Wo ist der Flaschenhals?

Hallo zusammen,

mein Heimnetzwerk sieht wie folgt aus:

DSL-Modem

fli4l-Router

8-Port-Switch/

4 PCs / WRT54G mit einem weiteren PC und Wlan-Notebook

Der WRT54 ist als Access-Point und Switch genutzt (nicht als Router )

Bisher war die Verbindung DSL-Modem zum Router als 10 MBit ausgeführt. Da ich nun von DSL4000 auf DSL18000 umgestellt habe (Info des Provider-Technikers: Das Modem kommunziert mit der Gegenstelle mit rund 17 Mbit/s), habe ich die Verbindung DSL-Modem zum Router auf 100 Mbit/s umgestellt.

Irgendwo haperts jetzt. Ich bekomme aus dem Netz zu den Rechnern im Schnitt rund 3000 Mbit/s down und 1000Mbit/s up (up ist ok). Ping ist mit rund 15ms auch ok. Nur der Download quietscht halt.
Ich habe testweise das DSL-Modem an einen Rechner direkt angeschlossen und einen Download von rund 13000 Kbit/s bekommen.

Ich halte es für möglich, dass ich mein Netzwerk schmutzig ausgelegt habe (softwaremäßig). ZB kann es sein, dass da Netzwerkkarten ständig damit beschäftigt sind, sich darauf zu einigen, wie sie denn kommunizieren sollen.
Weiterhin kann es sein, dass der Router zu sehr heruntergetaktet ist. Bevor ich mich aber daran mache, stellt sich für mich aber folgende Frage:

Ich bin mir aber nicht sicher, wie hoch die Datenübertragung grundsätzlich über einen Switch sein kann bzw. soll. Drosselt ein Switch den Datenfluss? Oder läßt der von jedem Port zu jedem die volle 100Mbit/s durch, auch wenn alle ausgelastet sind?

Gruß
Tefan

Hallo,

Ich halte es für möglich, dass ich mein Netzwerk schmutzig
ausgelegt habe (softwaremäßig). ZB kann es sein, dass da
Netzwerkkarten ständig damit beschäftigt sind, sich darauf zu
einigen, wie sie denn kommunizieren sollen.

ja, autoneg kann zu solchen Problemen führen. Schalte das mal versuchsweise ab und setzt 100/FD manuell.

Weiterhin kann es sein, dass der Router zu sehr
heruntergetaktet ist. Bevor ich mich aber daran mache, stellt
sich für mich aber folgende Frage:

Das ist je nach verwendeter Hardware auch gut möglich. Bei Billig-NICs muss die CPU schon nennenswerte Arbeit übernehmen.

Ich bin mir aber nicht sicher, wie hoch die Datenübertragung
grundsätzlich über einen Switch sein kann bzw. soll. Drosselt
ein Switch den Datenfluss? Oder läßt der von jedem Port zu
jedem die volle 100Mbit/s durch, auch wenn alle ausgelastet
sind?

Aktuelle Switches, selbst die billigen kleinen, sollten das in der Größenordnung auf jeden Fall können.

Gruß,

Malte

Hallo Tefan!

99% Wahrscheinlichkeit darauf, das dein Router zu langsam ist. Viele ältere Geräte können einfach nicht über 6000.

ZB kann es sein, dass da Netzwerkkarten ständig damit beschäftigt
sind, sich darauf zu einigen, wie sie denn kommunizieren sollen.

Normalerweise nicht. Autonegotiation findet einmal statt, wenn der Rechner eingeschaltet wird, dauert eine zehntel Sekunde und dann steht die Verbindung.
Was nicht bedeuten soll, das es nicht vieleicht die eine oder andere Switch/Netzwerkkarten-Kombination gibt, die da Blödsinn macht, aber das wäre nur das fehlende 1% Wahrscheinlichkeit.

Aber wenn du normal mit mehreren MB/s übers Netzwerk kopieren kannst, dann ist da alles in Ordnung.

Ich bin mir aber nicht sicher, wie hoch die Datenübertragung
grundsätzlich über einen Switch sein kann bzw. soll. Drosselt
ein Switch den Datenfluss? Oder läßt der von jedem Port zu
jedem die volle 100Mbit/s durch, auch wenn alle ausgelastet
sind?

Das sollte heutztage auch der billigste Switch bringen. Auch hier: wenn du normal über’s Netzwerk kopieren kannst, sollte dein Internet mit Fullspeed rennen. Ist ja noch nicht mal ein Fünftel dessen, was dein Netzwerk bringen sollte.

lg, mabuse

Danke für die Antworten
Danke für die Antworten.

Ich werde es wahrscheinlich auf sich beruhen lassen.
Ich habe folgendes versucht:
Den Router von 133MHz auf 230MHz beschleunigt. _Einen_ Rechner ohne Switch direkt an den Router: Downloadrate ca. 12 MBit/s. Diesen einen Rechner an den Switch, alle anderen (bis auf den Router) abgestöpselt. Downloadrate 6 kb/s.
Ich hab´ die Faxen dicke und lass es so, wie es ist. Komme rund auf 5 MBit/s Down. Damit solls gut sein.

Es gibt eben ungelöste Rätsel der Menschheit ;o))

Gruß
Tefan

Moin Tefan

Ich hab´ die Faxen dicke und lass es so, wie es ist. Komme
rund auf 5 MBit/s Down. Damit solls gut sein.

Wieso solltest du für 16 MBit bezahlen, aber nur 5 davon nutzen?

So wie ich die Sache verstanden hab, hast du da einen alten Pentium o.ä. per Software zum Router ausgebaut?

Mein Rat wäre, kauf dir einen richtigen, dedizierten Router.

  1. Hast du die volle Geschwindigkeit
  2. Kannst du wahrscheinlich den Switch auch gleich entsorgen, moderne Router haben i.A. mindestens einen 4-Port-Switch mit an Bord, evtl. gibt’s auch welche mit mehr Ports.
  3. Haben einige Router mittlerweile sogar GB-Ethernet (auf der Switch-Seite), womit du nach und nach dein Netzwerk mal auf Trab bringen kannst.
  4. Spart du Strom. Router zieht so 6-10 W, je nach Typ und Hersteller, dein Rechner dürfte Minimum das Dreifache verbraten. Wenn du 20 W einsparen könntest (halte ich für durchaus realistisch), dann sind das gut 35 Euro im Jahr. Damit rentiert sich ein 80-Euro-Router schon nach weniger als drei Jahren. Früher, wenn du wirklich den Switch auf Eis legen kannst, der zieht ja schließlich auch Saft.
  5. Haben einige moderne Router auch ein Traffic-Shaping an Bord. Ich möchte das nicht mehr missen!
  6. Hast du je nach Router auch gleich ein WLAN. Egal, ob du das jetzt brauchst oder erst mal abschaltest, es ist erst mal da und kann bei Bedarf einfach angeworfen werden.

Denk mal in Ruhe drüber nach!

lg, mabuse

Guter Tipp :o)
Jupp, und zwar noch nicht mal einen Pentium, sondern einen AMD K6-2. Das Thema Stromsparen ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Allerdings mag ich die Möglichkeiten meines Routers (www.fli4l.de) nicht mehr missen. Er ist Faxempfänger, Telefonmonitor, Zeitgeber für alle anderen Computer, DynDNS-Aktualisierer und gelegentlich digitaler Anrufbeantworter.
Der Blick in mein Notebook „Wer hat denn alles angerufen?“ ist nach dem Nach-Hause-kommen mittlerweile obligatorisch.
Deine Argumente sind allerdings nicht von der Hand zu weisen.

Ich geh´ noch mal in medias res und guck dann mal weiter.

Gruß
Tefan

Jupp, und zwar noch nicht mal einen Pentium, sondern einen AMD
K6-2.

Ah. Dann seh ich dein Problem.
Du bist noch auf den Cache auf dem Motherboard angewiesen.

Wenn du auf eBay günstig einen schiessen kannst, dann bohr mal auf einen K6-3 auf. Mehr Arbeitsspeicher kannst du gleich mitbestellen.

Neben der höheren Taktfrequenz bringt der K6-3 vor allem einen Second-Level-Cache in der CPU mit - und der wird mit der vollen Taktfrequenz der CPU betrieben. Und der Geschwindigkeitsgewinn dadurch ist mindestens ebenso groß wie der Gewinn durch die höhere Taktfrequenz.
Außerdem hat der Cache-Controller in der K6-3-CPU eine dramatisch größere cacheable Area (ich meine 4 GB) als die damaligen Motherboard-Chipsätze, die meist schon bei 64 MB die Backen zusammengekniffen haben. Und bei 15 MB/s sind 64 MB cacheable RAM mächtig dünn, da wirst du mir zustimmen :wink:

Allerdings mag ich die Möglichkeiten meines Routers
(www.fli4l.de) nicht mehr missen. Er ist Faxempfänger,
Telefonmonitor, Zeitgeber für alle anderen Computer,
DynDNS-Aktualisierer und gelegentlich digitaler
Anrufbeantworter.

Naja, auch wenn du dir einen „richtigen“ Router kaufst, hindet dich doch niemand daran, ihn weiter zu betreiben. Benenn ihn von „Router“ einfach auf „Webserver“ um. Ich hab mir auch für ähnliche Aufgaben (okay, bei mir eher Beutezentriert: torrent, RSD, FTP-Server, eBay-Sniper) einen speziellen Rechner zusammengestellt und ihn auf niedrigsten Energieverbrauch getrimmt (Via C3 Ezra).

lg, mabuse