut.

Die IP taucht nirgendwo sonst auf.

Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das Problem nur im
Netgear liegt, oder ob ich im Linux noch etwas anders

machen

muss.

Das Problem liegt in Deinem „Netzwerkdesign“ - das ist
nämlich
äußerst unpraktikabel.

Nochmal:

  • Hänge alle ins selbe Netz - Clients, Router, Linux-PC.
  • Gib allen Rechnern (auch dem Router) den Linux-PC als
    default gateway.
  • Fertig.

Wie gesagt, so ist meine Einstellung schon die ganze Zeit
aber es geht nicht.

Gruß,

-doc.

Gruss,

Flachs

Problem gelöst!
Das Problem war, daß das Netzwerkkabel vom Linux-Rechner am
DSL-Eingang des Netgear hing. Jetzt habe ich ihn einfach in
einen normalen Port gesteckt und alles funktioniert.

Trotzdem Danke für die Hilfe.

Gruß und einen schönen Tag,

Flachs

Das Problem war, daß das Netzwerkkabel vom Linux-Rechner am
DSL-Eingang des Netgear hing. Jetzt habe ich ihn einfach in
einen normalen Port gesteckt und alles funktioniert.

Dieser Kommentar von mir ging in die Richtung:

„Ja. Weil der Netgear Router vermutlich nur zu seinem Outside Interface routet und dort nur PPPoE zulässt und kein Ethernet. Du könntest da zwar was basteln, aber offen gesagt: Das ist Murks.“

Sorry, hätte ich deutlicher formulieren sollen.

Gruß,

-doc.