was ist ein/e diluvianist?

Von: , Frage gestellt am Fr, 6. Jan 2006

hallo
kann mir jemand sagen, was ein/e diluvianist ist?
habe bei googel und wikipedia gesucht,....ergebnislos.
das wort diluvianist kommt aus der zeitperiode bis zum beginn
des 18. jahrhunderts.
vielen dank und gruss.

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Minuten 0 hilfreich
    Re: was ist ein/e diluvianist?

    Hallo
    Ich kenne das Wort diluvio aus dem Italienischen, wo es Flut,
    Ueberschwemmung oder spezieller auch Sintflut bedeutet.
    Kurze Suche mit metacrawler.com fuehrte mich auf einige Seiten, deren
    fluechtige Lektuere mich zu dem Schluss brachte, dass Diluvianismus
    eine Flut-Geologie sein muesse, die jedoch mehr religioes als
    wissenschaftlich ist. Der Diluvianist glaubt vielleicht, dass
    bestimmte geologische Besonderheiten der Erde auf die Sintflut
    zurueckzufuehren seien.

    Gruss, Tychi [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 16 Minuten 1 hilfreich
    Re: Diluvianismus

    Hallo, Martina,

    google mal mit dem Begriff "Diluvianismus" - dann wirst du genügend Links zu dieser Sintfluttheorie des ausgehenden 18./ beginnenden 19.Jhdts. finden. Ein Diluvianist ist/war demnach ein Anhänger dieser Theorie.

    HTH, lieben Gruß aus Wien, jenny

    • Antwort von nach 43 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Diluvianismus

      vielen dank:-)
      so wurde mir geholfen:-)

    • Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Diluvianismus

      Hallo, Martina und Jenny,

      Im Archäologischen Landesmuseum Konstanz findet sich ein hübsches Beispiel für den Diluvianismus.

      Dort befindet sich ein Skelett, das man beim Auffinden als die Knochen eines bei der Sintflut Ertrunkenen identifizierte.

      Vor dem Jahr 1723 mussten Steinbrucharbeiter beim heutigen Öhningen auf sonderbare Formen in Steinen gestossen sein: Es handelte sich um Überreste - größtenteils versteinerte Knochen - von Tieren, die vor über 14 Millionen Jahren dort gelebt hatten. 1723 dann fand Johann Jakob Schweizer, Züricher Stadtarzt, in Öhningen ein versteinertes Skelett, das von damaligen Experten schnell identifiziert war: Es handelte sich, so glaubte man, um einen Menschen, einen Sünder, der von der Sintflut heimgesucht wurde. Es sollte einhundert Jahre dauern, bis man heraus fand, was das über ein Meter große Skelett wirklich ist: Ein Riesensalamander, der sich im subtropischen bis tropischen Regenwald bei Öhningen schon damals von Fischen, Würmern und Insekten ernährt haben muss.

      => http://www.wochenblatt.net/Zeiten/texte/0002.htm


      Es war der Franzose Cuvier, Anatom und Begründer der Paläontologie, der es als Skelett eines Riesensalamanders bestimmte.

      Gruß Fritz

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!