Hallo, Martina und Jenny,
Im Archäologischen Landesmuseum Konstanz findet sich ein hübsches Beispiel für den Diluvianismus.
Dort befindet sich ein Skelett, das man beim Auffinden als die Knochen eines bei der Sintflut Ertrunkenen identifizierte.
Vor dem Jahr 1723 mussten Steinbrucharbeiter beim heutigen Öhningen auf sonderbare Formen in Steinen gestossen sein: Es handelte sich um Überreste - größtenteils versteinerte Knochen - von Tieren, die vor über 14 Millionen Jahren dort gelebt hatten. 1723 dann fand Johann Jakob Schweizer, Züricher Stadtarzt, in Öhningen ein versteinertes Skelett, das von damaligen Experten schnell identifiziert war: Es handelte sich, so glaubte man, um einen Menschen, einen Sünder, der von der Sintflut heimgesucht wurde. Es sollte einhundert Jahre dauern, bis man heraus fand, was das über ein Meter große Skelett wirklich ist: Ein Riesensalamander, der sich im subtropischen bis tropischen Regenwald bei Öhningen schon damals von Fischen, Würmern und Insekten ernährt haben muss.
=> http://www.wochenblatt.net/Zeiten/texte/0002.htm
Es war der Franzose Cuvier, Anatom und Begründer der Paläontologie, der es als Skelett eines Riesensalamanders bestimmte.
Gruß Fritz