Glyx-Diät

Von: , Frage gestellt am Mo, 26. Apr 2004


Hi,

ich nochmal, was haltet ihr von der Glyx-Diät, hat einer Erfahrungen gesammelt ?? Ich habe bei meiner Ernährungsumstellung festgestellt, daß ich wirklich zum Beispiel nach einem Frühstück mit Zucker und Weißmehl mittags dringend etwas essen muß, damit ich nicht anfange "zu flattern". Ist da was dran mit dem Insulin ??


Bettina

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 44 Minuten 1 hilfreich
    Re: Glyx-Diät

    Hi Bettina,

    auf den gylkämischen Index zu achten halte ich für eine gesunde Ernbährungsweise und nicht für eine kurzfristige Diät. Dabei reicht es dann, wenn man auf Zucker und Auszugsmehle verzichtet, evtl. noch auf Kartoffeln. Achtung, die sind auch gerne "versteckt" besonders Zucker, auf Inhaltslisten achten!

    Wenn man sich mal daran erinnert, dass die breite Bevölkerung bis noch vor ca. 100 Jahren kaum Nahrungsmittel mit hohem gylkämischen Index hatte, und wenn man weiss, wie Insulin, Kohlenhydrate und Fett im Körper zusammenwirken, wird einem klar, warum wir eine Zunehmende Anzahl Diabetiker, Herzkrankheiten und auch Krebskranke haben, von Karies und Parodonthose mal ganz zu schweigen.

    Interessant ist außerdem, dass viele Fehlernährungen erst in der dritten Generation so richtig krass zu tragen kommen. Da steht uns vermutlich mit den Kindern unserr heutigen Kindergerneration noch einiges bevor.

    Abnehmen wird mit einer gesunden Ernährung ein gerne mitgenommener Nebeneffekt.

    Alles Gute wünscht
    Michael

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Glyx-Diät


      Hallo Michael,

      vielen Dank für die Information. Sehe ich das richtig, daß diese These damit bestätigt und richtig ist ?? Mich irritieren die "Ernährungsenten" wie Trennkost, etc doch sehr.

      Davon abgesehen dachte ich daß Kartoffeln eine wertvolle Ernährung darstellen, zumal wenn man sie mit Eiweiß kombiniert. Wie paßt das ??

      Bettina

      • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Glyx-Diät

        Hi Bettina, vielen Dank für die Information. Sehe ich das richtig, daß
        diese These damit bestätigt und richtig ist ?? Mich irritieren
        die "Ernährungsenten" wie Trennkost, etc doch sehr.
        ich bin kein Ernährungswissenschaftler und kein Arzt (wobei von den letzten viele leider viel zu wenig über Ernährung wissen). Aber die Erklärungen, die ich zum glykimischen Index gelesen habe, machen für mich Sinn. Ich habe auch nichts gefunden, was dagegen spricht.

        Meine Überzeugung kommt vor allem davon, dass der Mensch logischerweise das am besten verarbeiten kann, was er seit Jahrtausenden isst. Und dazu gehören die meisten hoch-glykämischen Nahrungsmitteln nunmal nicht, allem voran Zucker und Auszugsmehle und Fertiggerichte (in denen oft viel von den beiden ersteren enthalten ist).

        Gut, dass du den meisten Diäten kritisch gegenüberstehst. Denn fast alle sind temporär zum Abnehmen gedacht und langfristig sogar teilweise ungesund. Das wichtigste ist, die Ernährung umzustellen, langfristig gesehen, also für IMMER. Sonst rennt man nur von einer Diät zur nächsten, weil man zwischendurch immer wieder zunimmt. Zudem ist Gewicht nicht der einzige Faktor von gesund leben, wenn auch ein wichtiger. Davon abgesehen dachte ich daß Kartoffeln eine wertvolle
        Ernährung darstellen, zumal wenn man sie mit Eiweiß
        kombiniert. Wie paßt das ??
        Kartoffeln an sich haben nicht so viele Nährstoffe (pro Mengeneinheit). Sie sind vor allem "füllend". Was sollte dir ohne Kartoffeln fehlen? Kartoffeln sind andererseits sicher auch nicht wirklich schlecht, nur für die Zeit des Abnehmens sollte man sie auch meiden, weil sie einen recht hohen glykämischen Index haben und auch recht viele Kohenhydrate dieser Art enthalten.

        Alles Gute wünscht
        Michael

        • Antwort von nach 4 Stunden 3 hilfreich
          Re^4: Glyx-Diät

          Hallo,
          der GI ist m.M. ein guter Ansatzpunkt, um die Insulinausschüttung von Nahrungsmitteln a priori einzuschätzen. Allerdings vernachlässigt er, daß bei der Kombination der aufgeführten "GI-bewerteten" Nahrungsmittel die Insulinreaktionen anders ausfallen und sich der GI der Gesamtmahlzeit z.B. nicht simpel als arithmetisches Mittel der GI's beteiligten Nahrungsmittel berechnen läßt.

          Gruss
          Enno

        • Antwort von nach 14 Stunden 3 hilfreich
          Kartoffeln

          Hallo,

          vorab: Ich hab mich mit der Glyx-Geschichte so groß noch nicht beschäftigt. Es tut mir aber schon ein bißchen weh, wenn die Kartoffel so verteufelt wird. Kartoffeln an sich haben nicht so viele Nährstoffe (pro
          Mengeneinheit). Sie sind vor allem "füllend". Was sollte dir
          ohne Kartoffeln fehlen? Kartoffeln sind andererseits sicher
          auch nicht wirklich schlecht, nur für die Zeit des Abnehmens
          sollte man sie auch meiden, weil sie einen recht hohen
          glykämischen Index haben und auch recht viele Kohenhydrate
          dieser Art enthalten.
          - Kartoffeln haben sehr wohl viele Nährstoffe. So sind sie hervorragende Lieferanten für die Vitamine B und C. Und das weiterhin enthaltene Kalium ist als Natrium-Antagonist sehr wichtig und reguliert den Wasserhaushalt, das Säure-Basen-Gleichgewicht, die Reizleitung der Nerven und die Muskelkontraktion. Sehr schön gerade im Rahmen des Abnehmens ist es, wenn man durch vernünftige Kaliumzufuhr (und da mangelt es bei sehr vielen!) die Wassereinlagerungen durch zuviel Salz loswird - das bringt einen sichtbaren Erfolg auf der Waage und damit auch Motivation. Weitere Mineralien in der Kartoffel sind Magnesium, Eisen, Mangan, Kupfer und Zink.

          - Kartoffeln liefern enorm viel Ballaststoffe -> fürs Abnehmen und überhaupt unerläßlich.

          - Kartoffeln haben von allen Lebensmitteln den höchsten Sättigungsindex - über dreimal soviel wie Weißbrot. Was also bei den "rustikalen" Mahlzeiten sattmacht, ist nicht der üppige Braten, sondern die Kartoffel als Beilage.

          Wer sich also streng an die Glyx-Diät halten möchte, ist anscheinend mit einer Portion Haushaltszucker wegen des niedrigeren Indexes besser dran als mit einer Portion Kartoffeln...

          Aber im Ernst: Ob man die Kartoffeln wegläßt oder reduziert, muß man selbst wissen. Ich halte sie aber wegen ihrer Vorteile auch bei einer Gewichtsreduzierung für ein immer empfehlenswertes Nahrungsmittel. Mein Tip wäre aber dann, statt zur totgekochten Salzkartoffel (von Pommes mal gar nicht zu sprechen) zu einer leckeren Folienkartoffel mit frischen Kräutern zu greifen.

          Gruß
          mowei

          • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
            Re: Kartoffeln

            Hallo MOwei, Kartoffeln haben sehr wohl viele Nährstoffe.
            relativ zur Menge sitmmt das einfach nicht. Sicher sind auch Nährstoffe in der Kartoffel, aber sie enthält nichts, was man nicht auch leicht aus Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index her bekommt. Wer sich also streng an die Glyx-Diät halten möchte, ist
            anscheinend mit einer Portion Haushaltszucker wegen des
            niedrigeren Indexes besser dran als mit einer Portion
            Kartoffeln...
            DAs ist natürlich totaler Unsinn und reine Polemik. Ich bin doch derjenige, der hier die ganze Zeit GEGEN Zucker redet. Der Gylkämische Index von Zucker ist auch höher als der der Kartoffel, außer der von Fruktose und Laktose. Dazu kommt es immer darauf an, wie viele der jeweiligen Kohlenhydrate in dem jeweiligen Lebensmittel ist, und das sind bei Zucker fast 100%. Karotten z.B. haben auch einen hohen glykämischen Index, aber sie enthalten soviele Ballaststoffe, dass man sie auch fürs Abnehmen nicht meiden muss. Aber im Ernst: Ob man die Kartoffeln wegläßt oder reduziert,
            muß man selbst wissen. Ich halte sie aber wegen ihrer Vorteile
            auch bei einer Gewichtsreduzierung für ein immer
            empfehlenswertes Nahrungsmittel.
            Jeder muss sowieso selber wissen, wie er sich ernährt. Das steht gar nicht zur Diskussion. Kartoffeln können definitiv das Abnehmen ganz deutlich bremsen und werden auch zu langen Zeiten führen, in denen man gar nicht mehr abnimmt. Und wenn man sich mit Kartoffeln immerzu gerade vollstopft, weil sie ja so schön sättigen wird man gar keine Wirkung mehr erzielen.

            Ich selbst hatte meine Ernährung vor ca. 1 Jahr umgestellt, aus ganz anderen Gründen. Zufällig hatte ich bemerkt, dass ich fast nur noch niedrig glykämische Lebensmittel aß. Ich nahm zwar nicht mehr zu, aber auch kaum ab. Dann habe ich auch die Kartoffeln weggelassen, seitdem fällt das Gewicht deutlich. Allerdings sehe ich das Ganze nichmal unter dem Fokus, abzunehmen, sondern als langfristige Ernährungsumstellung, das Abnehmen nur als nette Begleiterscheinung.

            Und sobald ich mein Idealgeswicht habe, werde ich wohl auch selbst wieder (mäßig) Kartoffeln essen. Sollte sich dann aber mein Gewicht wieder erhöhen, dann werde ich damit auch sofort wieder aufhören.

            Alles Gute wünscht
            Michael

            • Antwort von nach 22 Stunden 1 hilfreich
              Re^2: Kartoffeln

              Hallo,
              mir ist der GI der Kartoffel (zumal er je nach Zubereitung doch reichlich differiert) ohnehin suspekt. Mein Körperfettgehalt schwankt je nach "Form" zwischen 5%-8%, obwohl ich Säckeweise Kartoffeln esse. Nun esse ich die nicht solo und auch nicht getränkt in Fett, sondern immer in Kombination mit einem tierischen Eiweißlieferant (Fleisch, Quark etc.) und als Pellkartoffel. Die Sättigung hält subjektiv betrachtet länger, als bei dem gleichwertigen Gericht mit (Vollkorn)nudeln. Die Beobachtung läßt mich an der Richtigkeit der isolierten Betrachtung der einzelnen GI's zweifeln.

              Gruss
              Enno

            • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
              Re^3: Kartoffeln

              Das habe ich auch gehört: Die Kombination von Kartoffeln mit tierischem Eiweiß soll sinnvoll sein.

              Gruß Bettina [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
              Biologische Wertigkeit ...

              ... ist das Stichwort in diesem Zusammenhang. Die gibt an, wieviel der verzehrten Eiweißmenge in Körpereiweiß umgewandelt werden kann. Kombinationen von pflanzlichen und tierischen Eiweiß (z.B. auch Kartoffel/Ei) schneiden hier am besten ab.

              Gruss
              Enno



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