Re^3: kann man gegen gene ankämpfen?
Hallo ihr beiden,
also so einfach ist es nicht. Gerade in der Enkelgeneration
(F2) treten viele Merkmale der ursprünglichen Eltern (P - also
hier Großeltern) Generation wieder auf. Dies bezieht sich
ebenso auf Krankheiten wie auch auf Verhaltensweisen.
Die Amis pochen darauf, dass die Umwelt entscheidend ist, die
Russen darauf, dass es das Erbgut ist. Der Streit geht nun
schon mehr als Jahrzehnte.
Beide haben Recht, aber wenn die Anlage nun einmal da ist, hat
man eben schwerer dagegen anzukämpfen.
Es wird viel mehr vererbt, als man so gemeinhin momentan
annimmt. Nehmt nur mal Krebs als Beispiel. Einer meiner
Schüker muss sich nun darauf untersuchen lassen, ob er in
seinen Erbanlagen die Tendenz zum Darmkrebs hat, da sein
Großvater sie hat und es sich um die vererbbare Form des
Krebses handelt.
Für euch bedeutet dies, dass ich viel Arbeit habt und es keine
Garantie gibt, denn manchmal sind die Gene stärker. Leider.
MFG
Karsten
Hallo Karsten,
ich will nicht bestreiten das die Veranlagung zu bestimmten Krankheiten oder Charakterzügen vererbt wird. Ich bestreite lediglich das die Gene dies zwingend herbeiführen.
Bei Deinem Darmkrebsbeispiel heißt es für den Jungen das er durch das vorliegen des Darmkrebses in der Familie eine soundsoviel höhere Wahrscheinlichkeit hat daran zu erkranken zumal er männlich ist und hier eine männlich dominante Vererbung stattfindet. Das heißt aber nicht das er diesen Krebs bekommt.
Für Charaktereigenschaften heißt es z.B. bei Egoismus das eine gewisse Portion Egoismus gut und vor allem Gesund ist aber übermaßiger Egoismus schädlich da er meist einsam macht und somit später krank.
Jeder Charakterzug hat positive und negative Einflüsse man muss halt versuchen die positiven Einflüsse und somit Wirkungen zu verstärken.
Aber man sollte sich nie damit herrausreden das es ja die Gene sind die unser Verhalten verursachen, das sind stets wir selbst und unsere Umwelt.
Gruß Andrea