Ich habe mir gedacht für meine Netzwerkpartys einen Gigabit Switch anzuschaffen sozusagen als Verteilerswitch für meine 100 Megabit Switches. 5 Ports würden dafür ausreichen, hab auch schon nachgesehen was die so kosten. Jetzt meine Frage.
Ich denke dass ein Gigabit Switch als Verteilerswitch besser geeignet ist als ein Megabit Switch da die max. Bandbreite wesentlich höher ist und so kein Flaschenhals entsteht.
Liege ich damit richtig oder könnte ich genauso einen Megabit Switch hernehmen?
Und ich denke mal ein Gigabit Switch ist viel zeitgemäßer, sollte man sich heute überhaupt noch einen Megabit Switch zulegen oder ist das reine Geldverschwendung?
Hallo,
es ist keineswegs so, dass ein Megabit-Switch nur mit 100 MBit routet, die interne („Backplane“) Geschwindigkeit sollte erheblich höher sein. Den befürchteten Flaschenhals sollte es bei einem ordentlich ausgelegten Switch/Router also garnicht geben. Andererseits gilt das für GBit genauso, der GB-Switch müsste intern so schnell sei, dass er mit 100MBit-Anschlüssen garnicht ausgelastet werden kann. Genaueres müsste darüber in den Datenblättern stehen.
Wenn ich in meinem bisherigen Dasein als IT-Betreiber und Berater etwas auf Vorrat besser/grösser als benötigt gekauft habe, ist das meistens umsonst gewesen - bis der Bedarf gewachsen war, hat sich auch eine neue Entwicklung ergeben, so dass die Zusatzinvestition umsonst war. Beispiel: was hättest du vor 2-3 Jahren als Grafikkarte auf Vorrat beschafft, und könntest du sie heute noch einsetzen? Wahrscheinlich hättest du nicht mal mehr einen passenden Slot dafür.
Gruss Reinhard
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Moien
Wenn ich das richtig sehe soll der GBit Switch in die Mitte eines sternförmigen Netzwerk kommen, ja ?
Das lohnt sich nur wenn alle Leitung vom/zum GBit Switch auch tatsächlich auf GBit laufen. Also nur wenn die Switches aussenrum einem GBit Uplink Port haben.
cu
Wenn ich das richtig sehe soll der GBit Switch in die Mitte
eines sternförmigen Netzwerk kommen, ja ?
Ja ist richtig so.
Ich will dort nur meine anderen Switches anstecken.
Das lohnt sich nur wenn alle Leitung vom/zum GBit Switch auch
tatsächlich auf GBit laufen. Also nur wenn die Switches
aussenrum einem GBit Uplink Port haben.
Ja gut danke. Ist glaube ich nicht der Fall aber ich schau mal nach.
Sind ja nur 10/100 MBit Switches die anderen.
Wenn ich jetzt aber angenommen einen 10/100 MBit Switch als Verteiler nehmen würde und dort einen 1000 MBit Switch dranhänge, kann dieser dann noch mit 1000 MBit arbeiten oder bekomm ich da Probleme?
Und brauche ich dann spezielle Patchkabel?
Im Moment arbeite ich nur mit CAT5 die ja meines Wissens für 100 MBit ausgelegt sind oder vielleicht teilweise auch etwas mehr da sie besser geschirmt sind.
Wenn ich mir so einen Switch zulege, möchte ich ja Nutzen daraus ziehen.
Schonmal danke im Vorraus, ich habe gesehen du hast Ahnung davon.
Hallo,
wie auch Pumpkin festgestellt hat, nützt der GBit-Switch nur was, wenn auch die Zuleitungen auf Giga laufen. Die vernünftigste Zusammenstellung wäre, 100 MB-Switches anzuschliessen, die ein GigaBit-Uplink haben. Dann hättest du ein sternförmiges GBit-Backbone, aber wenn deine 10/100 er das nicht haben, kommt die Empfehlung zu spät.
Andere Möglichkeit: du betreibst zentral einen Server und möchtest den an das Netz ankoppeln, aber erstens muss der dann die GBits auch liefern können und zweitens bleibt das Problem das gleiche: wenn die Zuleitungen nicht GBit sind, läuft der Switch effektiv auch nur als 100MB-Switch mit einem GBit-Uplink zum Server. Meiner Ansicht nach sollte eine Switch immer ein Uplink der nächsthöheren Klasse haben, sofern es überhaupt ein übergeordnetes Backbone gibt.
Cat5-Kabel sind nicht von vornherein für GBit geeignet, es gibt Untergruppen wie CAT5E, und es müsste in der Spezifikation eben drinstehen „geeignet für Gigabit Ethernet 1000 Base T“ oder „Frequenzbereich bis 350 MHz“. Neue Kabel werden generell geeignet sein, aber bei alten Kabeln, die irgendwo in einer Kiste herumliegen, könnte das anders sein. Allerdings gehen die Spezifikationen von 100 m Verbindung aus zusammengesetzt aus Verlegekabel, 2 Dosen und 2 Patchkabeln. Wenn du sowieso nur mit Patchkabeln verteilst, sind kaum Probleme zu erwarten.
Gruss Reinhard
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Hallo Reinhard,
sorry das ich dich korrigiere.
Aber ich halte Terminologie für sehr wichtig.
es ist keineswegs so, dass ein Megabit-Switch nur mit 100 MBit
routet,
Ein Switch ist eine Netzwerkkomponente die auf Layer 2 (OSI) arbeitet.
Routing ist ein Fachwort das dem Layer 3 (OSI) zugeordnet ist.
-> Ein Switch kann daher nicht routen.
Wenn man einsteigern die falschen Fachwörter nennt, werden sie diese uübernehmen und das halte ich für kontraproduktiv.
müsste intern so schnell sei, dass er mit 100MBit-Anschlüssen
garnicht ausgelastet werden kann. Genaueres müsste darüber in
den Datenblättern stehen.
Von der Theorie sollte dem so sein, ich würde aber Wetten das es Firmen gibt die einen Switch einen Gbit Port spendieren ohne das die Backplane dafür ausgelegt ist. Und ihn dann trotzdem Gigabit Switch nennen.
-/
polarix
Hallo Reinhard,
sorry das ich dich korrigiere.
Aber ich halte Terminologie für sehr wichtig.es ist keineswegs so, dass ein Megabit-Switch nur mit 100 MBit
routet,Ein Switch ist eine Netzwerkkomponente die auf Layer 2 (OSI)
arbeitet.
Routing ist ein Fachwort das dem Layer 3 (OSI) zugeordnet ist.
-> Ein Switch kann daher nicht routen.
Hallo,
das ist zweifellos korrekt, aber switchen ist nicht nur ein unschönes Wort, es erweckt meiner Meinung nach auch einen falschen Eindruck von den Vorgängen im Switch - besonders der Verweis auf eine Backplane-Geschwindigkeit macht wenig Sinn, wenn ich mir eine direkt geschaltete Verbindung von Port A nach B vorstelle. Also dein Vorschlag dazu: was tut ein Switch intern?
(Das soll keine Zurückweisung einer Kritik sein, mir fällt einfach kein guter Begriff dazu ein).
Von der Theorie sollte dem so sein, ich würde aber Wetten das
es Firmen gibt die einen Switch einen Gbit Port spendieren
ohne das die Backplane dafür ausgelegt ist. Und ihn dann
trotzdem Gigabit Switch nennen.
Intern sollte es schon erheblich schneller gehen als an einem Port, aber wenn ein 16er 100MBit-Switch nur mit 12 mal 100 MBit arbeitet, wird man das in der Praxis kaum feststellen können. Wenn er nur mit 200 oder 300 MBit arbeitet, würde ich mich schon beschissen fühlen. Letzlich gilt wohl, was im Datenblatt steht, und wer das nicht beachtet, ist selbst schuld.
Gruss Reinhard
Moin Reinhard,
das ist zweifellos korrekt, aber switchen ist nicht nur ein
unschönes Wort, es erweckt meiner Meinung nach auch einen
falschen Eindruck von den Vorgängen im Switch
switchen hört sich im deutschen Sprachraum in Tat nicht sehr schön an. 
Anyway routen ist noch viel fälscherer
*scnr*
Forwarding -> Weiterleitung ist IMHO passend.
Switching -> Vermittelung ist auch passend.
Der Rückschluss das weiterleiten im englischen auch „to route“ bedeutet ist in diesem Fall nicht passend.
Verweis auf eine Backplane-Geschwindigkeit macht wenig Sinn,
wenn ich mir eine direkt geschaltete Verbindung von Port A
nach B vorstelle. Also dein Vorschlag dazu: was tut ein Switch
intern?
Er leitet oder vermittelt Ethernet Frames (Rahmen).
(Das soll keine Zurückweisung einer Kritik sein, mir fällt
einfach kein guter Begriff dazu ein).
Habe ich auch nicht so verstanden. 
Intern sollte es schon erheblich schneller gehen als an einem
Port, aber wenn ein 16er 100MBit-Switch nur mit 12 mal 100
MBit arbeitet, wird man das in der Praxis kaum feststellen
können. Wenn er nur mit 200 oder 300 MBit arbeitet, würde ich
mich schon beschissen fühlen. Letzlich gilt wohl, was im
Datenblatt steht, und wer das nicht beachtet, ist selbst
schuld.
It depends.
Ich denke der durchschnittliche User wird nicht mal feststellen wenn die Backplan nur 100Mbit verkraftet.
Ein Catalyst 4506 (Supvisor Engine V) von Cisco brings es zum Beispiel auf eine interene Forwarding Leistung von bis zu 96 Gbit/s.
Die Backplane (Chassi) stellt aber jedem Slot nur 6 Gbit/s bereit.
Wenn also in einem Slot eine 48 Port Karte gesteckt wird, teilen sich also 8 Ports die Maximale Bandbreite von 1 Gbit/s.
Im schlimmsten Fall würden sie also nur 125 Mbit/s zu Verfügung haben.
Dieser Fall sollte aber höchst unwahrscheinlich sein.
Wenn also ein 50000 Euro Switch gerade mal 6 Gbit/s auf der Backplane bereitstellt, dann stellt sich die Frage wie hoch die Leistung wohl bei einem billig Switch ist.
Ich habe dabei bewußt die Module interene Weiterleitung verschwiegen.
polarix