(b) Was ist "es" für ein Satzglied?
Es regnet.
im gegensatz zu den anderen bin ich nicht der meinung, daß "es" in diesem und ähnlichen sätzen das subjekt ist. erstens finde ich die frage "wer oder was regnet?" schwachsinnig (formal zwar richtig, aber nicht sinnvoll), zweitens gebe ich einen anderen beispielsatz:
es ist ein ros entsprungen.
wer oder was ist entsprungen? ein ros. und was ist nun mit dem "es"? es ist jedenfalls nicht das subjekt (denn das ist "ein ros").
ich würde meinen, daß das "es" in diesen fällen ein anhängsel des prädikats ist. die funktion ist auch einigermaßen klar: das prädikat kommt im satz normalerweise an zweiter stelle, man könnte also auch sagen: "ein ros ist entsprungen". will man die das subjekt aus poetischen, logischen oder anderen gründen nach hinten umstellen, stellt man ein "es" an die erste stelle.
so auch:
etwas ist heute passiert.
heute ist etwas passiert.
=> es ist heute etwas passiert.
bei bestimmten floskeln ist das "es" teil unerläßlicher teil des prädikats, wie eben bei "es regnet". nicht irgendwas regnet, sondern das "es" ersetzt eben ein nicht vorhandenes subjekt.