Bedeutungswandel-zukünftiger Wandel? Prognosen!

Von: , Frage gestellt am So, 8. Jan 2006

Wörter ändern im Laufe der Zeit ihre Bedeutung, werden polysem oder verlieren Bedeutungsvarianten!
Ich bin auf der Suche nach Wörtern, bei denen man sich vorstellen könnte, dass sie in Zukunft ihre Bedeutung variieren werden bzw. schon dabei sind sich zu verändern, hin und wieder in einer speziellen Variation gebraucht werden etc.
Was glaubt ihr? Welche Wörter könnten in Zukunft einen ähnlichen Wandel erleben wie geil, scharf, heiß, phantastisch, toll, wahnsinnig, gemein etc.?
Wo deutet sich ein Wandel an, der nur noch nicht lexikalisiert ist?
Lieben Dank wenn ihr euch einen Moment Zeit nehmt darüber nachzudenken und zu antworten!
Katti

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 56 Minuten 0 hilfreich
    Re: Bedeutungswandel-zukünftiger Wandel? Prognosen

    Interessante Frage! Das hab ich mich schon oft gefragt.

    Ich denke, dass "übel" (v.A. als Superlativ) bald nix schlechtes mehr verheißt, sondern nur noch als Adverb der Verstärkung vorkommt, als Alternative zu "sehr".

    Sind dir eigentlich selbst welche eingefallen? Ich hatte nämlich mal die absurde Idee, sowas wie "Deutsch, wie es in 500 Jahren gesprochen werden könnte" zu entwickeln... mit sowohl phonetischen als auch semantischen und syntaktischen Veränderungen, alle zugespitzt und weiter verbreitet und mit vielen vielen Anglizismen durchsetzt, teilweise stark ans Deutsche angepasst. Vielleicht gibt's dann bei Adjektiven keinen Positiv und Komparativ mehr, sondern nur noch Superlativ, Hyperlativ und Universativ oder so. Wer weiß...

    Gruß,
    - André

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Bedeutungswandel-zukünftiger Wandel? Prognos

      Ja das stimmt übel als "das Übel" wird eigentlich kaum noch verwendet! eher als umgangssprachliche Steigerungsform in "übelst"!
      Dein Projekt hört sich gut an!
      Eine Möglichkeit die mir eingefallen oder besser aufgefallen ist, sind Worte wie blind, taub (stumm)!
      Blöd und doof waren ehemals auch Bezeichnungen für körperliche Schwächen (blind und taub). Im Laufe eines metaphorischen Wandels wurden sie zu den heutigen Schimpfwörtern!
      Der Wandel von den jetzigen Bezeichnungen - blind und taub - deutet sich vllt. schon in Ausdrücken wie "blindes Huhn" oder "taube Nuss" an.

      LG Katti

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Bedeutungswandel-zukünftiger Wandel? Prognos

      Hallo Andre Ich hatte
      nämlich mal die absurde Idee, sowas wie "Deutsch, wie es in
      500 Jahren gesprochen werden könnte" zu entwickeln... mit
      sowohl phonetischen als auch semantischen und syntaktischen
      Veränderungen, alle zugespitzt und weiter verbreitet und mit
      vielen vielen Anglizismen durchsetzt, teilweise stark ans
      Deutsche angepasst. Vielleicht gibt's dann bei Adjektiven
      keinen Positiv und Komparativ mehr, sondern nur noch
      Superlativ, Hyperlativ und Universativ oder so. Wer weiß...
      Das waere eine nette Spielerei, Gehirnjogging sozusagen, aber ich
      kann mir nicht vorstellen, dass die Prognose zutreffen wuerde.
      Sprache ist ein so komplexes System, dass Vorhersagen auch nur fuer
      die naechsten 20 Jahre ungefaehr so genau sind, wie heutige
      Wettervorhersagen fuer den 15. Februar 2006.

      Gruss, Tychi

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