Rootkit-Horror

Von: , Frage gestellt am Mi, 28. Sep 2005

Hallo Leute,

nachdem ich gestern mal einen
WXP-Rechner "ohne Router" direkt
an einem Dialin (Arcor) betrieb,
hab ich mir auf der Kiste
tatsächlich nach 1h einen
W32-Tilebot-S eingefangen

- trotz aktivierter WXP-Firewall
- trotz aktualisiertem AntiVir+Guard
- trotz nicht-Bindung von Win-Dateidiensten an Einwahl

IIRC ist der Tilebot-S aus einem
Rootkit hervorgegangen, welches
"Standardfreigaben" in XP durch
mehrere XP-Fehler angreifen kann.

Gesehen hab ich das, weil ich hin und
wieder auf das Datum der ausführbaren
Dateien in c:\windows bzw. in
msconfig/dienste schaue.

Nicht das ich das Ding nach 1h
nicht wieder mit Hand rausschmeissen
konnte, aber welche reale Chance
hat denn der Normalanwender noch,
sich vor solchen Dingen zu schützen,
wenn er "normal" über Dialin oder
direkten DSL am Netz ist.

Duhhhh ....

Grüße

CMБ

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
    Re: Rootkit-Horror

    Hy, konnte, aber welche reale Chance
    hat denn der Normalanwender noch,
    sich vor solchen Dingen zu schützen,
    wenn er "normal" über Dialin oder
    direkten DSL am Netz ist.
    http://www.dingens.org/index.html.de


    gruß
    h.

    • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Rootkit-Horror

      Hallo H konnte, aber welche reale Chance
      hat denn der Normalanwender noch,
      sich vor solchen Dingen zu schützen,
      wenn er "normal" über Dialin oder
      direkten DSL am Netz ist.
      http://www.dingens.org/index.html.de
      Welche "Dienste" häеte man denn
      damals beim Sasser abgeschaltet haben
      müssen?

      Grüße

      CMБ

  2. Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
    Re: Rootkit-Horror

    Hallo Semjon Michailowitsch nachdem ich gestern mal einen
    WXP-Rechner "ohne Router" direkt
    an einem Dialin (Arcor) betrieb,
    hab ich mir auf der Kiste
    Diese Zusammenhänge sind nicht glaubwürdig, denn ich habe noch nie einen Router besessen. Vorher hast du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den Trojaner Troj/RKFu-A auf deinem System ausgeführt. Dieser hat dir in Folge den Wurm W32-Tilebot-S tatsächlich nach 1h einen W32-Tilebot-S eingefangen
    nicht nach 1h, wie du schreibst, sondern innerhalb weniger Sekunden heruntergeladen, als Server installiert und fast perfekt getarnt. - trotz aktivierter WXP-Firewall
    - trotz aktualisiertem AntiVir+Guard
    Und was sagt dir das? - trotz nicht-Bindung von Win-Dateidiensten an Einwahl
    Sophos schreibt dazu wörtlich: W32/Tilebot-S attempts to remove network shares from
    the infected computer, as well as changing the policy
    for SeNetworkLogonRight for the computer.
    Die Übersetzung kann wie folgt interprediert werden:
    W32/Tilebot-S versucht NetzwerkPCs vom angesteckten PC aus zu infizieren, sowie die Rechte bezüglich SeNetworkLogonRight (Administratorrechte) für den Computer zu entfernen oder zu ändern.

    Leider sind meine Russischkenntnisse schlechter als deine in Deutsch :-)

    Ist dies gelungen, gehört der PC und vielleicht das ganze infizierte Firmen- bzw. Heimnetz nicht mehr dir. Der Wurm ist in der Lage das ganze Netz entsprechend der Vorstellungen seines Initiators zu modifizieren und zu nutzen. Das einzige Recht, was du besitzt, wäre dann den Netzschalter zu bedienen.

    Bedenke:
    Der Initiator der Malware hat wesentlich bessere Kenntnisse zum Betriebssystem als die meisten von uns. Nicht das ich das Ding nach 1h nicht wieder mit Hand
    rausschmeissen konnte, aber welche reale Chance hat
    denn der Normalanwender noch,
    Rechten Zeigefinger ambutieren und alternative Internetsoftware benutzen.

    Einen Trojaner erhält man zugeschickt und führt ihn aus, bzw. er wird manchmal automatisch von OjE ausgeführt. Auch durch Download nach einem Klick auf Irgend-etwas (Button, Linkzeile, Pic) ist ein Empfang möglich. Sollte er mit einem Script verknüpft gewesen sein, machen es IÄ und OjE auch ganz automatisch. In einem gebe ich dir Recht, die Installation des Serfers und seine Konfiguration geschieht mit DSL innerhalb weniger Sekunden.

    Ansonsten wurde ich mich nicht drauf verlassen, alle installierte "BÖSE"(tm) Software entfernt zu haben. Selbst dem, was bei Sophos http://www.sophos.com/virusinfo/analyses/w32tilebots... steht, würde ich nicht vertrauen, denn dazu ist der Wurm viel zu jung und ist wohl eher eine Vermutung. Bekannt ist, das ein einziger übersehener Eintrag in der Registry meist reicht, um die gelöschte Software wieder zu installieren.

    Die einzige ernsthafte Lösung zeigt http://faq.jors.net/virus Dies sollte dann so oft und so lange wiederholt werden, bis vom OP begriffen wird:
    - das IÄ&OjE keine vertrauenswürdige Software sondern Schrott ist,
    - das alle unnötigen Dienste abgeschaltet sind, denn früher funktionierte das Internet ohne diese Dienste auch
    - das man als Nutzer des Internet bestimmte Verhaltensregeln einhalten sollte
    - das Securitysoftware keinen Schutz bietet, sondern nur der Indikator eines Zustandes sein könnte
    - das eine Software zur Erstellung eines Partitions-Images keine zusätzliche Belastung, sondern die effektivste Lösung des Problems nach einer Infektion ist.

    der hinterwäldler

    • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Rootkit-Horror

      Hallo Diese Zusammenhänge sind nicht glaubwürdig, denn ich habe noch
      nie einen Router besessen. Vorher hast du mit sehr hoher
      Wahrscheinlichkeit den Trojaner Troj/RKFu-A auf deinem System
      ausgeführt. Dieser hat dir in Folge den Wurm W32-Tilebot-S
      tatsächlich nach 1h einen W32-Tilebot-S eingefangen
      nicht nach 1h, wie du schreibst, sondern innerhalb weniger
      Sekunden heruntergeladen, als Server installiert und fast
      perfekt getarnt.
      OK, mag sein. Wie habe ich mir das Rootkit
      denn Deiner Meinung nach zugezogen?

      Siehe auch "Thread-Überschrift" Sophos schreibt dazu wörtlich:
      ...
      Was Sophos schreibt, ist mir bekannt.
      Zum fraglichen Zeitpunkt war sogar
      Sophos die einzige Informations-
      quelle dazu. Bis heute hat z.B.
      free-av.de nicht nicht einmal eine
      kleine Notiz dazu. Einen Trojaner erhält man zugeschickt und führt ihn aus, bzw.
      er wird manchmal automatisch von OjE ausgeführt. Auch durch
      Download nach einem Klick auf Irgend-etwas (Button, Linkzeile,
      Pic) ist ein Empfang möglich. Sollte er mit einem Script
      verknüpft gewesen sein, machen es IÄ und OjE auch ganz
      automatisch. In einem gebe ich dir Recht, die Installation des
      Serfers und seine Konfiguration geschieht mit DSL innerhalb
      weniger Sekunden.
      Hier läuft weder IE noch OE, sondern eine
      "scharfe" XP Firewall, ein FF 1.6 und ein
      TB 1.6. Die einzige ernsthafte Lösung zeigt http://faq.jors.net/virus
      Dies sollte dann so oft und so lange wiederholt werden, bis
      vom OP begriffen wird:
      - das IÄ&OjE keine vertrauenswürdige Software sondern Schrott
      ist,
      - das alle unnötigen Dienste abgeschaltet sind, denn früher
      funktionierte das Internet ohne diese Dienste auch
      - das man als Nutzer des Internet bestimmte Verhaltensregeln
      einhalten sollte
      ...
      Soso. Wie also konkret habe ich mir nun
      dieses Rootkit zugezogen?

      Welche Dienste hätte man damals bei Sasser
      nicht haben dürfen?

      Grüße

      CMБ

      • Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Rootkit-Horror

        Hallo Semjon OK, mag sein. Wie habe ich mir das Rootkit
        denn Deiner Meinung nach zugezogen?
        Nun ist meine Glaskugel defekt, aber es gibt noch eine Möglichkeit. Weiter unten fragst du bezüglich Sasser "welche Dienste?" und hast dabei schon die Antwort.

        Könnte es nicht auch möglich sein, das der Freund am anderen Ende der Leitung ganz zufällig deine Ports gescannt hat, eine bekannte Lücke von Windows fand, deine Diensten mit ein paar lachhaften Exploids attackierte und im Moment der Bewustlosigkeit deines Systems ganz simpel einen Script durch einen offenen Port geschoben hat? Wie es selbst unter dem "Schutz von PFWs" gemacht wird, kannst du hier nachlesen: http://www.dingens.org/pf-bericht/bericht.html und es dir in diesem Video http://copton.net/vortraege/pfw/ live und nachvollziehbar ansehen. Glaube nicht, das die Windows-Firewall eine Ausnahme bildet.

        In den Newsgroups wurde dieser Vorgang vor einiger Zeit mal in einem anderem Zusammenhang so beschrieben: http://groups.google.com/group/de.comp.security.fire... Weil wir gerade dabei sind: Es gibt kein "sicheres" Betriebsystem. Wie man jedoch Windows obtimal benutzen und konfigurieren kann, wird hier gezeigt: http://ulm.ccc.de/chaos-seminar/windows-security/rec... free-av.de nicht nicht einmal eine
        kleine Notiz dazu.
        hahahahahhi
        Ein Scanner kann nur die Malware finden, die ihr in der Signatur bekannt ist oder wusstest du das nicht. Glaubst du ernstlich, das ein Scanner dazu noch eine unbekannte Malware am Eindringen hindert. Er hat ja nicht einmal den seit langen bekannten und zum Wurmtyp gehörenden Trojaner erkannt und der ist immer der Erste im System. Was soll man auch beschreiben, was man nicht kennt oder kennen will? Die dazugehörende Liste bei Sophos ist schon erstaunlich lang und ich würde nicht behaupten, das sie vollständig ist. Hier läuft weder IE noch OE, sondern eine
        "scharfe" XP Firewall, ein FF 1.6 und ein TB 1.6.
        Nochmal. Der Trojaner kam auf irgend einem Weg in dein System und irgend eine Aktion deinerseits hat den Download des Wurmes ausgelöst, ihn installiert und konfiguriert. Nun besitzt du ungewollt einen wunderschönen Server auf deinem System, der über das Internet gesteuert werden kann und man darf sich nur noch die Frage stellen, welchen Zweck er erfüllen soll. Soso. Wie also konkret habe ich mir nun
        dieses Rootkit zugezogen?
        Den Trojaner kannte man schon vor fast einem Jahr und war da allerdings unter einem anderen Namen (siehe Sophos) bekannt: http://www.trojaner-board.de/showthread.php?t=10221 Die Frage dürfte also eher lauten: Warum war Brain 1.0 nicht eingeschaltet. Welche Dienste hätte man damals bei Sasser
        nicht haben dürfen?
        Windows XP SP1 oder älter. Sasser klopft noch heute an unseren Ports. Und da dies Tatsache ist, kannst du dir auch die Frage selbst beantworten: Wieviele Windowsanwender sind noch immer damit infiziert und besitzen weder den Patch vom Juni 2004 noch das SP2 vom August 2004.

        der hinterwäldler

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