jetzt muss ich noch mal ganz dumm nachfragen wie das mit den
subnetzmasks sein soll. Ich hab einfach immer 255.255.255.0
genommen. Wo liegt jetzt der Sinn das zu verkleinern?
Das bezog sich auf deine Frage „Und ist es problemlos möglich zwei Netzwerkkarten in einem Rechner mit 192.168.0.x laufen zu lassen?“.
Ja. Und aufgepasst, wir fangen ganz klein an.
Nehmen wir an, du hast nur eine einzige Netzwerkkarte in deinem Rechner eingebaut, und die Karte hat die IP 192.168.0.33 mit der Subnetmask 255.255.255.0 bekommen. Dann weiß der TCP/IP-Stack auf deinem Rechner, dass sich 256 Adressen in deinem Netz befinden und dass davon 254 als Host-Adressen benutzbar sind. Die anderen beiden sind Netz-Adresse (192.168.0.0) und Broadcast-Adresse (192.168.0.255).
Dein Rechner weiß also, dass er jegliche Adresse zwischen 192.168.0.1 und 192.168.0.254 auf dem gleichen Netzwerksegment finden wird, an das er selber mit dieser Netzwerkkarte angeschlossen ist.
Aufgabe: Drucke den voranstehenden Satz aus und lerne ihn auswendig. Er ist der wichtigste in meiner Antwort.
Nehmen wir an, du hast zwei Netzwerkkarten in deinem Rechner. Die eine Karte hat die IP 192.168.0.33 mit der maske 255.255.255.0 und die andere hat 192.168.0.34 mit der Maske 255.255.255.0.
Für beide Karten gilt genau das gleiche wie oben erwähnt: Dein Rechner weiß also, dass er jegliche Adresse zwischen 192.168.0.1 und 192.168.0.254 auf dem gleichen Netzwerksegment finden wird, an das er selber mit beiden Netzwerkkarten angeschlossen ist.
Auf dem gleichen Netzwerksegment Ein Router kann aber nicht auf dem gleichen Netzwerksegment routen, sondern nur zwischen zwei unterschiedlichen.
Du musst also zwingend zwei unterschiedliche Netze haben. Die Größe eines Netzwerkes wird durch die Subnet mask bestimmt. Die Maske 255.255.255.0 (oder auch /24, weil von den 32 Bit der Maske 24 gesetzt sind) bestimmt Netzwerke mit 256 Adressen, von denen 254 als Host-Adressen genutzt werden. Somit ist das Kontingent in einem Class C ausgenutzt. Du musst also dein Netz teilen (kleiner machen).
Du könntest beispielsweise zwei Netzwerke mit maximal 128 IP-Adressen nehmen und zwischen diesen beiden Routen. Oder vier Stück mit maximal 64 Adressen pro Netz. Oder 64 Netze mit maximal vier Adressen pro Netz.
Nehmen wir zwei Netze mit 128. Das eine netz geht von 192.168.0.0 bis 192.168.0.127 und das andere von 192.168.0.128 bis 192.168.0.256.
Die eine Netzwerkkarte bekommt die IP 192.168.0.33 und die Subnetmask 255.255.255.128. Damit weiß der TCP/IP-Stack automatisch, wo das Netz anfängt und wo es aufhört. Weil die Karte die 192.168.0.33 bekommen hat, muss die Netzadresse 192.168.0.0 sein und die Broadcast-Adresse die 192.168.0.127. Die restlichen 126 Adressen sind Hostadressen.
Die andere Netzwerkkarte muss eine IP bekommen, die größer als 128 ist. Also geben wir der Karte einfach die 192.168.0.222, und so muss die Netzadresse 192.168.0.128 sein und die Broadcast-Adresse die 192.168.0.255. Die Subnetmask muss natürlich ebenfalls die 255.255.255.128 sein. Die restlichen 126 Adressen sind Hostadressen.
Jetzt kannst du routen, weil du zwei Netze hast. Wenn du die Maske 255.255.255.0 unbedingt benutzen willst, dann muss die eine Karte eine IP im 192.168.0.0-Netz haben und die andere eine im 192.168.1.0-Netz.
So, und damit unser Zentrum mal so richtig aufheult
gebe ich dir noch eine kleine Berechnungsgrundlage für Subnetmasken mit auf den Weg. Obacht: das funktioniert nur mit Class C-Netzen und ist nichts anderes als eine funktionierende Krücke für Admins mit gefährlichem Halbwissen.
Wenn du zwischen vier Netzen routen willst, so teile dein 256 Adressen durch 4 = 64 Adressen pro Netz. Ziehe nun diese 64 von 256 ab und du erhälst deine Maske: 255.255.255.192. Bei 8 Netzen wäre es die Maske 255.255.255.224. Du kannst immer nur eine gerade Anzahl von Subnets haben.
So. Das war Grundlagen des Routing, Kapitel 2 (in Kapitel 1 ist nur ein Foto von einer Cisco Pix). ich hoffe, ich konnte dir auf die Sprünge helfen.
Stefan