Zwei Netzwerke ein Router - keine Verbindung

Hallo Leute,

ich habe folgendes Problem.

Ich habe hier einen Rechner (192.168.50.2) der über Cross mit dem Router verbunden ist (192.168.50.1).

Die 2. Verbindung des Routers (192.168.100.2) hängt in einem Netzwerk.

Es geht hier also nun um 3 Rechner.
192.168.50.2 (192.168.50.1 - 192.168.100.2) 192.168.100.1

der Router kann alle vier IPs anpingen. Die 50.2 kann die ersten drei Adressen anpingen. Warum kommt der Ping der 50.2 nicht bis zur 100.1 durch? Als Gateway habe ich die 50.1 und die 100.2 durchprobiert, es bleibt immer nur bei den ersten 3 IPs :frowning:

Falls hier noch wer durchsteigt und weiter weiss wäre ich sehr dankbar!! :smile:

P.S. es handelt sich fast um ein Netzwerk - Router - DSLInternet Modell nur das ich nicht ins Internet routen will sondern ins interne Netz.

Hi,

der Router kann alle vier IPs anpingen. Die 50.2 kann die
ersten drei Adressen anpingen. Warum kommt der Ping der 50.2
nicht bis zur 100.1 durch? Als Gateway habe ich die 50.1 und
die 100.2 durchprobiert, es bleibt immer nur bei den ersten 3
IPs :frowning:

Was ist denn mit dem 100.1? Was kann der denn anpingen und was nicht? Wenn der nämlich die Rück-Route in 50.0er Netz nicht kennt, klappt auch der Ping nicht.

Gruß
Stefan

Was ist denn mit dem 100.1? Was kann der denn anpingen und was
nicht? Wenn der nämlich die Rück-Route in 50.0er Netz nicht
kennt, klappt auch der Ping nicht.

also die 100.1 kann nur sich und die 100.2 anpingen, ich denke mal das liegt an dem fehlenden oder falschen Gatewayeintrag. Ich habe gedacht das wird nicht das Problem sein, da sich der Ping ja seinen Weg merken könnte, meinst das ist das Prob? muss mal schaun wie ich den Gateway da ändern kann…

Gruß Daniel

Hallo!
WAS für ein Router ist es??? Software, Hardware, Hersteller?

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Hallo!
WAS für ein Router ist es??? Software, Hardware, Hersteller?

das ist ein schöner SuSE Linux 8.2 Prof Server mit 2 Netzwerkkarten.

das Prob scheint echt der fehlende Gatewayeintrag des 2. Rechners zu sein.

Einen Gateway musst du im Client natürlich eintragen.
Aber die Subnetadressen sind auch ein bisschen unglücklich gewählt. Wenn du das Problem mit dem Gatewayeintrag nicht aus der Welt kriegst, dann empfehle ich dir folgendes:
Ändere die Adresse vom Client 192.168.50.2 in 192.168.192.1;
vom 192.168.50.1 in 192.168.192.254;
vom 192.168.100.2 in 192.168.48.254;
vom 192.168.100.1 in 192.168.48.1.
Warum? Das siehst du, wenn du deine IP-Adressen mal binär aufschreibst und logisch UND-Verknüpfst (das Hack ich hier nicht rein, sonst fallen mir die Nullen und Einsen ausm Hackbrett).

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Aber die Subnetadressen sind auch ein bisschen unglücklich
gewählt. Wenn du das Problem mit dem Gatewayeintrag nicht aus
der Welt kriegst, dann empfehle ich dir folgendes:
Ändere die Adresse vom Client 192.168.50.2 in 192.168.192.1;
vom 192.168.50.1 in 192.168.192.254;
vom 192.168.100.2 in 192.168.48.254;
vom 192.168.100.1 in 192.168.48.1.

Könntest Du das mal näher erläutern? Wieso sollte es einen Router kümmern, wie die Netze/Hosts binär durchnummeriert sind, wenn ansonsten die IP-Regeln eingehalten werden?

Lerne gerne neue Tricks!

Wissbegierige Grüße
Stefan

gg ich bin auch nicht ganz schlau draus geworden! :wink:

aber Danke für eure Hilfe. Nachdem ich den alten Server durch ein Löschen eines Routeeintrages zerschossen hatte :wink: geht nun alles, auch das pingen, danke noch mal an alle die geholfen haben!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Genau um diese IP-Regeln geht es.
Also deine 100er Subnet-IP sieht binär so aus: 01100100
Deine 50er Subnet-IP sieht binär so aus: 00110010
Selbst ein Laie erkennt jetzt, dass es die gleiche Zeichenkette ist nur eben um eine Stelle verschoben.
Soweit so gut.
Da ich hier keine Lehrstunde in TCP/IP und CSMA-CD halten will sage ich nur, dass es durchaus - aufgrund des Linuxtypischen Paritätsbits - zu einer Verschiebung um eine Stelle kommen kann. Was haben wir dann?
Genau! Einen IP-Konflikt der eignetlich keiner ist und somit nicht angezeigt wird. Aber dazu führt, dass ein Rechner ausm Netz fliegt. Aus diesem Grund lernt jeder Netzwerker im 1.Lehrjahr die Subnet-IP’s Kolonnenweise zu entleihen.

Sorry wenn es sich etwas Oberlehrerhaft anhört, aber irgendwie musst’s schnell gehen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Da ich hier keine Lehrstunde in TCP/IP und CSMA-CD halten will

Och, nur zu… :wink:

sage ich nur, dass es durchaus - aufgrund des Linuxtypischen
Paritätsbits - zu einer Verschiebung um eine Stelle kommen
kann.

Das muss dann aber ein sehr linuxspezifisches Problem sein. Davon habe ich nämlich wirklich (und ich beschäftige mich wirklich schon einige Zeit mit Routern) noch nie was gehört.

Genau! Einen IP-Konflikt der eignetlich keiner ist und somit
nicht angezeigt wird. Aber dazu führt, dass ein Rechner ausm
Netz fliegt. Aus diesem Grund lernt jeder Netzwerker im
1.Lehrjahr die Subnet-IP’s Kolonnenweise zu entleihen.

Ne du, wirklich nicht. Ok, meine Ausbildung ist schon ein wenig her, aber das würde je extreme Einschränkungen bei der Adressvergabe bedeuten. Man müsste das mal durchrechnen, wieviele Adressen noch übrigblieben, wenn man alles auschliest, was durch eine bit-shift entstehen kann.

Nebenbei: du hast oben TCP/IP und CSMA/CD erwähnt. Wo genau findet denn jetzt die mögliche Verschiebung statt? Auf Layer 2 oder 3?

Kannst Du mal Quellen nennen? Das würde mich jetzt wirklich interessieren.

Gruß
Stefan

Das muss dann aber ein sehr linuxspezifisches Problem sein.
Davon habe ich nämlich wirklich (und ich beschäftige mich
wirklich schon einige Zeit mit Routern) noch nie was gehört.

Siehe Handbuch Suse Linux >7.1

Nebenbei: du hast oben TCP/IP und CSMA/CD erwähnt. Wo genau
findet denn jetzt die mögliche Verschiebung statt? Auf Layer 2
oder 3?

Data Link Layer (2)

Kannst Du mal Quellen nennen? Das würde mich jetzt wirklich
interessieren.

http://w3.siemens.de/solutionprovider/_online_lexiko…

http://www.lanline.de/html/lanline/lexikon/lex/parit…

moings…

Das muss dann aber ein sehr linuxspezifisches Problem sein.
Davon habe ich nämlich wirklich (und ich beschäftige mich
wirklich schon einige Zeit mit Routern) noch nie was gehört.

Siehe Handbuch Suse Linux >7.1

aehm…

waers zuviel verlangt, das mal hier zu zitieren, ich hab grad kein
SuSe Handbuch 7.1 zur Hand, ich könnte dich höchstens mit SuSe 6.3
Handbüchern bewerfen…

Nebenbei: du hast oben TCP/IP und CSMA/CD erwähnt. Wo genau
findet denn jetzt die mögliche Verschiebung statt? Auf Layer 2
oder 3?

Data Link Layer (2)

Ahja, IIRC ist das dann CSMA/CD, wärst du mal bitte so net und zeigst
mir dein Parity-Bit in einem Ethernet-Frame…
Ich finde da nur den CRC-32…

Achja und im IP-Datagram werde ich auch nicht so recht fündig…
OK, den CRC-16 find ich schon… :smile:

Kannst Du mal Quellen nennen? Das würde mich jetzt wirklich
interessieren.

http://w3.siemens.de/solutionprovider/_online_lexiko…

http://www.lanline.de/html/lanline/lexikon/lex/parit…

Wenn ich das auf die Schnelle richtig erkannt habe reden die beide
über eine RS-232-Verbindung [dürfte zumindest das häufigste Beispiel
dafür sein]…

Kannst du bitte das Problem nochmal etwas ausführlicher erläutern…

Servutz
Stephan

Kannst du bitte das Problem nochmal etwas ausführlicher
erläutern…

Nur in soweit als dass es Tatsache ist, dass Linux dem Ethernetdatenpaket ein Paritätsbit voranstellt. Laut Datenkapselungsregel sollte (nicht muss) - sodenn es gebraucht wird - dieses bit hinten angehängt werden.
Gehts verloren ist es an sich nicht schlimm, da es auf beiden seiten weg ist. Aber wenn durch das daraus resultierende bit-shift eine IP-Adresse herauskommt, welche bereits verwendet wird, ist der Host nicht mehr Netzwerk.
Der Versuchsaufbau ums zu beweisen ist denkbar einfach:
Du nimmst 8 Oszilloskope die mittels Induktionszangen je eine Ader des Netzwerkkabels (Kupfer nicht LWL) abtasten und du wirst sehen, dass ein Byte 9 bit hat! Nach ner Datenkollision aber nur mehr 8.
Soll heissen, wenn du deine 50er und 100er IP weiterhin verwendest, dann wird nach der nächsten Datenkollision dein Host wieder verschwunden sein, weil dein Router in seiner Routingtabelle keine 2 Hosts unter einer Adresse führt. Löscht du dann wieder die Routingtabelle, funzt alles wie vorher.

So nu is aber genuch damit. Die Sache ist off Topic.

Servus
Olaf

Du nimmst 8 Oszilloskope die mittels Induktionszangen je eine
Ader des Netzwerkkabels (Kupfer nicht LWL) abtasten

Ich lach’ mich schlapp! Mindestens die Hälfte Deiner Oszis werden sich aber extrem langweilen…

Gruß
Stefan

moings…

Nur in soweit als dass es Tatsache ist, dass Linux dem
Ethernetdatenpaket ein Paritätsbit voranstellt. Laut
Datenkapselungsregel sollte (nicht muss) - sodenn es gebraucht
wird - dieses bit hinten angehängt werden.

Zu welchem Zwecke sollte ein Ethernetpaket denn mit einem Paritätsbit
versehen werden???
Zur Validierung hab ich doch schon den CRC-32 drin…

Gehts verloren ist es an sich nicht schlimm, da es auf beiden
seiten weg ist.

Hmm, wenns dann auch noch egal ist, wenn ichs unterwegs verliere,
wozu sollte ich es dann vorher extra anfügen???

Du nimmst 8 Oszilloskope die mittels Induktionszangen je eine
Ader des Netzwerkkabels (Kupfer nicht LWL) abtasten und du
wirst sehen, dass ein Byte 9 bit hat! Nach ner Datenkollision
aber nur mehr 8.

Hmm, kann ich die 8 Oszilloskope auch durch meinen Agilent 1683AD
Logic-Analyzer ersetzen???
Aber so macht der Versuch eh keinen Sinn, der Einfachheit halber
wollen wir uns mal Ethernet 100Base-TX anschauen:
Es werden von unserem Kabel [4-Adernpaare] nur 2 Adernpaare verwendet,
1 Adernpaar zum Senden, das andere zum Empfangen, es genuegt also
völlig, wenn wir uns das Paar zum Senden anschauen, und dabei genuegt
es, wenn wir uns nur eine Ader anschauen. Insofern können wir uns
also mit einem einzigen Oszilloskop begnuegen, aber es muss schon ein
recht fixes sein, nachdem die Daten da mit einer Frequenz von 125 MHz
rumsausen…
Soweit so gut, nun muss ich mir erstmal darüber im Klaren sein, was
ich überhaupt auf der Leitung erwarte. Es wäre illusorisch anzunehmen,
ich könnte auf der Leitung das Datenpaket direkt sehen. Wie man weiß,
oder in einem beliebigen Standardwerk über Ethernet [z.B. Fast Ethernet
von Rich Seifert, oder auch Gigabit Ethernet (ISBN: 0201185539 Buch anschauen) von
Rich Seifert] nachlesen kann, wird bei 100Base-TX das Datenpaket auf
der Leitung mittels der 4B/5B-Codierung codiert; das heißt jedes
Nibble [4-Bit] wird in 5-Bit umgewandelt. Das heißt jedes Byte besteht
aus zwei 5-Bit-Blöcken. Davon rührt auch der 125 MHz Takt auf der
Leitung her. Soweit zur Messung…
Wenn ich jetzt also wissen will, was das gemessene Bitmuster bedeutet
muss ich also zuerst die 5-Bit-Blöcke wieder in 4-Bit-Blöcke umcodieren.
Und dann kann ich mir da mein Ethernetpaket draus zusammenbauen, und
die ersten 7 Byte stellen die Präambel dar, das ist eine „10“ Bitfolge,
danach kommt der Start-of-Frame-Delimiter mit dem Bitmuster „10101011“
was davor ist, ist dem Ethernetcontroller so ziemlich egal.
Und am Ende kommt dann noch die CRC-32-Prüfsumme, nach dieser bricht
der Controller wieder ab, bzw. wartet auf einen neuen SFD…

Soviel mal zum Ethernet…

Warum bei einer Kollision allerdings ein Bit verloren gehen soll, ist
mir dann doch ein Rätsel, andererseits ist das eh egal, weil nach
einer Kollision wird der entsprechende Ethernetframe nicht weiter
bearbeitet und nochmals übertragen. Eine Kollison kann also nichts
mit irgendeiner Datenänderung zu tun haben.

So nu is aber genuch damit. Die Sache ist off Topic.

Mitnichten, das Brett heißt schliesslich „Netzwerke“…

Servutz
Stephan

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Ich lach’ mich schlapp! Mindestens die Hälfte Deiner Oszis
werden sich aber extrem langweilen…

Logo, aber um eine lückenlose Dokumentation zu gewährleisten musst du alles protokollieren.

Servus
Olaf

Logo, aber um eine lückenlose Dokumentation zu gewährleisten
musst du alles protokollieren.

Jetzt wirds wirklich albern! Für eine Dokumentation hängst du also ein Oszi an eine nicht benutze Ader, ja? Willst Du dann nicht noch ein neuntes Oszi an den Mantelschirm hängen? Könnte ja sein, dass Dein ominöses Parity-Bit nur falsch abgebogen ist… :wink:

(Und den ganzen Aufbau fotografieren wir dann und schicken ihn mal an die Jungs von Fluke. Damit die mal sehen, wie man es richtig macht!)

Ne, ernsthaft: entweder wir reden hier im Augenblick in biblischem Ausmaß aneinander vorbei, oder Du willst uns alle etwas verspätet in den April schicken.

Linux bastelt sich also am IEEE - Standard vorbei sein eigenes proprietäres Ethernet-Frame zurecht und bei einer Collision geht ein bit von diesem Frame verloren (hatte das „CD“ vom CSMA/CD grade seinen freien Tag?),… - ich bitte Dich!?!

Ich würde sagen, wir lassen es. Wenn ich irgendwann mal auf ein Netz mit kreativen Adressvergaben stosse, werde ich wissen „Olaf was here“. Und wenn in naher Zukunft die Netze von uns allen anderen zusammenbrechen, wissen wir wenigstens, woran es liegt.

Gruß
Stefan