AK-74, neueste Kalaschnikow-Version?

Zu Zeiten des DDR-Unterganges, 1989, erinnere ich mich, daß in Kavelsdorf, nähe Ostseehäfen!!!, ein Haufen DDR-AK-74 verschwunden sind. Die BRD-Regierung hatte Kenntnis davon, hat aber niemals öffentlich darauf re-agiert! Es waren Maschinenpistolen, die mit Hochrasanz und geringem Kaliber schossen, also nicht die berühmte AK-47, die viele als Souvenir oder Dienstwaffe kennen.
Wo sind diese AK-74, sind es außerdem die neuesten Kalaschnikows? abgeblieben? Bei einer solchen Massen-Waffen-Verramschung müßte doch irgendwas dazu bekannt geworden sein???
Damals in wenigen Zeitungen, Originale vorhanden!, wurde dies beschrieben - aber nicht weiterverfolgt. Komisch!!! Alle schweigen. Haben sich in Luft aufgelöst, sind verrostet, oder so …
Bitte um ein paar stützende Worte dazu, wenn irgendwas bekannt sein sollte!
Euer Makarov-Freund, Norbert.

Wo sollen wir denn das herwissen?
Wenn sich 1989 irgendjemand MPis vom Typ AK74 geklaut hat, woher sollen wir dann wissen, was aus den Waffen geworden ist? Wer Kalaschnikows brauchte, mußte sie übrigens nicht stehlen, er „bekam“ sie damals wesentlich billiger bei der zerfallenden Sowjetarmee.

Der Oberst Michail Timofejewitsch Kalaschnikow hat unlängst irgendwo im Ural seinen 80. Geburtstag gefeiert. Seine berühmte Waffe, eigentlich ein Maschinenkarabiner und keine Maschinenpistole, setzte die Kurzpatrone M43 (7,62 x 39) voraus, die eigentlich für den Selbstladekarabiner Simonow erfunden worden war. 1947 war „DIE“ Kalaschnikow fertig, später kamen ein leichtes und ein schweres Maschinengewehr hinzu, das System des Scharfschützengewehrs Dragunow wurde bewußt dem System Kalaschnikow ähnlich gestaltet, ja und 1974 folgte als krönender Abschluß eine 5,45-mm-Version (AK 74) und davon wieder eine Fallschirmjägervariante (AKR), beide mit Kurzpatrone M74 (5,45 x 39). Die M74 erreichte höhere Anfangsgeschwindigkeit (Vo 900 m/s im Vergleich zu 710 m/s), während die M43 die höhere Anfangsenergie hatte (Eo 1.991 Joule im Vergleich zu 1.316 Joule) und daher besser auf Technik wirkte.

Makarow-Freund bin ich auch. Die Pistole Makarow hat dieses Jahr 50. Geburtstag und ist (unverändert) die kräftigste Waffe (Patrone M [9,2 x 18] mit Eo des Geschosses 303 Joule), die mit einfachem Masseverschluß auskommt und im übrigen (typisch russisch) weder durch Rekruten noch durch Sand, Dreck etc. „verwüstet“ werden kann.

  • Django -

Lieber Django,

da Du den Colt hier schon öfter schneller als Dein Schatten hast ziehen können, ähnlich den Daltons, habe ich gehofft, daß auch Unmögliches hier möglich werden könnte. Sei mir bitte nicht böse um meinen Versuch der Aufdeckung.
Soweit ich weiß, widerleg mich, wenn ich falsch liege, bitte, kriegt man von den Hochrasanz-Geschossen auch bei nur einem Streifschuß so etwas wie einen Nervenschock, also unkontrollierbares Zittern. Ich hatte sowas mal selber erlebt, beim leichten Ein-Quetschen eines Fingers in der Autotür.
Keine Wunde, kein Bluterguß, aber Nervenschock, mit 10 Minuten still hinsetzen - und warten bis es vorbeigeht. Ganz komisches Feeling, noch nie zuvor erlebt.

Ansonsten natürlich dank für die Aufklärung, daß nach dem AK-74 noch nix neueres auf der Walze ist und für die sonstigen waffentechnischen Erläuterungen.
Soweit ich weiß hat darüberhinaus die Hochrasanz-Geschoß-Philosophie einen bösen Nachteil: schon ein Blatt gestreift kann die sehr gestreckte Flugbahn sehr zum Abweichen vom Sollweg bringen?!
Nee, nicht geklaut, die Bundesregierung muß dies Kontainerweise irgendwohin verhökert oder gebunkert haben. Genaueres weiß niemand nicht. Das ist offiziell vertuscht und niedrig gehalten worden! Aber der BND würde ja so was niieeee tun, nicht wahr!
Dein Norbert.
(ExZeitsoldat und u.a. Krummi-Schleifer inne Ausbildungskompanie)

Helmut Kohl ?
Kohl hat nach der Wiedervereinigung große Mengen von Ak-47 an die Türkei verschenkt, Vielleicht sind sie da weggekommen.

Merci, vielmals. Ja, Mel, da könnte was dran sein. Dein Norbert.

Kurze Anmerkunng…
Hallo Waffenfreund!!!

Jetzt muss ich auch noch mein Kommentar dazu abgeben.

Soweit ich weiß hat darüberhinaus die
Hochrasanz-Geschoß-Philosophie einen bösen Nachteil: schon ein
Blatt gestreift kann die sehr gestreckte Flugbahn sehr zum
Abweichen vom Sollweg bringen?!

So viel wie ich weiss stimmt das auch. Entweder werden die Projektile abgelenkt oder sie beginnen sich zu überschlagen.
Dass ist den Amis im Vietnamkrieg mit ihrem neuen M16 passiert. Zur Erinnerung damals der neue Kaliber 5,56x45. Heutiger neuer Natokaliber. (Hat die 7,62x51 abgelösst (.308) ) Sie hatten glaube ich die Patrone dermassen überladen dass sie eine sehr hohe Geschwindigkeit erreicht hat. Dies hatte zur folge dass sich die Projektile im Flug überschlugen und so sehr böse Verletztungen hervogerufen haben. Man vermutete damls, glaube ich, auch das die Amis DumDum Geschosse im Vietnamkrieg eingesetzt hatten was ja laut Kriegsrecht verboten ist.

Korrigiert mich bitte wenn ich was falschen verzapft habe!

Gut Schuss
Carsten

Hallo, beisammen!

Die Wirkung von Hochgeschwindigkeitsmunition liegt hauptsächlich darin, daß das Geschoß mit dem Heck ein wenig ins „schwänzeln“ gerät, stabilisiert durch den Drall.
Wenn man sich Beschußtests auf ballistische Gelantine oder Seife ansieht, so ist der „Wundkanal“ gewaltig im Vergleich zu einem normalschnellen Geschoß, sogar größerern Kalibers.
Im Körper entsteht derselbe Wundkanal, das bedeutet, Gewebe wird aufgedehnt, und fast im gleichen Augenblick wieder zusammenzufallen. Daher der Nervenschock, denn es sind erheblich größere Areale betroffen, als später im Schußverlauf deutlich werden.
Da liegt nun auch der Nachteil der Patrone. Fliegt sie durch ein Hindernis wie Buschwerk o. Ä. wird aus dem „Schwänzeln“ ein unkontrolliertes Trudeln. Das Geschoß kommt dann nicht mehr allzuweit und wird durch eine Splitterschutzweste gefangen.
Was die Geschichte mit Deinem Finger betrifft: Ein Nervenschock war das nicht, nur eine Reaktion Deines Körpers auf den Schreck und Schmerz, der eine vasovagale Synkope ausgelöst hat. Ist bestimmt recht schnell wieder vorbeigegangen, kann aber bis zur Ohnmacht führen.

Es grüßt,

Marcus

Lieber Marcus,

vielen herzlichen Dank für Deinen Einsatz.
Du hast beide Phänomene, die Hochrasanz-Problematik und mein
merkwürdiges Fingerquetschen, was eigentlich jedem mal so oder
ähnlich täglich passieren könnte, nicht nur für mich sondern
für jedermann einfachst verstehbar erklärt. Nicht jeder hat
dieses prima Fachwissen und vor allem dann auch die Fähigkeit,
dieses auch für den Laien verstehbar zu erklären, und dann
noch die Freundlichkeit, das auch wirklich unter ziemlichem
Zeiteinsatz auch selbstlos zu tun.
Viel mehr als Danken kann ich Dir nämlich leider nicht.
Für mich ist jetzt alles diesbezüglich klar.
Obzwar mein Seelenfrieden schon vorher vorhanden war,
kann ich da nur noch sagen: jetzt ist er perfekt;
auch die letzte!!! offene Frage ist damit - für mich -
geklärt. Wer darf so was sonst schon behaupten.

Alles Liebe und Gute,

Dein Norbert.

Danke:smile:))
O.T.