Tipps zu kleinster gemeinsamer Nenner

Von: , Frage gestellt am Fr, 14. Okt 2005

Hallo, Community der Polyglotten!

Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, dann habe ich das Aufsuchen des kgN als eine Optimierung verstanden; ihn gefunden zu haben, war ein Erfolgserlebnis, weil die Voraussetzung fürs sinnvolle Weiterrechnen bis zur Lösung der Aufgabe.

Wenn ich aber die politische Diskussion verfolge, dann ist der kgN zum Schimpfwort geworden für etwas, das als Einigung auf etwas unsäglich Dürftiges denunziert werden soll.

Ist das auch in den anderen Sprachen so? Oder herrscht nur im deutschen Sprachraum dieses gestörte Verhältnis zum Bruchrechnen?
(Eine Ministerin, die auch ins neue Kabinett übernommen werden will/soll, schwärmte neulich sogar von der Suche nach dem größten gemeinsamen Nenner ...)

Gruß
H.

20 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
              offtopic

              Hi Isa, You know, lowest common denominator and such things?

              alle Jahre wieder

              auch *g*
              Elke

              PS: auf dein andere Posting antworte ich nicht -
              1. erinner ich mich an nix
              2. hab ich Kopfweh

        • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: kleinster gemeinsamer Nenner

          LCD - klar, so heisst das.
          LCD, like the LCD display?
          or LSD, like the stuff you might think you've just taken, even if in reality it was just a bit of booze? *g* Ich glaub, ich geh mal eiskalt duschen oder
          so was.
          Oh poor Elkiieee, how many times a day do you have to hop into the shower? This morning you, eh, peed in your pants?

          Now you need to get rid of the effects of the alcohol before the kids get home?

          What's next....?

          I think I should recommend to that husband of yours that a return to Saudi needs to be most urgently considered - no booze, no women drivers, just well-behaved, disciplined people everywhere...

          gruss, isabel
          who'll happily share some of the booze with you some day...

          HAVE FUN!

      • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: größter gemeinsamer Unfug

        Moin, isabel, warum es ausgerechnet der LOWEST common denominator sein soll
        den gibt es einfach nicht. Wenn Siebtel und Achtel addiert werden sollen, dann geht das nur, wenn ich beide in Sechsundfünzigstel umrechne. (Ich stelle mir gerade vor, Hundertelftel und Hundertdreizehntel müssten voneinander subtrahiert werden...) Damit haben die beiden zwar einen gemeinsamen, aber weder einen kleinsten noch einen größten Nenner, deshalb fällt der Begriff auch nicht unter Mathematik, sondern unter Dummdeutsch. Du hast also keinen Grund, an Deinen Mathe-Kenntnissen zu zweifeln.

        Gruß Ralf

        • Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: größter gemeinsamer Unfug

          Hi Ralf
          erstens waere es Dummenglisch.
          Denn heute -wo ich wieder klar im Kopf bin *g -
          kann ich also nochmal nuechtern bestaetigen -
          es heisst Lowest Common Denominator.

          Aber deinen Einwand verstehe ich nicht.
          Achtel und Siebtel haben als Common Denominator,
          als gemeinsame Nenner, 56 und 112 und 224 und 448 (und
          ein paar dazwischen, fuer die ich jetzt aber zu faul
          bin) und von diesen ist 56 eindeutig der kleinste (lowest)
          Gemeinsame (common).
          Warum soll das unlogisch sein?

          Gruesse
          Elke

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: größter gemeinsamer Unfug

            Hi Elke, erstens waere es Dummenglisch.
            von Englisch verstehe ich nichts, ich hatte den deutschen Begriff gemeint. Achtel und Siebtel haben als Common Denominator
            beliebig viele, genauer gesagt unendlich viele, nämlich alle Vielfachen von 56. Da aber alle außer 56 mathematisch nutzlos sind, ist es auch sinnlos, von einem kleinsten zu sprechen. Warum soll das unlogisch sein?
            Von unlogisch habe ich nichts gesagt, mit Logik hat Sprachgebrauch ja wenig zu tun, eher mit Zweckmäßigkeit.

            Gruß Ralf

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^6: größter gemeinsamer Unfug

              Hi Ralf, Da aber alle außer 56 mathematisch nutzlos
              sind, ist es auch sinnlos, von einem kleinsten zu sprechen.
              Ich sehe das vom mathematischen Verstaendnis meiner Jungs,
              oder besser, vom einen her, der sich damit schwertut.
              Wenn du ein anderes Beispiel waehlst, z.B. Halbe und Viertel,
              dann kanns u.U. schon passieren, dass er mit Achteln rechnet
              und erst am Ende kuerzt und dann doch das richtige Ergebnis
              hat - auch wenn's nach meinem Verstaendnis schneller und
              eleganter gewesen waere, auf andere Art zum (selben) Ergebnis
              zu kommen.
              Von daher macht der Begriff, schon Sinn, gerade bei der
              Einfuehrung der Bruchrechnung.
              ABer das hat nun nichts mehr mit Fremdsprachen zu tun

              Gruesse
              Elke

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^7: größter gemeinsamer Unfug

              Hi Elke,

              wenn auch off topic: Dein Sohn hat völlig richtig erkannt, dass der Hauptnenner (ja, so heißt der - nicht k.g.N.) im einfachsten Fall das Produkt der beteiligten Nenner ist. Damit ist er immer auf der sicheren Seite; dass ein frühes Vereinfachen des Hauptnenners das Rechnen einfacher machen kann, kriegt er bestimmt bald raus.

              Gruß Ralf

  1. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Warum?

    Mahlzeit, Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, dann habe ich das
    Aufsuchen des kgN als eine Optimierung verstanden; ihn
    gefunden zu haben, war ein Erfolgserlebnis, weil die
    Voraussetzung fürs sinnvolle Weiterrechnen bis zur Lösung der
    Aufgabe.
    Wenn ich aber die politische Diskussion verfolge, dann ist der
    kgN zum Schimpfwort geworden für etwas, das als Einigung auf
    etwas unsäglich Dürftiges denunziert werden soll.
    Ich finde die Übertragung ins übrige Leben, also auch in die Politik, eine sehr gelungene und logisch nachvollziehbare. Deiner Interpretation als Optimierung kann ich nicht folgen. Betrachte das so: Brüche kommen doch aus verschiedenen Welten, die durch den jeweiligen Nenner gekennzeichnet werden. Einzeln sind sie einigermaßen flexibel: man kann sie erweitern und evtl. auch kürzen. Aber wenn man mit einem anderen Bruch arbeiten will, muß man sich auf Kompromisse einlassen: man findet den kleinsten gemeinsamen Nenner, der eine deutliche Einschränkung der Flexibilität darstellt. Und will man eine dritte Partei integrieren, wird die Schnittmengenfindung noch schwieriger, das Ganze noch unbeweglicher... Ist das auch in den anderen Sprachen so? Oder herrscht nur im
    deutschen Sprachraum dieses gestörte Verhältnis zum
    Bruchrechnen?
    Auf Spanisch kenne ich nur den "denominador común", also den gemeinsamen Nenner (ohne speziell den kleinsten zu nehmen). Der wird tatsächlich ein bißchen anders verwendet, und zwar eher neutral als ein Ausdruck, der die Gemeinsamkeit zwischen verschiedenen Dingen hervorhebt.

    Gruß

    Sancho



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!