... außer hochdeutsch, liebe Edith,
Ach ja, Bolo, da hast du wohl Recht! :-)
Ich glaube, das Vereinnahmen eines ausländischen Worts in die eigene Sprache
geschieht weder bewusst noch nach logischen Gesichtspunkten. Und schon gar nicht
konsequent. Vielleicht plappert man auch nur das nach, was man von seinem Umfeld
hört. Und wenn die Kollegen *das* Mail sagen, kommt einem das nach einer Zeit
normal vor.
Über weite Teile ist es im Schwäbischen sowieso egal, ob das Ding nun männlich,
weiblich oder sächlich ist: Es heisst sowieso immer "I schick dir *a* Mail". Oder
"Isch *mei* Mail scho komma?"
Konzernsprache ist bei uns Englisch, und da sind mail, memo, note etc. durchweg
sächlich. Wenn ich mich ausnahmsweise auf Hochdeutsch zum Thema verbreiten muss,
kriege ich nicht automatisch die Kurve zum Femininum. Ich muss mich jedenfalls
tierisch konzentrieren, um "die" Mail zu schreiben. Vielleicht ist Schwäbisch
und Englisch einfach eine zu große Belastung für so ein armes Sprachgefühl ...
LG
Edith