Ratgeber zu unterschied regiment <-> batallion
Von: , Frage gestellt am Mi, 11. Okt 2000
hallo
was ist der unterschied zwischen einem regiment und einem batallion?
vielen dank,
(...)
[Team] Name entfernt
hallo
was ist der unterschied zwischen einem regiment und einem batallion?
vielen dank,
(...)
[Team] Name entfernt
Eine PiBrig besteht in der Regel aus dem Brigadestab, der
Brigadestabskompanie, einem Pionierbataillon (können auch 2
sein), einem schweren Pionierbataillon (früher
Schiwmmbrückenbataillon) sowie einem ABC-Bataillon und einer
Fernmeldeeinheit.
Nu- dann ist es doch völlig klar: Wenn die DIREKT unterstellten Teile nächstkleinerer ordnung nicht homogen sind ( hier ABC-BTL!!!) kann es kein Rgt mehr sein
whk
Hi,
danke für Deine ausführlichere Erklärung. Eine Frage nur: auch
ein Regiment muss ein ABC-Bataillon
??? zeig mir eins :-)
und eine Fernmeldeeinheit
hat sogar das Btl als Zug
haben. Wie siehts da mit der geschlossenen Waffengattung aus?
So richtig kanns nicht stimmen.
Oder holen sie diese sich bei Bedarf von anderen Einheiten?
CIAo
Es gabe einmal folgende Definition:
die Brigade ist der kleinste Verband, der das Gefecht der verbundenen Waffen führt. Das setzt also voraus, dass in der Brigade, die natürlich höher (größer) ist als ein Regiment, mehrere Waffengattungen vertreten sind.
Die heutigen Pi-, San-, FM-Brigaden der Bundeswehr hießen bis vor einigen Jahren noch Pi- oder FM-Kommando.
Warum das geändert wurde? Keine Ahnung. Aber wer versteht schon die Änderungen in der Bundeswehr?
Noch eine Anschlussfrage: welchen Sinn hatte überhaupt ein Regiment? Wenn ich mich recht erinnere, bestand ein deutsches Infanterie- oder Panzerreginent aus drei Bataillonen. Warum hat man die nicht "frei rumlaufen" lassen, ohne Regiment? Oder das Regiment ganz ohne Bataillone gegliedert, als Großbataillon sozusagen.
Oder hatten die Bataillone eines Regiments keinen eigenen Stab? Dann wäre ein Regiment eine echte Verschlankung!
Gruß,
Andreas
Oder hatten die Bataillone eines Regiments keinen eigenen
Stab? Dann wäre ein Regiment eine echte Verschlankung!
Hi Andreas,
jedes Bataillon hat einen Bataillonsstab. Aber jedes Bataillon ist einer Brigade/ Regiment zugehörig. Eine Brigade, ein Regiment stellt nix anderes da, als den Stab einer Einheit, die aus (auch heute noch i.d.R. drei) Bataillonen besteht (eine Brigade besteht i.d.R. nur aus einer Brigadestabskompanie, dem Brigadestab + den untergeordneten Bataillonen halt). Die Brigade/ das Regiment sind wiederrum der Division untergeordnet, welche sich seinerseits der Armee/ dem Korps unterordnet.
Einfache Befehlsstruktur, wie bei den Dienstgraden. Deshalb gibt es halt Brigaden/ Regimenter.
CIAo
jedes Bataillon hat einen Bataillonsstab. Aber jedes Bataillon
ist einer Brigade/ Regiment zugehörig.
Keineswegs- es gab/gibt auch Btl, die direkt einer Div / einem Korps zugeordnet sind !
Eine Brigade, ein
Regiment stellt nix anderes da, als den Stab einer Einheit,
die aus (auch heute noch i.d.R. drei) Bataillonen besteht
Korrektur- wie eine Brigade hat ein Rgt auch direkt dem Rgt zugeordnete Truppen (San, Pi) die NICHT in den Btl zu finden sind
(eine Brigade besteht i.d.R. nur aus einer
Brigadestabskompanie, dem Brigadestab + den untergeordneten
Bataillonen halt).
Nein ! Das Btl. ist die nächst tiefere Organisationsgröße- also die "Untereinheit", aber gerade deshalb gibt es in der Brigade die Brigadetruppen !
Die Brigade/ das Regiment sind wiederrum
der Division untergeordnet, welche sich seinerseits der Armee/
dem Korps unterordnet.
Einfache Befehlsstruktur, wie bei den Dienstgraden. Deshalb
gibt es halt Brigaden/ Regimenter.
CIAo
Gruß von der BFA whk
Es gabe einmal folgende Definition:
die Brigade ist der kleinste Verband, der das Gefecht der
verbundenen Waffen führt. Das setzt also voraus, dass in der
Brigade, die natürlich höher (größer) ist als ein Regiment,
mehrere Waffengattungen vertreten sind.
Die heutigen Pi-, San-, FM-Brigaden der Bundeswehr hießen bis
vor einigen Jahren noch Pi- oder FM-Kommando.
siehe Art-, Pi, Pz Regiment der Divisionen/Korps
Warum das geändert wurde? Keine Ahnung. Aber wer versteht
schon die Änderungen in der Bundeswehr?
Niemand, weil zuviele dilettantische Zivilunken drin rumfuhrwerken
Noch eine Anschlussfrage: welchen Sinn hatte überhaupt ein
Regiment? Wenn ich mich recht erinnere, bestand ein deutsches
Infanterie- oder Panzerreginent aus drei Bataillonen. Warum
hat man die nicht "frei rumlaufen" lassen, ohne Regiment? Oder
das Regiment ganz ohne Bataillone gegliedert, als
Großbataillon sozusagen.
Oder hatten die Bataillone eines Regiments keinen eigenen
Stab? Dann wäre ein Regiment eine echte Verschlankung!
Die Btl im Rgt hatten in der Tat nur einen begrenzten Stab, auch waren sie "reinrassig", also nur einer Truppengattung angehörig, während zum Rgt bspw. noch eine InfGeschützkp, eine PzJgKp etc. gehörten.
whk
Gruß,
Andreas
..schön, Dich wieder zu lesen. *freu*
Hätt aber auch gereicht, ein zusammenfassendes Posting zu schreiben...;-)))
So hat`s de mehr Arbeit....*fg*
Viele Grüsse
Reiko
..schön, Dich wieder zu lesen. *freu*
ebenso - hatte schon Entzug ;-)
Hätt aber auch gereicht, ein zusammenfassendes Posting zu
schreiben...;-)))
Ja - arbeite aber immer "von oben " ab - Pech !
So hat`s de mehr Arbeit....*fg*
Na und ??
Wie geht's , alter Auswanderer ?
mail mal !
alles Gute und inzwischen auch Dir "Servus" whk
Viele Grüsse
Reiko
Hallo Raoul!
Da sich hier fast alle in einer Definition anhand der Bundeswehr versucht haben, versuche ich mich hier mal etwas allgemeiner und im historischen Rahmen.
G. Ortenburg beschreibt in seiner Buchreihe „Heerwesen der Neuzeit“ den Unterschied wie folgt:
Weiterführend aus der vorrevolutionären Zeit hin zum napoleonischen Zeitalter, verwischte der Unterschied zwischen Verwaltungseinheit und taktischer Formation.
Die größte administrative Einheit, das Regiment, verband dessen Angehörige durch gleiche Abzeichenfarbe sowie Numerierungen oder Namensbezeichnungen auf der Uniform.
Der Kommandeur eines solchen Regimentes trug auch für den inneren Zustand, die Ausrüstung und die Ausbildung der Truppe die Verantwortung.
Für den Soldaten bedeutete das Regiment i.d.R. zugleich ein Stück Heimat, er fühlte sich ihm zugehörig.
Jedes Regiment teilte sich in kleinere Verwaltungseinheiten, die Kompanien.
Das war einmal aus administrativen und ökonomischen Gründen vorteilhaft, machte für den einzelnen die Einheit gleichsam familiär überschaubar und ermöglichte eine gründlichere Ausbildung.
Zum Gefechtsexerzieren oder zum Gefecht wurde als taktischer Körper der Infanterie das Bataillon formiert. Es sollte soviel Soldaten umfassen, wie sich noch gemeinsam durch die menschliche Stimme kommandieren ließen.
Zur Zeit der reinen Lineartaktik zählten daher Bataillone zwischen 600 und 800 Mann, mit der häufigeren Verwendung der Kolonne konnte man sie bis zu 1.200 Mann verstärken.
Diese Aussagen hatten eigentlich bis zum 1.Weltkrieg hin noch ihre Gültigkeit, wenn auch natürlich der zeitlichen Entwicklung angepaßt.
Die weitere Entwicklung hin zum 2.Weltkrieg zeigte z.B. bei der Wehrmacht folgende Eigenheiten:
Brigade:
Sie konnte als unabhängige Einheit, als fester Bestandteil einer Division oder manchmal auch als fester Bestandteil eines Korps anstelle einer Division eingesetzt werden.
Zu Beginn des Krieges bestanden in vielen Divisionen eine oder zwei Brigaden (z.B. in den Panzerdivisionen die Panzerbrigaden). Jede bestand dabei aus einer Anzahl Regimenter (im Fall der Panzerdivision aus 2 Panzerregimentern) zzgl. evtl. einiger unterstellter und eigener (organischer) Einheiten.
Der Einsatz erfolgte auf operativer/taktischer Ebene.
Theoretisch konnte sie zwischen 5.000 und 7.000 Mann umfassen.
Regiment:
bestehend aus einer (variierenden) Anzahl von gleichartigen Abteilungen (=Bataillonen), zzgl. unterstellter Einheiten und eigener organischer Einheiten (z.B. Nachschubeinheiten).
Es dient als taktischer Körper.
Theoretisch konnte es zwischen 2.000 und 6.000 Mann umfassen.
Abteilung/Bataillon:
Bestehend aus einer Anzahl von Kompanien, manchmal auch mit weiteren unterstellten Formationen.
Diese Einheit diente direkt als taktischer Körper im Kampf.
Sie war die kleinste selbständige Kampfformation.
Bewaffnung und Kopfstärke reichten für Kampfaufträge aus, ohne auf die Unterstützung von anderen Einheiten angewiesen zu sein.
Jede Einheit unter ihrer Stufe (z.B. eine Kompanie) hatte nicht genug defensive oder offensive Feuerkraft und unterstützende Formationen (z.B. Pioniere) um sich selbst im Kampf zu behaupten.
Theoretisch konnte diese Einheit zwischen 500 und 1.000 Mann in ihren Rängen haben.
Wie sich dann alles bei der Bundeswehr weiter entwickelt hat ist denn schon gemachten Aussagen zu entnehmen.
Eine Bemerkung wäre noch zu den Brigaden (insbesondere bei den Panzer- und Panzergrenadierbrigaden) der Bundeswehr zu machen.
Die Gliederung der Divisionen der Bundeswehr in (Kampf-)Brigaden gem. dem schon zitierten Prinzip des „Gefechts der verbundenen Waffen“ wurde bei Neugründung der Bundeswehr von den sogenannten Kampfgruppen des 2.Weltkrieges übernommen.
Diese Kampfgruppen wurden meist ad hoc aus Einheiten (i.d.R.) einer Divisionen für einen Kampfauftrag zusammengestellt.
Besonders in der zweiten Hälfte des Krieges hat sich dies bewährt.
Gerade in den Panzerdivisionen wurden oft solche gebildet, wobei z.B. die gepanzerten und motorisierten Teile der Division zusammengefaßt wurden (es waren damals bei weitem nicht alle Teile einer Panzerdivision gepanzert!) – typisch ist z.B. die Zusammenfassung einer Panzerabteilung, eines mit Schützenpanzern ausgerüsteten Panzergrenadierbataillon (von denen die meisten Divisionen nur eines hatten!), der Panzerartillerieabteilung (Selbstfahrlafetten) des Panzerartillerieregimentes (die anderen Abteilungen führten gezogene Geschütze) und einer gepanzerten Pionierkompanie (sofern verfügbar) zu einer Kampfgruppe.
Hoffe nicht noch mehr zur Verwirrung beigetragen zu haben. :-)
Gruß
Tom