Auswirkungen der iranischen 'Holocaust-Konferenz'

Von: , Frage gestellt am So, 29. Jan 2006

Welches Kalkül steckt hinter der Ankündigung des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, eine "Wahrheitskommission" zur Untersuchung des Holocaust in Europa aufzustellen, die dann eine internationale Konferenz organisieren soll?

Das Thema Holocaust ist ja das in der internationalen Literatur und den Geschichtswissenschaften eines der am meisten, wenn nicht sogar das am intensivsten aufgearbeiteteste. Wie ist vor dem Hintergrund wohl die Ankündigung Irans (um aus SPIEGEL online zu zitieren), "falls die Kommission zu dem Ergebnis komme, dass das Nazi-Regime tatsächlich sechs Millionen Juden ermordet habe, müsse eine zweite multinationale Kommission sich eine entsprechende Bestrafung für die Deutschen überlegen" zu verstehen?
Die internationale Staatengemeinschaft und speziell die Alliierten von damals erwarten von Deutschland mitlerweile keine umfassenden territorialen oder wirtschaftliche Reparationen. Ich glaube, die USA, Frankreich, GB usw. beneiden uns kaum um die ewige quälende Holocaustdebatte und die ständige Auseinandersetzung mit dem Massenmord.

Ist es lediglich Provokation, worauf der Iran setzt, wenn er -wie kürzlich- den britischen Premier zu dieser Konferenz einläd? Oder der Versuch einer Geschichtsfälschung? Oder doch das Suchen nach einem Schuldigen für den Nahostkonflikt?

57 Antworten zu dieser Frage

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^5: Oh, muslimischer Rassimus

            Hallo Heinrich Es geht auch gar nicht um Vernichtung
            ISraels. Das ist eher rhetorisch zu verstehen.
            ROTFL!!!

            Auf der Witzseite hättest du dafür von mir ein Sternchen
            bekommen!
            Was mich manchmal hier ärgert - ist, wenn ein Mitbürger
            meint, genug Bodenfreiheit zu haben, um auf eine ange-
            messene Interpretation des Geschriebenen im Sinne des
            Schreibers verzichten zu können. Nur mal ganz nebenbei: Wenn Bush sich vors Mikro stellt
            und was von "Schurkenstaaten" blubbert und dass die
            dortigen Regierungen beseitigt werden müssen,
            ist das dann auch "eher rhetorisch" zu verstehen?
            In genau diesem Sinne hatte der OP (nach meinem
            Dafürhalten) seinen Passus verstanden haben wissen
            wollen.

            "Krieg gegen den Irak" bedeutet dann eben nicht
            "Ausrottung der Bevölkerung" sondern "Befreiung von
            einem Kodex", der aus der Sicht der Befreier sowohl
            diesem, als auch dem Befreiten, zuträglicher sein
            würde.

            In der politischen Realität bezieht sich das
            dann auf "Regierungen". Warum sollte, wenn
            der Iran einen Krieg gegen Israel führen
            würde, dies nicht so sein?

            Das war, imho, die Intention des Schreibers.

            Grüße

            CMБ

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^6: Missverständnisse oder Schönfärberei

              bs"d Warum sollte, wenn
              der Iran einen Krieg gegen Israel führen
              würde, dies nicht so sein?
              Weil es vielleicht doch ein rhetorischer Unterschied (und nicht nur so einer) ist, wenn ich von Vernichtung eines Staates oder Befreiung bzw. Beseitigung einer Regierung spreche? Wenn also der rhetorisch nicht gerade geschickte Bush es schafft, sich hier klar auszudrücken, warum dann nicht die Iraner? Und vor allem, wenn alle Welt sie falsch versteht, warum schaffen sie es dann nicht, diese Missverständnis auszuräumen, ja, ausräumen zu wollen?

              Kol tuw,
              Eli

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^6: Oh, muslimischer Rassimus

              Hi! Warum sollte, wenn
              der Iran einen Krieg gegen Israel führen
              würde, dies nicht so sein?
              Nun, wenn ich die heutigen Nachrichten richtig verstanden habe, dann hat da ein ranghoher iranischer Offizieller sinngemäß folgenden Ausdruck von sich gegeben:

              "Sollte der Iran wegen seines Atomprogramms vor die UN zitiert werden, dann ist das das Ende aller diplomatischen Lösungen" (oder so ähnlich - man möge das genaue Zitat nachforschen).

              Wie gesagt: "das Ende aller diplomatischen Lösungen". So beschreibt man in Politikerkreisen im Allgemeinen den Krieg.

              Aber vermutlich war auch das nur rhetorisch gemeint, wie alles, was aus dem Iran kommt.

              Grüße
              Heinrich

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Oh, muslimischer Rassimus

          Hallo zusammen, Und wie oft muss man hier die Begrifflichkeit "Antisemitismus"
          hier durchgehen?
          Vorab es ist damit nicht die rhetorische einwand von wegen wie
          können semiten antisemitisch sein gemeint.
          Zionisten bezeichen ihre Gegner als 'Antisemiten' - sogar wenn
          diese selbst Semiten sind und Sozialisten reden von 'Faschisten'
          wenn sie nationalistische Sozialisten meinen. Diese Begriffsver-
          wirrungen zur Verschleierung der eigenen Position und zur Dif-
          famierung sind leider so allgemeingebräuchlich das man kaum noch
          etwas dagegen zu sagen wagt.

          Bei all dem 'Antisemitismus' sollte man allerdings daran denken
          das die wirtschaftliche und politische Lage der Palästinenser
          bis zum Beginn der 1. Intifada nirgendwo so gut war wie in den
          von israel besetzten Gebieten. Die Flüchtlingslager in Syrien
          sind wesentlich menschenunwürdiger als die Lager im Gazastreifen
          und in der Westbank und die Arbeitslosigkeit war dort ungleich
          größer. Im Libanon und in Jordanien gab es blutige Unterdrückung
          der PLO (Stichwort 'Schwarzer September'). Keine Grenze des Gaza-
          streifens war so dichtgemacht wie die zum 'Mutterland' Ägypthen.
          In Deutschland kann ein Palästinenser leichter einen Pass bekommen
          als in Saudi-Arabien oder Kuwait. Heute noch leben viele Paläs-
          tinenser rund um den persischen Gof als rechtelose Arbeitssklaven.
          An all diesen 'Antisemitismus' durch Semiten sollte man auch mal
          denken ... Israels Existenzrecht wird ganz klar mit dem Holocaust verknüpft.
          Letztens gab es sogar von Kofi Annan solche Äußerungen.
          Jetzt verstehe ich den Sinn der 'Holocaust'-Veranstaltung im Iran.
          Wenn die 'nachweisen' das es keinen Holocaust gab - dann gibt es
          auch kein Existenzrecht für Israel.

          Dabei wird nur leider übersehen das dieses sich aus der Tatsache
          ableitet das die Christen und Juden davon ausgehen das Gott 'seinem
          Volk' dieses Land geschenkt hat und der Holocaust nur der offizielle
          Anlass für manche Regierungen war das Projekt Israel zu unterstützen.


          Er muss sich entscheiden. Ist er im Nahen Osten und damit ein
          Teil von ihm? Oder nicht? Er kann nicth im Nahen Osten sein
          und zugleich europäische oder amerikanische Interessen dort
          verteidigen.
          Da wirfst du wild Geographie und Politik durcheinander.

          Muss Israel sich etwa einen blutrüstigen Tyrannen, der sein Land
          mit unzähligen Geheimdiensten aussaugt, zulegen nur weil es im
          Nahen Osten liegt und dies dort so üblich zu sein scheint?

          Darf Israel seine eigenen Interessen nicht verfolgen wenn diese
          mit den Interessen der USA deckungsgleich zu sein scheinen?

          Dürfen 'israelfreundliche Kreise' in den USA etwa nicht mehr den
          Präsidenten der USA mit Wahlkampfgelders von sich abhängig machen
          damit dieser Israel entgegen den realen Interessen seines Staates
          militärisch unterstützt?

          Mein Vorschlag: Wir tauschen Weißrussland gegen Israel ... die
          passen beide politisch nicht zu ihrer geographischen Lage ;-))


          Viele Grüße

          Jake

          • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
            Re^5: Oh, muslimischer Rassimus

            Hallo zusammen, Und wie oft muss man hier die Begrifflichkeit "Antisemitismus"
            hier durchgehen?
            Vorab es ist damit nicht die rhetorische einwand von wegen wie
            können semiten antisemitisch sein gemeint.
            Zionisten bezeichen ihre Gegner als 'Antisemiten' - sogar wenn
            diese selbst Semiten sind und Sozialisten reden von
            'Faschisten'
            wenn sie nationalistische Sozialisten meinen. Diese
            Begriffsver-
            wirrungen zur Verschleierung der eigenen Position und zur Dif-
            famierung sind leider so allgemeingebräuchlich das man kaum
            noch
            etwas dagegen zu sagen wagt.

            Bei all dem 'Antisemitismus' sollte man allerdings daran
            denken
            das die wirtschaftliche und politische Lage der Palästinenser
            bis zum Beginn der 1. Intifada nirgendwo so gut war wie in den
            von israel besetzten Gebieten. Die Flüchtlingslager in Syrien
            sind wesentlich menschenunwürdiger als die Lager im
            Gazastreifen
            und in der Westbank und die Arbeitslosigkeit war dort ungleich
            größer. Im Libanon und in Jordanien gab es blutige
            Unterdrückung
            der PLO (Stichwort 'Schwarzer September'). Keine Grenze des
            Gaza-
            streifens war so dichtgemacht wie die zum 'Mutterland'
            Ägypthen.
            In Deutschland kann ein Palästinenser leichter einen Pass
            bekommen
            als in Saudi-Arabien oder Kuwait. Heute noch leben viele
            Paläs-
            tinenser rund um den persischen Gof als rechtelose
            Arbeitssklaven.
            An all diesen 'Antisemitismus' durch Semiten sollte man auch
            mal
            denken ...
            Hinter diesem Vorgehen liegt wohl auch die Taktik, dass man ganz bewusst den Flüchtlingsstatus dieser Menschen aufrechterhält nicht wiel man sie nciht liebt, sonder weil durch diesen Status ihre Rückkehr zu ihrer Heimat gesicherter sind als wenn man nicht so agieren würde.

            Man will nebenbei natürlich auch nciht ISrael einen Gefallen tun und seine "aufgaben" wahrnehmen und seine "Probleme" lösen, in dem man diese Menschen völlig integriert ind das eigene System. Das sind nämlich Menschen die von ISrael vertrieben wurden und natürlich muss ISrael das Problem der Flüchtlinge selbst ausbaden sei es wirtschaftlich oder auf sonstigem Wege. Da wirfst du wild Geographie und Politik durcheinander.
            Darf Israel seine eigenen Interessen nicht verfolgen wenn
            diese
            mit den Interessen der USA deckungsgleich zu sein scheinen?

            Mein Vorschlag: Wir tauschen Weißrussland gegen Israel ... die
            passen beide politisch nicht zu ihrer geographischen Lage ;-))
            Grds. geht mit der geographishen Nöhe auch gemeinsame Interessen einher. Ich ahbe von Weissruslland keien Ahnung...Aber für den Nahen Osten:

            Dort sind viele Staaten die zum Teil natürlich gegensätzliche Interessen haben. Um die Durchsetzung dieser Interessen bedient man sich auch anderer Spieler die ausserhalb des Gebiets liegen USA oder Russland oder EU.

            Jedoch ist es aber so dass darüberhinaus diese Staaten auch gemeinsame Interessen haben.

            So führt es also nicht dazu dass man um die Vorherrschaft des anderen abzuschaffen einen ganz fremden Spieler mit ins Boot holt und seine Herrschaft dort errichtet.

            Sowohl Iran als auch Irak haben Krieg geführt aber um selber zu konkurrieren nicht der USA zur Beherrschung des Gebiets zu verhelfen. Und das ist der wesentliche Unterschied zu Israel.

            Israel hilft dort eine völlige US-Beherrschung herzustellen und es ist eben nicht so dass er der dortigen Sensibilitäten die auch für ihn gelten sollten Rechnung trägt.

            MfG

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Witz komm raus...

      Hallo,

      Das war ein ausgesprochen lustiger Beitrag! Sehr gut.

      Du und diejenigen, die hier "Antworten" gegeben haben, beschäftigen sich mit einem "angeblich" aktuellen Thema. Dabei kommt mir es eher vor, dass sich Opas und Omas im Altersheim auseinandersetzen, über Dinge die so lächerlich ALT klingen, dass Kinder nur den Kopf darüber schütteln.

      Naja..sei es drum. Deine Argumentationskette aus der ANGEBLICHEN Sicht der Iraner war einfach wunderbar lustig und so voll von Blödsinn, dass ich mich gekringelt habe vor Lachen.

      Man könnte die Verlegung ins Witzebrett beantragen.

      Eencockniedo

      PS: Die Erde ist eine Scheibe... das muss mal gesagt werden!

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Israel von der Landkarte radieren.

      Die "Konferenz" hört sich doch total friedlich an.

      Nehmen wir das zusammen mit den Reden über "Vernichtet alle Juden" und "Treibt Israel ins Meer" und "Israel von der Landkarte radieren", dann sieht man, wie verlogen die Außenpolitik des Iran ist.


      Karl

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      Re^2: Auswirkungen der iranischen 'Holocaust-Konfe

      hallo sina,

      sicherlich hast du ja schon erkannt, dass ich mich hier schon oft kritisch auch ggüb. israel geäußert habe, aber bei dem, was du da schreibst, holst du ein bisschen arg weit aus. Jetzt kommen also die ewigen Opfer und die ewigen Täter
      zusammen und werfen den Arabern (die selber ja Semiten sind)
      Antisemitismus vor...:=)
      von den deutschen als den ewigen tätern zu sprechen, ist antideutsch! Jetzt muss der Nahe Osten also von den Europärn anhören dass
      man Israelis lieben muss ansonsten wäre man ein rassist. Wohl
      gemerkt von denen die die ganze Zeit der Welt vorgemacht wie
      sehr man Juden hassen muss.
      eine bodenlose unverschämtheit ist, dass du behauptest, "die europäer" würden der ganzen welt vormachen (präsens!), wie sehr man juden hassen muss. Das ist eine bodenlose Unverschämtheit Menschen die sich
      verteidigen wie die Palästinenser Antisemitismus vorzuwerfen.
      da hast du allerdings recht, aber dieses schlagwort hilft für so viele dinge ... Und jeder im Nahen osten weiss dass die Europär sich nicht
      verändert haben. Dass die Täter von Gestern nicht über Nacht
      zu Lämmern geworden sind.
      so so ... Und da kommt Ahmedineschad und sagt das was alle denken:
      Europa hat sich nicht geändert sie sind genauso wie vorher
      auch...aber sie haben es hingekriegt dass sie ihre Minderheit
      ihre ewigen Opfer im Nahen Osten also in einem gebiet was weit
      weg von Europa ist "abgeladen".
      es gibt kaum ein außereuropäisches land, das so nah wie israel ist. es ist von europa auch leicht per schiff zu erreichen. schau dir mal die karte an: nach der türkei kommt syrien, der libanon und dann israel. zypern beispielsweise liegt wesentlich näher an israel als an griechenland. wenn also "weit weg von europa" die maxime gewesen sein sollte, dann hätte das britische königreich geeignetere orte hergegeben. Deswegen auch wenn die Schuld von Deutschland feststeht
      dann muss Deutschland ein teil von seinem gebiet geben.
      die schuld an deutschland steht in erster linie fest, weil deutschland die wohl größte massenvernichtung an juden begangen hat. aber in vielen anderen ländern weltweit hatten die menschen ähnliche vorbehalte gegen die juden, und viele werden damals gedacht haben: es ist zwar unmenschlich, was nazideutschland da getrieben hat, aber immerhin gibt es dann ein problem weniger. darum läßt sich "die schuld" nicht territorial auf deutschland / österreich beschränken, sondern auf viele länder auf verschiedenen kontinenten verteilt.

      ein stück +/- unbesiedeltes land auszuwählen war doch nicht abwegig. ohne nennenswerte bodenschätze oder fruchtbaren boden muß das auch keine territorialkriege mit den nachbarn auslösen. da es aber an der nahtstelle von 3 kontinenten mit unterschiedlichen kulturen gelegen ist, mehrere religionen ihren ursprung auf dieses land begründen, israel sich ausgerechnet mit den USA verbündet, und seine außenpolitik höchst fragwürdige züge trägt, muß es zwangsläufig zum pulverfass werden.

      gr, pit

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re^3: Auswirkungen der iranischen 'Holocaust-Konfe

        Hallo Pit, Jetzt kommen also die ewigen Opfer und die ewigen Täter
        zusammen und werfen den Arabern (die selber ja Semiten sind)
        Antisemitismus vor...:=)
        von den deutschen als den ewigen tätern zu sprechen, ist
        antideutsch!
        Ich habe nicht von Deutschen gesprochen, sondern von Europa. Jetzt muss der Nahe Osten also von den Europärn anhören dass
        man Israelis lieben muss ansonsten wäre man ein rassist. Wohl
        gemerkt von denen die die ganze Zeit der Welt vorgemacht wie
        sehr man Juden hassen muss.
        eine bodenlose unverschämtheit ist, dass du behauptest, "die
        europäer" würden der ganzen welt vormachen (präsens!), wie
        sehr man juden hassen muss.
        präsens= vormachen! aber ich habe geschrieben "vorgemacht". da fehlt "haben" also vorgemacht haben...also NICHT PRÄSENS. Das ist eine bodenlose Unverschämtheit Menschen die sich
        verteidigen wie die Palästinenser Antisemitismus vorzuwerfen.
        da hast du allerdings recht, aber dieses schlagwort hilft für
        so viele dinge ... Und jeder im Nahen osten weiss dass die Europär sich nicht
        verändert haben. Dass die Täter von Gestern nicht über Nacht
        zu Lämmern geworden sind.
        so so ... Und da kommt Ahmedineschad und sagt das was alle denken:
        Europa hat sich nicht geändert sie sind genauso wie vorher
        auch...aber sie haben es hingekriegt dass sie ihre Minderheit
        ihre ewigen Opfer im Nahen Osten also in einem gebiet was weit
        weg von Europa ist "abgeladen".
        es gibt kaum ein außereuropäisches land, das so nah wie israel
        ist. es ist von europa auch leicht per schiff zu erreichen.
        schau dir mal die karte an: nach der türkei kommt syrien, der
        libanon und dann israel. zypern beispielsweise liegt
        wesentlich näher an israel als an griechenland. wenn also
        "weit weg von europa" die maxime gewesen sein sollte, dann
        hätte das britische königreich geeignetere orte hergegeben.
        Wir wollen jetzt nicht wirklich diskutieren dass der nahe Osten aufgrund seiner Nähe zu Europa NAHER osten genannt wird aber trotzdem weit weg von Europa ist. Es liegt ausserhalb Europas und darum gehts. Deswegen auch wenn die Schuld von Deutschland feststeht
        dann muss Deutschland ein teil von seinem gebiet geben.
        die schuld an deutschland steht in erster linie fest, weil
        deutschland die wohl größte massenvernichtung an juden
        begangen hat. aber in vielen anderen ländern weltweit hatten
        die menschen ähnliche vorbehalte gegen die juden, und viele
        werden damals gedacht haben: es ist zwar unmenschlich, was
        nazideutschland da getrieben hat, aber immerhin gibt es dann
        ein problem weniger. darum läßt sich "die schuld" nicht
        territorial auf deutschland / österreich beschränken, sondern
        auf viele länder auf verschiedenen kontinenten verteilt.
        Ja aber die Araber haben damit das wenigste zu tun. ein stück +/- unbesiedeltes land auszuwählen war doch nicht
        abwegig.
        Na ja das halte ich für ne dumme Bemerkung.
        ohne nennenswerte bodenschätze oder fruchtbaren boden muß das auch keine territorialkriege mit den nachbarn
        auslösen. da es aber an der nahtstelle von 3 kontinenten mit
        unterschiedlichen kulturen gelegen ist, mehrere religionen
        ihren ursprung auf dieses land begründen, israel sich
        ausgerechnet mit den USA verbündet, und seine außenpolitik
        höchst fragwürdige züge trägt, muß es zwangsläufig zum
        pulverfass werden.
        Ob das jetzt kein Krieg auslösen muss, kann man mit einem Experiment auf den Zahn fühlen. Die jetzige Minderheit die Türken zb könnten also irgendwann mal in Deutschland ein Stück Land abtrennen, der nicht so besiedelt ist mit Deutschen? Ja ? Und das dürfte dann auch kein Kriege gegen die Türken führen? OK?

        MfG

        • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
          Re^4: Auswirkungen der iranischen 'Holocaust-Konfe

          Hallo Pit, Jetzt kommen also die ewigen Opfer und die ewigen Täter
          zusammen und werfen den Arabern (die selber ja Semiten sind)
          Antisemitismus vor...:=)
          von den deutschen als den ewigen tätern zu sprechen, ist
          antideutsch!
          Ich habe nicht von Deutschen gesprochen, sondern von Europa.
          deutschland ist ein teil von europa, und die deutschen trugen die hauptschuld. das war allerdings vor ca. 65 jahren. Jetzt muss der Nahe Osten also von den Europärn anhören dass
          man Israelis lieben muss ansonsten wäre man ein rassist. Wohl
          gemerkt von denen die die ganze Zeit der Welt vorgemacht wie
          sehr man Juden hassen muss.
          eine bodenlose unverschämtheit ist, dass du behauptest, "die
          europäer" würden der ganzen welt vormachen (präsens!), wie
          sehr man juden hassen muss.
          präsens= vormachen! aber ich habe geschrieben "vorgemacht". da
          fehlt "haben" also vorgemacht haben...also NICHT PRÄSENS.
          das wäre dann also nur ein schreibfehler von dir!? hätte aber rein kausal zu deiner obigen aussage der ewig schuldigen gepasst ... und zu deiner nächsten behauptung auch: Und jeder im Nahen osten weiss dass die Europär sich nicht
          verändert haben. Dass die Täter von Gestern nicht über Nacht
          zu Lämmern geworden sind.
          soweit also dazu, ob deine worte im präsens oder perfekt zu verstehen sind ;-) Und da kommt Ahmedineschad und sagt das was alle denken:
          Europa hat sich nicht geändert sie sind genauso wie vorher
          auch...aber sie haben es hingekriegt dass sie ihre Minderheit
          ihre ewigen Opfer im Nahen Osten also in einem gebiet was weit
          weg von Europa ist "abgeladen".
          es gibt kaum ein außereuropäisches land, das so nah wie israel
          ist. es ist von europa auch leicht per schiff zu erreichen.
          schau dir mal die karte an: nach der türkei kommt syrien, der
          libanon und dann israel. zypern beispielsweise liegt
          wesentlich näher an israel als an griechenland. wenn also
          "weit weg von europa" die maxime gewesen sein sollte, dann
          hätte das britische königreich geeignetere orte hergegeben.
          Wir wollen jetzt nicht wirklich diskutieren dass der nahe
          Osten aufgrund seiner Nähe zu Europa NAHER osten genannt wird
          aber trotzdem weit weg von Europa ist. Es liegt ausserhalb
          Europas und darum gehts.
          der "nahe osten" hat seinen namen zwar tatsächlich von der nähe zu europa (von wo die entdecker der kontinente und seewege kamen), aber wir müssen die geografische nähe von israel zu europa nicht diskutieren ... es steht auf jeder landkarte.
          außerdem bezog ich mich ausdrücklich auf deine darlegung "weit weg von europa". Deswegen auch wenn die Schuld von Deutschland feststeht
          dann muss Deutschland ein teil von seinem gebiet geben.
          die schuld an deutschland steht in erster linie fest, weil
          deutschland die wohl größte massenvernichtung an juden
          begangen hat. aber in vielen anderen ländern weltweit hatten
          die menschen ähnliche vorbehalte gegen die juden, und viele
          werden damals gedacht haben: es ist zwar unmenschlich, was
          nazideutschland da getrieben hat, aber immerhin gibt es dann
          ein problem weniger. darum läßt sich "die schuld" nicht
          territorial auf deutschland / österreich beschränken, sondern
          auf viele länder auf verschiedenen kontinenten verteilt.
          Ja aber die Araber haben damit das wenigste zu tun.
          das ist richtig, aber die situation vor 60 jahren war akut, ein geschichtlich vielleicht einmaliger sachverhalt, eine notlage, für die man schnell eine praktikable lösung finden mußte. der brite hatte dort zu jener zeit das sagen. vielleicht hätte man auch andere länder aus dem commonwealth auswählen können ... malaysia, indien, eine der vielen afrikanischen ex-kolonien, oder auch australien auswählen können - im 'wüste fruchtbar machen' sind die israelis sehr gut -, aber vielleicht war ein land im mittelmeerraum aus der not heraus das praktikabelste. ein stück +/- unbesiedeltes land auszuwählen war doch nicht
          abwegig.
          Na ja das halte ich für ne dumme Bemerkung.
          wieso?
          nicht so dumm, wie dort, wo bereits ein sesshaftes volk eine hohe bevölkerungsdichte erreicht hat.
          wo hätte israel besser entstehen sollen? wo wären die voraussetzungen deiner meinung nach besser gewesen (die damals akute notlage nicht vergessen!)?
          in bayern vielleicht? gleich hinter dachau? ohne nennenswerte bodenschätze oder fruchtbaren boden
          muß das auch keine territorialkriege mit den nachbarn
          auslösen. da es aber an der nahtstelle von 3 kontinenten mit
          unterschiedlichen kulturen gelegen ist, mehrere religionen
          ihren ursprung auf dieses land begründen, israel sich
          ausgerechnet mit den USA verbündet, und seine außenpolitik
          höchst fragwürdige züge trägt, muß es zwangsläufig zum
          pulverfass werden.
          Ob das jetzt kein Krieg auslösen muss, kann man mit einem
          Experiment auf den Zahn fühlen. Die jetzige Minderheit die
          Türken zb könnten also irgendwann mal in Deutschland ein Stück
          Land abtrennen, der nicht so besiedelt ist mit Deutschen? Ja ?
          Und das dürfte dann auch kein Kriege gegen die Türken führen?
          da müßtest du schon ein anderes beispiel konstruieren.
          wenn die minderheit der türken in deutschland sich aufgrund von vielen tödlichen ausländerfeindlichen übergriffen auf nur noch 100 menschen reduziert hat, sollte man die dann besser in einer plattenbausiedlung in hoyerswerda oder rostock ansiedeln?

          gr, pit



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