Kauf Notebook

Von: , Frage gestellt am Sa, 13. Nov 1999

Hallo,
Ziel: Notebook kaufen
Problem: selbst kaum Ahnung
Zweck: Dissertation schreiben; also überwiegend Word und wenig Excel.
Frage: Was für Leistungsspezifikationen nötig?
Eigene Vorstellung: TFT Bildschirm (13,1-13,3 Zoll); wenn es Sinn macht, gibt es da große Qualitätsunterschiede? Von wegen Bildpunkten, etc?
Preisgrenze: ca. 3.000 DM
Wo kauft man es am besten? Macht ein Markenhersteller Sinn?
Kurz: auf der Suche nach dem besten Preis-/Leistungsverhältnis!

Für jegliche Hilfe bin ich extrem dankbar.
Vielen Dank
Florian Kelber

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Kauf Notebook

    Hallo Notebook-in-spe-Fans
    Fangen wir bei der alles entscheidenden Frage an: Marke oder NoName?
    1. Die Antwort muss lauten: Marke! Warum? Zumeist sind die Markenteile im Detail besser gearbeitet, und man erhält - sofern man Glück hat -, auch noch nach drei Monaten Ersatzteile. Bei NoNames schliessen schon oft nach wenigen Wochen Abdeckplatten nicht mehr richtig oder liegen irgendwo lose in der Tasche; Tastatur und Trackball fangen schon meist nach kurzer Zeit an zu klappern, zu klemmen bzw. lassen sich nicht mehr genau (beim Trackball) über den Bildschirm führen.
    Ein Austausch ist dann (s.o.) mangels fehlender Ersatzteile kaum noch zu bewerkstelligen.
    2. Beim Bildschirm sind aktive Displays (TFT) schon sehr gut. (Affengeil: ThinkPad von IBM, war bisher mein bestes Display. )
    2.1 Auch mit DSTN läßt sich leben, wenn man auf die Kohle achten muss. (Ganz passabel: Compaq, hab ich jetzt).
    3. Möglichst darauf achten ne Kiste zu kaufen, die alles eingebaut hat (z.B. Compaq, Toshiba).: also Floppy, CD, Netzteil usw. (Deshalb hab ich keinen Thinkpad mehr)
    Ansonsten wird die Arbeit mit dem Läppi zur mühevollen Schlepperei und Stöpselei.
    4. RAM sollte die Kiste 64 MB haben. Hic und nunc. Nicht erst später...das rüste ich dann nach und so...Bringt nichts und kostet extra viel...
    5. Festplatte: So groß wie man kriegen kann, mindestens jedoch irgendwas um 3 bis 4 GB.
    6. Maus, Trackball oder TouchPad? TouchPad finde ich - obwohl erstmal gewöhnungsbedürftig - besser als eine eingebaute bzw. mitgeschleppte Maus (Merke: Jedes Gramm zählt, weil, du must es immer schleppen). Trackball ist überhaupt Käse. Die auf winzigen Rollen gelagerte Kugel klemmt meist schon nach kurzer Zeit.
    Der Pfriemelknopf bei IBM - dieses rote Teil in der Mitte der Tastatur geht ziemlich auf die Hand.
    7. Batterien. Lithium-Ionen Batterien haben keinen Memory-Effekt wie die NiCad-Akkus; will sagen: NiCad-Akkus halten im Regelfall von 12 bis mittags. Lithium meistens bis 13.00 Uhr :)
    Überhaupt: ist man viel unterwegs, sollte man sich gleich beim Kauf einen zweiten Akku zulegen. Beim Kauf!!! Nicht später! Denn MERKE: versuche einmal nach drei Monaten einen Akku für einen Laptop zu bekommen, ha...fast unmöglich. Experto credite!
    8. Mulimedia. Ne Soundkarte sollte das Teil eh haben und CD, claro, que si! Mal ein Spielchen, mal Encarta oder ähnliches ist ohne Sound ziemlich fade.
    9. Prozessor. So ab 200 MMX reicht für die meisten Programme aus. Für eine reine "Reiseschreibmaschine" bedarf es deutlich weniger, hier genügt oft schon ein 133er oder 166er.
    10. Falls man seinen Läppi auch oft im Auto rumschleppt, sollte man sich einen Adapter für den Zigarettenanzünder zulegen; dann kann man das Teil im Auto wieder aufladen. (TIP: am besten beim Kauf mitrausschlagen ;).
    11. Zubehör. Man sollte sich auf keinen Fall eine Kiste andrehen lassen, die bar jeglicher Treiber ist.
    Das Suchen nach den Treibern für CD, Sound, PCMCIA usw. usw. ist nervig und meistens nicht so richtig von Erfolg gekrönt.
    12. Läppis mit eingebautem Modem vorführen lassen. (Achtung: Sein Handy mitbringen!)
    13. Wo kaufen? Tja, das ist ne gute Frage. Ohne einen gewissen Hang zum Fatalismus kommt man da wohl nicht weiter. Läppi-Kauf ist einfach Glückssache. So einfach ist das. Blindkäufe (wie auf Computerbörsen oder aus der Zweiten Hand) enden oft tragisch. Viele Computerfehler haben mit der Hitzeentwicklung zu tun. Diese Fehler offenbaren sich erst, wenn man die Kiste mal 10
    Stunden oder länger im Gebrauch hat. Also, rumfragen bei Bekannten und Freunden, wer gute oder schlechte Erfahrungen gemacht hat...
    Das war´s. Viel Glück beim Kauf und hinterher. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 9 Tagen hilfreich
      Re^2: Kauf Notebook

      Moin! Fangen wir bei der alles entscheidenden
      Frage an: Marke oder NoName?
      1. Die Antwort muss lauten: Marke! Warum?
      Zumeist sind die Markenteile im Detail
      besser gearbeitet, und man erhält -
      sofern man Glück hat -, auch noch nach
      drei Monaten Ersatzteile. Bei NoNames
      schliessen schon oft nach wenigen Wochen
      Abdeckplatten nicht mehr richtig oder
      liegen irgendwo lose in der Tasche;
      Tastatur und Trackball fangen schon meist
      nach kurzer Zeit an zu klappern, zu
      klemmen bzw. lassen sich nicht mehr genau
      (beim Trackball) über den Bildschirm
      führen.
      Ein Austausch ist dann (s.o.) mangels
      fehlender Ersatzteile kaum noch zu
      bewerkstelligen.
      Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Überhaupt ist bei Fragen zum Notebookkauf hier klarer Tenor, daß zum Markengerät zu greifen sei. Ich habe mein Notebook (AMD K6-II, 300MHz, 13.3" TFT, 4.3GB, 64MB, Tasche, 1 LiIon-Akku, 1 Nickel-Metallhydrid-Akku) vor einem guten halben Jahr für DM 2400,- gekauft. Bislang keine Ausfälle, bin sehr zufrieden mit dem Teil. Zum Vergleich: Ein ähnlich ausgestattetes Markennotebook liegt heute, also ein halbes Jahr später immer noch DM 500,- über dem Preis, den ich bezahlt habe.

      Vielleicht habe ich lediglich Glück gehabt (große Ausnahme), aber der Blick ins Innere des Notebooks offenbart Markenkomponenten. Oft war hier zu lesen, daß Markenkomponenten in Noname-Geräten zweite Wahl seien - nur haben die dann nicht den Markennamen aufgdruckt, schließlich möchte z. B. Fa. Toshiba nicht für etwas in Mißkredit geraten, was sie nicht verschuldet.

      Was soll's, ich bin mit meinem NoName-Notebook hochzufrieden und kann nicht generell und uneingeschränkt zum Kauf von Markengeräten raten, gerade wenn man auf die Mark achten muß. Das kann sich natürlich in einem halben oder einem Jahr ganz anders anhören, wenn sich tatsächlich irgendwelche Ausfälle einstellen sollten.

      Munter bleiben... TRICHTEX

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Kauf Notebook

    Hallo !

    Im Großen und Ganzen kann ich mich meinem Vor-Mailer nur anschließen: Besser Markengerät vom Fachhändler.

    Als konkreten Kauftip schlage ich vor: ACER Travelmate 513. Das Ding hat CD-ROM, ein Modem, Sound, TFT-Display, kurz: Alles was man braucht. Preis: ca. 2800 DM
    Welcher Akku da drin ist weiß ich jetzt nicht mehr.
    Außerdem hat ACER einen 12-Monate-Pick-Up-Service.

    Ich selbst nutzte das Vorgänger-Modell (Extensa) im Studium und bin recht zufrieden. Außer dem NiMH-Akku (zu kurze Laufzeit) läuft alles optimal.

    Gruß

    Matthias

  3. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Re: Kauf Notebook

    Hi, Zweck: Dissertation schreiben; also
    überwiegend Word und wenig Excel.
    Tu Dir einen Gefallen und benutze Linux, als Textverarbeitung bietet sich Lyx an. Einfach zu bedienen und Du hast mit der Formatierung (Satz) nichts zu tun. Benutze Mikroschuft Word und ich verspreche Dir viele aufregende Momente. Das Teil stuerzt totsicher regelmaessig ab, wenn Du eine 150seitige Dissertation mit Grafiken etc. bearbeitest - das heisst, erst laeufst gut, und wenn Deine Arbeit waechst, haeufen sich Abstuerze. Dass so viele Leute erzaehlen, kurz vor Abgabe haetten sie schwere Probleme mit Abstuerzen liegt genau daran, dass ist (oft) keine Ausrede! Schaubilder erstellst Du mit Xfig, Daten werden mit PlotMtv visualisiert (Graphen zeichnen). Wenn Du das fuer eine Option haelst, stehe ich fuer weitere Fragen zur Verfuegung. Ich habe das so gemacht (ohne allzu viel Ahnung von Linux zu haben, mit Laptop).
    Solltest Du daran interessiert sein, musst Du beim Kauf darauf achten, dass das Notebook Linux-Kompatibel ist (Asus hatte vor alle seine Notebooks Linux-Kompatibel zu machen, weiss nicht, was daraus geworden ist). Frage: Was für Leistungsspezifikationen
    nötig?
    Eigene Vorstellung: TFT Bildschirm
    (13,1-13,3 Zoll); wenn es Sinn macht,
    gibt es da große Qualitätsunterschiede?
    Ja! Anschaun, Tests lesen. Lass Dir nichts andrehen, was nicht TFT ist.
    Je groesser der Bildschirm, desdo angenehmer das Arbeiten und desdo kuerzer die Akkulaufzeiten - beides signifikant. Wenn Du etwas Uebersicht brauchst, steht selbige im Vordergrund! Wenn Du zwei Fenster paralell bearbeiten willst, brauchst Du i.d.R. einen grossen Bildschirm. Du wirst vermutlich nicht allzu lange am Stueck unterwegs arbeiten (in ICs gibt es Steckdosen ind anderen Zuegen ICE eingeschlossen nicht). Kauf einen zweiten Akku, wenn Du unterwegs artbeiten willst, aber die Prioritaet liegt vermutlich auf dem grossen Bildschirm. Ich habe 14.1 - reicht gerade um angenehm zu arbeiten. Ich habe auch schon an kleineren Notebooks gearbeitet, das ist oberaetzend.
    Teste das Keyboard!!! Der Anschlag muss fuer Dich angenehm sein!
    Die Merkmale Bildschirm und Keyboard sind wichtiger als andere Leistungsmerkmale!
    Was heute so auf dem Markt ist reicht von der Leistung her fuer Deine Ansprueche. Da Du grosse Dokumente bearbeiten willst, sollten 64M RAM drin sein (oder mehr).
    Marken kosten 25-30% mehr. Mein Tip ist Gericom. Das ist eine Oestereiche Marke (nah, nicht drei Monate auf Teile warten), ein grosser halbwegs renomierter Hersteller aber fast zu Noname Preisen. Gibts bei Mediamarkt und Saturn als Network. Lies Tests. Es gibt spezial Zeitschriften fuer Laptops. Toschiba ist das beste - und das teuerste. Dell ist meine ich auch relativ guenstig. Preisgrenze: ca. 3.000 DM
    Wo kauft man es am besten? Macht ein
    Markenhersteller Sinn?
    Das ist ziemlich genau die Trash-Grenze. Nimm lieber ein veraltetes Geraet einer guten Marke (Toshiba, IBM, Asus, Acer, Compaq) als ein aktuelles Noname Produkt. Kurz: auf der Suche nach dem besten
    Preis-/Leistungsverhältnis!
    Gericom Silver Seraph hat ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, ist aber teurer. Die anderen Gericom Notebooks haben in Tests teilweise nicht so gut aabgeschnitten. Informier Dich.

    Gebraucht-Geraete-Schnaeppchen gibts bei Online-Auktionen (z.B. www.ebay.de). Gebraucht-Geraete sind Glueckssache.

    Viel Glueck

    Thorsten

    • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
      Re^2: Kauf Notebook P.S.

      Hi,

      noch was wichtiges:
      Touchpads (Mausersatz) sind intuitiver zu bedienen als andere Loesungen. Die kleinen "Sticks" (z.B. IBM) sind aber praezieser. Ich wuerde letzterem den Vorzug geben. Solltest Du Dich fuer ein Notebook mit touchpad entscheiden, muss (!!!) dieses abschaltbar sein, sonst kannst Du nicht tippen! Man kommt beim Tippen auf das Touchpad und bewegt den Coursor und klickt auch was an an - untragbar! Manche Notebooks haben nur zwei Maustasten, was manches erschwert. Eine extern Maus nimmt nicht viel Platz weg, kostet 20DM und ist recht hilfreich.

      Gruss

      Thorsten

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