Tipps zu Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

Von: , Frage gestellt am Mo, 12. Mai 2008

Hallo,
hab da mal ne Amateurfrage, die für euch bestimmt einfach zu beantworten ist.
Wieso fallen Planeten nicht auf ihre Sonnen oder Monde auf ihre Planeten?
Soviel ich weiß verformt zum Beispiel die Sonne den Raum so das eine Krümmung entsteht und die Planeten wie in einen Trichter um die Sonne kreisen. Welche Kraft hält sie davon ab ganz in die Sonne zu fallen die also gegen die Schwerkraft wirkt?

Danke schon mal

MFG
Curox

26 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              Das können sie nicht, weil die Gesamtenergie mit abnehmendem
              Radius wächst. Intuitiv ist das nicht zu verstehen. Man muß es
              schon nachrechnen.
              weil die geschwindigkeit quadratisch in die energie eingeht? meine grundaussage, dass die heutige erde die summe der masse
              ist, die über jahremilliarden immer die richtige
              geschwindigkeit um das zentrum hatte, um bestehen bleiben zu
              können, müsste aber passen.
              Nein, sie passt nicht. Da so ziemlich die gesamte Masse der
              protoplanetaren Scheibe "die richtige geschwindigkeit um das
              zentrum hatte, um bestehen bleiben zu können" und die Masse
              der Erde viel kleiner ist als die Masse dieser Scheibe, kannst
              Du damit nur meinen, dass die Masse der Erde der Gesamtmasse
              der Materie entspricht, die zuvor mit der gleichen
              Geschwindigkeit um die Sonne gekreist ist.
              ich hab das gestern kurz vor feierabend im eifer so missverständlich ausgedrückt, dass ich jetzt selbst erst überlegen musste, was ich meinte. ich meinte, die vektorielle summe der übriggebliebenen masse.

              unsere planeten/kleinere körper sind ein teil des staubes von damals. ein anderer teil verdichtete das zentrum. ein dritter flog hinaus aus dem system.
              in meiner grundaussage ging es allerdings gar nicht um irgendeine scheibe. du hast mich nur dort hingebracht und möchtest mich dort halten. es ging nur darum, dass die heutige erde(und jeder andere planet für sich auch) die summe der masse ist, die immer die richtige geschwindigkeit hat, um nicht auf die sonne oder andere planeten zu fallen oder aus dem system geschleudert zu werden. eigentlich so eine aussage wie: rot ist nicht blau oder, was in der luft ist, ist nicht am boden.
              ein systemstaubteilchen, welches beim kreisen um die sonne aus gründen der von dir erwähnten drehimpulsübergabe an geschwindigkeit zunimmt (bzw. für mich einfacher zu verstehen wäre: den radius erhöht, aber die geschwindigkeit nicht senkt) wird dann aus dem system getragen und zählt somit nicht zu der von mir beschriebenen "summe der masse".

              ich ließ offen, wodurch die teilchen aufs zentrum fallen oder aus dem system fliegen. das hat jetzt deine drehimpulsübetragung erklärt. das ist super, denn ich wusste es nicht.

              so hatte ich es gemeint - da ohne scheibe, auch nicht so detailiert. wenn gravitationskraft und tangentialgeschwindigkeit passt, gibt es keine andere möglichkeit als die bewegung um die sonne - vor allem aus dem blickwinkel der gerade geschlüpften eintagsfliege.
              ich weiß nicht, aber ist es nicht so, dass die erde schon längst den todesstoß bekommen hat und ZURZEIT quasi auf die sonne zusteuert oder?

              wenn in 100mio jahren ein großer asteroid mit der sonnenzugewandten seite der erde kollidiert, könnte die erde als folge einen kurs aus dem system ansteuern, der sich aus dem blickwinkel der fliege jedoch nicht bemerkbar macht oder würde das nicht passieren? so hab ich zumindest das mit dem drehimpuls verstanden...

            • Antwort von nach 3 Tagen 2 hilfreich
              Re^8: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              Das können sie nicht, weil die Gesamtenergie mit abnehmendem
              Radius wächst. Intuitiv ist das nicht zu verstehen. Man muß es
              schon nachrechnen.
              weil die geschwindigkeit quadratisch in die energie eingeht?
              Nein, so einfach ist das nicht. Ich rechne das am besten mal vor.

              Zunächst zum Drehimpuls:

              Der Mond hat den Bahndrehimpuls

              LM = m·r²·wM

              (m=Masse des Mondes, r=Kreisbahnradius, wM=Winkelgeschwindigkeit der Kreisbahn)

              Mit dem dritten Keplerschen Gesetz

              wM = √[γ·M/r³]

              (M=Masse der Erde, γ=Gravitationskonstante)

              wird daraus

              LM = m·√[γ·M·r]

              Für den Drehimpuls der Erde gilt

              LE = wE·J

              (wM=Winkelgeschwindigkeit der Erde, J=Trägheitsmoment der Erde)

              Das ergibt den Gesamtdrehimpuls

              L = LM + LE = m·√[γ·M·r] + wE·J

              Wenn man das nach wE umstellt, erhält man die Abhängigkeit der Erdrotation vom Radius der Mondbahn:

              wE = [L-m·√(γ·M·r)]/J


              Nun zur Energie:

              Die Bahnenergie des Mondes beträgt

              EM = -γ·M·m/(2·r)

              Die Rotationsenergie der Erde beträgt

              EE = wE²·J/2

              Für die Gesamtenergie gilt also

              E = EE + EM = wE²·J/2 - γ·M·m/(2·r)


              Und nun alles zusammen:

              Mit der aus dem 3. Keplerschen Gesetz und der Drehimpulserhaltung hergeleiteten Abhängigkeit der Erdrotation vom Mondbahnradius gilt für die Abhängigkeit der Gesamtenergie vom Mondbahnradius

              E = [L-m·√(γ·M·r)]²/(2·J) - γ·M·m/(2·r)

              Um herauszufinden, wie sich der Radius ändert, wenn das System Energie verliert, leite ich das Ganze nach der Zeit ab:

              dE/dt = [dE/dr]·[dr/dt] = ½{γ·M·m/r² - L·m·√(γ·M)/[J·√(r)] + m²·γ·M/J}·[dr/dt] < 0

              Wenn der gesamte Ausdruck kleiner als Null ist, dann hat die Änderung des Bahnradius das entgegengesetzte Vorzeichen wie der Ausdruck in den geschweiften Klammern und der vereinfacht sich mit dem Gesamtimpuls

              L = m·√[γ·M·r] + wE·J

              zu

              √(γ·M/r³) - wE

              Und da springt uns wieder das dritte Keplersche Gesetz entgegen: Der Ausdruck auf der linken Seite ist nichts anderes als die Winkelgeschwindigkeit wM, mit der Mond um die Erde kreist. Änderung des Bahnradius hat also das gleiche Vorzeichen, wie die Differenz der Winkelgeschwindigkeit von Erdrotation und Mondumlauf. Kreist der Mond langsamer um die Erde, als diese sich um sich selbst dreht (und das ist der Fall), dann erhöht sich der Mondbahnradius, wenn das System Energie verliert. Wäre es umgekehrt, dann würde die Mondbahn durch Energieverlust des Gesamtsystems enger werden. Das Energieminimum ist erreicht, wenn beide Rotationsgeschwindigkeiten gleich sind. Das wäre die doppelt gebundene Rotation.

              Auf dasselbe Ergebnis kommt man natürlich auch, wenn man sich den Mechanismus der Bahnanhebung infolge von Gezeitenreibung, Phasenverschiebung der Tidenwellen und schließlich Beschleunigung des Mondes durch den tangentialen Anteil der Gravitation zwischen Mond und Tidenwellen näher ansieht. Aber die Berechnung über Energie und Drehimpuls hat den Vorteil, dass man gar nicht wissen muss, wie das Ganze im Detail abläuft. Wenn das System Energie verliert, dann hat der Mond gar keine endere Wahl, als sich von der Erde zu entfernen.

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^9: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              super rechnung - danke. jetzt hast du mir auch den knackpunkt vor augen geführt - jetzt bin ich am grübeln. Die Bahnenergie des Mondes beträgt

              EM = -γ·M·m/(2·r)
              das war, glaube ich, ein wichtiger punkt. ich war im glauben, dass sei positiv, aber auch jörg schrieb das mit der energieübergabe an den mond. aber es ist ja klar, dass der mond die erde bremst bzw. an ihr zieht und so energie aufnimmt, die man der erde eben wegnimmt - also negativ.




              E = [L-m·√(γ·M·r)]²/(2·J) - γ·M·m/(2·r)

              Um herauszufinden, wie sich der Radius ändert, wenn das System
              Energie verliert, leite ich das Ganze nach der Zeit ab:

              dE/dt = [dE/dr]·[dr/dt] = ½{γ·M·m/r² -
              L·m·√(γ·M)/[J·√(r)] +
              m²·γ·M/J}·[dr/dt] < 0
              verliert das system energie? ich dachte, die bleibt konstant?
              das mit der energie nach der zeit ableiten is ja n cooler trick. was bist du für ein schlingel!
              gibt es zu dieser ableitung technische anwendungen oder nutzt das nur bei gravitation?
              wenn die eiskunstläuferin rotierend ihre arme ausstreckt, wird sie langsamer. dann bleibt doch aber die energie konstant...was ist der unterschied? Wenn der gesamte Ausdruck kleiner als Null ist, dann hat die
              Änderung des Bahnradius das entgegengesetzte Vorzeichen wie
              der Ausdruck in den geschweiften Klammern und der vereinfacht
              sich mit dem Gesamtimpuls

              L = m·√[γ·M·r] + wE·J

              zu

              √(γ·M/r³) - wE

              Und da springt uns wieder das dritte Keplersche Gesetz
              entgegen: Der Ausdruck auf der linken Seite ist nichts anderes
              als die Winkelgeschwindigkeit wM, mit
              der Mond um die Erde kreist. Änderung des Bahnradius hat also
              das gleiche Vorzeichen, wie die Differenz der
              Winkelgeschwindigkeit von Erdrotation und Mondumlauf. Kreist
              der Mond langsamer um die Erde, als diese sich um sich selbst
              dreht (und das ist der Fall), dann erhöht sich der
              Mondbahnradius, wenn das System Energie verliert. Wäre es
              umgekehrt, dann würde die Mondbahn durch Energieverlust des
              Gesamtsystems enger werden. Das Energieminimum ist erreicht,
              wenn beide Rotationsgeschwindigkeiten gleich sind. Das wäre
              die doppelt gebundene Rotation.
              du hast omega erde benutzt und nicht omega der erde um den systemmittelpunkt. das hat mich verwirrt und da habe ich 2 überlegungen angestellt.
              die erste, wenn man die rotationsgeschwindigleit der erde 30d nähme. gäbe es keine elliptische bahn. ist das falsch? im moment hab ich die völlig absurde vermutung, dass eine elliptische bahn ein muss unterschiedlich schnell rotierender und sich umeinander bewegender körper ist. und daraus unterscheidliche scheinbare mittelpunktskurven entständen, die sich darauf auswirken, ob sich mond hin oder wegbewegt.
              da muss ich mal nachdenken...oder ist das stumpfsinnig? Auf dasselbe Ergebnis kommt man natürlich auch, wenn man sich
              den Mechanismus der Bahnanhebung infolge von Gezeitenreibung,
              Phasenverschiebung der Tidenwellen und schließlich
              Beschleunigung des Mondes durch den tangentialen Anteil der
              Gravitation zwischen Mond und Tidenwellen näher ansieht. Aber
              die Berechnung über Energie und Drehimpuls hat den Vorteil,
              dass man gar nicht wissen muss, wie das Ganze im Detail
              abläuft. Wenn das System Energie verliert, dann hat der Mond
              gar keine endere Wahl, als sich von der Erde zu entfernen.
              kann man sagen, dass die energie des entfernens des mondes von der erde identisch mit der energie der gezeiten ist - minus der durch die kontinentenposition verursachten wellenreflexionsenergie in den meeren?

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^10: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              super rechnung - danke. jetzt hast du mir auch den knackpunkt
              vor augen geführt - jetzt bin ich am grübeln. Die Bahnenergie des Mondes beträgt

              EM = -γ·M·m/(2·r)
              das war, glaube ich, ein wichtiger punkt. ich war im glauben,
              dass sei positiv, aber auch jörg schrieb das mit der
              energieübergabe an den mond. aber es ist ja klar, dass der
              mond die erde bremst bzw. an ihr zieht und so energie
              aufnimmt, die man der erde eben wegnimmt - also negativ.
              EM die Bahnenergie des Mondes (Summe aus kinetischer Energie und potentieller Energie im Gravitationsfeld) hat zunächst nichts damit zu tun, was woran zieht und wer wem etwas übergibt oder wegnimmt. E = [L-m·√(γ·M·r)]²/(2·J) - γ·M·m/(2·r)

              Um herauszufinden, wie sich der Radius ändert, wenn das System
              Energie verliert, leite ich das Ganze nach der Zeit ab:

              dE/dt = [dE/dr]·[dr/dt] = ½{γ·M·m/r² -
              L·m·√(γ·M)/[J·√(r)] +
              m²·γ·M/J}·[dr/dt] < 0
              verliert das system energie?
              Ja, das tut es. Kinetische Energie wird irreversibel in Wärme umgewandelt. das mit der energie nach der zeit ableiten is ja n cooler
              trick. was bist du für ein schlingel!
              gibt es zu dieser ableitung technische anwendungen oder nutzt
              das nur bei gravitation?
              Die Ableitung ist immer eine gute Idee, wenn man wissen will, wie sich eine Größe ändert. wenn die eiskunstläuferin rotierend ihre arme ausstreckt, wird
              sie langsamer. dann bleibt doch aber die energie
              konstant...was ist der unterschied?
              Die Eiskunstläuferin dreht sich auch nicht ewig - unabhängig davon, ob sie die Arme aussatreckt oder nicht. Auch ihre Rotationsenergie wird durch Reibung irreversibel in Wärme umgewandelt. Es gibt also keinen Unterschied. Wenn der gesamte Ausdruck kleiner als Null ist, dann hat die
              Änderung des Bahnradius das entgegengesetzte Vorzeichen wie
              der Ausdruck in den geschweiften Klammern und der vereinfacht
              sich mit dem Gesamtimpuls

              L = m·√[γ·M·r] + wE·J

              zu

              √(γ·M/r³) - wE

              Und da springt uns wieder das dritte Keplersche Gesetz
              entgegen: Der Ausdruck auf der linken Seite ist nichts anderes
              als die Winkelgeschwindigkeit wM, mit
              der Mond um die Erde kreist. Änderung des Bahnradius hat also
              das gleiche Vorzeichen, wie die Differenz der
              Winkelgeschwindigkeit von Erdrotation und Mondumlauf. Kreist
              der Mond langsamer um die Erde, als diese sich um sich selbst
              dreht (und das ist der Fall), dann erhöht sich der
              Mondbahnradius, wenn das System Energie verliert. Wäre es
              umgekehrt, dann würde die Mondbahn durch Energieverlust des
              Gesamtsystems enger werden. Das Energieminimum ist erreicht,
              wenn beide Rotationsgeschwindigkeiten gleich sind. Das wäre
              die doppelt gebundene Rotation.
              du hast omega erde benutzt und nicht omega der erde um den
              systemmittelpunkt.
              Wenn es Dir nicht komplitiziert genug war, dann kannst Du die Bewegung der Erde in Deiner Rechnung gern mit berücksichtigen. die erste, wenn man die rotationsgeschwindigleit der erde 30d
              nähme. gäbe es keine elliptische bahn. ist das falsch?
              Ja, das ist falsch. Ob die Bahn elliptisch ist, oder nicht, ist ein völlig anderes Thema. Sie kann auch bei 1:1 Resonanz bezüglich aller Rotationen elliptisch sein. im
              moment hab ich die völlig absurde vermutung, dass eine
              elliptische bahn ein muss unterschiedlich schnell rotierender
              und sich umeinander bewegender körper ist.
              Diese Vermutung ist falsch. kann man sagen, dass die energie des entfernens des mondes von
              der erde identisch mit der energie der gezeiten ist - minus
              der durch die kontinentenposition verursachten
              wellenreflexionsenergie in den meeren?
              Was meinst Du mit "Enrgie der Gezeiten" und mit "Wellenreflexionsenergie".

            • Antwort von nach 6 Tagen 0 hilfreich
              Re^11: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              verliert das system energie?
              Ja, das tut es. Kinetische Energie wird irreversibel in Wärme
              umgewandelt.
              ok...jetzt hats klick gemacht. du hast omega erde benutzt und nicht omega der erde um den
              systemmittelpunkt.
              Wenn es Dir nicht komplitiziert genug war, dann kannst Du die
              Bewegung der Erde in Deiner Rechnung gern mit berücksichtigen.
              also wenn beides völlig starre körper wären, würden sie sich nicht bremsen bzw. es würde keine energie verloren gehen und der mond würde die umlaufbahn nicht erhöhen. er erhöht sie nur, dass die energie passt, die durch die gezeitenreibung verloren geht, und so die energieerhaltung gewährleistet ist? kann man sagen, dass die energie des entfernens des mondes von
              der erde identisch mit der energie der gezeiten ist - minus
              der durch die kontinentenposition verursachten
              wellenreflexionsenergie in den meeren?
              Was meinst Du mit "Enrgie der Gezeiten" und mit
              "Wellenreflexionsenergie".
              der mond verursacht gezeiten - er hebt die meere an - das kostet energie. so wie ich das verstanden habe, ist es diese enrgie, die der mond kompensiert, indem er in eine höhere umlaufbahn geht. würde er das nicht tun, würde er auf die erde fallen?

              mit wellenreflexionsenergie habe ich gemeint, dass die welle, die vom mond verursacht auf die küsten der kontinente trifft, reflektiert wird und so so etwas wie eine unwucht entsteht, die eventuell einfluss auf die erde bzw. auch den mond haben könnte - auf lange zeit gesehen.

              was die ellipse angeht, kam mir der gedanke, dass es ja eigentlich gar nicht möglich ist, dass erde oder mond kreisbahnen zurücklegen - nicht , wenn die beschleunigung quadratisch ist, denn die erde fällt ja ständig auf die sonne. ihre tangentiale komponente ist nur zu groß. wenn ich einen ball werfe und er würde eine kreisbogen fliegen, würde auch die erde einen kreis um die sonne fliegen, aber das würde nicht in die physikalische welt des parabelförmigen fallens passen. gäbe es denn überhaupt die möglichkeit eine richtigen kreisbahn? man müsste doch ständig korrigieren oder?

              genau dürfte das für die periheldrehung zutreffen. wenn alles im universum möglich ist, aber dass ein körper exakt 2mal den gleichen punkt durchquert, ist fast so unmöglich wie die wahl von frau merkel zu germanys next top model. allerdings kann die fastunmöglichkeit ja nicht der grund sein. warum die drehung? wegen der bewegung der sonne?

            • Antwort von nach 6 Tagen 0 hilfreich
              Re^12: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              also wenn beides völlig starre körper wären, würden sie sich
              nicht bremsen bzw. es würde keine energie verloren gehen und
              der mond würde die umlaufbahn nicht erhöhen.
              So ist es. er erhöht sie
              nur, dass die energie passt, die durch die gezeitenreibung
              verloren geht, und so die energieerhaltung gewährleistet ist?
              Die Energieerhaltung kann der Mond nicht gewährleisten. Die in Wärme umgewandelte Energie ist für das System endgültig verloren. Aber das System kann und muss dre Drehiumpulserhaltung gehorchen. Das schafft es durch eine Anhebung der Mondbahn. kann man sagen, dass die energie des entfernens des mondes von
              der erde identisch mit der energie der gezeiten ist - minus
              der durch die kontinentenposition verursachten
              wellenreflexionsenergie in den meeren?
              Was meinst Du mit "Enrgie der Gezeiten" und mit
              "Wellenreflexionsenergie".
              der mond verursacht gezeiten - er hebt die meere an - das
              kostet energie.
              Das Anheben der Meere kostet nur einmal Energie - und die wurde bei der Entstehung des Mondes aufgewandt. Was ständig Energie kostet ist die Gezeitenreibung. so wie ich das verstanden habe, ist es diese
              enrgie, die der mond kompensiert, indem er in eine höhere
              umlaufbahn geht.
              Siehe oben: Der mond kann keine verlorene Energie kompensieren. würde er das nicht tun, würde er auf die erde
              fallen?
              Wie viele Ecken hätte eine Kugel, wenn sie nicht rund wäre? mit wellenreflexionsenergie habe ich gemeint, dass die welle,
              die vom mond verursacht auf die küsten der kontinente trifft,
              reflektiert wird und so so etwas wie eine unwucht entsteht,
              die eventuell einfluss auf die erde bzw. auch den mond haben
              könnte - auf lange zeit gesehen.
              Gerade auf lange Sicht hätte sowas keinen Einfluss, weil sich solche (ohnehin vollkommen vernachlässigbaren) Effekte auf Dauer zu Null addieren (müssen, wegen diverser Erhaltungssätze). was die ellipse angeht, kam mir der gedanke, dass es ja
              eigentlich gar nicht möglich ist, dass erde oder mond
              kreisbahnen zurücklegen
              Auch das ist vollkommen vernachlässigbar. wenn ich einen
              ball werfe und er würde eine kreisbogen fliegen, würde auch
              die erde einen kreis um die sonne fliegen, aber das würde
              nicht in die physikalische welt des parabelförmigen fallens
              passen.
              Die "physikalische Welt des parabelförmigen Fallens" ist nur eine Näherung. Selbst wenn man den Luftwiderstand, die nicht kugelsymmetrische Masseverteilung der Erde sowie den Einfluss aller anderen himmelskörper vernachlässigt, bewegt sich der Ball nicht auf einer Parabel sondern auf einer Ellipse und Kreise sind auch Ellipsen. gäbe es denn überhaupt die möglichkeit eine richtigen
              kreisbahn?
              Ja. man müsste doch ständig korrigieren oder?
              Nein. genau dürfte das für die periheldrehung zutreffen.
              Das ist eine ganz andere Baustelle. warum die drehung?
              Störung der Bahn durch die Gravitation anderer Planeten + Relativitätstheorie

            • Antwort von nach 7 Tagen 0 hilfreich
              Re^13: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              Das Anheben der Meere kostet nur einmal Energie - und die
              wurde bei der Entstehung des Mondes aufgewandt. Was ständig
              Energie kostet ist die Gezeitenreibung.
              die gezeitenreibung ist doch die meeresströmung, die durch das anheben der meere ensteht...das anheben an einem punkt ensteht doch aber jedes mal neu??? also jedes wasserteilchen verrichtet arbeit, wenn es angehoben wird... so wie ich das verstanden habe, ist es diese
              enrgie, die der mond kompensiert, indem er in eine höhere
              umlaufbahn geht.
              Siehe oben: Der mond kann keine verlorene Energie
              kompensieren.
              die geschwindigkeit ist durch die geodäte quasi festgelegt. jetzt hab ich mich gerade gefragt, ob denn die geschwindigkeit vorrangig gegenüber dem radius ist, aber eigentlich gibt es ja den radius gar nicht und es wäre ja kraft in/gegen "geodätenrichtung" notwendig, um die geschwindigkeit zu ändern. durch die masse(also gravitationsquelle) verläuft die geodäte so wie sie verläuft und ändere ich die masse eines körpers oder seine energie, ändere ich den verlauf der geodäte und nur so die geschwindigkeit des körpers und seinen radius bahn um einen anderen körper im raum. ist das falsch?

              jetzt versteh ich auch die frage nach der kugel mit den ecken...würde der mond nicht in eine höhere umlaufbahn gehen, könnte er mit gleicher wahrscheinlichkeit auch einen boxenstop einlegen oder aber tango tanzen.
              aber er kann nach geltender physik aufgrund der gezeiten nicht langsamer werden und abstürzen. gäbe es denn überhaupt die möglichkeit eine richtigen
              kreisbahn?
              Ja.
              unter welcher bedingung? genau dürfte das für die periheldrehung zutreffen.
              Das ist eine ganz andere Baustelle. warum die drehung?
              Störung der Bahn durch die Gravitation anderer Planeten +
              Relativitätstheorie
              aha...

            • Antwort von nach 7 Tagen 0 hilfreich
              Re^14: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              Das Anheben der Meere kostet nur einmal Energie - und die
              wurde bei der Entstehung des Mondes aufgewandt. Was ständig
              Energie kostet ist die Gezeitenreibung.
              die gezeitenreibung ist doch die meeresströmung, die durch das
              anheben der meere ensteht...
              Nein, die Gezeitenreibung ist keine Strömung, sondern sie tritt dabei auf. In einer reibungsfreien Strömung würde auf diese Weise keine mechanische Energie verloren gehen. das anheben an einem punkt ensteht
              doch aber jedes mal neu??? also jedes wasserteilchen
              verrichtet arbeit, wenn es angehoben wird...
              Erstens verrichten die Wassermoleküle keine Arbeit, wenn sie angehoben werden, sondern die Arbeit wird an ihnen verrichtet und zweitens kommen die Moleküle auch irgendwann wieder herunter, wobei sie die dieselbe Energie wieder abgeben würden, wenn da nicht zwischendurch etwas durch Reibung verloren gegangen wäre. so wie ich das verstanden habe, ist es diese
              enrgie, die der mond kompensiert, indem er in eine höhere
              umlaufbahn geht.
              Siehe oben: Der mond kann keine verlorene Energie
              kompensieren.
              die geschwindigkeit ist durch die geodäte quasi festgelegt.
              jetzt hab ich mich gerade gefragt, ob denn die geschwindigkeit
              vorrangig gegenüber dem radius ist, aber eigentlich gibt es ja
              den radius gar nicht und es wäre ja kraft in/gegen
              "geodätenrichtung" notwendig, um die geschwindigkeit zu
              ändern. durch die masse(also gravitationsquelle) verläuft die
              geodäte so wie sie verläuft und ändere ich die masse eines
              körpers oder seine energie, ändere ich den verlauf der geodäte
              und nur so die geschwindigkeit des körpers und seinen radius
              bahn um einen anderen körper im raum. ist das falsch?
              Es ist zumindest ganz schön konfus. jetzt versteh ich auch die frage nach der kugel mit den
              ecken...würde der mond nicht in eine höhere umlaufbahn gehen,
              könnte er mit gleicher wahrscheinlichkeit auch einen boxenstop
              einlegen oder aber tango tanzen.
              aber er kann nach geltender physik aufgrund der gezeiten nicht
              langsamer werden und abstürzen.
              So ist es. gäbe es denn überhaupt die möglichkeit eine richtigen
              kreisbahn?
              Ja.
              unter welcher bedingung?
              Die Zentralmasse muss kugelsymmetrisch sein und es dürfen keine anderen Gravitationsfelder stören.

            • Antwort von nach 9 Tagen 0 hilfreich
              Re^15: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              die gezeitenreibung ist doch die meeresströmung, die durch das
              anheben der meere ensteht...
              Nein, die Gezeitenreibung ist keine Strömung, sondern sie
              tritt dabei auf.
              Hallo DrKümmelSpalter In einer reibungsfreien Strömung würde auf
              diese Weise keine mechanische Energie verloren gehen.
              Wie viele Ecken hätte eine Kugel, wenn sie nicht rund wäre? das anheben an einem punkt ensteht
              doch aber jedes mal neu??? also jedes wasserteilchen
              verrichtet arbeit, wenn es angehoben wird...
              Erstens verrichten die Wassermoleküle keine Arbeit, wenn sie
              angehoben werden, sondern die Arbeit wird an ihnen verrichtet
              doch, sie müssen ja luft verdrängen...also verrichten sie auch arbeit. und jetzt sei still. und zweitens kommen die Moleküle auch irgendwann wieder
              herunter, wobei sie die dieselbe Energie wieder abgeben
              würden, wenn da nicht zwischendurch etwas durch Reibung
              verloren gegangen wäre.
              wird dann jedes mal an den kontinentengrenzen energie benötigt und an der nächsten wieder abgegeben? eigentlich wird ja am kontinent genauso gezogen wie am wasser, nur ist wasser eben flüssig und bewegt sich. jetzt versteh ich auch die frage nach der kugel mit den
              ecken...würde der mond nicht in eine höhere umlaufbahn gehen,
              könnte er mit gleicher wahrscheinlichkeit auch einen boxenstop
              einlegen oder aber tango tanzen.
              aber er kann nach geltender physik aufgrund der gezeiten nicht
              langsamer werden und abstürzen.
              So ist es.
              heureka! gäbe es denn überhaupt die möglichkeit eine richtigen
              kreisbahn?
              Ja.
              unter welcher bedingung?
              Die Zentralmasse muss kugelsymmetrisch sein und es dürfen
              keine anderen Gravitationsfelder stören.
              aha

            • Antwort von nach 9 Tagen 0 hilfreich
              Re^16: Warum fallen Planeten nicht auf die Sonne?

              In einer reibungsfreien Strömung würde auf
              diese Weise keine mechanische Energie verloren gehen.
              Wie viele Ecken hätte eine Kugel, wenn sie nicht rund wäre?
              Wenn Du damit sagen willst, dass es keine reibungsfreien Strömungen gibt, dann google mal nach Suprafluidität. und zweitens kommen die Moleküle auch irgendwann wieder
              herunter, wobei sie die dieselbe Energie wieder abgeben
              würden, wenn da nicht zwischendurch etwas durch Reibung
              verloren gegangen wäre.
              wird dann jedes mal an den kontinentengrenzen energie benötigt
              und an der nächsten wieder abgegeben?
              Wenn Wasser in einem Glas hin und her schwappt, dann verliert es auch nur durch Reibung Energie. Ohne Reibung könnte es sich ewig bewegen.

              Überprüfe Deine Überlegungen doch bitte erst einmal selbst, bevor Du sie hier postest. Jedesmal, wenn Du glaubst, dass mechanische Energie ohne Reibung verloren geht, solltest Du Dir überlegen, wo sie bleibt. Einfach verschwinden kann sie schließlich nicht.



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!