Tipps zu CQD = SOS
Von: , Frage gestellt am Mo, 26. Feb 2001
Ich weiss nicht, ob die Frage hier richtig ist, aber weiss jemand, wofür CQD (früher für SOS) steht?
Ich weiss nicht, ob die Frage hier richtig ist, aber weiss jemand, wofür CQD (früher für SOS) steht?
Hi Werner
......
Die US-Regierung ignorierte das und ließ das Schiff fahren.
Zusatz: Die Lusitania gehörte der Britischen CUNARD-Reederei.
Die US-Regierung hätte das Auslaufen gar nicht verhindern
können.
Aber sicher doch. Ein ausländisches Schiff in einem Hafen
unterliegt den Bestimmungen dieser Behörde, nicht der, seines
Flaggenlandes. Hindert eine Hafenbehörde ein Schiff am
Auslaufen, so ist dieses Schiff machtlos dagegen.
Richtig, aber auch dies unterliegt den lokal geltenden und internationalen Gesetzen. Ein Schiff einer Kriegführenden Macht kann nicht am Auslaufen gehindert werden, wenn es sozusagen Liniendienst versieht oder nur für eine kurze Zeit diesen Hafen anläuft.
Anderst sieht es aus, wenn ein Schiff vor dem Feind in einen hafen flieht. dann MUSS die neutrale Nation eine Frist bis zum Auslaufen setzen (Das ist flexibel) Sobald die Frist abgelaufen ist, wird das Schiff an die Kette gelegt. Zweck der übung ist, das neutrale Häfen nicht als Schutzbasis missbraucht werden.
Das war der Fall bei den deutschen Schiffen.
Siehe auch die vielen deutschen internierten Schiffe in den
ausländischen Häfen bei Beginn der beiden Kriege.
Man hat sehr einfache Mittel, dieses durchzusetzen : Man läßt
keinen Lotsen an Bord, läßt keine Schlepper zum Schiff, die
Behörden kommen nicht letztmalig an Bord usw..
Die wären dann vermutlich bis in die Steinzeit verklagt worden...und die Briten hätten US-Schiffe ebenfalls an die Kette gelegt. Übrigens wurden Deutsche Handels-U-Boote NICHT interniert!
Ursächlich für den Kriegseintritt der USA war nicht der
Lusitania-Zwischenfall, sondern die sog Zimmermann-Depesche,
in der D ein Bündniss mit Mexico anregte, um gemeinsam gegen
die damals noch neutrale USA loszuschlagen. (Der Mann muss
echt einen Knall gehabt haben....)
Spiegelleser wissen mehr. Die Zimmermann-Depesche regte die
amerik. Regierung auf, aber die Bevölkerung der USA war damit
nicht vom Krieg überzeugt. Erst der Tot einiger amerik.
Staatsbürger auf der Lusitania regte die US-Bürger so weit
auf, daß der Präsident einen Kriegsbeitritt anregen und
durchsetzen konnte.
ÄHM, Die Lusitania wurde 1915 versenkt, die Zimmermann-Depesche war 1917. Irgendwie stimmt da was zeitlich nicht so ganz...
das grosse Geschick der Briten war eben, diese Affäre 2 jahre lang am Kochen zu halten.
Der Kriegseintritt der USA war auf die generell beknackte deutsche Aussenpolitik zurückzuführen. Von der Kriegszieldebatte mal ganz abgesehen.
Der Spiegel hat nicht immer recht....
Gruss,
Mike
Anderst sieht es aus, wenn ein Schiff vor dem Feind in einen
hafen flieht. dann MUSS die neutrale Nation eine Frist bis zum
Auslaufen setzen (Das ist flexibel) Sobald die Frist
abgelaufen ist, wird das Schiff an die Kette gelegt. Zweck der
übung ist, das neutrale Häfen nicht als Schutzbasis
missbraucht werden.
Das war der Fall bei den deutschen Schiffen.
Damit meinst Du vielleicht die "Graf Spee" in Montevideo. Dies war bekanntlich ein Kriegsschiff und suchte tatsächlich Schutz.
Aber - im 1. Weltkrieg lagen 11 deutsche Frachtsegler im mexikanischen Hafen Santa Rosalia fest. Sie waren von der mexik. Regierung interniert worden. Bis 1921, also noch drei Jahre nach dem Krieg.
Siehe auch die vielen deutschen internierten Schiffe in den
ausländischen Häfen bei Beginn der beiden Kriege.
Die wären dann vermutlich bis in die Steinzeit verklagt
worden...und die Briten hätten US-Schiffe ebenfalls an die
Kette gelegt. Übrigens wurden Deutsche Handels-U-Boote NICHT
interniert!
Ursächlich für den Kriegseintritt der USA war nicht der
Lusitania-Zwischenfall, sondern die sog Zimmermann-Depesche,
in der D ein Bündniss mit Mexico anregte, um gemeinsam gegen
die damals noch neutrale USA loszuschlagen. (Der Mann muss
echt einen Knall gehabt haben....)
Hier ein kleiner Abschnitt aus dem Buch des amerik. Professors für Seekriegsgeschichte an der Naval Academy :
Noch bevor Wilson den Amtseid für seine zweite Regierungsperiode geleistet hatte, hatte Deutschland den uneingeschränkten U-Bootkrieg erklärt. Die Note, die der amerik. Regierung diese Entscheidung ankündigte,enthielt die in amerik. Sicht provozierende Bemerkung, es sei e i n e m amerik. Schiff pro Woche erlaubt, nach UK zu fahren. Vorausgesetzt, daß es den deutschen Weisungen strikt folge und keine Konterbande trüge.
Angesichts diese Affronts brach Wilson, wie er es auf Grund der Sussex-Verpflichtung gar nicht anders konnte, am 3.2.1917 die dipl. Beziehungen ab. Dazu die Zimmermannaffaire.
Spiegelleser wissen mehr. Die Zimmermann-Depesche regte die
amerik. Regierung auf, aber die Bevölkerung der USA war damit
nicht vom Krieg überzeugt. Erst der Tot einiger amerik.
Staatsbürger auf der Lusitania regte die US-Bürger so weit
auf, daß der Präsident einen Kriegsbeitritt anregen und
durchsetzen konnte.
ÄHM, Die Lusitania wurde 1915 versenkt, die
Zimmermann-Depesche war 1917. Irgendwie stimmt da was zeitlich
nicht so ganz...
Trotzdem war die amerik. Bevölkerung durch den Lusitania-Zwischenfall voll auf Seiten des Krieges, während Wilson alles tat, nicht am Krieg teilzunehmen.
das grosse Geschick der Briten war eben, diese Affäre 2 jahre
lang am Kochen zu halten.
Das stimmt.
Der Kriegseintritt der USA war auf die generell beknackte
deutsche Aussenpolitik zurückzuführen. Von der
Kriegszieldebatte mal ganz abgesehen.
Der Spiegel hat nicht immer recht.... (Aber meistens)
Gruß Werner
Gruss,
Mike
die Lucitania ist abgedunkelt gefahren und hatte nach eheimdienstlichen berichten munition an bord
Ob das so war, kann letztlich dahinstehen. Der Torpedoangriff
geschah am hellen Tag, so daß es auf "abgedunkeltes" Fahren
nicht ankommt.
nagut - hab ich mich wohl im schiff geirrt.
ich hab dafür noch einen schönen link mit viel text gefunden: http://home.primusnetz.de/schrader/
Und die Besatzung von "U 20" kannte die Ladung
der "Lusitania" nicht. Sie torpedierten also nicht deswegen,
weil Munition an Bord war.
ich weiss nat. nicht was die seefahrer wussten, aber beim beladen des schiffes kann man auf jedenfall auspionieren was geladen wird usw. ... (schade das ich den tv-bericht nicht aufgenommen habe.)
<gruss>
STK
die funkerei bediente sich anfangs des vokabulars der telegrafie. CQ war das kürzel für einen anruf an "alle stationen". marconi hat dieses "all stations" für den seefunk 1904 um das D – für distress, verzweiflung bzw. seenot – ergänzt. cqd wurde erst später als come qucik, danger übersetzt.
ein zweiter kandidat für das internatonaer anerkannte seenotsignal war übrigens das US-notsignal NC, das noch heute im Flaggenalphabet den Notfall bezeichnet.
(aus mare nr. 29, thema "seenot")
d)