'Haupt'-IP-Adresse (LAN-Karte vs. Fritz!Card)

Hallo,

ich habe in meinem WinXP-Rechner eine Fritz!Card und eine LAN-karte stecken. Für die LAN-Karte habe ich eine feste IP-Adresse (z.B. 192.168.200.1) vergeben.

XP hat nun für die Fritz!Card auch eine feste IP-Adresse (192.168.125.1) vergeben. Zudem hat XP bei der Fritz!Card einen DNS-Server eingetragen, der sich im selben Adressbereich befindet.

Bei Anfragen scheint nun die IP-Adresse des Fritz!Card als „haupt“-IP-Adresse zu fungieren. Ich möchte aber, daß der Rechner auf Anfragen die Adresse der LAN-Karte als seine Adresse preisgibt.

Wie kann ich das bei XP beeinflussen?
Brauche ich den DNS-Server bei der Fritz!Card?
Wie „finde“ ich den DNS-Server im XP? Kann ich den abschalten?

Vielen Dank schon mal!

Grüße

Josef

Hallo,

ich habe in meinem WinXP-Rechner eine Fritz!Card und eine
LAN-karte stecken. Für die LAN-Karte habe ich eine feste
IP-Adresse (z.B. 192.168.200.1) vergeben.

XP hat nun für die Fritz!Card auch eine feste IP-Adresse
(192.168.125.1) vergeben. Zudem hat XP bei der Fritz!Card
einen DNS-Server eingetragen, der sich im selben Adressbereich
befindet.

Interessant. Bisher ist alles in Ordnung, abgesehen davon, dass ich nicht weiss, ob Du einen eigenen DNS-Server auf Deinem XP hast. Wenn nicht, dann sollte auch keiner angegeben sein. Aber bei der Fritz-Karte sind sowohl IP als auch DNS reine dummy-Werte. Sobald Du Dich einwählst, werden sie entsprechend der Vorgaben Deines Providers neu vergeben.

Bei Anfragen scheint nun die IP-Adresse des Fritz!Card als
„haupt“-IP-Adresse zu fungieren. Ich möchte aber, daß der
Rechner auf Anfragen die Adresse der LAN-Karte als seine
Adresse preisgibt.

Was meinst Du mit Anfragen? Es gibt keine „Haupt-IP“. Der Rechner hat gar keine IP-Adresse. Nur die Schnittstellen haben welche. Und die sollten sich i.d.R unterscheiden.

Wie kann ich das bei XP beeinflussen?

Steht das nicht in der Anleitung? Sonst hilft Dir sicher der Microsoft-Support. Du hast bei XP immerhin stolze zwei Support Anfragen gratis dabei!

Brauche ich den DNS-Server bei der Fritz!Card?

Wenn Du Rechner im Internet erreichen können möchtest, dann ja. Sonst nicht.

Wie „finde“ ich den DNS-Server im XP? Kann ich den abschalten?

Siehe oben.

Gruß

Fritze

Hi,

erst mal Danke für die Antwort.

Was meinst Du mit Anfragen?

Ich habe da z.B. einen IP-Scanner, der als „Basis“ für eine Suche nach IP-Adressen die eigenen IP-Adresse angibt. Tja, und da sehe ich eben die Adresse der Fritz!Card.

Vielleicht ist ja auch alles o.k., aber mich hat das eben irgendwie nervös gemacht. bei Windows weiß man ja nie :wink:)

Probleme habe ich jedenfalls keine. Ich denke, ich lasse alles so wie’s ist.

Jedenfalls noch einmal herzlichen Dank!

Grüße

Sepp

Hi,

erst mal Danke für die Antwort.

Was meinst Du mit Anfragen?

Ich habe da z.B. einen IP-Scanner, der als „Basis“ für eine
Suche nach IP-Adressen die eigenen IP-Adresse angibt. Tja, und
da sehe ich eben die Adresse der Fritz!Card.

Was ist denn ein IP-Scanner? Meinst Du einen Port-Scanner? Dann gibt halt die andere IP-Adresse an. Seit wann wird denn da automatisch etwas vergeben? Hmm … na unter Winblows muss einen nichts wundern.

Was siehst Du denn, wenn Du in einer shell (so einem Kommandofenster) „ipconfig /all“ bzw. „winipcfg /all“ eintippst?

Was siehst Du, wenn Du das gleiche machst, nachdem Du Dich ins Internet eingewählt hast?

Gibt es einen Unterschied?

Gruß

Fritze

Und nochmal Hi,

Der Tip war gut :smile:)

Nach der Einwahl habe ich plötzlich eine Dritte IP-Adresse, nämlich die, die ich vom Provider zugewiesen bekommen habe. Ich habe die Ausgaben unten mal angehängt.

IP-Scanner: Na ja, ich bin halt kein Netzwerkprofi und kenne nicht alle Fachausdrücke :smile:

Ich habe da ein Programm namens „Angry IP Scanner“ „ipscan_1_87“. Das Progrämmchen durchsucht einen IP-Adressbereich nach „aktiven“ IP-Adressen, also Geräten, die vermutlich auf ping antworten. Um die Bedienung zu erleichtern, kann man per Mouseklick „seine“ IP-Adresse in das Eingabefeld für die untere Adresse des Bereichs einfügen lassen.

o.k. und nun die Ausgabe von ipconfig


keine Internet-Verbindung

ipconfig /all

Windows-IP-Konfiguration

Hostname. . . . . . . . . . . . . : pc-buero
Primäres DNS-Suffix . . . . . . . :
Knotentyp . . . . . . . . . . . . : Unbekannt
IP-Routing aktiviert. . . . . . . : Nein
WINS-Proxy aktiviert. . . . . . . : Nein

Ethernetadapter LAN-Karte:

Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
Beschreibung. . . . . . . . . . . : 3Com EtherLink III ISAPNP-Ethernetad
apter (Standard-3C509b)
Physikalische Adresse . . . . . . : 00-60-97-32-23-E3
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 192.168.200.1
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . :

Ethernetadapter Fritz-Card:

Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
Beschreibung. . . . . . . . . . . : AVM FRITZ!web PPP over ISDN
Physikalische Adresse . . . . . . : 00-07-77-64-09-32
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 192.168.120.254
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . :
DNS-Server. . . . . . . . . . . . : 192.168.120.252
192.168.120.253


Verbindung hergestellt

ipconfig /all

Windows-IP-Konfiguration

Hostname. . . . . . . . . . . . . : pc-buero
Primäres DNS-Suffix . . . . . . . :
Knotentyp . . . . . . . . . . . . : Unbekannt
IP-Routing aktiviert. . . . . . . : Nein
WINS-Proxy aktiviert. . . . . . . : Nein

Ethernetadapter LAN-Karte:

Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
Beschreibung. . . . . . . . . . . : 3Com EtherLink III ISAPNP-Ethernetad
apter (Standard-3C509b)
Physikalische Adresse . . . . . . : 00-60-97-32-23-E3
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 192.168.200.1
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . :

Ethernetadapter Fritz-Card:

Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
Beschreibung. . . . . . . . . . . : AVM FRITZ!web PPP over ISDN
Physikalische Adresse . . . . . . : 00-07-77-64-09-32
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 192.168.120.254
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . :
DNS-Server. . . . . . . . . . . . : 192.168.120.252
192.168.120.253

PPP-Adapter NGI:

Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
Beschreibung. . . . . . . . . . . : WAN (PPP/SLIP) Interface
Physikalische Adresse . . . . . . : 00-53-45-00-00-00
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 62.54.15.167
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.255
Standardgateway . . . . . . . . . : 62.54.15.167
DNS-Server. . . . . . . . . . . . : 195.71.232.99
193.189.224.4
NetBIOS über TCP/IP . . . . . . . : Deaktiviert

Grüße und Danke

Josef

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

gleich noch eine Info hinterher:

Ich habe in den „Netzwerkverbindungen“ von WinXP nun gesehen, daß die Fritz!Card anscheinend als zweite LAN-karte angesehen wird. Ich habe diese nun „deaktiviert“ und siehe da, es funktioniert trotzdem noch alles (auch die Einwahl via ISDN).

Was bedeutet dann dieser Eintrag eigentlich?
Was bewirkt er?

Grüße

Josef

[…]

Ich habe in den „Netzwerkverbindungen“ von WinXP nun gesehen,
daß die Fritz!Card anscheinend als zweite LAN-karte angesehen
wird. Ich habe diese nun „deaktiviert“ und siehe da, es
funktioniert trotzdem noch alles (auch die Einwahl via ISDN).

Das stimmt nicht ganz. Eine automatische Einwahl (dial on demand) sollte eigentlich nicht mehr funktionieren.

Für das Betriebssystem ist Deine ISDN-Karte auch einfach eine Netzwerkkarte. Du setzt dort irgendeine „dummy“ IP-Adresse ein, auf die Du Dein Standard-Gateway legst.

Das bedeutet, sowie ein Datenpaket aus dem lokalen Netzwerk hinaus muss, wird diese Route bemüht, die ISDN-Karte angesprochen und dadurch ggf. eine automatische Einwahl erfolgen. Während dieser Einwahl wird mit dem Server die IP Adresse und der DNS Server „verhandelt“ und die default-Route auf die PPP-Schnittstelle umgeleitet. Da der Einwahlvorgang bei ISDN im Gegensatz zu analogen Modems sehr schnell geht, ist das eine sehr gute und praktikable Lösung. Nach einer gewissen (frei definierbaren) Zeit der inaktivität (kein Datenaustausch ausserhalb des LAN) wird die Verbindung wieder abgebaut.

Wenn Du jetzt diese ISDN-Karte sperrst, wird dieser Mechanismus nicht funktionieren. Von Hand kannst Du allerdings nach wie vor eine Verbindung aufbauen. Die Default-Route wird nach erfolgreicher Verbindung ohnehin auf die PPP-Schnittstelle umgebogen.

Ich hoffe, es ist jetzt ein wenig klarer. Ich kann Dir zur tieferen Einführung die entsprechenden HOWTOs unter

http://www.linuxdoc.org

empfehlen. Das dort zu den Grundlagen gesagte gilt analog auch für Windows.

Gruß

Fritze

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[…]

Ich habe da ein Programm namens „Angry IP Scanner“
„ipscan_1_87“. Das Progrämmchen durchsucht einen
IP-Adressbereich nach „aktiven“ IP-Adressen, also Geräten, die
vermutlich auf ping antworten. Um die Bedienung zu
erleichtern, kann man per Mouseklick „seine“ IP-Adresse in das
Eingabefeld für die untere Adresse des Bereichs einfügen
lassen.

Hmm … den Angry IP Scanner kenne ich nicht. Schau mal unter

http://www.insecure.org/nmap

Natürlich nur zur Überprüfung Deines eigenen Netzes!

Gruß

Fritze

Das stimmt nicht ganz. Eine automatische Einwahl (dial on
demand) sollte eigentlich nicht mehr funktionieren.

hmmm … funktioniert aber schon noch, obwohl ncoh immer deaktiviert ist.

Naja, ich will Dich jetzt nicht länger nerven. Aber irgendwie interessante Phänomene sind’s schon.

Noch eine letzte Frage:
Ich könnte also der Fritz!Card ruhig auch eine IP-Adresse aus „meinem“ Adressbereich 192.168.200.x geben, oder?

Grüße und wirklich herzlichen DANK !!

Josef

Das stimmt nicht ganz. Eine automatische Einwahl (dial on
demand) sollte eigentlich nicht mehr funktionieren.

hmmm … funktioniert aber schon noch, obwohl ncoh immer
deaktiviert ist.

Das wundert mich aber. Da muss ich wohl selber nochmal nachlesen. Hab aber gerade wenig Zeit für sowas :frowning:

Naja, ich will Dich jetzt nicht länger nerven. Aber irgendwie
interessante Phänomene sind’s schon.

Ja, Netzwerke sind spannend :smile:

Noch eine letzte Frage:
Ich könnte also der Fritz!Card ruhig auch eine IP-Adresse aus
„meinem“ Adressbereich 192.168.200.x geben, oder?

Ich meine ja. Es ist eine reine dummy-Adresse.

Grüße und wirklich herzlichen DANK !!

Bitte bitte.

Gruß

Fritze

Noch eine letzte Frage:
Ich könnte also der Fritz!Card ruhig auch eine IP-Adresse aus
„meinem“ Adressbereich 192.168.200.x geben, oder?

Ich meine ja. Es ist eine reine dummy-Adresse.

Hi.
Das geht nicht, glaube ich zumindest. Wenn zwei NICs im selben Rechner IPs aus dem gleichen Subnet haben, woher soll Windows dann wissen, über welche er die Pakete senden muss? Mit zwei „echten“ Netzwerkkarten (also nicht ISDN-Adapter) klappt das zumindest nicht.
CU,
Sebastian.

Noch eine letzte Frage:
Ich könnte also der Fritz!Card ruhig auch eine IP-Adresse aus
„meinem“ Adressbereich 192.168.200.x geben, oder?

Ich meine ja. Es ist eine reine dummy-Adresse.

Hi.
Das geht nicht, glaube ich zumindest. Wenn zwei NICs im selben
Rechner IPs aus dem gleichen Subnet haben, woher soll Windows
dann wissen, über welche er die Pakete senden muss? Mit zwei
„echten“ Netzwerkkarten (also nicht ISDN-Adapter) klappt das
zumindest nicht.

Hallo,

darum ja auch meine vorsichtige Antowrt. Solange es eine reine dummy-Adresse ist, die im Ernstfall sofort von der übermittelten IP des Providers ersetzt wird, ist das kein Problem.

Aber selbst wenn dem nicht so wäre, gäbe es natürlich Möglichkeiten zwei Netzwerkkarten mit benachbarten IP-Adressen in Betrieb zu nehmen. Der TCP/IP-Stack kann von Experten auf die merkwürdigsten Arten verbogen werden (proxy ARP und knifflige Routing-Algorithmen). Generall hast Du aber recht. Die Karten sollten i.d.R. in zwei unterschiedlichen Subetzen sein.

Wenn es um das „bonding“ von Netzwerkkarten geht (also zwei oder mehr Netzwerkkarten als eine logische Verbindung zu nutzen, um die Bandbreite effektiv zu vervielfachen), ist es auch egal, weil die Karten dann wieder als „Sklaven“ an ein Bonding-Interface geknüpft werden, welches eine eigene IP hat.

Gruß

Fritze