ich stehe vor folgender Frage: Im Zuge einer Altbausanierung könnte ich auch alle Zimmer mit Netzwerkdosen verkabeln lassen. Mit einer Kat.7 Datenleitung und Kat.6 Anschlussdosen würde mich das rund 1000 Euro kosten.
Den Gedanken, eine schnelle, stabile und strahlungsfreie Netzanbindung zu haben, finde ich schon verlockend. Nur frage ich mich, ob nicht auch WLAN reicht. Das ist natürlich viel billiger und flexibler - ich werde sicher auch im Zukunft mal mit Notebook auf dem Balkon oder im Garten sitzen (also ohne Buchse).
Konkret: Welche (vielleicht auch zukünftigen) Anwendung funktionieren eurer Meinung nach nicht mit WLAN? Gibt es einen zwingenden Grund für die Verkabelung? Oder kann ich getrost beim Router bleiben, wenn ich bloß übers Netzwerk drucken, online gehen, VoIP-telefonieren, Radio streamen und vielleicht auch mal Filme runterladen will?
Für die eine oder andere Einschätzung oder auch einen Link wäre ich dankbar, habe da leider nicht viel gefunden.
Das geht schon in den Bereich der Philosophie, du wirst wahrscheinlich verschiedene Antworten mit verschiedenen Meinungen hören.
Ich persönlich bevorzuge Kabel gebundene Netze weil sie Störungsunanfälliger und einbruchssicherer sind. Außerdem hast Du überall perfekten Empfang. Wer mit Strahlung argumentiert, den lach ich aus!
WLAN hat natürlich den Vorteil, dass Du in der Wohnung rum laufen kannst ohne ein störendes Kabel zu haben. Stellt sich die Frage wie gut der Empfang in den entsprechenden Räumen wäre wenn Du WLAN anschaffst. Miserabeler Empfang drückt die Stimmung erheblich.
1000€ sind ne Menge Holz. Wenn Du es Dir leisten kannst würd ich es Kabel gebunden machen und für den Garten einen extrem billigen WLAN Router ans Fenster stellen den man nach Bedarf einfach an und aus schaltet(Bist ja nicht das ganze Jahr über im Garten).
… Oder kann ich getrost
beim Router bleiben, wenn ich bloß übers Netzwerk drucken,
online gehen, VoIP-telefonieren, Radio streamen und vielleicht
auch mal Filme runterladen will?
Beim Runterladen kommt es nur drauf an, dass das Netz nicht langsamer ist als der Internetzugang. Probleme mit WLAN ergeben sich erst, wenn du intern Filme oder Fernsehen live übers Netz verteilen willst. Oder du hast eine riesengrosse Wohnung mit Stahlbetonwänden, aber das ist eher selten. Kannst du ja mit einem Notebook vorher testen.
Ich habe Kabel selbst verlegt, aber das ist dann halt Arbeit statt Geld. Kabel würde ich auf jeden Fall empfehlen, wenn zusätzliche Stockwerke ins Spiel kommen.
Ein WLAN-Router mit 300Mbit und guter Sendeleistung wäre natürlich auch nicht zu verachten.
Ich persönlich mag es auch lieber kabelgebunden. Bei mir stellt sich nur die Frage: Ist es ein Desktop-PC? Dann definitiv Kabel! Aber einen Laptop würde ich gerade deshalb, weil er Tragbar ist lieber mit WLAN verbinden. Den kann man dann auch mal anstelle vom Schreibtisch auch auf dem Sofa oder im Bett benutzen.
Welche Internetgeschwindigkeit hast du denn? Ich habe 25mbit und kann keine Einschränkungen feststellen.
€ 1.000,-- ist eine Stange Geld. Was soll den dafür alles gemacht werden? Die Frage stellt sich für mich nämlich weniger nach dem ob, als mehr nach dem was. Eine Mischlösung aus WLAN und LAN macht mE heute im Privathäusern durchaus Sinn. Gerade wenn man nicht selbst verkabeln kann, sondern diese Leistung teuer einkaufen muss. Denn die Kosten entstehen weniger durch das Material als durch die Arbeitszeit.
Ich habe mich zu einem Zeitpunkt entschieden großzügig zu verkabeln, als WLAN noch nicht wirklich eine Alternative war, und habe es bis heute nicht bereut. Allerdings ist das Haus auch riesig, haben wir Kanzleiräume mit dabei, … Bei allen nachfolgenden Sanierungsabschnitten habe ich dann immer auch Cat 5e nachgezogen, und nutze diese Verkabelung insbesondere auch für die Telefone (wobei wir da inzwischen auch überwiegend drahtlos mit DECT arbeiten). Auch fest an einem Ort installierte Geräte nutzen diese. Aber genau da wird es dann spannend, denn die Zahl der Orte an denen ich diese stehen habe ist überschaubar. Das ist der Technik-Raum, wo die Sachen ohnehin direkt miteinander verkabelt sind, das Büro und die Ecke im Wohnzimmer, wo der Sat-Receiver mit Internet-Anschluss und inzwischen auch ein kleiner Wohnzimmer-PC steht. Irgendwann wird auch mal das Kinderzimmer interessant werden, aber that’s it. Und wenn ich mal ausnahmsweise mit dem Notebook im Haus unterwegs bin, dann nutze ich eben das WLAN. Insoweit würde ich mir auch an deiner Stelle überlegen was an Kabeln wirklich Sinn macht.
Vielen Dank so weit schon mal für die Einschätzungen.
Momentan habe ich DSL 6000, ich schätze mal, in der neuen Wohnung wird das ähnlich sein. Und dann die aktuelle Fritzbox dazu, die soll ja 300Mbit schaffen.
Dekstop-PCs haben wir keine im Haushalt, nur Notebooks. Kann höchstens sein, dass mal der Fernseher (oder iMac oder so was in der Art) am Netz hängen wird, TV oder Videos streamen. Würde denn dafür die Fritzbox mit WLAN reichen?
Konkret: Welche (vielleicht auch zukünftigen) Anwendung
funktionieren eurer Meinung nach nicht mit WLAN? Gibt es einen
zwingenden Grund für die Verkabelung?
Zeit meines Lebens waren Netzwerkdosen ausnahmslos dort, wo ich sie nicht gebrauchen konnte. Oder es waren zu wenig. Dann wurde da mit Switches hantiert und noch mehr Kabeln - grauenhaft. Außerdem sind Kabel immer entweder zu kurz oder zu lang.
Für mich kommt daher eine Kabel-Lösung nicht mehr in Frage. Das einzige Problem, das WLAN derzeit noch hat, ist die Geschwindigkeit. Du willst nicht mal eben gigabyteweise Daten per WLAN auf den NAS schaufeln - das macht einfach keinen Spaß. Aber das wird sicherlich alles viel schneller in Zukunft.
€ 1.000,-- ist eine Stange Geld. Was soll den dafür alles gemacht werden?
Schlitze, Kabel, Dosen, Arbeitszeit. Also im Schnitt rund 120€ je Dose, alles inklusive. Viel Geld, wenn man es eigentlich gar nicht braucht. Denn ich gehe mal davon aus, dass WLAN trotzdem die meiste Zeit an sein wird: fürs iPhone, das Internetradio im Bad, das Surfen auf dem Balkon etc.
Aber das wird sicherlich alles viel schneller in Zukunft.
Das ist meine Hoffnung beim WLAN auch. Und wenn man aktuell von einem Internet-Anschluss mit maximal 16 Mbit/s für den Privatgebrauch ausgeht (ich habe in meiner derzeitigen Wohnung nur 6 Mbit), dann müsste ein 300-Mbit/s-Router ja dicke reichen, auch für die nächsten Jahre und auch abzüglich der einen oder anderen Störquelle (Wand, Babyphon, Mikrowelle …)