Antwort von
nach 11 Stunden
hilfreich
Re^6: freier Wille - eine Illusion?
Hallo Herbert,
hmm ... wenn ich mich nicht täusche bist du nicht konkret auf
die quantentheorie eingegangen. ich werde die frage nach der
möglichkeit des freien willens durch die QT mal auf dem physik
forum posten!
gute Idee. Ich bin schon auf die Quantentheorie eingegangen,
aber nur in ihren philosophischen Auswirkungen, nicht auf die
Quantentherie selbst, da hast du recht.
ist nicht von mir. ich glaube roger penrose hat so zum ersten mal gedacht. er wollte eigentlich nur die leute wiederlegen, die überzeugt waren, den computern ein bewußtsein einzupflanzen. ob er auch aussagen über den freien willen macht - da muß ich nochmal nachdenken (computerdenken heißt das ganze, kann es nur empfehlen)
Das ist ein gefährlicher Glaube! Und es ist ein Glaube, das
steht wohl ausser Frage. Das gefährliche daran ist: wenn wir
unseren Willen frei bestimmen könnten, wäre es gut, gutes zu
tun oder zumindest nichts schlechtes. ...
stimmt, aber ich darf es glauben, und trotzdem nicht danach
handeln - ist doch ok oder! kann mich schließlich nicht selbst
belügen!
Das stimmt allerdings. Gefährlich bleibt es dennoch, da andere
weniger verantwortungsbewusst sein könnten.
Bist du Atheist (du glaubst dass es keinen Gott gibt) oder
bist du Agnostiker (du glaubst nur, wass dir bewiesen wird)?
Ausserdem: das Göttliche muss nicht ausserhalb stehen, es kann
"in" uns sein!
ich habe einmal gehört, daß ein agnostiker jemand ist, der
behauptet daß über die existenz eines gottes überhaupt keine
aussage gemacht werden kann.
Ja, so kann man es auch ausdrücken. Praktisch ist es aber so,
dass ein Agnostiker dann nur das glaubt, was bewiesen werden
kann - ob es darüber hinaus etwas gibt oder nicht, darüber
meint er, könne man keine Aussage treffen. Vom Glauben einer
Person ausgehend ist meine Definition passender, objektiv
gesehen ist deine passender.
so wie die katholische religion
beispielsweise ihren gott sieht (ich kenne kaum andere
religionen), nämlich als über den naturgesetzen stehend,
du willst damit sagen, die Katholiken wären Agnostiker? Nein,
dann musst du doch meine Definition nehmen. Dann ist der
Ansatz vom Glauben ausgehend besser.
nein, die katholiken glauben ja etwas, was nicht bewiesen werden kann! ich habe nur gemeint, daß der katholische gott ein unnaturwissenschaftlicher nicht beweisbarer ist!
Zb glaube ich auch, daß
es außer auf der erde (und selbst da bin ich mir nicht immer
sicher) in unserer galaxis (!) kein intelligentes leben gibt.
einfach aufgrund der statistik (details: siehe astronomie
forum, planeten-outfit) Bin ich jetzt Agnostiker?
Nein, du glaubst ja etwas über etwas, was du nicht weisst.
Würdest du sagen, dass du zum Thema ausserirdisches Leben
keine Aussage machen könntest, dann wärest du in dem Aspekt
Agnostiker.
kapiche
Ach ja: ich war auch mal Agnostiker ...
hmm ... wenn ich über die seele nachdenke, kommen mir manchmal
auch leichte zweifel am atheismus. wie gesagt: wenn gott
wirklich über die naturgesetze völlig erhaben ist, macht es
kaum sinn über ihn nachzudenken.
Du wirbelst immer noch Atheismus und Agnostik durcheinander!
Aber warum kann das Göttliche nicht einfach eine Kombination
aus Bewusstsein und den Naturgesetzen sein? Warum sollte das
Göttliche ausserhalb der Naturgesetze sein? Das ist mir doch
zu katholisch!
wenn die naturgesetze alles erklären, dann brauche ich keinen gott mehr
Auch ausserhalb des Internets!
Zu oft Matrix gesehen? (kleiner Scherz!)
Ne, nur einmal, aber die Bemerkung wäre von mir auch vorher
schon bekommen ...
Alles Gute
Michael
Ebenso - Herbert
p.s. heute habe ich einen neuen aspekt des freien willens entdeckt: laut meiner theorie ist alles durch evolution entstanden. wenn das bewußte selbst keinen einfluß auf geist und körper hat, dann hätte es auch keine überlebenswichtige funktion gehabt...