Netzwerkadministrator

Von: , Frage gestellt am Di, 14. Sep 1999

Hi Leute,

wenn man sich um Netzwerke kümmert ist man doch Netzwerkadministrator, oder ? (also als Berufsbezeichnung). Was genau muß ein solcher tun, nur verwalten oder auch den Aufbau von neuen Netzen planen? Wo kann man später arbeiten und wieviel verdient man so im Schnitt??
Thanks für eure Antworten.
Ciao, Nora

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Netzwerkadministrator

    Olà
    wie in der ganzen Informatik sind die Berufsbegriffe relativ schwammig und lassen nicht immer erkennen was da zu tun ist. Je grösser die IS Struktur einer Firma ist, umso mehr werden die Aufgaben an Spezialisten ausgelagert (z.B. Sicherheit, Projektierung,..).
    Allgemein kümmert sich ein Net-Admin um Sicherheit, Erweiterungen, Pflege, Installationen, Dokumentationen, Verkabelung, Support, Planung, Ausbau, Troubleshooting, Einführung, Ablösung, Segementierung,....ALLER Kommunikationskomponenten.
    Arbeiten kannst Du in einer IT-Service Firma, in einer Firma mit eigener IS-Struktur oder als Selbständigerwerbende oder....
    Verdienst? Je nach Qualifizierung, Praxiserfahrung und Grösse der Firma.
    (ab ca. 4500 bis ?)
    Aber ein bisschen mehr dürfte es immer sein, oder?
    Cheers
    Andrea [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
      Re^2: Netzwerkadministrator

      Hi,

      erst mal danke für deine genaue Beschreibung. Aber ein paar Fragen hab ich noch: was genau versteht man unter Projektierung, was unter Dokumentation, was unter Ablösung und was unter Segmentierung? Der Rest, den du schriebst, ist mir eigentlich recht klar. Zum Verdienst: klar dürfte es immer ein bißchen mehr sein :-), aber 4500 (Brutto nehme ich mal an), ist doch ganz okay für den Anfang finde ich.
      Ciaoi, Nora

      • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
        Re^3: Netzwerkadministrator

        Moin Nora,

        Vielleicht kann ich ein wenig Klarheit bringen (ich bin z.Zt. NetzAdmin bei 'nem kl. Provider)...
        - Projektierung: darunter versteht man meist die Planung des Einsatzes neuer Komponenten oder das Umruesten bestehender. Das Ganze muss im Normalfall sorgfaeltig geplant und durchdacht sein, man meist das Netz nicht abschalten, umbauen und wieder anwerfen kann (da wuerden sich einige bedanken ;) Ausserdem sind bestimmte Massnahmen nur zu bestimmten Zeiten moeglich (etwa Backup nachts, wenn auf dem Netz weniger los ist).
        - Dokumentation: Hardware, Strukturen und Zusammenhaenge sollten eigtl. genau dokumentiert sein (was laeuft da wo, mit wem zusammen, wann, wie, ...) um einen Ueberblick zu haben und v.a. externen Leuten die Einarbeitung zu erleichtern (etwa wenn mal ein ext. Techniker was installieren soll...).
        - Abloesung: Bauteile, Komponenten veralteren oder sind einfach aus anderen Gruenden nicht mehr laenger nutzbar, weswegen sie ausgetauscht werden muessen.
        - Segmentierung: da geht's jetzt ein wenig in die Technik...theoretisch kann man alle Rechner/Server einfach mit 'nem Kabel verbinden. Problematisch wird die Sache, wenn z.B. das Kabel an einer Stelle ausfaellt - Netz ist tot ;(
        Ausserdem teilen sich alle Systeme die Netzbandbreite (die Menge der max. moegliche n Datenuebertragungen); d.h. je mehr Rechner, desto weniger bleibt fuer jeden uebrig --> das Netz wird langsamer. Segmentierung heisst jetzt, teilen in Abschnitte/Segmente (faellt ein Segment aus, funktionieren die anderen noch; die Bandbreite wird "nur" noch unter den Rechner in einem Segment geteilt), die meist ueber einen sog. Switch miteinander verbunden sind. Also quasi lauter kleine verbundene Netzwerke.

        Gruss,
        Gizmo. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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