Aus Hof fahre

Hallo,
jemand:smile: wohnt in einer Nebenstrasse die nicht gerade sehr breit ist. Wenn jemand:smile: aus dem Hof fahre, bleibe jemand:smile: für kurze Zeit quer über die Strasse stehen weil jemand:smile: das Tor wieder zu machen muss.
Die Straße in der jemand:smile: wohne ist NICHT stark befahren ca. alle 10 min.
ein Auto. Die Zeit die jemand:smile: brauche für das Tor zu schließen beträgt ungefähr eine Minute mit allem. Jetzt kommt z.B. ein ABER HALLO JEMAND:smile: der ab und an zufällig mit seinem Auto durch die Strasse fährt was er auch darf und sich tierisch genötigt fühlt wenn er halt mal kurz warten muss bis JEMAND:smile: mit Familie (Frau und 3 Kinder) wieder im Auto ist.

Jetzt meine eigentliche Frage:
Darf man eine Nebenstrasse für kurze Zeit Blockieren um z.B. ein Tor zu schliessen und um seinen Nachwuchs einzuladen?

Würde mich freuen wenn mir jemand dazu was sagen könnte

Gruß
Rolker

P.S. Hoffe das wird jetz nicht gleich wieder gelöscht

Hallo,

zur rechtlichen Situation: Ich tippe, daß „jemand:smile:“ nicht die Straße blockieren darf wegen § 12 Abs. 1 Nr. 1 StVO: „Das Halten ist unzulässig an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen.“ Als Halten gilt das Stehen bis zu drei Minuten zum Ein-/Aussteigen oder Be-/Entladen. Das mag ein Profi aber besser wissen und ggf. korrigieren.

Was mich persönlich irritiert: 1. Warum muß die Familie von „jemand:smile:“ während der Blockade einsteigen und nicht bereits im Hof, sodaß zumindest diese Wartezeit entfällt? Bei drei Kindern, die noch u. U. im Kindersitz festgemacht werden müssen, ziehen sich die Sekunden.

  1. Ist es wirklich notwendig, daß „jemand:smile:“ die Straße durch einfaches Zurücksetzen quer und komplett blockiert? Könnte er nicht fix einmal rangieren und das Auto längs an den Straßenrand stellen, sodaß ein anderes Fahrzeug wenigstens passieren kann?

Ich könnte mir vorstellen, daß „ABER HALLO JEMAND:smile:“ angesäuert ist, weil er dem Verstau- und Schließdienstmanöver zugucken darf, obwohl es nicht nötig wäre. Wenn das einmalig vorkommt, würde es mir nicht einfallen, mehr als einen leisen gezischten Fluch abzulassen. Sollte das aber öfters vorkommen, könnte mir am „richtigen“ Tag auch mal der Kragen platzen, und ich würde „jemand:smile:“ mit den beiden o.g. Fragen konfrontieren. Einfach aus der Tatsache raus, daß jemand anders ein Vielfaches der Zeit warten muß, weil man sich selbst 20 Sekunden sparen möchte.

Gruß
mowei

Du hast recht und beschreibst mit viel Text -zum guten Verständnis!- was der Gesetzgeber geregelt hat. Zur Untermauerung noch die §§ der StVO…

§12 Halten und Parken

(6) Es ist platzsparend zu parken; das gilt in der Regel auch für das Halten.

1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Heisst also - wie Du richtig bemerktest:

Wenns gar nicht anders geht muss die Behinderung hingenommen werden, ansonsten liegt eine Ordnungswidrigkeit vor.

DM

In Gesetz geregelt, wenn der Verstand nicht reicht

Du hast recht und beschreibst mit viel Text -zum guten
Verständnis!- was der Gesetzgeber geregelt hat. Zur
Untermauerung noch die §§ der StVO…

Du hast recht und beschreibst mit viel Text -zum guten
Verständnis!- was der Gesetzgeber geregelt hat. Zur
Untermauerung noch die §§ der StVO…

Hallo Dirk,

der epische Teil meiner Antwort war nicht als Beschreibung der Gesetzeslage gedacht, sondern eher als Anstoß des gesunden Menschenverstands.

Zuweilen befinde ich mich in unserem Dorf in der Haut des ABER HALLO: Ein Herr hält grundsätzlich direkt vor seiner Garage, um das Tor zu öffnen oder zu schließen und blockiert dann die Straße. Geschlagene 15 Meter Luftlinie von der Garage wäre eine Parkplatz, wo er dann auch sein Auto kurz hinstellen könnte (Motor abstellen würde sich noch nicht mal rentieren). Nun bringen mich die 20 Sekunden wirklich nicht um; ich lasse ja auch sehr oft z.B. in der Rush Hour Leute aus Kreuzungen oder Einfahrten, wenn ich merke, daß sie aufs Rauslassen angewiesen sind. Bloß: der Garagenhäns käme nie auf die Idee, mal kurz zu winken oder zu nicken.

Letztens erfolgte dann die Worst-Case-Kettenreaktion: Wegen dieser 20-Sekunden-Aktion fuhr mir vor der nächsten Kreuzung der Dorfschleicher (der zum Bäcker fährt, obwohl eine Omma mit Rollator zu Fuß schneller da wäre) vor die Nase. Das Schrittempo führte dazu, daß die Bahnschranken hinterm Bäcker zugingen (7 Minuten Wartezeit, immerhin die Titelseite der Zeitung gelesen). Als schon die Schranken aufgingen, fuhr dahinter der EDEKA-LKW aus der Seitenstraße raus. Hinter dem tuckerte ich dann über die Landstraße hinterher; bei der einzigen Überholstrecke war zuviel Gegenverkehr, und die Baustellenampel sah uns dann auch kommen und schaltete auf Rot.

Als ich dann an den Garagentyp dachte, entfleuchten mir gotteslästerliche Flüche. Wenn der Spacko wenigstens kurz Danke winken würde, dann wär das für mich Schicksal gewesen, so hat er mir schon direkt den Vormittag versaut. Ich hoffe allerdings, daß mir nicht bei ihm mal der Kragen platzt, da er sich in seiner Nachbarschaft bereits einen Ruf erworben hat, der Fremdenlegionäre erblassen lassen würde.

Ja, das war jetzt schon wieder lang, und ich erwarte kein Mitleid. Aber man kann auch mal drüber nachdenken, ob man bei halbseidenen Manövern aus Bequemlichkeit nicht durch ein einfaches Danke- oder Sorry-Winken manchen ABER HALLO JEMAND zum Lächeln bringt oder von der Palme holt, anstatt Verkehrsrechtforen bemühen zu müssen.

Gruß
(heute Laber-)mowei

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Hallo Rolker,

der allgemeinen Meinung kann ich mich nur anschließen.

Warum lässt jemand die Familie nicht schon vorher einsteigen?
Warum sind nicht die Kinder bereits im Auto, Mutter schließt das Tor und Vater rangiert in der Zeit das Fahrzeug aus dem Weg?

Sicher gibt es Gelegenheiten wo man mal wegen anderen Fahrzeugen warten muss, das hier scheint mir aber nicht so ein Fall zu sein.
Hier geht es nur um die Bequemlichkeit von jemand , das andere weiterfahren möchten scheint ihm egal zu sein.

Gruß bernd

der epische Teil meiner Antwort war nicht als Beschreibung der
Gesetzeslage gedacht, sondern eher als Anstoß des gesunden
Menschenverstands.

Meine Bemerkung sollte keine Kritik sein.

Ich hoffe
allerdings, daß mir nicht bei ihm mal der Kragen platzt, da er
sich in seiner Nachbarschaft bereits einen Ruf erworben hat,
der Fremdenlegionäre erblassen lassen würde.

Im Strassenverkehr immer ruhe bewahren, wenn nachher Dein Führerschein weg ist, wegen einem aggressions delikt im Strassenverkehr, hat alles nix genutzt.

DM

Hi mowei,

stimmt schon alles, was du sagst, darum auch ein * von mir.

Was mich persönlich irritiert: 1. Warum muß die Familie von
„jemand:smile:“ während der Blockade einsteigen und nicht bereits
im Hof, sodaß zumindest diese Wartezeit entfällt? Bei drei
Kindern, die noch u. U. im Kindersitz festgemacht werden
müssen, ziehen sich die Sekunden.

Da sich der Frager nicht meldete, fällt mir folgende Möglichkeit ein:
Mein Hof ist z. B. gerade so breit, dass das Auto reinpasst und ich mich auf den Fahrersitz zwängen kann. Ein ‚Einladen‘ von kleinen Kindern wäre nicht möglich, da zu eng.

  1. Ist es wirklich notwendig, daß „jemand:smile:“ die Straße durch
    einfaches Zurücksetzen quer und komplett blockiert? Könnte er
    nicht fix einmal rangieren und das Auto längs an den
    Straßenrand stellen, sodaß ein anderes Fahrzeug wenigstens
    passieren kann?

Genau! Somit kann man obiges Problem elegant auffangen.

Marion