Hallo,
aber über das Fulda-gab war es bedeutend näher zum Rhein und dem Grossraum Frankfurt. Ausserdem gibt es relativ günstige Verkehrswege(Autobahn etc.).
Gruss
Rainer
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das fulda-gap war einer von mehreren strategisch wichtigen korridoren, durch welche die WVO-streitkräfte massiv und schnell vordringen sollten, um die NATO-Truppen, vernichtend zu schlagen. In der nachrüstungsdebatte der 80er jahre vor allem rückte das fulda-gap als potentielles atomares schlachtfeld besonders ins öffentliche bewußtsein, zumal in hessen die friedensbewegung relativ stark war. anders als z.B. im konservativeren Bayern war auch die hessische bevölkerung, u.a. wegen der Belastung durch die hohe militärpräsens vor allem durch US-Streitkräfte (routinierte Manöverschadensmacher), kritischer eingestellt und stärker politisiert.
Die Amerikaner simulierten in der Zeit des kalten Krieges mit den Großrechnern in Los Alamos den Bodenkrieg in Europa.
Dabei zeigte das Ergebnis, daß die Sowjets direkt durch Fulda marschieren. (Siehe auch „Der Spiegel“ von letzter Woche).
Computergläubig, wie die Amerikaner nun mal sind, nehmen sie dies für bare Münze.
Gruß Werner
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Die „Fulda Lücke“ war in der Tat ein schwacher Punkt in der NATO-Vorneverteidigung.
Es fehlten Bodentruppen der NATO.
Es war im Vergleich zu dem umliegenden Terrain eher flach und für motorisierte Pakt-Bodentruppen einladend.
Es war der Weg nach Frankfurt, zum Rhein und Main. Dort wäre die Bundesrepublik dann geteilt.
Rate mal was das Hof-gap war? Ja, noch eine Lücke.
Vielleicht wird das 1978’er Buch „The Third World War“ -vermutlich auf Deutsch als „Der Dritte Weltkrieg“ erschienen - von General Sir John Hackett und noch sechs andere von der Nato von Interesse sein. Der vermutliche Bodenkrieg fand natuerlich in Deutschland statt und das Fulda Gap spielte dabei eine wichtige Rolle.
immer wieder finde ich die „fulda -gap“ erwähnt
was ist daran so wichtig?
Also ich kann die Antworten untenstehend bestätigen, ich lebe im „Fulda Gap“ und war bei den Aktionen in den 80ern beteiligt. Bei uns sind auf allen Straßen an strategischen Punkten z.B. Sprengdeckel eingelassen. Die im Falle des Falles alle hochgejagt werden sollten. Keine Kreuzung, keine Brücke, kein Tunnel ohne diese Sprengschächte. Wir haben diese damals auch kartografiert. Und Infos dazu gesammelt. (Von den Broschüren habe ich noch einige, bei Interesse bei mir melden) Dann haben wir ein US Strategiespiel ausgemacht (Brettspiel mit Figuren und Plättchen), das so genannte Fulda-Gap-Spiel. Auch das Hattenbach-Dreieck spielte bei diesen Kriegsspielen eine Rolle. Für Näheres müßte ich nochmal nachschauen, hab noch meine alten Unterlagen.
Karin
Hallo,
Bei uns sind auf allen Straßen an strategischen
Punkten z.B. Sprengdeckel eingelassen. Die im Falle des Falles
alle hochgejagt werden sollten. Keine Kreuzung, keine Brücke,
kein Tunnel ohne diese Sprengschächte.( strategische Punkte ist ein wohl etwas zu grosses Wort, der Kanaldurchbruch von Scharnhorst und Gneisenau 1942 war ein taktischer Sieg, aber eine strategische Niederlage, nur als Beispiel).
Diese Sprengschaechte gibt es ueberall in Westdeutschland, nicht nur in dem sogenannten Fulda-gap, sie dienten zur Verzoegerung eines moeglichen Angriffes des Warschauer Paktes durch systematisches Sprengen von Verkehrsverbindungen an nicht leicht ueberbrueckbaren Stellen(Strasse an Steilhang, Tunnel etc.).
Dann haben wir ein US Strategiespiel ausgemacht (Brettspiel
mit Figuren und Plättchen), das so genannte Fulda-Gap-Spiel.
Auch das Hattenbach-Dreieck spielte bei diesen Kriegsspielen
eine Rolle. Es gibt noch mehr dieser Taktikspiele, die sich mit dieser Problematik befassen. Es dreht sich dabei immer um die Abwehr eines frueher moeglichen WP-Angriffes.
immer wieder finde ich die „fulda -gap“ erwähnt
was ist daran so wichtig?
die russen wollten doch eher über die norddeutsche tiefebene
kommen - wesentlich besser zum manövrieren
das war das EINE potentielle Einfalltor, das andere eben das berüchtigte „Fulda-gap“ um das Hattenbach-Dreieck herum, infrastrukturell wesentlich interessanter und ein Stoß mitten ins Herz der NATO-Verteidigung, der das 2.Korps ebenso abgespalten hätte, wie der Einfall im Norden Die Landstreitkräfte Jütland.
In amerikanischen Szenarien wurde daher die Möglichkeit erwogen, dieses Gap (Tor) per A-Waffen zu schließen (in der Norddeutschen Tiefebene mangels Enge nicht so leicht möglich)und entsprechende Kernwaffenträger etc. in der Nähe disloziert. DAS war es, was es so politisch brisant machte.
Ade ! whk
In amerikanischen Szenarien wurde daher die Möglichkeit
erwogen, dieses Gap (Tor) per A-Waffen zu schließen (in der
Norddeutschen Tiefebene mangels Enge nicht so leicht
möglich)und entsprechende Kernwaffenträger etc. in der Nähe
disloziert. DAS war es, was es so politisch brisant machte.
Ade ! whk
Hallo;
auch auf deutscher Seite wurde munter an die Schliessung durch A-Minen gedacht. Sie Sprengschächte waren ziemlich schnell vorhanden. Und wenn ich mich recht entsinne, wurde bei den Fallex oder Wintex-Übungen Anfang der sechziger Jahre dies auch durchgespielt.
Gruss
Rainer
auch auf deutscher Seite wurde munter an die Schliessung durch
A-Minen gedacht. Sie Sprengschächte waren ziemlich schnell
vorhanden. Und wenn ich mich recht entsinne, wurde bei den
Fallex oder Wintex-Übungen Anfang der sechziger Jahre dies
auch durchgespielt.
Korrekt- aber deutscherseits BESASS man keine derartigen Waffen !
Gruß whk
Hallo;
auch auf deutscher Seite wurde munter an die Schliessung durch
A-Minen gedacht.
Nö- das entstammte ausschöließlich den US-Szenarien, aber da die NATO-Strategie eben international war, blieb den deutschen Teilnehmern der Übungen nichts übrig, als die Realitäten anzuerkennen.
Sie Sprengschächte waren ziemlich schnell
vorhanden.
Meinste ? Ich schätze, Du liegst da ziemlich daneben: Die Sprengschächte waren zur Aufnahme der 25kg-Käse-Ladungen mit konventionellem Sprengstoff gedacht!
Und wenn ich mich recht entsinne, wurde bei den
Fallex oder Wintex-Übungen Anfang der sechziger Jahre dies
auch durchgespielt.
Klar- s.o. - wenn man mit dem Einsatz rechnen muß, ist es grob fahrlässig, die Möglichkeit zu ignorieren!