Antwort von
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Warum wir nicht Wulff, sondern uns selbst hassen
http://wulff-hass.blogspot.com
Geiz ist geil. Dieser Werbespruch wurde aus der Medienladschaft verbannt. In Deutschland. Nur in Deutschland.
Wir Deutschen wollen uns nicht so sehen. Wir wissen dennoch, dass wir so sind. Insgeheim.
Gehen wir in den Keller unserer Seele, dann finden wir eine Tür, die noch weiter nach unten führt. In einen Bunker. Aber wir wollen die Tür nicht finden. In einer Ecke im Keller über dem Bunker finden wir ein Paket. Lebendig. Wimmernd. Aber nicht versteckt. Wir zeigen es sogar gerne vor. Es ist Adolf Hitler, den wir nicht loslassen wollen. Hier sitzt der Fokus unseres offiziellen Selbsthasses. Die meisten von uns sind nach Hitler geboren. Also können wir nichts für ihn. Aber wir tragen offen die Verantwortung. Mutig. Mit Fassung.
Doch was machen wir mit dem Inhalt unseres Bunkers? Wir glauben nicht, dass es ihn gibt. Aber wir spüren ihn. Jeden Tag.
Dieser Inhalt ist unser schmerzender Selbsthass. Der Schmerz ist nicht stark. Er ist dumpf. Aber immer da. Wir wissen,dass er da ist. Glauben nur nicht daran. Der Schmerz wird von unserer Gier genährt. Von unserem Geiz. Von Ignoranz anderen Lebewesen gegenüber, die Leiden müssen für uns. Doch sie rächen sich. Kommen in unsere Träume. Begleiten uns auf unserem Weg.
Was hat das alles mit unserem Bundespräsidenten zu tun?
Wulff ist unser Jesus. Unser Märtyrer. Ihn kreuzigen wir. Wir können ja nicht uns selbst kreuzigen. Wulff ist nicht unser Nachbar. Nicht unser Freund. Aber hat sich zu uns herab begeben.
Und jetzt haben wir ihn.