Tipps zu Sicherheit in öff. Verkehrsmitteln

Von: , Frage gestellt am Fr, 16. Feb 2007

Hallo,
hier ein lesenswerter Artikel über einen Vorfall in einem Berliner Bus und die Einstellung der Verkehrsbetriebe dazu.

http://www.morgenpost.de/content/2007/02/15/berlin/8...

Zu dem Thema wurde weiter unten schon diskutiert. Ich hatte mal einen Fall im Bus, wo ich mit Glück einen Taschendiebstahl einer "Sinti und Roma"Gruppe durch lautes "Polizei, Polizei!" schreien vereiteln konnte. Den Fahrer, der nicht weit weg war, hat das aber nicht weiter interessiert. Die beklaute Oma konnte immerhin wieder ihre Geldscheine aufklauben, die der Schweinehund vor Schreck fallengelassen hatte. Nächste Haltestelle ist der Trupp jedenfalls unbehelligt ausgestiegen.
Zugegebenerweise hatte ich mich aber auch nicht getraut viel mehr Alarm, als w.o. beschrieben zu machen, um mir nicht evtl. eines der in Südländern angeblich "zur Kultur gehörenden" mitgeführten Messer einzufangen.
Habt Ihr ähnliche Einzelerlebnisse gehabt?Wenn sich nicht der Fahrer sofort um Alarmierung von Ordnungskräften kümmert, wer dann? Bisher hab ich meinem Kind immer gesagt, sie soll zur Sicherheit vorne beim Fahrer in der Nähe sitzen. Nur, mischt der sich möglicherweise gar nicht in einen Konflikt ein ?

Gruß
rakete

15 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Bist Du Soziologe?

              Hallo auch,

              ich weiß nicht, was Dein Artikel sein soll: er macht (hat) für mich keinen Sinn & enthält ansonsten zuviel plakative Polemik. ich vermute für meinen Teil, dass Darley & Latane, Coats und
              Beaman schreiend weglaufen, wenn hinter ihrer schulter jemand
              "Buuh!" macht.
              Die Herrschaften werden öffentliche Verkehrsmittel nur von
              ihrem Bentley aus betrachtet haben.
              Keine Ahnung, woher Du das wissen willst. Vielleicht tust Du diesen Herren auch ja unrecht? Die Lösung wird doch vielweniger bei der Betrachtung unter
              "laborbedingungen" zu suchen sein, als vielmehr bei der
              Vermittlung von richtigen Werten.
              Diese sog. "Werte", welche Deiner Meinung nach zielführend sein sollen, können doch nur dann etwas nutzen, wenn sie zu dem Wesen des Menschen passen.

              Der größte Erkenntnisgewinn über den Menschen ergab sich im Labor. Wenn im Vorkriegseuropa ein
              Lümmel nicht für eine alte Dame den Sitz frei gemacht hat und
              vielleicht noch die Beine auf den Sitz gepackt hatte, hatte er
              sicher unter dem Beifall aller Fahrgäste eine schallende
              Ohrfeige erhalten und der Rechtsfrieden wurde ruckzuck wieder
              hergestellt.
              Geht es nun darum, Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern oder präventive Schritte zu finden? Das Naziunwesen pervertierte und missbrauchte
              diesen natürlichen Ordnungssinn des Bürgers für ihre
              Verbrechen.Aus Gründen der Scham über ihre Kolonialverbrechen
              haben sich viele andere Europäer, diesem Trend wohl leider
              angeschlossen und die Reststaaten schließlich auch.Das
              "Einstehen für die Gemeinschaft" wird jetzt eher als
              faschistische Untugend aus der Richtung "Opfersinn,
              Kadavergehorsam" gesehen. Egoismus und eine Art von "Feigheit"
              scheint als neuer Wert zu gelten.Ich nehme mich da leider
              nicht aus. Will man das umkehren, hilft kein
              Soziologengesabbel.
              Ich nehme an, Du beziehst Dich mit dem "Gesabbel" auf Dich selber? Du bringst hier soziologische Betrachtung mit ein - durch nichts begründet und ein wenig wirr anmutend.

              Psychologie ist die Wissenschaft menschlichen Verhaltens und Erlebens.
              Soziologie ist die Wissenschaft von gesellschaftlichen Strukturen & Mechanismen. Man muss wohl bei der Erziehung
              (Elternhaus und Schule) ansetzen.
              Ich liebe diese Man-Aussagen. Gefolgt von "muss" eine Katastrophe. Ansonsten ist diese Aussage eher eine Null-Nummer: sie ist absolut sinnfrei, sagt alles und doch nichts. Das wäre wohl ein gutes Beispiel für "Soziologengesabbel". Da die andere, eigene
              Probleme haben, kann man sich das wohl abschminken und man
              wird auf beherzte Einzelaktionen von hilfreichen Mitbürgern
              angewiesen bleiben.
              Wie gesagt: die meisten Menschen möchten helfen - wenn sie es können. Psychologische Einflussgrößen sollten besser kontroliert werden. Eine solche Einflussgröße ist eine Meinung wie die Deine: es wird zuviel gejammert und zerredet. Und das - meiner Meinung nach - zu unrecht.

              Lieben Gruß
              Patrick

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Nööö, muss ich das sein ? Will ich aber nicht!

              Hallo Patri, ich weiß nicht, was Dein Artikel sein soll: er macht (hat) für
              mich keinen Sinn & enthält ansonsten zuviel plakative Polemik.
              Mag sein. Auf Polemik als Stilmittel kann man aber nicht völlig verzichten, da viele Lesestoffe bzw. dargelegte Standpunkte sonst zu trocken würden. ich vermute für meinen Teil, dass Darley & Latane, Coats und
              Beaman schreiend weglaufen, wenn hinter ihrer schulter jemand
              "Buuh!" macht.
              Die Herrschaften werden öffentliche Verkehrsmittel nur von
              ihrem Bentley aus betrachtet haben.
              Keine Ahnung, woher Du das wissen willst. Vielleicht tust Du
              diesen Herren auch ja unrecht?
              Wie gerade von mir gesagt.Hoffentlich tue ich ihnen Unrecht. Ich habe allerdings ein Vorurteil gegen soziologische Darlegungen. Da wird manchmal über zig DIN A4 Seiten zitiert, was Dr. X und Professor y zu einem Thema gesagt haben. Am Ende ist man genauso schlau wie vorher. So meine Erfahrung, deine kann und darf völlog anders sein.
              Der größte Erkenntnisgewinn über den Menschen ergab sich im
              Labor.

              Vielleicht bei Dr. Mengele (o.k.,o.k. ich nehms zurück, das war polemisch!). Im Ernst: das Labor wird uns zu dem Thema nicht weiterbringen. Beherzte Menschen reagieren "aus dem Bauch raus" und spontan, ohne vorher groß im Kopf irgendwelche soziologischen Konfliktstudien zu betreiben. Wenn im Vorkriegseuropa ein
              Lümmel nicht für eine alte Dame den Sitz frei gemacht hat und
              vielleicht noch die Beine auf den Sitz gepackt hatte, hatte er
              sicher unter dem Beifall aller Fahrgäste eine schallende
              Ohrfeige erhalten und der Rechtsfrieden wurde ruckzuck wieder
              hergestellt.
              Geht es nun darum, Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu
              fördern oder präventive Schritte zu finden?
              Wenn eine gewaltlose Reaktion eine Situation entschärft, gerne. Bin ich dafür. Wenn es nur mit einer Backpfeife geht, nehme ich diese geringfügige Förderung der Gewalt in Kauf. Die Frau in dem Zeitungsartikel hätte einen solchen Eingriff sicher auch nicht abgelehnt. Das Naziunwesen pervertierte und missbrauchte
              diesen natürlichen Ordnungssinn des Bürgers für ihre
              Verbrechen.Aus Gründen der Scham über ihre Kolonialverbrechen
              haben sich viele andere Europäer, diesem Trend wohl leider
              angeschlossen und die Reststaaten schließlich auch.Das
              "Einstehen für die Gemeinschaft" wird jetzt eher als
              faschistische Untugend aus der Richtung "Opfersinn,
              Kadavergehorsam" gesehen. Egoismus und eine Art von "Feigheit"
              scheint als neuer Wert zu gelten.Ich nehme mich da leider
              nicht aus. Will man das umkehren, hilft kein
              Soziologengesabbel.
              Ich nehme an, Du beziehst Dich mit dem "Gesabbel" auf Dich
              selber? Du bringst hier soziologische Betrachtung mit ein -
              durch nichts begründet und ein wenig wirr anmutend.

              Ist denn nun dein "Runterputzen" meiner Betrachtung besser als Polemik ? Ich darf eine Meinung haben und muss die - im Gegensatz zu Soziologen, wenn die es denn wirklich könnten - nicht unbedingt alles gleich beweisen. Psychologie ist die Wissenschaft menschlichen Verhaltens und
              Erlebens.
              Soziologie ist die Wissenschaft von gesellschaftlichen
              Strukturen & Mechanismen. Man muss wohl bei der Erziehung
              (Elternhaus und Schule) ansetzen.
              Ich liebe diese Man-Aussagen. Gefolgt von "muss" eine
              Katastrophe. Ansonsten ist diese Aussage eher eine
              Null-Nummer: sie ist absolut sinnfrei, sagt alles und doch
              nichts. Das wäre wohl ein gutes Beispiel für
              "Soziologengesabbel".
              Häää? es dürfte doch wohl unbestritten sein, das schlechtes Verhalten vielfach in der mangelhaften erziehung seinen Ursprung hat. Nur weil ich darauf aufmerksam mache, muss ich doch kein neuartiges Erziehungskonzept darlegen. Vielleicht kannst du das ja !? Da die andere, eigene
              Probleme haben, kann man sich das wohl abschminken und man
              wird auf beherzte Einzelaktionen von hilfreichen Mitbürgern
              angewiesen bleiben.
              Wie gesagt: die meisten Menschen möchten helfen - wenn sie es
              können. Psychologische Einflussgrößen sollten besser
              kontroliert werden. Eine solche Einflussgröße ist eine Meinung
              wie die Deine: es wird zuviel gejammert und zerredet. Und das
              - meiner Meinung nach - zu unrecht.
              Da tappst du jetzt aber in die eigene "Sabbel-Falle". Wenn ein Betroffener sich über entsprechende Fälle beklagt, wie zum Beispiel die Frau im Bus, willst du der dann sagen: "Jammere nicht, Weib!". Warum sollte sie mit ihrer Erfahrung unbedingt unrecht haben?
              Beste Grüße
              rakete

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Du 'redest' aber wie einer!

              Hallo Patri, ich weiß nicht, was Dein Artikel sein soll: er macht (hat) für
              mich keinen Sinn & enthält ansonsten zuviel plakative Polemik.
              Mag sein. Auf Polemik als Stilmittel kann man aber nicht
              völlig verzichten, da viele Lesestoffe bzw. dargelegte
              Standpunkte sonst zu trocken würden.
              Humor & Ironie sind meiner Meinung nach bessere Stilmittel. ich vermute für meinen Teil, dass Darley & Latane, Coats und
              Beaman schreiend weglaufen, wenn hinter ihrer schulter jemand
              "Buuh!" macht.
              Die Herrschaften werden öffentliche Verkehrsmittel nur von
              ihrem Bentley aus betrachtet haben.
              Keine Ahnung, woher Du das wissen willst. Vielleicht tust Du
              diesen Herren auch ja unrecht?
              Wie gerade von mir gesagt.Hoffentlich tue ich ihnen Unrecht.
              Ich habe allerdings ein Vorurteil gegen soziologische
              Darlegungen. Da wird manchmal über zig DIN A4 Seiten zitiert,
              was Dr. X und Professor y zu einem Thema gesagt haben. Am Ende
              ist man genauso schlau wie vorher. So meine Erfahrung, deine
              kann und darf völlog anders sein.
              Keine Ahnung, ich kenne keine Soziologen. Der größte Erkenntnisgewinn über den Menschen ergab sich im
              Labor.

              Vielleicht bei Dr. Mengele (o.k.,o.k. ich nehms zurück, das
              war polemisch!). Im Ernst: das Labor wird uns zu dem Thema
              nicht weiterbringen. Beherzte Menschen reagieren "aus dem
              Bauch raus" und spontan, ohne vorher groß im Kopf irgendwelche
              soziologischen Konfliktstudien zu betreiben.
              Labor ist ein Begriff für einen Raum, in dem experimentiert wird. Im Bereich der Psychologie kann dies auch ein ganz normaler Raum sein. Mit Hilfe von Komparsen können Szenen nachgestellt werden. Einzig die Versuchsperson weiß nichts davon, dass die Situation "künstlich" ist. Gemessen wird ihr Verhalten.
              Experimente werden in vielen sozialen Situationen inszeniert, in Wartezimmern, in Fluren etc. Wichtig ist einzig die Kontrolle der Störeinflüsse. Die kollabierenden Opfer in der Studie von Beaman waren in einer kontrollierten "öffentlichen" Situation zu behandeln, viele weitere Experimente zu den Befunden von Darley & Latane ebenfalls (Studentenwohnheime etc.). Wenn im Vorkriegseuropa ein
              Lümmel nicht für eine alte Dame den Sitz frei gemacht hat und
              vielleicht noch die Beine auf den Sitz gepackt hatte, hatte er
              sicher unter dem Beifall aller Fahrgäste eine schallende
              Ohrfeige erhalten und der Rechtsfrieden wurde ruckzuck wieder
              hergestellt.
              Geht es nun darum, Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu
              fördern oder präventive Schritte zu finden?
              Wenn eine gewaltlose Reaktion eine Situation entschärft,
              gerne. Bin ich dafür. Wenn es nur mit einer Backpfeife geht,
              nehme ich diese geringfügige Förderung der Gewalt in Kauf. Die
              Frau in dem Zeitungsartikel hätte einen solchen Eingriff
              sicher auch nicht abgelehnt.
              Führt meiner Meinung nach nur zur Eskalation. Erzeugt beim Geschlagenen Frustration. Und die macht ihn nicht zu einem besseren Menschen. Das Naziunwesen pervertierte und missbrauchte
              diesen natürlichen Ordnungssinn des Bürgers für ihre
              Verbrechen.Aus Gründen der Scham über ihre Kolonialverbrechen
              haben sich viele andere Europäer, diesem Trend wohl leider
              angeschlossen und die Reststaaten schließlich auch.Das
              "Einstehen für die Gemeinschaft" wird jetzt eher als
              faschistische Untugend aus der Richtung "Opfersinn,
              Kadavergehorsam" gesehen. Egoismus und eine Art von "Feigheit"
              scheint als neuer Wert zu gelten.Ich nehme mich da leider
              nicht aus. Will man das umkehren, hilft kein
              Soziologengesabbel.
              Ich nehme an, Du beziehst Dich mit dem "Gesabbel" auf Dich
              selber? Du bringst hier soziologische Betrachtung mit ein -
              durch nichts begründet und ein wenig wirr anmutend.

              Ist denn nun dein "Runterputzen" meiner Betrachtung besser als
              Polemik ? Ich darf eine Meinung haben und muss die - im
              Gegensatz zu Soziologen, wenn die es denn wirklich könnten -
              nicht unbedingt alles gleich beweisen.
              Was ich nicht verstehe, ist: Du beziehst Dich hier ständig auf Soziologen? Ich habe in der Diskussion keinen gesehen, und auch meine Zitate stammen nicht von ebensolchen.

              Was ich beschreibe, ist die "Sozialpsychologie", welche meiner Meinung nach wesentliche Erkenntnis in diesem Zusammenhang bereitstellen kann.

              Was ich ebenfalls nicht verstehe: Du vertrittst in unserer Diskussion einen "soziologischen" Standpunkt. Du suchst nach der gesellschaftlichen Einflussgröße, ich nach der menschlichen. Psychologie ist die Wissenschaft menschlichen Verhaltens und
              Erlebens.
              Soziologie ist die Wissenschaft von gesellschaftlichen
              Strukturen & Mechanismen. Man muss wohl bei der Erziehung
              (Elternhaus und Schule) ansetzen.
              Ich liebe diese Man-Aussagen. Gefolgt von "muss" eine
              Katastrophe. Ansonsten ist diese Aussage eher eine
              Null-Nummer: sie ist absolut sinnfrei, sagt alles und doch
              nichts. Das wäre wohl ein gutes Beispiel für
              "Soziologengesabbel".
              Häää? es dürfte doch wohl unbestritten sein, das schlechtes
              Verhalten vielfach in der mangelhaften erziehung seinen
              Ursprung hat. Nur weil ich darauf aufmerksam mache, muss ich
              doch kein neuartiges Erziehungskonzept darlegen. Vielleicht
              kannst du das ja !? Da die andere, eigene
              Probleme haben, kann man sich das wohl abschminken und man
              wird auf beherzte Einzelaktionen von hilfreichen Mitbürgern
              angewiesen bleiben.
              Wie gesagt: die meisten Menschen möchten helfen - wenn sie es
              können. Psychologische Einflussgrößen sollten besser
              kontroliert werden. Eine solche Einflussgröße ist eine Meinung
              wie die Deine: es wird zuviel gejammert und zerredet. Und das
              - meiner Meinung nach - zu unrecht.
              Da tappst du jetzt aber in die eigene "Sabbel-Falle". Wenn ein
              Betroffener sich über entsprechende Fälle beklagt, wie zum
              Beispiel die Frau im Bus, willst du der dann sagen: "Jammere
              nicht, Weib!". Warum sollte sie mit ihrer Erfahrung unbedingt
              unrecht haben?
              Nein, um die Frau in dem Bus geht es nicht. Aber viele, die sich über einen solchen Fall unterhalten reagieren so: "Das ist ja wieder mal typisch", "Die Jugend von heute...", "keine Werte mehr in diesem Land", etc.

              Solche Stimmungen sind weder Problemlösend (im Gegenteil), noch sind sie so gemeint.

              Lieben Gruß
              Patrick

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Laborergebnisse

              Hallo Patri, Labor ist ein Begriff für einen Raum, in dem experimentiert
              wird. Im Bereich der Psychologie kann dies auch ein ganz
              normaler Raum sein. Mit Hilfe von Komparsen können Szenen
              nachgestellt werden. Einzig die Versuchsperson weiß nichts
              davon, dass die Situation "künstlich" ist. Gemessen wird ihr
              Verhalten.
              Experimente werden in vielen sozialen Situationen inszeniert,
              in Wartezimmern, in Fluren etc. Wichtig ist einzig die
              Kontrolle der Störeinflüsse. Die kollabierenden Opfer in der
              Studie von Beaman waren in einer kontrollierten "öffentlichen"
              Situation zu behandeln, viele weitere Experimente zu den
              Befunden von Darley & Latane ebenfalls (Studentenwohnheime
              etc.).

              O.K., ich gebe zu. Derartige Experimente können ganz interessant sein.
              Was ich nicht verstehe, ist: Du beziehst Dich hier ständig auf
              Soziologen? Ich habe in der Diskussion keinen gesehen, und
              auch meine Zitate stammen nicht von ebensolchen.

              Du hattest meine Bemerkung "Soziologengesabbel" auf dich bezogen, was dich "frustrierte" (ich bedaure das, sollte nicht so gemeint sein) und die Debatte verschärfte. Was ich beschreibe, ist die "Sozialpsychologie", welche meiner
              Meinung nach wesentliche Erkenntnis in diesem Zusammenhang
              bereitstellen kann.

              Was ich ebenfalls nicht verstehe: Du vertrittst in unserer
              Diskussion einen "soziologischen" Standpunkt. Du suchst nach
              der gesellschaftlichen Einflussgröße, ich nach der
              menschlichen.

              Ich sehe da erstmal keinen Unterschied. Ist denn die Gesellschaft unmenschlich?
              Nein, um die Frau in dem Bus geht es nicht. Aber viele, die
              sich über einen solchen Fall unterhalten reagieren so: "Das
              ist ja wieder mal typisch", "Die Jugend von heute...", "keine
              Werte mehr in diesem Land", etc.

              Solche Stimmungen sind weder Problemlösend (im Gegenteil),
              noch sind sie so gemeint.
              Da stimme ich dir zu. Aber wie kommt man aus dieser Lage heraus? Gibt es ein passendes Laborexperiment, das zu dem Bus-Fall passt? (Szenario: Durchgeknallter aggressiver Spinner attackiert jemanden im Bus zwischen zwei Haltestellen. Ein sich Entziehen von der Gewaltsituation ist für das Opfer wegen des geringen Raumes nicht möglich.
              Variante a:Opfer ist allein. Fahrer stellt sich taub.
              Variante b: Es sind noch ein paar andere Leute mit Familie da, die mit Recht Angst haben in die Situatuion miteinbezogen zu werden.
              Variante c:ein besonnener Kickboxlehrer ist noch anwesend, der ohne große Gefahr für sich und das Opfer die Möglichkeit hätte, die Situation zu klären.

              Aus der Sicht des Opfers würde ich mir am ehesten die Variante c wünschen. Aber Lösungen (Und immer ohne Gewaltanwendung???) sollten für alle drei Situationen zu finden sein.

              Beste Grüße
              rakete

    • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
      Zivilcourage = Abhauen und pätzen (!!!)


      ALLGEMEIN:
      Es bleibt allerdings festzuhalten,das es allgemein an
      "Zivilcourage" mangelt.....
      Würden die Leute mehr davon zeigen,so hätten einzelne
      "Chaoten" keine
      Chance.....getreu dem alten Jadgmotto "Viele Hunde sind des
      Hasen Tod".....
      Wer sich einmischt,
      1. trägt die Gefahr, verletzt zu werden,
      2. wird bei Eskalation zu Tätlichkeiten sicher angeklagt.

      Vor allem aufgrund unserer Gesetzeslage, die jeden eingreifenden Helfer sofort zu einem Kriminellen oder zumindest zu einem Angeklagten macht, kann man nur von persönlichem Eingreifen abraten. Dringendst.

      Freund und Helfer verstehen unter Zivilcourage normalerweise etwas gaaaanz anderes, als der Otto-Normalbürger.


      Nick



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