Re: Entstehung des Universums
Guten Abend!
Hallo, gibt es eine einfache für den Laien verständliche
Erklärung?
Es gibt Forschungsansätze würde ich sagen - dies entspräche in etwa dem Stand wie bei der Erforschung der Gravitation. Allerdings kann man jetzt nicht auf die Schnelle eine etablierte einheitliche Theorie zaubern, sondern muss es aushalten, dass unterschiedliche Erkenntnispfade gegangen werden.
Die Enstehung kann doch nur ein physikalisch/chemischer Vorgang :gewesen sein bzw ist es noch.
Entsprechend dem zuvor Gesagten, will ich einen Ansatz von vielen darstellen. Man muss selbstverständlich mehrere Ebenen der "Dingwelt" unterscheiden, z.B. unsere mit den Sinnesorganen seh-, fühl-, hör-, riech- und schmeckbare Objektwelt. Darunter käme dann die Ebene der Materie mit Atomen, Elektronen und deren Bewegungen und Reaktionen. Was darunter kommt wird dann strittig, hier gibt es keinen Konsens. Ich würde hier einen mechanischen Ätherkosmos annehmen, in welchem sich elektromagnetische Wellen lichtschnell ausbreiten und dadurch Anziehungen, Abstossungen, Aufbau von Atomkernen, Gravitation bewirken. Somit sind zum direkten Bau von Materie nur Ätherteilchen erforderlich - quasi wie ein Ozean - Hinzu kommen bestimmte Gesetzmässigkeiten, die auch sonst zur Wellenausbreitung in einem Medium gehören.
Wenn wie auch immer eine Enstehung stattfindet, woraus ensteht
Materie und Energie, etwa aus dem Nichts?
Auch der Mensch ist in der Situation eines Fisches im Ozean, wenn er über das Universum philosophiert, d.h. der Fisch kann über die Ufer sicherlich noch etwas in Erfahrung bringen, doch wird er Schwierigkeiten mit der Funktionsweise eines Computers haben. Insofern wird es prinzipielle Grenzen menschlicher Erkenntnis geben - allerdings kann man den Erkenntnishorizont hinausschieben. Wird also wie in diesem Ansatz angenommen, dass das Universum zuerst aus einer Art Feinstmaterie bestand, in welcher sehr schnelle Impulse möglich waren, dann wäre ein ziemlich einfacher Ausgangszustand erreicht, hinter dem dann nur noch vielfältige Spekulationen möglich scheinen.
Wenn ja wie ist das zu erklären? Manche bezeichnen dieses Nichts als :Gott, aber auch der muß enstanden sein.
In dem hier vorgestellten Ansatz ist "GOTT" das gesamte selber, d.h. eine gigantische Informationsverarbeitungskapazität, dessen Datenträger bewegliche Teile von mehr oder minder grosser Komplezität sind. Das Universum würde ich nur als ein Teil "Gottes" sehen, d.h. die Entstehung "Gottes" wäre etwas anderes als die Entstehung unseres bekannten Universums mit Sonne, Mond und Sternen. Eine Möglichkeit wäre hier eine Art Grundsubstanz wie eine Festplatte, die ja aus einer definierten Anzahl von einzelnen Speicherzellen Bits und Bytes besteht. Würde man sich ein solches Speichermedium in universien-übergreifender Ausdehnung vorstellen, dann hätte man eine Apparatur, die die Schöpfung von Intelligenzen dadurch ermöglicht, dass sich die Werte der Speicherzellen solange willkürlich ändern, bis ein ablauffähiges Programm entstanden ist, das sich selber stabilisiert - dies wäre dann die Schöpfung Gottes, der nachfolgend das uns bekannte Universum dadurch aufbaut, dass z.B. bestimmte Regeln geschaffen werden.
Vielleicht kann man die Enstehung erklären wenn man das Ende vorraus :sieht,
In dem hier vorgestellten Entwurf, wäre es dann der Fall, wenn weitere Intelligenzen entstehen - aber dies läge selbstverständlich völlig ausserhalb menschlicher Reichweite.
oder gibt es weder Anfang noch Ende also auch keine Enstehung, war es :also immer schon vorhanden und verändert sich nur immer wieder?
Du stellst Fragen, wie man sie an Experten stellt - dies wäre ein riesiger Zeitsprung, d.h. die Forschung steht am Anfang und man kann nach Ansätzen wie bei einem Brainstorming fragen. Ich würde hier beispielsweise mit dem Variieren grosser Programmspeicher experimentieren wollen, wodurch dann per Zufall ablauffähige Programme entstehen.
Gibt es ein physikalisches Beispiel dazu?
Wie gesagt, jede Festplatte wäre prinzipiell ein Beispiel. Materie ist selbstverständlich immer soetwas wie Software, da die gesamte Dingwelt über die Sinnesorgane zu meist elektrischen Signalen umgeformt wird, die so dann in einem neuronalen Netzwerk verarbeitet werden.
MfG Gerhard Kemme