Internetzugang für Schüler

Von: , Frage gestellt am Mo, 6. Sep 1999

Hallo!

Ein bekannter vor mir ist Direktor eines Schülerheims. Dort wohnen Schüler im Alter von 14-18 Jahren. Das Heim wird gerade umgebaut und im Zuge auch gleich eine Netzwerkverkabelung eingebaut. Die Schüler sollen dann die Möglichkeit haben, das Internet zu nutzen.

Auf der anderen Seite stehen aber die Eltern, die Bedenken äußern, weil die Kinder dann ja alles mögliche anschaun können (Porno, Nazi, ....). Unsere Idee ist es deshalb, eine Firewall zu installieren, die nur ganz bestimmte Internet-Seiten und Domains durchläßt. Es soll also alles gesperrt sein, und die harmlosen und informativen Dinge (Schüler sollen ja einen Wissensgewinn aus dem Internet ziehen) sollen freigegeben sein.

Wer kennt wichtige Adressen, die man freigeben kann. Weiß jemand eine Seite, wo eine große Liste mit Domains und Adressen aufgelistet sind? zB .ac.at is sicher nicht schlecht. .com hingegen, da muß man schon viel viel genauer schaun.

Danke für Eure Unterstützung!

Bye
Hansi

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Internetzugang für Schüler

    Vielleicht genügt eine Beschränkung auf
    .de-Domains ? Dort ist der Anteil illegaler Inhalte minimal. Die gängigen Filterprogramme funtionieren ohnehin nur ansatzweise, und eine Firewall dient zur Schutz eines Servers nach "außen" (gegen Zugriffe Unbefugter). [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
      Re^2: Internetzugang für Schüler

      Hi! Vielleicht genügt eine Beschränkung auf
      .de-Domains ? Dort ist der Anteil
      illegaler Inhalte minimal.
      Ich bin in Österreich, aber .at-Domains sind ja auch ok. Aber ob der Anteil wirklich so gering ist??? http://start.at/.... zB, das wird sicher mißbraucht, oder? Die gängigen
      Filterprogramme funtionieren ohnehin nur
      ansatzweise, und eine Firewall dient zur
      Schutz eines Servers nach "außen" (gegen
      Zugriffe Unbefugter).
      Das ist nicht richtig. Eine Firewall kann in alle Richtungen filtern!

      Bye
      Hansi Hallo!

      Ein bekannter vor mir ist Direktor eines
      Schülerheims. Dort wohnen Schüler im
      Alter von 14-18 Jahren. Das Heim wird
      gerade umgebaut und im Zuge auch gleich
      eine Netzwerkverkabelung eingebaut. Die
      Schüler sollen dann die Möglichkeit
      haben, das Internet zu nutzen.

      Auf der anderen Seite stehen aber die
      Eltern, die Bedenken äußern, weil die
      Kinder dann ja alles mögliche anschaun
      können (Porno, Nazi, ....). Unsere Idee
      ist es deshalb, eine Firewall zu
      installieren, die nur ganz bestimmte
      Internet-Seiten und Domains durchläßt. Es
      soll also alles gesperrt sein, und die
      harmlosen und informativen Dinge (Schüler
      sollen ja einen Wissensgewinn aus dem
      Internet ziehen) sollen freigegeben sein.

      Wer kennt wichtige Adressen, die man
      freigeben kann. Weiß jemand eine Seite,
      wo eine große Liste mit Domains und
      Adressen aufgelistet sind? zB .ac.at is
      sicher nicht schlecht. .com hingegen, da
      muß man schon viel viel genauer schaun.

      Danke für Eure Unterstützung!

      Bye
      Hansi

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      *polemik*

      Oder die Schüler dürfen nur an der Hand des Lehrers surfen, vielleicht auch jede Seite vorher beantragen. Was passiert, wenn auf der .de-Seite ein schreckliches .com-Bild verlinkt ist, ohne daß die Firewall es filtert?
      Internet ja, aber nur für Mickimaus und Fernsehprogramm?

      Ich denke man kann da andere Regeln finden.
      Es gibt doch bestimmt einen gemeinsamen Computerraum, da bekommt doch jeder alles mit. Reicht die "soziale Kontrolle" da nicht?
      Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Jugendlichen (14 bis 18, Leute die können ja wohl auch ein wenig Propaganda von Nachrichten unterscheiden, oder?) vor versammelter Mannschaft Hardcorepornos anschauen.

      Vielleicht bin ich da zu naiv, oder sehe die Gefährdung zu wenig, aber ich finde die vorgeschlagenen Filterungen recht seltsam.

      Carlo
      http://carlo.isthier.de

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re: *polemik*

        Hallo! Oder die Schüler dürfen nur an der Hand
        des Lehrers surfen, vielleicht auch jede
        Seite vorher beantragen.
        In dem Heim sind keine Lehrer. Nur Betreuer. Die Schüler sind tagsüber in der Schule und können am späten Nachmittag (so bald sie heimkommen) und Abends surfen. Immer jemanden dazustellen, das ist von den Kosten nicht denkbar. Außerdem werden die Computeranschlüsse in den Zimmern sein. 1/2/3-Bett-Zimmer. Braucht man alleine 50 Leute zum Kontrollieren. Was passiert,
        wenn auf der .de-Seite ein schreckliches
        .com-Bild verlinkt ist, ohne daß die
        Firewall es filtert?
        Für ein .com-Bild muß er eine Verbindung mit eine .com-Seite machen, und das filtert die Firewall schon. Internet ja, aber nur für Mickimaus und
        Fernsehprogramm?
        Nein, Du siehst diese "Kontrolle" zu eng. Es soll keine "Einschränkung" sein, sondern eine "Führung". Die Schüler sollen sich Informationen anschaun und besorgen. Was was sie für die Schule brauchen. Natürlich darf der Spaß auch nicht zu kurz kommen. Aber auf Kosten von Moral und gutem Geschmack? Ich denke man kann da andere Regeln
        finden.
        Es gibt doch bestimmt einen gemeinsamen
        Computerraum, da bekommt doch jeder alles
        mit. Reicht die "soziale Kontrolle" da
        nicht?
        Eben nicht. Jeder wird seinen Computer in seinem Zimmer stehen haben. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die
        Jugendlichen (14 bis 18, Leute die können
        ja wohl auch ein wenig Propaganda von
        Nachrichten unterscheiden, oder?) vor
        versammelter Mannschaft Hardcorepornos
        anschauen.
        Du scheinst schon etwas älter zu sein. Das kommt sehr wohl vor! Und wie! So bald sich die Leute einigermaßen kennen kommen schon die unanständigen Dinge! Und nicht zu knapp! Vielleicht bin ich da zu naiv, oder sehe
        die Gefährdung zu wenig, aber ich finde
        die vorgeschlagenen Filterungen recht
        seltsam.
        Kennst Du vielleicht einige empfehlenswerte "Filter-Listen"?

        Bye
        Hansi

  2. Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
    Re: Internetzugang für Schüler

    Eine Firewall ist nie schlecht, aber nicht ganz einfach aufzubauen.
    Aber guck doch mal im IE unter
    Ansich->Internetoptionen->Inhalte
    beim Netscape gibt es sicher eine ähnliche Funktion. Ich weiß allerdings nicht wie sicher diese Funktionen sind. Auf jedenfall müßte verhindert werden das die Schüler einen anderen Browser installieren.

    • Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
      Re^2: Internetzugang für Schüler

      Hallo! Eine Firewall ist nie schlecht, aber
      nicht ganz einfach aufzubauen.
      Das is das geringste Problem. Das einfache kann ich selber machen, und für das schwierige kenn ich einige Leute. Aber guck doch mal im IE unter
      Ansich->Internetoptionen->Inhalte
      Welcher IE is das? Ich hab gar keinen IE (bin Linux-Benutzer). beim Netscape gibt es sicher eine
      ähnliche Funktion. Ich weiß allerdings
      nicht wie sicher diese Funktionen sind.
      Welche Funktion is das? Was macht die? Bitte beschreib mir das genauer. Auf jedenfall müßte verhindert werden das
      die Schüler einen anderen Browser
      installieren.
      Das geht sicher nicht! Da soll ja die Firewall alle davor abhalten, daß sie Dreckszeugs anschaun. Nicht der Browser.

      Bye
      Hansi

      • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
        Re^3: Internetzugang für Schüler

        Was ich meinte beschränkt durch den Browser die Internet-Seiten gibt es für den Netscape anscheinend als Plug-in ich habe aber bisher nichts in der Art gefunden.
        Das System im ist relativ einfach ein Behörde, Agentur gibt Internetseiten frei und erst dann zeigt der Browser sie an.
        Der IE spuckt als Info das hier aus: http://www.rsac.org/ratingsv01.html

        Wenn Du es auf Domains beschränkst wird dies wohl wenig erfolg haben früher gab es mal www.tonline.de (Abkürzung für die Titts Online). Wer dafür gesorgt hat, daß es dieses Angebot nicht mehr gibt ist wohl klar. Auserdem verlieren die Schüler den größten Lerneffekt, nämlich das erlernen der englischen Sprache.

        Der größte Nachteil an einer Firewall wäre also, daß du praktisch jede einzelne Seite eintragen müßtest, viel Spaß.
        Aber vielleicht hilft Dir ja obiger Link ausreichend.

        • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
          Re^4: Internetzugang für Schüler

          Hallo! http://www.rsac.org/ratingsv01.html
          Hey, das ist echt was ganz tolles. Ich werd mir das bald noch genauer anschaun. Hoffentlich haben die nicht nur amerikanische Seiten drin. Danke für den Tip. Der größte Nachteil an einer Firewall
          wäre also, daß du praktisch jede einzelne
          Seite eintragen müßtest, viel Spaß.
          Aber vielleicht hilft Dir ja obiger Link
          ausreichend.
          Drum will ich ja Domains eingeben. zB .ac.at oder oder so is sicher nix schlechtes!

          Und außerdem werden wir ein Formular entwerfen, das die Leute dort ausfüllen und abgeben können. Damit beantragen sie die Freigabe einer bestimmten Seite. Das wird überprüft, und wenns paßt, freigegeben.

          Bye
          Hansi

  3. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    *wunder*

    habt Ihr alle, die Ihr hier so mitdiskutiert nicht auch schon einmal die interessante Beobachtung gemacht, dass fast jedes Wesen, dass 10 Jahre juenger ist als man selbst ca 10 mal so schnell alles was mit Computer u.ae. zu tun hat durchschaut?
    Will sagen - eine Firewall haelt schon ziemlich wirkungsvoll vom Surfen ab - aber nur weil man ja damit beschaeftigt ist, sie zu hacken....
    Ich denke man sollte da andere Wege finden, als den grossen Technik-Aufwand zu fahren, denn der ist
    a) nie 100%ig sicher
    b) nur der Anreiz, ihn zu umgehen.

    Absprachen , klare Regeln und so sollten da besser ziehen. Worauf ich mich einlassen wuerde (bin ja auch nicht sooo blauaeugig), waere eine Kontrolle am Server, welche Seiten besucht wurden (und nicht an die grosse Glocke haengen wg. hacken...) und mit den entsprechenden Leuten dannvielleicht mal reden....

    Pornos gucken Jugendl. sowieso, wenn sie es wollen und sie lesen auch, was sie wollen, da kann man durch Verbote doch recht wenig machen - vernuenftige Praevention ;-)) hilft da wohl mehr.

    greetinx
    Christian
    http://www.raum-im-netz.de/private



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