Königliche Elefantenjagt:

Von: , Frage gestellt am Do, 19. Apr 2012
Hallo,

Der spanische König Juan Carlos hat durch seine Teilnahme an einer
Elefanten- Jagt heftige Proteste ausgelöst.
Auch ich bin erschüttert wie sich Königshäuser auf die selbe Ebene
wie Wilderer begeben können.
Er muss dazu gezwungen werden die Ehrenpräsidentschaft der spanischen
Sektion der Tierschutzorganisation WWF niederzulegen.
http://www.stern.de/wissen/natur/elefanten-wilderer-...

Gibt es Unterschriften- und Protestaktion gegen solche Schweinereien.

Gruß
nicki

40 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 23 Minuten hilfreich
      Re: Ich vermute mal

      Wo ist die Frage?
      Hier:

      Gibt es Unterschriften- und Protestaktion gegen solche Schweinereien.?

      Gruß
      Tina
      • Antwort von nach 29 Minuten hilfreich
        Re^2: Ich vermute mal
        Guten Tag, Gibt es Unterschriften- und Protestaktion gegen solche
        Schweinereien.?
        Besser wäre Information.
        Zum Beispiel sollte man sich das "elephant management" im südlichen Afrika ansehen.

        Die Basis des Protests (wenn es denn beim Protest bleiben sollte) wäre eine bessere.

        MfG
        GWS
  1. Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
    Re: Königliche Elefantenjagt:

    Hallo,

    Der spanische König Juan Carlos hat durch seine Teilnahme an
    einer
    Elefanten- Jagt heftige Proteste ausgelöst.
    Auch ich bin erschüttert wie sich Königshäuser auf die selbe
    Ebene
    wie Wilderer begeben können.
    Er muss dazu gezwungen werden die Ehrenpräsidentschaft der
    spanischen
    Sektion der Tierschutzorganisation WWF niederzulegen.
    http://www.stern.de/wissen/natur/elefanten-wilderer-...

    Gibt es Unterschriften- und Protestaktion gegen solche
    Schweinereien.
    In Deutschland hätte man ihm wahrscheinlich den Königstitel aberkannt.
  2. Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
    Re: Königliche Elefantenjagt:
    Wieso Schweinerei?

    Elefanten sind schädlich fürs Ökosystem, wenn man ihre Population nicht unter Kontrolle hält. Im Gegensatz zu 'früher' können Elefanten inzwischen nicht mehr ungehindert durchs Land streifen, weswegen man die Populationen künstlich kontrollieren muss.

    Das ist in Deutschland mit den Waldbewohnern im Übrigen nicht anders.

    Als Resultat müssen beispielsweise in den südafrikanischen und kenianischen Nationalparks regelmäßig Elefanten geschossen werden.

    Nun kann man sich darüber aufregen, dass man mit dem Töten von Tieren Geld verdient. Aber ich kanns natürlich so einem afrikanischen Land auch nicht verdenken, wenn sie Geld verdienen wollen mit Tieren, die möglichweise sowieso abgeschossen werden müssen.

    Da sich die meisten Artikel ein bisserl darüber ausschweigen, in welchem Kontext die Jagd zu sehen ist, würde ich ja 'in dubio pro reo' vorschlagen.
    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re^2: Königliche Elefantenjagt:
      Hi, Das ist in Deutschland mit den Waldbewohnern im Übrigen nicht
      anders.

      ist es deshalb richtig? In Bayern zählt Wald vor Wild, was zur Folge hat, das man hier kaum noch Rehe sieht.

      Was ist denn ursächlich für den Wildverbiss?

      Wir haben in unserem Wald (absichtlich) viel Unterholz und wir haben keinerlei Verbiss.

      Sollte man nicht versuchen im Einklang mit der Natur zu leben?

      Das ein zu großer Bestand dezimiert werden muss, steht völlig außer Frage, aber der Parole "Wald vor Wild" stehe ich skeptisch gegenüber.

      Gruß
      Tina
      • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
        Re^3: Königliche Elefantenjagt:
        Aber ich habe in Südafrika durchaus mal gesehen, was Elefanten dem Wald antun. Das ist schon ziemlich heftig. Wenn man die Elefanten machen läßt, wie sie lustig sind, gibt es danach keinen Wald mehr.

        Wie gesagt - das Problem ist, dass die Wanderbewegungen, wie sie vor der Besiedlung Afrikas möglich waren, heute nicht mehr möglich sind. Eine größere Anzahl Elefanten in einem begrenzten Areal zu halten (selbst wenn es so groß ist, wie der Krüger-Nationalpark) wird damit sehr schwierig.

        Man kann ziemlich gut berechnen, wieviele Elefanten pro km² ein Areal aushält und dann muss man die Elefantenzahl auch in diesem Bereich halten.

        ---

        Das mit dem Einklang mit der Natur ist nur eine Worthülse und effektiv nicht zuende gedacht. Wir leben in Einklang mit der Natur. Immer und jederzeit. Der Mensch gehört fest zur Natur. Das was wir as Natur bezeichnen ist ein sich stetig neu einregelndes Fließgleichgewicht. Es gibt deswegen auch kein gut oder schlecht im Bezug auf die Natur. Es gibt auch keinen 'ist'-Zustand zu dem wir zurückkehren sollten.

        Wir Menschen sind wie alle Tierarten. Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten möglichst viele Lebensräume zu besiedeln. Dies tun wir, wie jede Tierart, auf Kosten anderer Lebewesen und teilweise, wie jede Tierart, ohne Weitsicht für die Zukunft. Der Mensch stellt also keine Ausnahme dar und per sé keine Besonderheit. Nur sind wir, im darwinschen Sinne, tatsächlich die Krone der 'Schöpfung', weil wir all das viel schneller und effizienter als jede andere Tierart hinbekommen (was nicht per sé positiv ist).

        Aus diesem Grunde wäre es meines Erachtens sinnvoller wenn wir versuchten ein bisserl WENIGER wie Tiere zu sein und die uns an sich gegebene Möglichkeit der Weitsicht zu nutzen um weiter als nur bis morgen zu denken.

        Aber das erfordert eben dass wir NICHT im Einklang mit der Natur leben sondern gewissermaßen über der Natur.
        • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
          Re^4: Königliche Elefantenjagt:
          Das mit dem Einklang mit der Natur ist nur eine Worthülse und
          effektiv nicht zuende gedacht. Wir leben in Einklang mit der
          Natur. Immer und jederzeit.
          Nein, tun wir in großen Teilen nicht. Wir vernichten Natur, wir beuten Natur aus, wir versuchen Natur nach unseren Wünschen zu formen. Das hat nichts mit "im Einklang mit der Natur" zu leben zu tun. Der Mensch gehört fest zur Natur.
          Noch. Das was wir as Natur bezeichnen ist ein sich stetig neu
          einregelndes Fließgleichgewicht. Es gibt deswegen auch kein
          gut oder schlecht im Bezug auf die Natur. Es gibt auch keinen
          'ist'-Zustand zu dem wir zurückkehren sollten.
          Das sehe ich anders.
          Wir Menschen sind wie alle Tierarten. Wir versuchen im Rahmen
          unserer Möglichkeiten möglichst viele Lebensräume zu
          besiedeln. Dies tun wir, wie jede Tierart, auf Kosten anderer
          Lebewesen und teilweise, wie jede Tierart, ohne Weitsicht für
          die Zukunft. Der Mensch stellt also keine Ausnahme dar und per
          sé keine Besonderheit. Nur sind wir, im darwinschen Sinne,
          tatsächlich die Krone der 'Schöpfung', weil wir all das viel
          schneller und effizienter als jede andere Tierart hinbekommen
          (was nicht per sé positiv ist).
          Ich kenne keine Tierart, die ihren eigenen Lebensraum vergiftet, ich kenne keine Tierart die dermassen verschwenderisch mit ihren Ressourcen umgeht. Ich kenne keine Tierart, die nur um ein wenig Papier willen seinen Lebensraum plündert.

          Und von der Krone der Schöpfung ist der Mensch weit entfernt.
          Aus diesem Grunde wäre es meines Erachtens sinnvoller wenn wir
          versuchten ein bisserl WENIGER wie Tiere zu sein und die uns
          an sich gegebene Möglichkeit der Weitsicht zu nutzen um weiter
          als nur bis morgen zu denken.
          Da stimme ich Dir zu.
          Aber das erfordert eben dass wir NICHT im Einklang mit der
          Natur leben sondern gewissermaßen über der Natur.
          Da nicht.
          • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
            Re^5: Königliche Elefantenjagt:
            Nein, tun wir in großen Teilen nicht. Wir vernichten Natur,
            wir beuten Natur aus, wir versuchen Natur nach unseren
            Wünschen zu formen. Das hat nichts mit "im Einklang mit der
            Natur" zu leben zu tun.
            Hm. Anscheinend habe ich mich nicht klar ausgedrückt. Vom Standpunkt der Natur aus, vernichten wir sie nicht und beuten sie auch nicht aus, wir verändern sie. Wenn wir Natur als Gesamtheit der Biosphäre des Planeten betrachten, dann ist ein Lebensraum so gut wieder andere.

            Wir ändern beispielsweise den Lebensraum Regenwald in den Lebensraum Monokultur. Oder den Lebensraum Uferzone in den Lebensraum Betonstrasse. Vom Standpunkt der Natur aus, ist das eine nicht notwendigerweise schlechter als das andere. Gut und Schlecht sind menschliche Qualitäten. Ehe wir uns mißverstehen, von meinem Standpunkt aus, ist der Regenwald einer Monokultur vorzuziehen und eine Uferzone einer Betonstrasse - nur der Natur ist das ziemlich egal.

            Wenn wir es jemals schaffen wollen sowas wie nachhaltigen Umweltschutz zu betreiben, müssen wir diese romantischen Naturvorstellungen über Bord werfen und uns dem widmen, was wirklich da ist. Das sehe ich anders.
            Kannst du gern, aber du irrst dich. Schau dir die Welt doch mal an. Da draussen herrscht Krieg. Die Pflanzen konkurrieren miteinander um Licht, um Wasser und bringen sich mit Freuden gegenseitig um. Tiere betreiben das im Rahmen ihrer Möglichkeiten genauso. In jedem Lebenraum versucht jede Gattung sich auf Kosten anderer auszubreiten. Dass bei endlichen Ressourcen kein unendliches Wachstum möglich ist gilt im Tierreich nämlich auch. Ökosysteme gehen ständig von einem Zustand in ein anderes über. Ich kenne keine Tierart, die ihren eigenen Lebensraum
            vergiftet, ich kenne keine Tierart die dermassen
            verschwenderisch mit ihren Ressourcen umgeht. Ich kenne keine
            Tierart, die nur um ein wenig Papier willen seinen Lebensraum
            plündert.
            Wie definierst du verschwenderisch? Wie definierst du Plündern? Schau dir mal an, was die Ratten in Neuseeland getrieben haben. Schau dir mal an, was der Victoria-Barsch im Victoria-See treibt. In beiden Fällen hat der Mensch Tiere in neue Ökosysteme gebracht und die Tiere sind anschließend (aus ökologischer Sicht) Amok gelaufen. Tiere sind nicht besser als der Mensch. Tieren fehlen die Möglichkeiten, die der Mensch hat.

            Ich sage es nochmal: Ich will damit nicht ausdrücken, dass ich das gut finde. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass diese romantischen Friede-Freude-Eierkuchen-Vorstellungen von der Natur so nicht stimmen und im Zweifel kontraproduktiv sind, wenn man versucht den Planeten nachhaltig zu bewirtschaften. Und von der Krone der Schöpfung ist der Mensch weit entfernt.
            Deswegen schrieb ich 'im Darwinschen Sinne'. Vom Standpunkt einer Tierart aus sind wir Menschen unvorstellbar erfolgreich. Wir haben praktisch jedes Ökosystem besiedelt oder nach unseren Vorstellungen umgestaltet. Wir haben uns von praktisch allen Fressfeinden befreit und können uns mehr oder weniger ungestört vermehren. Und so langsam, heben wir uns wirklich vom Tierreich ab, indem wir das mehr und mehr das Verständnis entwickeln, dass wir unter Umständen unsere eigene Lebensgrundlage zerstören könnten, wenn wir so weiter machen - und wir können Gegenmaßnahmen ergreifen. So etwas hat es im Tierreich noch nicht gegeben. Aber das erfordert eben dass wir NICHT im Einklang mit der
            Natur leben sondern gewissermaßen über der Natur.
            Da nicht.
            Vielleicht ist ja jetzt klarer geworden in welchem Sinne diese Aussage zu verstehen ist. Nämlich in dem Sinne, dass wir uns von den Geetzmäßigkeiten der Natur lösen müssen um als Spezies zu überleben. Wenn wir weiter dem folgen, was unsere Gene uns vorgeben, werden wir uns möglicherweise selber ausrotten.

            PS:

            Der Natur ist das aber egal. Die macht einfach weiter. Mit uns oder ohne uns. Völlig egal.


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